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Bennie Lindberg-Spass im Dreck mit dem Bike

Wie viele Fahrräder

Entscheide dich für ein Gravelbike.

Wie viele Fahrräder benötigt ein Triathlet?

Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, dass ein Triathlet immer ein Fahrrad mehr gebrauchen kann, als er bereits besitzt! Folglich, wenn wir die aktuelle Anzahl der Fahrräder mit A bezeichnen, beträgt die ideale Anzahl der Fahrräder (I) immer:

I = A + 1.

Doch wie sieht die Realität aus?

Ein Triathlet benötigt in erster Linie ein Triathlonrad.

Falls dieser Triathlet jedoch klug war, hat er nicht sofort ein Triathlonrad erworben, sondern ein halbwegs preiswertes Rennrad verwendet, um seinen ersten Triathlon zu bestreiten. Dieses Fahrrad wird später oft zum Trainingsrad und/oder  zum „Rollen Rad“.

Aber das ist noch nicht alles! Was ist mit einem Mountainbike, einem Gravelbike oder einem schicken Rennrad?

Falls es nicht nur eine emotionale Entscheidung ist, liefert das Global Cycling Network harte Fakten. Dort werden die Leistungsunterschiede zwischen einem „fetten“ Gravelbike und einem „schicken“ Rennrad verglichen, und sie sind oft kleiner als gedacht.

(Der Youtube Video kannst du im Orginal im Anschluss sehen!)

Falls du also keine Mountainbike- oder Rennradrennen fahren möchtest und nach einem Trainingsrad suchst, ist die klare Antwort: Entscheide dich für ein Gravelbike. Im Winter kannst du gröbere Reifen und Schutzbleche darauf montieren, während du für Trainingslager oder im Sommer die Schutzbleche entfernen und leichtere Rennradreifen verwenden kannst.

Insgesamt könnte ein Triathlet also drei Fahrräder besitzen, ohne dass er dadurch Nachteile erlebt.

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Kalte Temperaturen in Triathlon

Triathlon im Kälte und Regen

Temperaturen im einstelligen Bereich

Kalte Temperaturen in Triathlon

Das letzte Wochenende herrschte hier in Deutschland, Österreich und Schweiz alles anderes als perfektes Triathlon Wetter. Temperaturen im einstelligen Bereich kombiniert mit Regen! Unter diese Bedingungen einer „hawaiianischen“ Sportart auszuüben ist nicht leicht.

Kälte in sich ist nie das Problem! Auch Kälte kombiniert mit Regen ist heutzutage kein größeres Problem.

Das Problem entsteht immer wenn wir denken es geht auch mit weniger Klamotten, mit Rennanzug kurz-kurz in 8° C und Regen. Nee Sorry es geht dann eben nicht und das haben viele letzte Wochenende selber feststellen müssen.

Wenn es nicht geht dann geht es eben nicht und dann muss Man/Frau aussteigen so einfach ist es, Jeder von uns kann das passieren also nicht die Rede wert, ABER man muss immer etwas davon lernen! Hier ist das was ich während die letzten 30 Jahre gelernt habe!

Das Problem ist immer eine falsche Einschätzung von das Wetter!

Du musst am Tag vorher einem guten Wetterdienst anvertrauen! Ich vertraue weltweit immer auf meteoblue. Dann musst du zusätzlich am Tag vorher realistisch einschätzen können was du anziehen musst!

Am Wettkampfmorgen und in der Wettkampf musst du dann nur bedingungslos diesen Plan folgen! Grundregel lautet immer ein Tick mehr Klamotten mitnehmen als was du eventuell wirklich brauchst!

Im einen berüchtigten Ersten Bundesliga Rennen in Riederau in den 90er habe ich selber den Fehler gemacht, das ich die bereit gelegten Ärmlinge und Weste nicht angezogen habe, da es mir nach schwimmen im Neo so warm war und ich habe gedacht ich brauche sie nicht. Na ja den Fehler habe ich nur einmal gemacht!

Hier MEIN kleiner Einkleidungs-Tipp für Regentage für unterschiedlichen Temperaturen:

+18° C und wärmer. Wenn du zu der langsameren Hälfte gehörst nehme eine Weste mit für Radfahren. Die schnelleren müssten in einen normalen Triathlon Rennanzug klar kommen.

