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Autor: Bennie Lindberg

Triathlon-Saisonplanung2024

Saisonplanung

Triathlon-Trainer – Tipps für effektives Training im Herbst

Die diesjährige Triathlon-Saison neigt sich dem Ende zu (mit dem Ironman Hawaii am kommenden Wochenende), und gleichzeitig steht der Beginn einer neuen Saison bevor. Du bist kein gewöhnlicher Mensch, wenn du ein Triathlet bist. Du verfügst über enorme Energie, Willenskraft und den Drang, sofort Dinge zu erledigen. Diese Einstellung gilt auch für dein Training, und im Herbst widmest du dich daher mit vollem Einsatz deinem Triathlontraining.

Ausdauer ist jedoch eine Eigenschaft, die sich langsam, aber sicher entwickelt. Wenn du dich jetzt im Herbst voll auf das Ausdauertraining konzentrierst, kann dies schnell zur Frustration führen, da der Fortschritt langsam ist. Selbst wenn du ein oder zwei Jahre lang intensiv trainierst, erreichst du nur eine bestimmte Ebene. Dies erhöht zudem auch das Verletzungsrisiko erheblich. Selbst wenn du aufgrund deiner Fitness mehr trainieren könntest, ist dies nicht immer klug. Muskeln benötigen doppelt so lange zur Erholung, während Knochen, Sehnen und Bänder sogar dreimal so lange brauchen.

Wie solltest du also im Herbst mit dem Training beginnen?

Dein Training sollte stufenweise erfolgen. Du solltest die Gesamtbelastung von Monat zu Monat erhöhen, immer nach einer kurzen Erholungsphase. Dies erfordert natürlich Fachwissen und oft auch Erfahrung.

Wenn du Vollzeit trainieren kannst, ist es möglich, nach vielen Jahren Training das Trainingspensum auf 30 bis 40 Stunden pro Woche zu erhöhen, bevor dein individuelles Belastungsmaximum erreicht ist.

An diesem Punkt fragen mich Athleten oft: „Wenn ich maximal 10 Stunden pro Woche zum Training habe, bedeutet das, dass ich mit zwei oder drei Stunden Training beginnen muss?“ Ja und nein! Wenn du ein Anfänger bist, könnten 3 Stunden Training pro Woche ein guter Ausgangspunkt sein. Wenn du bereits jahrelang Sport treibst, kannst du ein stufenweises Training entwickeln, bei dem du monatlich zu sportartspezifischerem Training übergehst, während die Trainingsstunden fast gleich bleiben.

In der Praxis bedeutet das, dass du zunächst im Schwimmen an deiner Technik arbeitest und verschiedene Schwimmstile ausprobieren solltest, während dein Lauftraining beispielsweise mit Gehen, Nordic Walking, Cross-Lauf, Aquajogging oder Inline-Skaten beginnt. Dein Programm umfasst auch verschiedene Übungen, um deine Kraft, Elastizität und Beweglichkeit zu verbessern. Auch gelegentliches Radfahren (Gravel, Mountainbike, Rollentrainer, Spinning usw.) sollte hier ohne Problem Platz finden. Etwa drei Monate vor deinem Hauptwettkampf sollten dann Schwimmen, Radfahren und Laufen im Mittelpunkt stehen, und in den letzten drei Monaten wird die Intensität noch gesteigert, um rechtzeitig topfit zu sein.

Fazit:

  • Jetzt ist es Zeit für lockeres und abwechslungsreiches Training.
  • Trau dich, wichtige Eigenschaften wie Kraft, Elastizität, Geschwindigkeit, Beweglichkeit und Koordination zu trainieren, für die später nicht mehr genug Zeit übrig bleibt.
  • Genieße die zusätzliche Zeit für andere Hobbys, Arbeit und deine Familie.
  • Wenn du Motivation für das Wintertraining benötigst, kann ein Winterwettkampf, ein Trainingslager im Süden oder natürlich ein kompetenter Triathlon-Trainer die notwendige Motivation bieten.
  • Wenn du mit dem Training beginnst, solltest du auf einem etwas höheren Niveau starten als im Vorjahr.

Denke daran: „Wenn du immer das tust, was du immer getan hast, bekommst du immer das, was du immer bekommen hast!“

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Kausisuunnittelu-Triathlon24

Kausisuunnittelu

Nyt malttia harjoitteluun!

Tämän vuoden triathlon-kausi on päättymässä (ensi viikonloppuna Ironman Havaijilla), ja samalla uusi kausi on alkamassa. Triathlon-harrastajina emme ole aivan tavallisia ihmisiä. Meillä on valtavasti energiaa, tahdonvoimaa, ja yleensä haluamme puuttua asioihin heti. Sama asenne pätee myös harjoitteluun, ja syksyllä paneudumme siksi harjoitteluun täysillä.

