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Autor: Bennie Lindberg

Natriumbicarbonat als Supplementierung

Natriumbicarbonat – Natron

Natriumbicarbonat

Natriumbicarbonat als Supplementierung

Seit Jahren spreche ich von Natriumbicarbonat und schreibe darüber in meinem Blog (in Deutschland wird oft der Name Natron oder Natriumhydrogencarbonat verwendet, aber alles bezieht sich auf die gleiche Substanz). Viele meiner Athleten nutzen es seit Jahren erfolgreich. Jetzt hat die schwedische Firma Maurten Natriumbicarbonat in ihren Produkten beigemischt, und sogar Olympioniken in Paris waren begeistert. Hallo… was ist hier neu? Schon in den späten 80er Jahren lernte ich, dass man mit Ernährung kaum die Ausdauer verbessern kann. Eine Ausnahme gab es jedoch: Natriumbicarbonat, speziell wirksam bei z.B. Mitteldistanz (800-1500m) Läufen. Die ersten Studien diesbezüglich stammen aus dem Jahr 1953.

Vor gut 20 Jahren habe ich auch mit der Firma Cadion ein Sportgetränk entwickelt, das viel Natriumbicarbonat enthielt. Jedoch haben wir es damals nicht geschafft, dieses Getränk richtig zu vermarkten, obwohl es sensationell funktionierte. Zugegeben, der Geschmack war schon eher „alte Wollstrümpfe“.

Natriumbicarbonat funktioniert, das weiß ich als praktizierender Coach. Ich finde es genial, z.B. in Verbindung mit einem Carboloading. Die Studienlage ist allerdings seit den 1950er Jahren etwas kontrovers, aber wie so oft müssen erst die Athleten und Trainer zeigen, dass es funktioniert, und die Wissenschaftler können im Nachhinein untersuchen, warum es funktioniert.

Es freut mich, dass sich „Outside“ diesem Thema gewidmet hat (LINK). 

Und hier der Carboloading Artikel (LINK).

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Grundlagen für Kraulschwimmen lernen

Kraulkurs fällig?

Kraulkurs fällig?

Grundlagen für Kraulschwimmen lernen

Du möchtest jetzt oder bald einen Kraulkurs machen. Dann lese erst das hier!

Jetzt ist wieder Herbst und es wird Zeit, die Grundsteine für das nächste Jahr zu legen. Wenn du 2025 richtig flott Kraulschwimmen möchtest, ist JETZT der perfekte Zeitpunkt, um anzufangen.

Melde dich aber nicht sofort bei einem Kraulkurs an, denn das wäre als Anfänger ziemlich verschwendetes Geld. Und hier erkläre ich auch warum:

Kraulschwimmen sieht relativ einfach aus, aber du musst in einem Schwebezustand gleichzeitig Arme und Beine bewegen, ohne sehen zu können, was du im Wasser machst. Zusätzlich musst du in der Lage sein, ruhig zu atmen.

Wenn du sofort ins Wasser springst und versuchst zu kraulen, passieren zwei Dinge:

  1. Du versuchst panikartig Luft zu bekommen. Dein Gehirn signalisiert, dass Überleben die höchste Priorität hat, und du kannst dich überhaupt nicht auf die richtige Technik konzentrieren.
  2. Du lernst, dass mehr Kraftaufwand besser ist, um nicht unterzugehen. Das funktioniert vielleicht für 25 oder 50 Meter, aber dann gehen dir die Kraft und/oder die Puste aus. Noch schlimmer: Du übst falsche Bewegungen ein!

Dabei sollte lockeres Schwimmen nicht viel anstrengender sein als lockeres Spazieren. Wie lernt also ein Anfänger richtig gut zu kraulen?

Grundlagen verstehen: Du musst wissen, wie Kraulschwimmen funktioniert. Das lernst und verstehst du erfahrungsgemäß nicht in einer Stunde. Gleichzeitig musst du deine Linie folgen. Kraulschwimmen zu lernen ist ein bisschen wie Tanzen lernen. Es gibt viele verschiedene Arten zu kraulen, aber wie beim Tanzen gehören bestimmte Schritte zu bestimmten Stilen.