+ 15-17 °C Das ist eine kritische Temperatur. Für Top-Athleten müsste Kurzdistanz ohne Extraklamotten gehen für langsamere Athleten und Langdistanz wäre mind. Ärmlinge und auch eine Weste zu empfehlen.

Ärmlinge einfach über die Handgelenke ziehen, Weste im Trikottasche und los. Dürfte nicht viel länger als 10 Sek. zusätzlich dauern. Ein Investition der sich später sicher lohnt!

+ 10-14 °C hier könnte es sinnvoll sein eine lange Radtrikot ODER eine dünnere Winterjacke über den Triathlon Anzug nach Schwimmen zu ziehen und eine Weste in der Trikot Tasche zu stecken. Kleine Neopren-Halbschuhe halten die Zehen warm und Handschuhe den Fingern. Eine Mütze/Cappy unter den Helm könnte auch Sinnvoll sein! Auch Knielinge könnte im Frage kommen auf jeden Fall aber wärmesalbe für die Beine!

+ 9 °C und kälter. Jetzt hat wahrscheinlich niemand mehr wirklich Spaß. Winterradschuhe, oder Neoprenüberschuhe, Beinlinge, Winterjacke oder Langarmtrikot + Gore Tex Regenjacke, Handschuhe und eine Mütze unter Helm muss jetzt drauf.

Viel Spaß das nächste Mal im Regen und Kälte und hier noch mein letzter Tipp:

Wenn das Wetter schlecht wird-> Sehe es als eine logistische Herausforderung! Richtig ausgerüstet auf den Start zu gehen gehört auch zum Ausdauersport

UND wenn Fehler passieren, wenn es dir richtig kalt ist, dann ist deine Akku so schwach das aus 300 Watt in den Beinen schnell nur 100 Watt wird und was ganz sicher ist oben in der Birne kommt gar kein Energie mehr durch, da bleibt es leider dunkel! Dann ist es höchste Zeit auszusteigen sonst wird es viel zu gefährlich für dich und für deine Mitstreiter!

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Rennrad ungebaut zum Winterfahrrad

Triathlon Rookie Tipp – Fahrrad

Mein erstes Fahrrad.

Wenn du jetzt als angehender Triathlet, dir ein Fahrrad kaufen möchtest, dann hast du speziell jetzt im Herbst viele Optionen.

  1. Kaufe dir einen alten gebrauchten Rennrad für ein paar hundert Euro
  2. Kaufe dir einen neuen günstigen Rennrad, ab etwa € 800
  3. Kaufe dir einen robusten Gravel/Cross Bike, ab etwa € 1500

Kaufe dir einen alten gebrauchten Rennrad.

Diese Rad wird höchst wahrscheinlich nicht dein letztes Rad bleiben, aber du weißt noch nicht ob Radfahren dir Spaß macht! Mit einem gebrauchten Rad kannst du mit wenig Geld herausfinden ob dir diese Sportart taugt. Wenn das der Fall ist brauchst du später sowie so für Winter-, Rollen- und Schlechtwetter-Training ein Trainingsrad.

Jetzt in Herbst kannst du überall gebrauchte Rennräder in den verschiedenen Verkaufsportalen finden. Entscheidend ist aber die richtige Größe zu kaufen.

Hier eine grobe Anhaltspunkt das sicher für Anfänger gut genug ist:

Körpergröße (cm)           Rahmengröße (cm)

155-160                               47-49

160-165                               49-51

165-170                               51- 53

170-175                               53-55

175-180                               55-57

180-185                               57-60

185-190                               60- 62

190-195                               62-64

195 +                                    ab 64

Wenn du unsicher bist gilt die Regel: Lieber ein Nummer zu klein kaufen als ein Nummer zu groß!

JETZT wäre auch der richtige Zeitpunkt so ein Rad zu kaufen!

Warum? Ganz einfach -> Im Frühjahr steigen die Preise wieder UND Triathleten werden in der Winter gemacht! Mit die richtige Ausrüstung kann es sofort mit der Triathlon Training losgehen. Auch hier gibt es aber Alternativen.