Kestävyys on kuitenkin ominaisuus, joka kehittyy hitaasti, mutta onneksi varmasti. Jos paneudumme nyt jo syksyllä täysillä kestävyysharjoitteluun, se tarkoittaa luultavasti nopeaa turhautumista, koska kehitys on hidasta. Vaikka kuinka harjoittelemme vuodessa tai kahdessa, voit ainoastaan saavuttaa tietyn tason. Tällöin myös loukkaantumisen riski moninkertaistuu. Vaikka kunnon myötä pystyisit harjoittelemaan, se ei aina ole viisasta. Lihakset tarvitsevat kaksi kertaa pidemmän toipumisajan, ja luustot ja jänteet jopa kolminkertaisen ajan.

Miten siis kannattaa nyt syksyllä aloittaa harjoittelu?

Harjoittelu perustuu nousujohteisuuteen. Kokonaisrasitusta pitäisi siis pystyä lisäämään kuukaudesta kuukauteen, aina pienen palautumisjakson jälkeen. Tämä vaatii tietysti osaamista ja monesti myös kokemusta.

Tässä vaiheessa urheilijat monesti kysyvät: „Kun minulla on maksimissaan 10 tuntia aikaa harjoitella viikossa, tarkoittaako tämä sitten sitä, että jotta nousujohteisuus pysyisi minun täytyisi alkaa kahdella tai kolmella harjoittelutunnilla?“

Kyllä ja ei!

Jos olet aloittelija, niin 3 tuntia harjoittelua viikossa voisi olla hyvä lähtökohta. Jos olet harrastanut liikuntaa jo monta vuotta, voit myös rakentaa nousujohteisen treenin niin, että kuukausi kuukaudelta siirryt lajinomaisempaan harjoitteluun, mutta harjoittelutunnit pysyvät ennallaan.

Käytännössä se tarkoittaa sitä, että aluksi hajoittelet uinnissa nyt tekniikkaa ja muita uintityylejä ja juoksuharjoittelu tapahtuu ensin esim kävelemällä, sauvakävellen, suunnistaen, vesijuoksulla tai hiihtäen rullasuksilla. Lisäksi ohjelmaan kuuluu erilaiset saliharjoittelut, jotta kimmoisuus, voima ja notkeus parantuisivat ja jopa jonkinlaiselle pyöräilylle (Gravel, Maastopyörää, Rullilla, Spinning jne.) olisi vielä tilaa.

Noin kolme kuukautta ennen kauden pääkisaa ohjelmassa on sitten pääosin vapaauintia, pyöräilyä ja juoksua, ja kolmen viimeisen kuukauden aikana tehot vielä nousevat niin, että huippukuntoa varten ajoitus onnistuu.

Eli:

  • Nyt malttia harjoitteluun!
  • Uskalla kehittää tärkeitä ominaisuuksia (voimaa, kimmoisuutta, nopeutta, notkeutta, koordinaatiota), joiden kehittämiseen myöhemmin ei ole enää tarpeeksi aikaa.
  • Nauti siitä, että lisäaikaa on nyt myös muille harrastuksille, työlle ja perheelle.
  • Jos tarvitset motivaatiota talviharjoitteluun, voi joku talvikisa, leiri etelässä tai tietysti hyvä valmentaja tuoda tarvittavan motivaation.

Kun sitten seuraavana vuonna taas aloitat harjoittelun, sinun pitäisi aloittaa hieman korkeammalta tasolta kuin vuosi sitten. Muista:

„If you always do what you always did, you always get what you always got!“

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Bennie Lindberg-Spass im Dreck mit dem Bike

Wie viele Fahrräder

Entscheide dich für ein Gravelbike.

Wie viele Fahrräder benötigt ein Triathlet?

Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, dass ein Triathlet immer ein Fahrrad mehr gebrauchen kann, als er bereits besitzt! Folglich, wenn wir die aktuelle Anzahl der Fahrräder mit A bezeichnen, beträgt die ideale Anzahl der Fahrräder (I) immer:

I = A + 1.

Doch wie sieht die Realität aus?

Ein Triathlet benötigt in erster Linie ein Triathlonrad.

Falls dieser Triathlet jedoch klug war, hat er nicht sofort ein Triathlonrad erworben, sondern ein halbwegs preiswertes Rennrad verwendet, um seinen ersten Triathlon zu bestreiten. Dieses Fahrrad wird später oft zum Trainingsrad und/oder  zum „Rollen Rad“.

Aber das ist noch nicht alles! Was ist mit einem Mountainbike, einem Gravelbike oder einem schicken Rennrad?

Falls es nicht nur eine emotionale Entscheidung ist, liefert das Global Cycling Network harte Fakten. Dort werden die Leistungsunterschiede zwischen einem „fetten“ Gravelbike und einem „schicken“ Rennrad verglichen, und sie sind oft kleiner als gedacht.

(Der Youtube Video kannst du im Orginal im Anschluss sehen!)

Falls du also keine Mountainbike- oder Rennradrennen fahren möchtest und nach einem Trainingsrad suchst, ist die klare Antwort: Entscheide dich für ein Gravelbike. Im Winter kannst du gröbere Reifen und Schutzbleche darauf montieren, während du für Trainingslager oder im Sommer die Schutzbleche entfernen und leichtere Rennradreifen verwenden kannst.

Insgesamt könnte ein Triathlet also drei Fahrräder besitzen, ohne dass er dadurch Nachteile erlebt.