Bewegungen am Land üben: Wenn du die Grundlagen verstehst, musst du die Bewegungen und den Rhythmus auch an Land nachmachen können. Als Anfänger hast du hier den Vorteil, dass sich hoffentlich noch keine falschen Bewegungsmuster verfestigt haben. Oft haben z.B. schlecht schwimmende Triathleten hier größere Probleme als reine Kraul-Anfänger.

Gefühl entwickeln: Nachdem du die Bewegungen und den Rhythmus beherrschst, musst du ein Gefühl dafür entwickeln. Das geschieht weiterhin an Land und dauert seine Zeit. Wenn du zu früh ins Wasser gehst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du falsche Bewegungen einprogrammierst. Im Wasser siehst du kaum, was die Beine und Arme machen, und du musst dich auf das Atmen konzentrieren. Darum ist es entscheidend, fühlen zu können, was du im Wasser machst. Diese erste Teil kommt bei den meisten Kraulkursen leider viel zu kurz, aber das kann jeder für sich vorher üben!

Ins Wasser gehen: Erst wenn ein Gefühl für die Bewegungen und den Rhythmus entstanden ist, lohnt es sich, ins Wasser zu gehen. Hier fängt es damit an, dass du dich im Wasser wohlfühlen sollst. Wenn das geschafft ist, befasst du dich mit der richtigen Atmung und wie sich die Bewegungsabläufe im Wasser mit und ohne Atmung anfühlen.

Komponenten zusammenfügen: Nachdem du die einzelnen Komponenten des Kraulens geübt hast, stellst du alles langsam zusammen und schaffst es, ziemlich schnell und elegant die erste Bahn im Kraulstil zu absolvieren.

Kurze Distanzen schwimmen: Wenn du das geschafft hast, ist es wichtig, konzentriert zu bleiben und nur kurze Distanzen zu schwimmen. Erst z.B. 25 und später 50 Meter am Stück, immer mit einer kurzen Erholungs- und Konzentrationspause dazwischen. Das Tempo sollte so gewählt sein, dass du deine Bewegungen noch sauber steuern kannst – also nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam.

Schwimmtraining: Wenn du das dann ein paar Wochen oder Monate geübt hast, wird es Zeit für Schwimmtraining, aber das ist dann wieder ein ganz neues Kapitel.

Verbessere also gleich dein Wissen bezüglich Kraulschwimmen. Lerne den Rhythmus und die richtigen Bewegungsabläufe muskulär zu spüren. Übe so lange und so oft, wie du möchtest, genau wann du Zeit hast. Das alles lernst du im Koyawa Online-Kraulkurs (für € 59,00). Und wenn du dann ins Wasser gehst, bist du bestmöglich vorbereitet, um schnell und richtig gut Kraulschwimmen zu lernen.

Link: www.koyawa.com/online-kurse

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Das Leben ist wie Triathlon

Triathlon ist wie das Leben.

Triathlon hat mein Leben geprägt.

Das Leben ist wie Triathlon

Zuerst als Hobbysportler, dann als Profi, und heute als Trainer und wieder als begeisterter Freizeitsportler. Letzte Woche wurde unsere zweite Tochter geboren, und irgendwie musste ich sofort daran denken, wie ähnlich die Gefühle und Erwartungen in solchen Momenten denen bei einem Ironman sind (oder natürlich auch jeder andere Langdistanz Triathlon). Der erste Ironman ist immer ein Nervenkitzel, der nie ganz verschwindet, auch wenn mit der Zeit vieles vertrauter wird. Anfangs kann man sich kaum vorstellen, 226 Kilometer am Stück im „Racemodus“ zu bewältigen. Später weiß man, was einen erwartet, und kann sich sogar auf das Kommende freuen. Natürlich ist die Geburt eines Kindes nicht mit einem Ironman vergleichbar, aber der Prozess weist erstaunliche Parallelen auf. Man wächst Tag für Tag mit den Aufgaben, und wenn der große Tag kommt, fühlt sich alles so natürlich an.