Du kannst ganz einfach ein altes Rennrad zum Winterrad umbauen! Kaufe dir gute robuste profilierte Reifen wie z.B. die Schwalbe Marathon Plus in 25 mm Breite die passen auch in ein Rennradrahmen rein. Zusätzlich kaufst du dir Steckschutzbleche z.B. Race Blades von SKS und voila fertig ist dein Winterrad.

Winterradschuhe, wahrscheinlich auch Überschuhe,  Winterradhosen und Winterradjacke rundet das Paket ab. Dann kannst du kannst praktisch immer wenn die Straßen Eisfrei sind außen Rennradfahren.  Irgendwann in Frühjahr, nimmst du dann die Schutzbleche weg machst den normalen Rennreifen drauf  und kaufst dazu einen Aero-Aufsatz. Diesen lässt du dann in besten fall noch von jemand Einstellen der sich damit auskennt, und trallalaa du bist Rennfertig und von Material her sehr gut aufgestellt. Kosten insgesamt etwa € 1000,-

Variante zwei ist ein Rollentrainer zu kaufen, die fangen bei etwa € 150 € an und endet bei über € 2000. Wenn du auf die „Stelle“ fährst ist Animation wichtig sonst wird es schnell einfach viel zu langweilig. Die teuren Rollentrainer sind interaktiv und bieten verschiedene Programme und Animation an, bei den günstigeren Varianten hilft guten Musik, Fernsehen oder verschiedene Intervallprogramme. Dann sparst du dich die Winterklamotten und Winterausrüstung für Fahrrad aber ob du es durchhält für eine Winter, dafür gibt es nur eine Möglichkeit es herauszufinden: Machen!!

Kaufe dir ein neuen günstigen Rennrad.

Hier gelten die gleichen Argumente wie bei einen alten Rennrad kaufen, nur ist es oft in meiner Meinung besser einen guten alten Rennrad zu kaufen als einen günstigen neuen. Ausnahme wäre ein günstiges Rennrad mit Scheibenbremsen, da es bei der Reifenauswahl für Wintertraining vielfältiger ist!

Die günstigen Rennräder halten oft nicht so lang speziell wenn du viel im Winter fährst. Schaltung, Lager etc. sind nicht so gut abgedichtet und gehen schneller kaputt, außer  du pflegst dein Rad sehr gut, aber ganz ehrlich nach ein paar Stunden Radfahren in Winter ist Radpflege nicht das erste was du machen möchtest!

Kaufe dir einen robusten Gravel/Cross Bike

Das Argument für diese Typ von Fahrrad lautet: Wenn du einen guten Rennradreifen auf den Felgen montierst hast du gleich von einen Gravel oder Cross Bike einen Rennrad gemacht. Obwohl die Anschaffungskosten etwas höher ist, ist das ein Fahrrad der du auf jeden Fall auch später  brauchen kannst für Training oder Spaß wenn es so weit ist das du dir einen Triathlonrad kaufst.

Allgemeiner Rookie Tipp:

Am Anfang ist es wichtig das der Fahrrad passt! Wenn du ernsthaft den Sport betreiben möchtest investiere ein paar Euro in ein Radfitting. Wenn du einfach herausfinden möchtest ist Radfahren etwas für dich kannst du auch diesen Schritt überspringen.

Warum empfehle ich zum Anfang kein Triathlon Rad oder MTB zu kaufen. Erstens ist es immer gut mit einen normalen Fahrrad das „Radfahren“ zu lernen, zweitens kommen die Zeitverbesserungen am Anfang größtenteils von Training nicht von optimale Aerodynamik.

Ein Mountainbike als Winter/Zweit/Anfangsrad zu haben ist weiterhin einfach nicht so vielfältig wie die Alternativen oben, und Hand aufs Herz wie oft wird wirklich ein Mountainbike „herausgefahren“. Wenn du aber überzeugte Mountainbiker bist und Spaß daran hast, spricht natürlich nichts dagegen… und auch mit ein Mountainbike kann man sein erstes (kurzes) Triathlon machen!

im Prinzip kannst du von jeden Rad einen funktionierenden Winterrad bauen. Hier ein von meine Lieblings Räder, ein ganz alten Mountainbike .
(Danke Thomas Ellinger für  zusammenbauen)

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Bennie Lindberg beim radfahren in Ironman Roth 1992

Konsequenz als Erfolgsfaktor

Konsequenz im Triathlon: Kleine Schritte, große Wirkung

Erfolg entsteht selten durch eine einzelne große Entscheidung – sondern durch viele kleine Dinge, die über Jahre richtig gemacht werden.