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Triathlon Training auf der Promenade in Playitas

Wie werde ich glücklich?

6 Tipps um glücklich zu sein

Gerade ist ein finnisches Buch erschienen: „Auf der Suche nach dem Glück“. In diesem Buch beschreibt der finnische Psychiater Juhani Mattila, wie man Glück finden kann. Hier sind seine sechs Tipps für ein glücklicheres Leben:

  1. Vermeide übermäßiges Grübeln über dich selbst. Die Fixierung auf sich selbst kann einen Menschen in seine eigene Blase einschließen.
  2. Beruhige dich und lebe im Moment: Glück wird nur im gegenwärtigen Augenblick empfunden.
  3. Lerne den Wert von guten Leistungen zu schätzen, ohne sie mit Perfektion zu vergleichen.
  4. Ärgere dich nicht über Kleinigkeiten und nimm Dinge nicht zu persönlich.
  5. Vermeide, bitter zu sein, denn Bitterkeit verschließt die Augen für Dankbarkeit.
  6. Investiere gezielt in Dinge, die dir Freude bereiten, und gestalte deine Tage entsprechend.

Ich persönlich finde diese Tipps sehr inspirierend! Viele dieser Faktoren können wir direkt oder indirekt durch den Sport lernen, während andere möglicherweise persönliche Eigenschaften sind, an denen wir sicherlich arbeiten können.

Kiitos! (Danke!)

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Laufanalyse mit Triathlon Coach Bennie Lindberg

Arbeiten als Triathlon Coach

Arbeiten als Triathlon Coach

Ein Blick hinter die Kulissen eines Triathlon Trainers

Laufanalyse mit Triathlon Coach Bennie Lindberg

Viele Athleten denken beim Begriff Triathlon Coaching zuerst an Trainingspläne. Doch die eigentliche Arbeit eines Coaches beginnt lange vor der ersten geplanten Einheit und endet auch nicht mit dem Versenden eines Wochenplans.

Als Triathlon Coach begleite ich Athleten über einen längeren Zeitraum. Dabei geht es um Analyse, Zielsetzung, Trainingssteuerung, Kommunikation und die ständige Anpassung an das wirkliche Leben.

Der Einstieg in eine neue Zusammenarbeit

Wenn ich eine Anfrage von einem Athleten erhalte, besteht der erste Schritt immer darin, uns kennenzulernen.

Wir müssen herausfinden, wie die andere Person denkt, welche Erwartungen sie hat und ob wir auf derselben Wellenlänge liegen. Oft reicht dafür zunächst ein ausführliches Telefonat.

Wenn der erste Eindruck für beide Seiten passt, folgt ein längeres Gespräch – online oder persönlich. Im Idealfall habe ich bereits Trainingsdaten, Wettkampfergebnisse oder andere Informationen erhalten, die ich vorab analysieren kann.

Dieses erste Gespräch ist häufig sehr aufschlussreich. Durch meine langjährige Erfahrung in der Betreuung unterschiedlichster Sportler kann ich Zusammenhänge oft schnell erkennen und verständlich erklären.

Für viele Athleten ist das bereits ein erster Augenöffner.

Mehr über mein Triathlon Coaching

Ziele, Alltag und Voraussetzungen verstehen

Im nächsten Schritt geht es um die Ziele des Athleten.

Dabei reicht es nicht, einfach zu sagen:

  • schneller werden
  • einen Ironman finishen
  • eine neue Bestzeit erreichen
  • erstmals an einem Triathlon teilnehmen

Wir müssen auch klären, wie realistisch das Ziel ist und welcher Weg dorthin passt.

Dazu gehören Fragen wie:

  • Wie viel Zeit steht tatsächlich für das Training zur Verfügung?
  • Welche beruflichen und familiären Verpflichtungen gibt es?
  • Welche Stärken und Schwächen bringt der Athlet mit?
  • Welche Erfahrungen wurden bisher gemacht?
  • Wie hoch ist die aktuelle Belastbarkeit?
  • Welche Trainingsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?
  • Welchen Stellenwert soll der Sport im Leben einnehmen?

Nicht jeder möchte oder kann alles dem sportlichen Erfolg unterordnen. Beruf, Familie, Gesundheit und andere Interessen spielen eine wichtige Rolle und müssen berücksichtigt werden.

Ein gutes Triathlon Coaching richtet sich deshalb nicht nur nach dem Wettkampfziel, sondern nach dem gesamten Menschen.

Ziele müssen veränderbar bleiben

Die Voraussetzungen für Training können sich jederzeit verändern.

Ein neuer Arbeitsplatz, mehr familiäre Verpflichtungen, gesundheitliche Probleme oder unerwarteter Stress können einen ursprünglich sinnvollen Plan plötzlich unrealistisch machen.

Hier ist Erfahrung gefragt.

Manchmal bedeutet gutes Coaching, einen Athleten auf Kurs zu halten. In anderen Situationen ist es sinnvoller, das Ziel neu zu bewerten oder den Weg dorthin zu verändern.

Wenn Ziele, Belastung und Alltag nicht sauber aufeinander abgestimmt sind, entsteht schnell unnötiger Stress. Im schlechtesten Fall führt das zu Überlastung, Krankheit oder Verletzungen.