Doch das ist nicht alles! Was man im Triathlon lernt, gilt genauso für das ganze Leben. „Ohne Fleiß kein Preis“ mag banal klingen, aber zusammen mit Geduld ist es eine der wichtigsten Lektionen, die man lernen kann. Ausdauer braucht Jahre, um sich zu entwickeln. Es geht nicht immer linear vorwärts; es ist eine ständige Berg- und Talfahrt, die jedoch im Großen und Ganzen immer aufwärts führt (oder zumindest führen sollte). Hier lernt man, einfach durchzuhalten, auch wenn es kurzfristig so aussieht, als ob alles sinnlos wäre.

Triathlon ist komplex, und das optimale Training dafür stellt eine enorme Herausforderung dar. Schwimmen, Radfahren, Laufen, ergänzendes Training, Regeneration, Familie, Freunde und natürlich der Beruf – all das muss in Einklang gebracht werden, was nahezu unmöglich immer perfekt zu schaffen ist. Man lernt, Prioritäten zu setzen; man kann nicht alles perfekt beherrschen, und es gibt eine Zeit für alles.

Ein Wettkampf verläuft selten ohne Probleme, ob klein oder groß. Was lernt man daraus? Probleme gehören zum Leben und zum Wettkampf dazu. Wenn ein Problem auftritt, analysiert man es: Kann ich etwas dagegen tun? Wenn ja, dann handle ich; wenn nicht, lege ich das Problem beiseite und schlage Plan B ein.

Heja, heja – hop, hop, hop aufgeht´s  Leben! Vollgas vorwärts!

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Unterschiede zwischen Triathlon Profi und Triathlon Amateur

Triathlon Profi – Amateur

Unterschiede zwischen Triathlon Profi und Triathlon Amateur

Was für ein schöner Triathlontag wieder! Vielleicht nicht unbedingt wettermäßig, aber es war dennoch ein Wochenende voller Action. Eines der faszinierenden Aspekte des Triathlons ist die Möglichkeit, dass Amateure und Profis auf derselben Strecke gegeneinander antreten und sich vergleichen können. Kein Wunder, dass Profis oft als Vorbilder dienen, und Amateure versuchen, deren Herangehensweise zu imitieren. Der Gedanke, dass das, was ein Profi tut, nicht falsch sein kann, ist weit verbreitet.

Lassen Sie uns den Unterschied zwischen Profis und Amateuren auf der Langdistanz betrachten, ohne die Definitionsfrage aufzugreifen, wer als Profi und wer als Amateur gilt.

Physiologie:

Ein Ironman-Triathlon wird oft im Bereich der aeroben Schwelle absolviert (nicht zu verwechseln mit der anaeroben Schwelle). Bei optimaler Kohlenhydratzufuhr sollte der Laktatspiegel dabei etwas über 2 mmol liegen und gegen Ende des Marathons leicht darunter. Theoretisch gibt es hier keinen Unterschied zwischen Amateuren und Profis. Allerdings sind bei gut trainierten Athleten die Schwellenwerte im Verhältnis zum Maximalbereich deutlich höher als bei weniger fitten Athleten. Das bedeutet, dass sie schneller sind und für einen Ironman weniger Zeit benötigen. Gleichzeitig führt dies zu einer höheren muskulären Belastung, die jedoch aufgrund des besseren Trainingszustands kompensiert wird.

Eine Randbemerkung: Ein Ironman-Sieger in Frankfurt oder ein Challenge-Sieger in Roth könnte am nächsten Tag unmöglich einen Ironman fast so schnell wie am Vortag absolvieren, da die Muskeln zu erschöpft wären. Doch wenn man es macht wie beispielsweise Jonas Deichmann (ich bin übrigens ein Fan), dann ist es praktisch wie eine andere Disziplin. Das Ziel ist nicht mehr, so schnell wie möglich zu sein, sondern es so oft wie möglich zu schaffen. Das ist vergleichbar mit Weitsprung und Hochsprung – zwei unterschiedliche Disziplinen, aber beide haben mit Springen zu tun.