Triathlon Bennie Lindberg im Jahr 1986

Vor einiger Zeit diskutierte ich über die Aerodynamik im Triathlon der 1980er- und 1990er-Jahre.

Dabei wurde mir wieder bewusst, dass viele Ideen, die heute als modern gelten, bereits damals bekannt waren:

  • enge Triathlonanzüge
  • Aerohelme
  • Überschuhe
  • Trinksysteme
  • aerodynamische Lenker
  • Scheibenräder
  • Tri-Spokes
  • hohe Felgenprofile
  • leichte Bauteile
  • leistungsorientierte Sitzpositionen

Auch Leistungsmessung, Laktatdiagnostik, Spiroergometrie und Windkanaltests existierten bereits. Sie waren allerdings deutlich weniger verbreitet und für viele Athleten kaum zugänglich.

Der große Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte liegt deshalb nicht nur in einzelnen Erfindungen.

Er liegt vor allem darin, dass Wissen, Material und Messmöglichkeiten heute konsequenter miteinander verbunden werden.

Genau darin steckt eine wichtige Trainingslektion:

Eine gute Idee wirkt erst dann, wenn sie dauerhaft und konsequent umgesetzt wird.

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Gute Ausrüstung allein macht noch nicht schnell

Eine aerodynamische Rennmaschine hilft wenig, wenn der Athlet aufrecht im Wind sitzt.

Ein Scheibenrad kann keine ungeeignete Position ausgleichen.

Der schnellste Helm bringt nur wenig, wenn Kleidung, Haltung und Bewegungsablauf nicht zusammenpassen.

Im modernen Triathlon werden Aerodynamik und Kraftübertragung deshalb als Gesamtsystem betrachtet:

  • Radposition
  • Bekleidung
  • Helm
  • Laufräder
  • Trinksystem
  • Beweglichkeit
  • Stabilität
  • Komfort
  • Fähigkeit, die Position lange zu halten

Nicht ein einzelnes Produkt macht den großen Unterschied.

Die Wirkung entsteht aus vielen kleinen Optimierungen, die konsequent aufeinander abgestimmt werden.

Konsequenz ist mehr als Disziplin

Konsequenz wird häufig mit Härte verwechselt.

Viele denken dabei an:

  • niemals eine Einheit auslassen
  • jeden Plan exakt erfüllen
  • trotz Müdigkeit weitermachen
  • immer noch etwas mehr tun

Das ist nicht automatisch konsequent.

Konsequenz bedeutet vielmehr, über längere Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Dazu kann gehören:

  • regelmäßig zu trainieren
  • lockere Einheiten wirklich locker zu absolvieren
  • harte Einheiten konzentriert umzusetzen
  • rechtzeitig zu regenerieren
  • technische Übungen nicht ständig wegzulassen
  • Beschwerden früh ernst zu nehmen
  • Verpflegung und Schlaf zu beachten
  • einen Plan nicht nach jeder schlechten Woche zu wechseln

Konsequenz ist keine blinde Sturheit.

Sie ist die Fähigkeit, einer sinnvollen Linie treu zu bleiben.

Genau dabei sehe ich eine meiner wichtigsten Aufgaben als Triathlontrainer: Athletinnen und Athleten nicht nur zu fordern, sondern ihnen zu helfen, über Monate und Jahre hinweg konsequent die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Kleine Abweichungen summieren sich

Eine einzelne verkürzte Einheit entscheidet keine Saison.

Auch eine ausgelassene Stabilisationseinheit oder ein ungeplanter Ruhetag sind normalerweise kein Problem.

Wenn aus kleinen Abweichungen jedoch eine dauerhafte Gewohnheit wird, entsteht über Monate und Jahre ein großer Unterschied.