Ein Coach muss deshalb nicht nur motivieren, sondern bei Bedarf auch bremsen.

Erst dann beginnt die Trainingsplanung

Erst wenn die grundlegenden Fragen geklärt sind, beginnt die konkrete Trainingsplanung.

Viele Athleten sind zunächst überrascht, wie wenig Training ich im Herbst einplane. Gleichzeitig staunen sie einige Monate später darüber, wie problemlos sich im Frühjahr oder Sommer deutlich größere Umfänge bewältigen lassen.

Das ist kein Zufall.

Ein sinnvoller Trainingsaufbau entwickelt Belastbarkeit schrittweise. Ziel ist nicht, möglichst früh möglichst viel zu trainieren, sondern zum richtigen Zeitpunkt belastbar und leistungsfähig zu sein.

Dabei berücksichtige ich:

  • Trainingsalter
  • aktuelles Leistungsniveau
  • verfügbare Zeit
  • Wettkampfziele
  • Regenerationsfähigkeit
  • berufliche und familiäre Belastung
  • individuelle Reaktion auf unterschiedliche Trainingsreize

Erst daraus entsteht ein persönlicher Trainingsplan.

persönlicher Trainingsplan

Ausrüstung und Trainingsmöglichkeiten sinnvoll nutzen

Auch die vorhandenen Trainingsmöglichkeiten und die Ausrüstung spielen eine Rolle.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Geld auszugeben. Die entscheidende Frage lautet:

Welche Investition bringt für diesen Athleten den größten sinnvollen Nutzen?

Manchmal ist eine Leistungsdiagnostik sinnvoll. In anderen Fällen bringt eine bessere Schwimmtechnik, ein passender Leistungsmesser oder eine vernünftige Trainingssteuerung deutlich mehr.

Gleichzeitig muss der Coach auch wissen, was der Athlet wirklich bereit ist zu tun.

Nicht jede effektive Trainingsmaßnahme macht automatisch Spaß. Deshalb muss geklärt werden, wie Leistung, Motivation und Freude am Sport gewichtet werden sollen.

Ein guter Plan muss nicht nur physiologisch funktionieren. Er muss auch so gestaltet sein, dass der Athlet ihn langfristig umsetzen kann.

Kommunikation gehört zum Coaching

Sobald das Training beginnt, wird die Kommunikation besonders wichtig.

Der Athlet muss mitteilen:

  • wann er trainieren kann
  • welche festen Vereinseinheiten bestehen
  • ob sich der Alltag verändert
  • ob Einheiten nicht wie geplant funktionieren
  • ob Schmerzen, Müdigkeit oder Unsicherheit auftreten
  • ob mehr oder weniger Training möglich ist

Auf dieser Grundlage passe ich das Training laufend an.

Ein Trainingsplan ist keine starre Vorschrift. Er ist ein Arbeitsinstrument, das sich an der Entwicklung des Athleten orientiert.

Wenn etwas unklar ist, wird es besprochen. Wenn eine Einheit nicht passt, wird sie verändert. Wenn mehr Training möglich wäre, muss geprüft werden, ob mehr tatsächlich auch besser ist.

Nur durch offenen Austausch kann ein Coach das Training sinnvoll steuern.

offenen Austausch

Training ist ein laufender Prozess

Mit dem ersten Trainingsplan beginnt die eigentliche Zusammenarbeit erst.

Training entwickelt sich ständig weiter. Ein Athlet wird fitter, müder, sicherer oder manchmal auch unsicherer. Berufliche Situationen ändern sich, Wettkämpfe rücken näher und neue Fragen entstehen.

Deshalb muss ein Coach regelmäßig prüfen:

  • Funktioniert der aktuelle Plan?
  • Reagiert der Athlet wie erwartet?
  • Muss die Belastung erhöht oder reduziert werden?
  • Stimmen Erholung und Trainingswirkung?
  • Verändert sich das ursprüngliche Ziel?
  • Welche Einheit bringt aktuell den größten Nutzen?

Coaching ist deshalb ein fortlaufender Prozess aus Planung, Beobachtung, Rückmeldung und Anpassung.

Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem allgemeinen Trainingsplan und einer persönlichen Betreuung.

Ein Triathlon Coach muss sich ständig weiterentwickeln

Die Arbeit endet nicht mit der Betreuung der Athleten.

Trainingswissenschaft, Diagnostik, Technik und Material entwickeln sich ständig weiter. Wer aufhört zu lernen, verliert früher oder später den Anschluss.

Zu meiner Arbeit gehören deshalb auch:

  • Fachliteratur lesen
  • neue wissenschaftliche Erkenntnisse einordnen
  • Trainingsmethoden hinterfragen
  • Erfahrungen auswerten
  • Wissen mit anderen Trainern austauschen
  • andere Sportarten beobachten
  • internationale Entwicklungen verfolgen

Dabei ist nicht jede neue Methode automatisch besser.

Erfahrung hilft dabei, zwischen kurzfristigen Trends und wirklich sinnvollen Entwicklungen zu unterscheiden.