Was bedeutet das?
a) Profis sind daran gewöhnt, sich zu quälen und stundenlang im richtigen Bereich und Tempo unterwegs zu sein. Dafür benötigen sie auch die meiste Energie. Je schneller du bist, desto mehr Energie brauchst du – das ist die einfache Formel.
b) Amateure haben oft Probleme mit der Tempoeinteilung und der passenden Energiezufuhr. Sie starten oft zu schnell und werden gegen Ende langsamer. Auch das Essen nach Gefühl ist ein häufiger Fehler bei Amateuren.

Coaching:

Einen Profi zu coachen ist fast ein Traum. Der Athlet setzt alles daran, den Trainingsplan zu erfüllen, kümmert sich um Schlaf, Ernährung, Massagen und alles, was die Regeneration fördert. Alle externen Faktoren, die das Training stören könnten, werden vermieden oder minimiert. Der Trainingsaufbau ist hier fast schon mathematisch. Die Herausforderung besteht darin, das richtige Gleichgewicht zu finden, um weder zu viel zu tun noch die Intensitäten und Umfänge falsch zu planen. Auch Wettkämpfe, Trainingslager und Reisen werden sorgfältig geplant und auf das Ziel abgestimmt.

Wie sieht es bei Amateuren aus? Da die Grenze zwischen Amateur und Profi oft verschwimmt, gibt es natürlich auch Amateure, die sich ähnlich wie Profis vorbereiten können, sowie Profis, die noch Amateure sind. Oft steht der Sport bei Amateuren jedoch an zweiter oder dritter Stelle, nach Studium, Beruf und/oder Familie. Die Zeit ist begrenzt, das Budget oft knapp, und es gibt ständig Interessenkonflikte. Für den Trainer ist das immer eine Herausforderung. Man muss immer im Hinterkopf behalten, dass der Körper keinen Unterschied zwischen mentalem und körperlichem Stress macht. Der Athlet trainiert, wann er Zeit hat, geht ins Trainingslager, wenn die Bedingungen oder das Budget es zulassen, und nicht immer dann, wenn es am sinnvollsten wäre.

Daher ist es keine gute Idee, einfach den Trainingsplan eines Profis zu kopieren oder nur die Hälfte oder ein Drittel davon zu machen. Die Voraussetzungen und die Physiologie sind einfach zu unterschiedlich.

Am Ende eines Wettkampfes sieht man oft sowohl Profis als auch Amateure, die unzufrieden sind.

In solchen Momenten solltest du dich fragen:

Habe ich heute mein Bestes gegeben? Wenn ja, dann solltest du zufrieden sein.

Wenn die Erwartungen höher waren, hattest du vielleicht nur einen schlechten Tag, irgendwo einen Fehler gemacht oder dich falsch eingeschätzt. Das ist leicht zu ändern für das nächste Mal.

Wenn du nicht dein Bestes gegeben hast, dann hast du noch einiges an Arbeit vor dir! Aber es kann auch sein, dass es nicht dein Ziel war, dann ist das auch in Ordnung!

Am Ende des Wettkampfes spielt es keine Rolle, ob du Profi oder Amateur bist. Jeder kann und sollte verdammt stolz auf sich sein – nicht nur auf den Wettkampftag, sondern auf den ganzen Prozess, der dich ins Ziel geführt hat!

Bild von Ironman 70.3 Gdansk

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So entstehen Topzeiten heutzutage in Triathlon

Topzeiten im Triathlon

Die Entstehung von Topzeiten im Triathlon heutzutage

So entstehen Topzeiten heutzutage in Triathlon

Nach den grandiosen Leistungen letzte Wochenende fragen mich viele Leute:

Wie ist so was möglich?

Wie können die Athleten jetzt etwa 45 Minuten schneller sein als vor 10-20 Jahren? Die Frage ist natürlich nicht mit eine Faktor zu erklären hier die wichtigsten:

Material

Bei Schwimmen muss man sagen hat sich wenig getan, die Zeiten bleiben von Jahr zu Jahr ziemlich konstant.
Beim Radfahren wird das Material immer besser (und teurer) aber die Game Changer ist der konsequente Umsetzung von Aerodynamikoptimierung, inkl. Optimierte Aeroposition
Beim Laufen haben wir natürlich die Carbon-Schuhe die bei den schnelleren Läufern schon viel bringen und natürlich der Rennanzug mit immer bessere atmungsaktiveren/kühlenden Materialen.