Beispiele:

  • fünf Minuten weniger Aufwärmen bei fast jeder Einheit
  • regelmäßiges Weglassen des Auslaufens
  • Krafttraining nur dann, wenn gerade Zeit übrig ist
  • jede lockere Einheit etwas zu schnell absolvieren
  • Verpflegung bei langen Einheiten nie gezielt üben
  • Beweglichkeits- und Stabilitätsarbeit ständig verschieben
  • Schlaf dauerhaft dem Training unterordnen

Jede einzelne Entscheidung wirkt unbedeutend.

In der Summe prägt sie jedoch die sportliche Entwicklung.

Beständigkeit ist wichtiger als perfekte Einzelwochen

Viele Athleten trainieren in einzelnen Wochen hervorragend.

Sie schaffen hohe Umfänge, absolvieren harte Intervalle und sind vollkommen motiviert.

Danach folgen jedoch:

  • Erschöpfung
  • Beschwerden
  • beruflicher Stress
  • Trainingsausfälle
  • Motivationsprobleme

Eine außergewöhnliche Woche ist weniger wertvoll als viele solide Wochen hintereinander.

Langfristige Entwicklung entsteht durch:

  • Regelmäßigkeit
  • vernünftige Belastungssteigerung
  • passende Erholung
  • stabile Routinen
  • Geduld

Ein guter Trainingsplan muss deshalb nicht nur für eine Woche funktionieren.

Er muss über Monate in das echte Leben passen.

persönlicher Trainingsplan

Konsequenz bedeutet, den Zweck der Einheit einzuhalten

Eine Einheit ist nicht allein deshalb gut, weil sie vollständig absolviert wurde.

Entscheidend ist, ob sie ihren Zweck erfüllt hat.

Eine lockere Einheit soll Erholung ermöglichen und die aerobe Grundlage entwickeln. Wird sie jedes Mal zu schnell, fehlt möglicherweise die Frische für das nächste Qualitätstraining.

Eine harte Einheit soll einen klaren Reiz setzen. Wird sie aus Bequemlichkeit regelmäßig zu locker absolviert, bleibt der gewünschte Effekt aus.

Konsequenz bedeutet daher:

  • locker zu trainieren, wenn locker vorgesehen ist
  • hart zu trainieren, wenn ein harter Reiz geplant ist
  • aufzuhören, wenn der Körper deutliche Warnzeichen sendet
  • die Einheit nicht spontan nach Stimmung umzuschreiben
  • den Gesamtplan wichtiger zu nehmen als den Erfolg einer einzelnen Einheit

Nicht jede Einheit muss beeindruckend sein.

Sie muss zum gesamten Trainingsprozess passen.

Bennie Lindberg beim radfahren in Ironman Roth 1992

Auch Technik braucht Konsequenz

Viele Athleten wissen, dass ihre Technik verbessert werden könnte.

Trotzdem beschäftigen sie sich nur unregelmäßig damit.

Im Schwimmen wird lieber eine weitere lange Serie absolviert, statt grundlegende Bewegungen zu korrigieren.

Auf dem Rad wird neues Material gekauft, obwohl die Sitzposition nicht stabil gehalten werden kann.

Beim Laufen werden Umfänge erhöht, obwohl Kraft, Beweglichkeit oder Lauftechnik klare Schwächen zeigen.

Technische Verbesserungen entstehen selten durch eine einzelne Korrektur.

Sie brauchen:

  • Verständnis
  • langsame Wiederholungen
  • regelmäßige Rückmeldung
  • Geduld
  • viele saubere Bewegungen

Auch hier entscheidet nicht die spektakuläre Einzelmaßnahme.

Es entscheidet die konsequente Wiederholung.

Ernährung und Körpergewicht: Gewohnheiten zählen

Auch beim Körpergewicht bestimmen häufig kleine tägliche Gewohnheiten die langfristige Entwicklung.

Eine einzelne Praline macht niemanden übergewichtig.

Problematisch kann es werden, wenn kleine zusätzliche Mengen dauerhaft gegessen werden, ohne dass Hunger, Training oder Energiebedarf sie rechtfertigen.

Gleichzeitig ist auch eine kurzfristige radikale Diät selten die beste Lösung.