Ein guter Coach übernimmt nicht einfach jede neue Idee. Er prüft, ob sie zum Athleten, zum Ziel und zur jeweiligen Situation passt.

Persönliches Coaching und praktische Arbeit

Neben Online-Coaching und Trainingsplanung gehört auch direkter Kontakt mit Athleten zu meiner Arbeit.

Dazu können gehören:

  • persönliche Trainingseinheiten
  • Technikschulung
  • Schwimmtraining
  • Leistungsdiagnostik
  • Trainingscamps
  • Wettkampfvorbereitung
  • Gespräche vor und nach wichtigen Rennen

Diese praktische Arbeit liefert wertvolle Eindrücke, die allein aus Daten oft nicht erkennbar sind.

Manchmal sieht man in einer Bewegung, einer Körperhaltung oder einem Gespräch mehr als in einer ganzen Trainingsdatei.

Der Alltag eines selbständigen Triathlon Trainers

Zur Arbeit eines selbständigen Coaches gehören allerdings nicht nur Training und Sport.

Auch ganz normale unternehmerische Aufgaben müssen erledigt werden:

  • Buchführung
  • Steuern
  • Versicherungen
  • Organisation
  • Kundenkommunikation
  • Marketing
  • Websitepflege
  • Planung von Camps und Veranstaltungen
  • Weiterbildung

Das bedeutet: Ein selbständiger Triathlon Trainer arbeitet nicht nur am Trainingsplan, sondern gleichzeitig auch an seinem Unternehmen.

Gerade diese Mischung macht den Beruf anspruchsvoll und abwechslungsreich.

Fazit: Ein spannender Beruf mit viel Verantwortung

Die Arbeit als Triathlon Coach umfasst deutlich mehr als das Erstellen von Trainingsplänen.

Sie besteht aus:

  • Analyse
  • Kommunikation
  • Zielsetzung
  • Trainingsplanung
  • Anpassung
  • Motivation
  • Weiterbildung
  • praktischer Arbeit
  • unternehmerischer Verantwortung

Der Coach begleitet nicht nur Training. Er begleitet einen Menschen auf dem Weg zu einem sportlichen Ziel.

Genau das macht diesen Beruf für mich so spannend.

Der nächste Schritt

Du suchst einen erfahrenen Triathlon Coach, der dein Training individuell plant und regelmäßig an deinen Alltag, deine Entwicklung und deine Ziele anpasst?

Auf Ad Extremum findest du weitere Informationen zu meinem persönlichen Triathlon Coaching für Einsteiger, Age-Grouper, Langdistanz-Athleten und leistungsorientierte Sportler.

Zum persönlichen Triathlon Coaching

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Triathlon Coach Bennie Lindberg hat den Athleten betreut beim 70.3 Ironman VM in Lahti Finnland

Weltmeisterschaft tauglich?

Ironman 70.3 Lahti – Ironman Nizza

Vor anderthalb Wochen endeten die Ironman 70.3 Weltmeisterschaften in Lahti, Finnland, mit 6.000 Teilnehmern, und am kommenden Wochenende steht die Lang Distanz Ironman Weltmeisterschaft mit 2255 männlichen Athleten an.

Bevor ich mich tiefer in das Thema vertiefe, möchte ich betonen, dass Ironman ein Unternehmen ist, dessen Hauptziel darin besteht, Geld zu verdienen. Sportliche und kulturelle Aspekte kommen erst danach. Das wollte ich neutral festhalten.

Der Titel „Weltmeisterschaft“ bezieht sich auch auf den Markennamen Ironman. Genauso gut könnte Haribo Weltmeisterschaften im Gummibärenessen veranstalten.

Hawaii ist die Geburtsstätte des Langdistanz-Triathlons, und es war Tradition, dass die besten Triathleten jedes Jahr hier starteten, um herauszufinden, wer unter den speziellen Bedingungen dieser Insel der Beste ist. In gewisser Hinsicht waren es also immer die Weltmeisterschaften.

Jetzt hat sich dies definitiv geändert. In der 70.3 Ironman Serie ist es schon länger üblich, den Veranstaltungsort der Weltmeisterschaften zu ändern. Der Ironman-Zirkus zieht dann irgendwann weiter, und ähnlich wie bei McDonald’s wird überall dasselbe Menü serviert, unabhängig vom Ort.

In Lahti habe ich eine grandiose Organisation gesehen aber  das typisch Finnische vermisst. Klar, die finnische Natur war präsent, das Wort „Sisu“ war häufig zu sehen, aber ansonsten gab es sehr wenig Finnland zu spüren.

In Finnland habe ich mich auch gefragt: Müssen wirklich 2000 Frauen und 4000 Männer zur Weltmeisterschaft zugelassen werden? Ich stand an der Schwimmstrecke bei der 200-Meter-Marke. Schon vorher musste der Rettungsschwimmer zweimal bei den Frauen eingreifen, und das bei einer Weltmeisterschaft, bei der die Besten der Besten antreten sollten.