Ernährung

Früher lautete die Faustregel etwa 1 Gram Kohlenhydrate pro Kilogram Körpergewicht pro Stunde. Heutzutage schaffen einige sogar das Doppelte dank fortschrittliche Sporternährung während das Rennen. Das sorgt natürlich dann auch auf der Marathonstrecke für deutlich schnelleren Zeiten, da der tank später leer wird.

Psykologie

Einen Langdistanz Triathlon wird immer irgendwann hart, wenn du deine Grenzen erreichen möchtest. Wenn jemand es schon vorgemacht hast glaubst du das es möglich ist und die Schmerzen die du in diesen Moment spürst stufst du einfach als „normal“ ein.

Trainingswissenschaften und Talent

Triathlontraining ist sicher keine Weltraum-Wissenschaft. Viel Erfahrung und Wissen ist schon vorhanden. Wenn es immer mehr Menschen gibt die Triathlon ausüben kommen auch mehr Talente zum Triathlon die frühzeitig gut gecoacht werden. Das ist unglaublich wichtig.

Wetter und Topografie

Auch das Wetter muss stimmen. Von welche Richtung kommt der Wind. Kann ich vielleicht vorwiegend durch Wälder mit Gegenwind fahren und auf offene Felder mit Rückenwind dann ist es sicher schnell.
Wie ist der Temperatur? Zu kalt und der Wiederstand ist einfach zu groß, jeder der in Winter versucht hat schnell zu fahren weiss was ich meine. Wenn es zu warm wieder ist, ist das Risiko zu überhitzen groß und dann schaltet unsere Hirn einfach die Muskeln auf Sparmodus.
Eine flache Strecke denkt man schnell müsste am schnellsten sein aber es belastet einseitig der Muskulatur. Eine leicht wellige Strecke ist daher oft schneller es darf aber nicht zu technisch sein.

Streckenlänge:

Eine Ironman misst insgesamt 226 Kilometer (3,8 + 180 + 42,2), Je kürzer der Strecke umso schneller die Zeiten – das ist klar!

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Bennie Lindberg auf die Ironman Laufstrecke 1992 in Roth

Genieße den Moment

Vielleicht bist du schon angekommen!

Bennie Lindberg auf die Ironman Laufstrecke 1992 in Roth

Im Sport ist es selten klar, wann du den Höhepunkt deiner Karriere erreichst. Oftmals besteht die Möglichkeit, deine Leistungen kontinuierlich zu steigern. Selbst ein Olympiasieg oder ein Triumph beim Ironman oder Challenge kann durch einen weiteren Sieg übertroffen werden.

Wenn du nicht gewinnst, ist es noch herausfordernder zu bestimmen, wann du deinen persönlichen Höhepunkt erreichst. Es gibt stets zahlreiche Aspekte, die du sowohl im Training als auch im Wettkampf verbessern kannst.

Doch irgendwann erreichst du deinen Zenit. Das Leben wirkt gegen eine konstante Verbesserung. Die Lebensumstände können sich rasch ändern und das Älterwerden ist unausweichlich.

Beim Triathlon geht es oft um mehr als nur Bestleistungen oder Siege. Es geht um den Weg zur Perfektion, den Lebensstil und oft um extrem ehrgeizige Ziele wie die Qualifikation für Weltmeisterschaften.

Das Feiern von Erfolgen ist jedoch eine enorm wichtige Quelle für Motivation und Energie. Oft erkennst du erst im Nachhinein, dass du auf dem Höhepunkt deiner Leistung warst.

Gönne dir also auch Feierlichkeiten! Die “Teamsportler” wissen, wie es geht. Genieße und feiere jede Bestzeit oder Platzierung, die du erreichen kannst.