Sinnvoller sind konsequente Grundgewohnheiten:

  • überwiegend ausgewogene Lebensmittel
  • passende Portionsgrößen
  • ausreichend Eiweiß
  • Kohlenhydrate passend zur Trainingsbelastung
  • bewusster Umgang mit Snacks und Alkohol
  • regelmäßiges Essen statt ständiges Naschen
  • keine dauerhafte Unterversorgung

Körpergewicht verändert sich nicht immer mathematisch linear. Trotzdem gilt: Kleine Gewohnheiten können über lange Zeit eine große Wirkung entfalten.

Verletzungsprävention funktioniert nur regelmäßig

Viele Athleten beginnen mit Stabilisation, Mobilität oder Krafttraining erst dann, wenn bereits Beschwerden entstanden sind.

Dann wird einige Wochen intensiv gearbeitet. Sobald die Schmerzen verschwinden, verschwinden häufig auch die vorbeugenden Übungen.

Langfristige Verletzungsprävention funktioniert anders.

Sie besteht aus kleinen, regelmäßigen Maßnahmen:

  • Krafttraining
  • Stabilisation
  • Beweglichkeit
  • technischer Arbeit
  • sinnvoller Belastungssteigerung
  • ausreichender Erholung
  • frühzeitigem Reagieren auf Beschwerden

Unser Körper ist nur so belastbar wie sein schwächstes Glied.

Wir wissen nicht immer im Voraus, ob zuerst eine Sehne, ein Muskel, das Immunsystem oder die Motivation Probleme bereitet.

Deshalb sollte Prävention nicht nur an einer Stelle erfolgen. Sie muss Teil des normalen Trainings sein.

Interner Link: Die goldenen Coaching-Regeln im Triathlon

Konsequenz braucht Flexibilität

Ein konsequenter Athlet hält nicht zwanghaft an jedem Detail fest.

Er bleibt dem langfristigen Ziel treu und verändert den kurzfristigen Weg, wenn es notwendig ist.

Beispiele:

  • bei Krankheit pausieren
  • nach schlechtem Schlaf die Intensität reduzieren
  • bei Hitze Tempo und Leistung anpassen
  • nach einer Verletzung den Aufbau verlängern
  • bei beruflichem Stress den Umfang vorübergehend senken
  • ein unrealistisches Ziel neu definieren

Sturheit sagt:

Der Plan steht, also muss ich ihn um jeden Preis erfüllen.

Konsequenz sagt:

Ich halte an meinem langfristigen Ziel fest und treffe heute die Entscheidung, die mich gesund weiterbringt.

Das ist ein großer Unterschied.

Konsequenz heißt nicht Perfektion

Niemand trainiert über Jahre vollkommen fehlerfrei.

Es gibt:

  • Krankheiten
  • Familienpflichten
  • beruflichen Stress
  • schlechte Tage
  • Reisen
  • Verletzungen
  • Motivationsprobleme

Konsequenz bedeutet nicht, dass niemals etwas ausfällt.

Sie bedeutet, nach einer Unterbrechung wieder in den sinnvollen Rhythmus zurückzufinden.

Ein Athlet muss nicht perfekt sein.

Er muss über lange Zeit oft genug die richtigen Dinge tun.

Fazit: Viele kleine richtige Entscheidungen

Erfolg im Triathlon entsteht selten durch ein einzelnes Trainingslager, ein neues Fahrrad oder eine perfekte Woche.

Er entsteht durch viele kleine Entscheidungen:

  • regelmäßig trainieren
  • Belastung und Erholung abstimmen
  • technische Schwächen bearbeiten
  • Gesundheit ernst nehmen
  • Ernährung sinnvoll gestalten
  • den Alltag berücksichtigen
  • bei Rückschlägen weitermachen
  • langfristig geduldig bleiben

Konsequenz bedeutet nicht, immer mehr zu tun.

Sie bedeutet, das Richtige immer wieder zu tun.

Nicht Perfektion entscheidet.

Entscheidend ist, ob deine täglichen Entscheidungen über Monate und Jahre in die richtige Richtung führen.

Hau rein – aber mit System.

Der nächste Schritt

Du möchtest dein Training konsequent strukturieren, ohne Gesundheit, Alltag und Erholung aus den Augen zu verlieren?

Auf Ad Extremum findest du weitere Informationen zu meinem individuellen Triathlon Coaching und zur langfristigen Trainingsplanung.