Es ist sicherlich schön, dass viele an den Weltmeisterschaften teilnehmen können, aber wenn die Hürden für Langdistanz-Triathlon immer niedriger werden und die Teilnehmerzahlen weiter steigen, besteht die Gefahr, dass nicht nur gesunde und ärztlich kontrollierte Menschen teilnehmen. Vielleicht nehmen auch viele Athleten die Herausforderung zu leicht. In diesem Fall sollten wir uns nicht über steigende Todesraten im Triathlon wundern.

4000 Männer bei einer Halbdistanz – natürlich kann es nicht so ablaufen, wie es ursprünglich im Triathlon gedacht war: Jeder macht sein eigenes Rennen, ohne Windschattenfahren, und am Ende sehen wir, wer am schnellsten war. Altersklassenstartblöcke und ein „rolling start“ innerhalb dieser Startblöcke sind eine gute Idee, aber selbst die besten Ideen funktionieren nicht mit zu vielen Teilnehmern.

Weltmeisterschaften hier und dort, Weltcup, PTO, Olympia – mit zu vielen wichtigen Rennen wird es unübersichtlich, und die Bedeutung verwässert sich. In Lahti war das Starterfeld wirklich stark, sogar unglaublich stark, aber ein sensationeller Dreifach-Triumph der deutschen „Jungen“ wurde kaum beachtet! Sehr schade.

Der kommende Sonntag in Nizza wird sportlich sicherlich spannend sein, aber als Veranstaltung befürchte ich eine Art „Ironman-McDonald’s-Menü“. Ich hoffe, ich irre mich, und Nizza kann sich so präsentieren, wie es einmal war, aber das ist vielleicht ein kleiner Traum.

Die Ironman Weltmeisterschaften in Nizza sind nicht dasselbe wie die Ironman Weltmeisterschaften in Hawaii. Sicherlich wird ein sehr, sehr guter Triathlet gewinnen, wahrscheinlich derzeit der stärkste Langdistanz-Triathlet (dank der Preisgelder).

Sportlich erwarte ich hier ein gutes und faires Rennen. Die Strecke von 180 km und die 2255 Teilnehmer sind Fakten, die vielversprechend klingen.

Für mich persönlich war bis jetzt immer der beste Triathlet (in allen Distanzen) derjenige, der gerade Hawaii gewonnen hat! Immer die gleichen Bedingungen, praktisch dieselbe Strecke, das gleiche Klima und der gleiche Zeitpunkt im Jahr. Hawaii-Sieger gleich bester Triathlet. Punkt!

Die Weltmeisterschaften in Nizza müssen jedoch nicht zwangsläufig schlecht sein. Für Europäer ist Nizza viel einfacher zu erreichen als Hawaii, und für Amerikaner könnte Nizza sogar exotischer sein als Hawaii.

Ich habe immer noch das Gefühl, dass die wahren Ironman-Sieger auf Hawaii gemacht werden. Das bietet jedoch in den Zwischenjahren eine verdiente Bühne für Olympia, PTO und Challenge Roth, um noch mehr zu glänzen. Das ist gut für den Sport, und dafür können wir Ironman dankbar sein.

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Lahti-Ironman-weltmeisterschaften-2023

Ironman 70.3 Weltmeisterschaften

Weltmeisterschaften – was für ein tolles Rennen

Unsere zehntägige Reise begann genau eine Woche vor den Weltmeisterschaften. Vor Ort haben wir die Strecken erkundet, eine Radservice-Station im Hotel eingerichtet, letzte Vorbereitungen getroffen und sogar Missverständnisse bezüglich der Anmeldung klären können. Am Flughafen haben wir die Gäste begrüßt und ihnen geholfen, den richtigen Shuttle zum Hotel in Lahti zu finden. Von Tag zu Tag stieg die Spannung, und ja, man muss sagen, Training ist gut und wichtig, aber ein Ziel, ein Wettkampf, das ist trotz allem das Salz in der Suppe.

Neue Orte kennenzulernen, Neues zu sehen, zu schmecken und zu erleben – ja, der Sport kann so viel bieten. Nach dem Wettkampf konnten wir alle strahlende Gesichter beobachten, und ja, dann habe ich schon daran gedacht, irgendwann mache ich das wieder. Von den insgesamt vier Altersklassen-Goldmedaillen, die deutsche Athleten gewonnen haben, sind 50% (+ einige Podestplätze) mit Hannes Hawaii Tours angereist. Das spricht für die Position, die Hannes Hawaii Tours auf dem deutschen Triathlon-Markt innehat – direkt an der Spitze!

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Ironman-Lahti-11-spezial

noch 11 Tage

Hier ist jetzt der letzte Teil über Finnland. Bald geht es nach Lahti, zu den Ironman 70.3 Weltmeisterschaften. Ich freue mich darauf, viele Bekannte wiederzusehen, besonders wenn ich selbst nicht starte, sondern nur als Betreuer, Guide, Coach und Helfer vor Ort bin.

JOKAMIEHENOIKEUDET

In Finnland gilt das Jedermannsrecht, das bedeutet, jeder hat das Recht, die Natur zu genießen, egal wem der Land gehört.

Du darfst unter anderem:

  • dich zu Fuß bewegen, Langlaufen, Radfahren in der Natur, ohne diese zu zerstören!
  • Reiten, ohne der Natur Schaden zuzufügen.
  • Vorübergehend übernachten und dich aufhalten.
  • Beeren und Pilze sammeln.
  • Bootfahren, schwimmen und dich auf dem Eis bewegen.
  • Angeln (auch im Winter, Eisangeln, fast überall). Dafür benötigst du eine Angelerlaubnis, die jeder sehr günstig für ein Jahr erwerben kann.

    AKANKANTO

    In Finnland gibt es einen Wettbewerb, bei dem man eine Frau tragen muss. Der Siegerpreis ist das Gewicht der Frau in Bier.

    Akankanto/Eukonkanto

    POROKILPAILUT

    In Lappland werden Rentier-Wettkämpfe veranstaltet. Im Prinzip handelt es sich um Skijöring, jedoch mit einem Rentier anstelle eines Pferdes.

    Porokilpailut

    MATONPESUPAIKKA

    Die Finnen legen großen Wert auf „Reinlichkeit“. Arm zu sein ist keine Schande, aber jeder kann sich ein Stück Seife leisten. Daher gibt es keinen Grund, schmutzig zu sein. An den Stränden am Meer oder See gibt es in Finnland kostenlose öffentliche Stellen zum Teppichreinigen.

    Matonpesupaikka – Lahti

    PESÄPALLO

    Der Nationalsport in Finnland ist eine Art von Baseball und wird hauptsächlich in Finnland gespielt.

    Pesäpallo

    AIR GUITAR

    Jedes Jahr werden in Finnland die Weltmeisterschaften im Luftgitarrespielen ausgetragen – das ist kein Scherz.

    Air Guitar

    Hobby Horsing

    Besonders bei Mädchen ist das Hobby Pferde-Stickreiten sehr beliebt. Hier werden alle Disziplinen des Pferdesports nachgeahmt.

    Hobby Horsing

    SEEN UND PLATZ

    In Finnland gibt es zahlreiche Seen und viel Platz. Nacktes Schwimmen ist kein Problem, wenn man keine Nachbarn hat, und es wird praktisch immer beim Saunabaden in der eigenen Sauna praktiziert. In der Öffentlichkeit hingegen nicht!

    MUSIK UND TANGO

    Tango kam von Argentinien nach Finnland und wird hier besonders gerne, aber nicht ganz so dramatisch getanzt. Um den Ausgleich herzustellen, ist Finnland auch eine Nation des Heavy Rock/Metal.

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    Ironman-Lahti-Essen-in-Finnland-17

    noch 17 Tage

    Hast du schon frisch geerntete finnische Kartoffeln gegessen?

    Wie beschreibt man am besten finnisches Essen? Rein, würde ich sagen!

    Finnland war lange Zeit ein relativ armes Land. Natürlich hatten wir die Natur, aber keinen wirklichen Reichtum, und das Essen war schlicht. Durch die Verbindung mit Schweden hat sich entlang der Küsten bereits ein gewisser Wohlstand etabliert, und die schwedische Kultur hat Finnland natürlich stark geprägt. Dies hat zweifellos eine sozusagen „europäische“ Esskultur hinterlassen. Später waren wir über hundert Jahre lang Teil Russlands, jedoch mit Autonomie! Auch das hat Spuren hinterlassen. Ähnlich wie man sagt, dass die besten italienischen Restaurants in New York zu finden sind, trifft dies auch auf die besten russischen Restaurants in Helsinki zu.

    In der heutigen Zeit, in der die Welt durch Reisen usw. „kleiner“ geworden ist, findet man in Finnland praktisch alles, was man sonst noch auf der Welt findet. Was derzeit Aufmerksamkeit erregt, ist die „Nordic Cuisine“. Hier werden reine nordische Naturprodukte mit lokalen „Spezialitäten“ wie beispielsweise Fichtennadeln, Moos, Seegras und Ameisen auf unglaublich schöne Weise kombiniert.

    Wenn ich an Finnland denke, kommen mir zuerst die Geschmäcker in den Sinn, die während der langen hellen Sommertage entstehen – Gemüse, Früchte und Beeren.

    Hast du schon frisch geerntete finnische Kartoffeln gegessen? Einfach Kartoffeln in Salzwasser mit einem Bündel Dill (nicht zu weich) kochen und dann gleich warm mit Butter essen. KÖSTLICH!

    Nirgendwo schmecken Beeren und Äpfel besser als im Norden. Durch die langen Tage und das viele Sonnenlicht entwickeln sich ganz intensive Aromen. Hast du schon einmal Moltebeeren aus Lappland gegessen? Eine Geschmacksexplosion! Sie sind leichter zu finden als Likör in Südfinnland.

    Fisch wird natürlich viel gegessen. Hecht, Hering, Barsch, viele verschiedene Lachsarten sowie Flusskrebse.

    Fleisch ist ähnlich wie in Mitteleuropa, aber auch Rentier ist leicht zu finden. Wenn du Fleisch magst und noch kein Rentier gegessen hast, ist es ein absolutes Muss!

    Elche gibt es natürlich auch viele, aber nur sehr selten kannst du Elchfleisch kaufen. Elchfleisch ist so beliebt, dass die Jäger es selbst essen, und daher bleibt kaum etwas zum Verkaufen übrig.