Zum persönlichen Triathlon Coaching

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Was ist besser in Training? Rennrad oder Zeitfahrmaschine?

Rennrad oder Zeitfahrrad

Rennrad und oder Zeitfahrrad in Triathlon Training?

Es gibt viele Sachen die Profis machen und Amateure denken dann die müssen 1:1 dasselbe machen.  Jetzt sehe ich es oft (in sozial Media) bei Thema Rennrad oder Zeitfahrrad.

Eine Profi fährt etwa 15-20.000 km / Jahr und da kommt genug Kilometer auf der Zeitfahrhobel zusammen, das er oder sie sich einige entspannte Kilometer auf der Rennrad leisten kann.

In Training geht es nicht nur um Stoffwechsel, Sauerstoffaufnahme oder Muskelausdauer/Kraft. Ein sehr wichtiger Faktor ist Effizienz, oder Ökonomie.

Eine einzige Kurbelumdrehung muss von unserem Hirn erst optimiert werden! Welche Reinfolge ziehen sich die Muskelfasern zusammen wie viele Muskelfasern sind beteiligt? Wie ist der Übergang zu den nächsten Muskeln. Bremsen die sich gegenseitig oder entspannt sich der andere Muskel rechtzeitig. Wenn es NICHT der Fall ist kostet es uns unnötige Sauerstoff und Kalorien. Übung macht den Meister und erst wenn genug Wiederholungen (= Rad Kilometer) absolviert sind, kann unsere Hirn das optimieren!

Wenn jetzt z.B.- bei der Rennrad die Sattel 0,5-0,75 cm niedriger ist und senkrecht gemessen von der Sattelspitze in Relation zum Tretlager der 3-5 cm weiter nach hinten ist als bei der Zeitfahrmaschine, „feuern“ unsere Muskeln ganz anders!

Unökonomisches arbeiten ist übrigens auch der Grund warum eine Weltklasse Läufer NICHT  in einen Jahr einen Weltklasse Radfahrer werden kann! Die Zeit würde nicht ausreichen für unsere Hirn das zu optimieren, obwohl vielleicht die Ausdauer stimmt. Alle Golfspieler die später mit der Sport angefangen haben können das bestätigen! In einen Jahr ist zwar die Lernkurve steil, aber nach ein Jahr bist du noch meilenweit entfernt von jemand das es gut kann.

Also was tun?

Unbedingt anfangen mit einen klassischen Rennrad! So lernst du das Radfahren am besten und nach einen oder zwei Jahren kannst du dein Rennrad zu dein Winterrad/Rollenrad machen, mit oder ohne Aeroaufsatz.

Danach solltest du versuchen möglichst viele Kilometer in der Zeitfahrposition zu sammeln. Irgendwann hast du dann genug Kilometer und dein Hirn hat seine „Optimierungs“ Aufgabe gemacht und DANACH  es ist praktisch egal wie viele Kilometer oder wie du deine Kilometer sammelst du wirst wahrscheinlich relativ gesehen sehr schnell sein, nur du musst so viel in der Aeroposition fahren das dein Rücken es aushält und da dein Kraft in den Pedalen transportieren kannst!

Was man AUCH immer denken muss ist: Zeitfahrradfahren sollte man alleine! Wenn du mit andere Leute z.B. in eine Gruppe fahren möchtest dann solltest du ein Rennrad benützen oder auf Zeitfahrrad immer die Hände an den Bremsgriffe halten.

Und zum Letzt: Motivation ist ja auch eine Thema, wenn du einfach kein Lust hast Zeitfahrrad zu fahren ist es besser Rennrad zu fahren als nichts zu machen. Gilt auch für MTB, Gravelbike, Touringrad…usw.

Von alles diese Faktoren muss dann jeder für sich die passende Lösung finden, egal on nur Zeitfahrrad oder eine Mischung Zeitfahrrad und Rennrad oder Zeitfahrrad/MTB/RR oder Zeitzfahrrad/MTB/RR/Gravelbike oder Zeitzfahrrad/MTB/RR/Gravelbike/Crossrad oder Zeitzfahrrad/MTB/RR/Gravelbike/Crossrad/Spinning…tourenrad/Arbeitswegpendeln… oder, oder…

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