    Was du nur in Finnland findest, ist Kalakukko. Das ist eine Art von Pizza Calzone auf Roggenbasis, gefüllt mit Schweinefleisch und kleinen Heringen (Muikku). Persönlich finde ich das nicht so ansprechend, aber es ist definitiv sehr finnisch!

    Ein „Must Taste“ ist Karjalanpiirakka, also eine Karelische Pirogge. Das ist eine gefüllte Teigtasche aus Roggen, die traditionell mit Gerstenbrei gefüllt war, heutzutage jedoch fast nur noch mit Reisbrei, manchmal auch Kartoffelbrei. Sie wird warm serviert mit „Munavoi“, einer Butter mit fein gehackten gekochten Eiern. Hast du Lust, es zu probieren?

    Karjalanpiirakka Rezept

    Knabbereien zum Kaffee sind oft auf Hefeteigbasis. Die Gewöhnlichsten sind „Pulla“, also ein süßes Hefegebäck, und Korvapuusti, eine Art von Zimtschnecke. Hier lernst du, wie du es machen kannst.

    Korvapuusti Rezept

    Eine weitere Sache, die zur finnischen Tradition gehört, ist Saunamakkara (Saunawurst). Die Sauna ist Sauna und die Wurst ist Wurst (eine Grillwurst), und zusammen bilden sie einen wesentlichen Teil der finnischen Kultur. Hier hat man grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

    1. Während man in der Sauna schwitzt, brät man die Würste, die sauber in Alufolie eingewickelt sind, auf dem Saunaofen. Die Sauna ist in Finnland ein heiliger Ort, und das Einzige, was in der Sauna angemessen ist, ist Wasser und ab und zu Birkenzweige, mit denen man sich selbst peitscht, um die Wärmeempfindung zu intensivieren.
    2. Man grillt die Würste nach dem Saunieren über offenem Feuer. Nach dem Saunagang genießt man die Würste. Auf die Saunawurst kommt dann Senf, und traditionell trinkt man dazu ein oder zwei Biere.

    Dann nur noch „hyvää ruokahalua“! (=Guten Appetit)

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    Trinken in Finnland

    noch 20 Tage

    Das beste Wasser der Welt

    In Norden gibt es aus den normalen Hahn, das reinste und bestschmeckende Wasser in der Welt. PUNKT. Wasser in der Flasche zu kaufen ist reinster Blödsinn. Die Qualität und der Geschmack leiden nur.

    Kaffee wird überall in Finnland getrunken. Schließlich wird in Finnland von der ganzen Welt pro Capita am meisten Kaffee getrunken, in erster Linie Filterkaffee. Überall findest du aber auch italienische Klassiker wie Espresso, Cappuccino, Latte, Crema usw.

    Es gibt aber ein köstliche Spezialität, der gar nicht leicht zu finden ist, außer man kocht es selber über offenen Feuer: Pannukahvi. Und so geht es:

    In einen Kaffeekanne wird erst Wasser gekocht. Danach wird die passende Menge Spezial gemahlenes Kaffee zugefügt und das Wasser mit Kaffee noch einmal aufgekocht. Dann wartet man ein paar Minuten bis der Kaffeesatz sich gelegt hat, und dann gießt man es vorsichtig in eine Tasse.

    Mahtavaa! (=Herrlich!)

    Wenn wir über trinken sprechen müssen wir auch über Alkohol sprechen. Die meisten wissen schon Alkohol ist in Norden (Fin, Swe, Nor) teuer. Das hat mit unsere Alkoholmonopol zu tun. Und tatsächlich wird in Norden deutlich weniger Alkohol pro Capita getrunken als in Deutschland, Italien, Frankreich oder z.B. Spanien.

    Trotz dem haben wir den Ruf bekommen das wir viel saufen. Wie hängt das zusammen? Lass uns ein Blick in die Geschichte werfen:

    Ein richtige „Genießer“ Kultur ist erst langsam und kürzlich in Norden entstanden. Früher hat man sicher in erster Linie den Rausch gesucht. Die Wikinger sind ja nicht gerade bekannt dafür dass sie Nüchtern waren.

    Auch das „Gebrannte“ hat wenig Tradition, jeder hat zuhause das gebrannt was er gehabt hat und so sind bestimmt furchtbare Gemische entstanden aber es war ziemlich verbreitet und so hat der Staat 1919 einen Alkoholverbot durchgesetzt. Das hat natürlich nicht gehalten und ist dann einige Jahre Später geändert zum staatlichen Alkoholmonopol.

    Da das trinken „rauschorientiert“ war/ist statt Genuss orientiert könnte man es folgendermaßen übertrieben zusammenfassen:

    „Nur“ ein,  zwei Bier zu trinken ist Alkoholverschwendung. Da bekommt man ja noch keinen richtigen Rausch. Wenn schon, dann richtig, bis stillstand der Pupillen.

    Ja ja,  das war einmal jetzt ändern sich die Zeiten und wer Welt rückt enger zusammen und wird internationaler und kleiner und das Trinkverhalten hat sich auf europäische „Normal-Niveau“ sich stabilisiert.

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