Lass es richtig krachen! Unterbrich kurz deine lange Reise zu deinem “ultimativen Ziel”, schau dich um… vielleicht bist du schon angekommen!

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Auch in TZriathlontraining ist Gruppendynamik wichtig

Gruppendynamik – Das sportliche Power-Tool

Gruppendynamik im Triathlon: Wie das Umfeld die Leistung beeinflusst

Warum Trainingspartner, Familie, Verein und Coach über Motivation und sportliche Entwicklung mitentscheiden

Auch in TZriathlontraining ist Gruppendynamik wichtig

riathlon gilt als Einzelsportart. Im Wettkampf ist jeder Athlet für die eigene Leistung verantwortlich. Trotzdem entsteht sportlicher Erfolg nur selten vollständig allein.

Das persönliche Umfeld, die Trainingsgruppe, der Verein, die Familie und der Coach können einen Athleten stärken, motivieren und über viele Jahre tragen. Sie können aber auch Druck erzeugen, Energie rauben oder eine sportliche Entwicklung unbewusst bremsen.

In meiner Coaching-Abschlussarbeit beschäftigte ich mich intensiv mit dem bewussten Einsatz von Gruppendynamik im Sport. Dazu führte ich ausführliche Gespräche mit finnischen Cheftrainern aus dem Langlauf, Orientierungslauf und Schwimmen sowie mit dem inzwischen verstorbenen finnischen Lauftrainer Rolf Haikkola, der unter anderem den vierfachen Olympiasieger Lasse Virén betreute.

Die zentrale Frage lautete:

Wie kann Gruppendynamik auch in einer Einzelsportart genutzt werden, um bessere Leistungen zu ermöglichen?

Die Antwort ist bis heute aktuell. Auch ein Einzelsportler braucht Menschen, mit denen er trainiert, kommuniziert, sich austauscht und gemeinsam schwierige Phasen bewältigt.

Mehr über mein Triathlon Coaching

Warum Gruppendynamik auch im Einzelsport wichtig ist

Im Mannschaftssport ist der Einfluss einer Gruppe offensichtlich.

Eine Fußballmannschaft kann aus hervorragenden Einzelspielern bestehen. Wenn Kommunikation, Vertrauen, Rollenverteilung und gemeinsamer Wille nicht funktionieren, bleibt die Mannschaft häufig hinter ihren Möglichkeiten.

Umgekehrt kann ein Team, das individuell weniger stark besetzt ist, durch Zusammenhalt, klare Führung und gemeinsame Überzeugung außergewöhnliche Leistungen erzielen.

Im Triathlon ist die Situation auf den ersten Blick anders. Der Athlet schwimmt, fährt und läuft selbst. Niemand kann ihm im entscheidenden Moment die Belastung abnehmen.

Trotzdem findet die Entwicklung meistens in einem sozialen Umfeld statt.

Athleten trainieren:

  • im Verein
  • mit Trainingspartnern
  • in Schwimmgruppen
  • bei gemeinsamen Radausfahrten
  • in Laufgruppen
  • in Trainingslagern
  • unter Anleitung eines Coaches

Auch Familie, Beruf und Freundeskreis beeinflussen, wie konsequent und entspannt trainiert werden kann.

Triathlon ist daher zwar eine Einzelsportart, aber selten ein vollständig individuelles Projekt.

Das persönliche Umfeld ist ein Leistungsfaktor

Ein Trainingsplan kann sportwissenschaftlich sinnvoll und perfekt aufgebaut sein. Wenn das Umfeld des Athleten dauerhaft dagegenarbeitet, wird die Umsetzung trotzdem schwierig.

Wichtige Fragen sind deshalb:

  • Unterstützt die Familie das sportliche Ziel?
  • Ist der notwendige Zeitaufwand gemeinsam besprochen?
  • Gibt es Verständnis für lange Trainingseinheiten und Wettkämpfe?
  • Lässt sich das Training mit dem Beruf vereinbaren?
  • Unterstützt der Arbeitgeber flexible Lösungen?
  • Gibt es Menschen, die in schwierigen Phasen Rückhalt geben?
  • Entsteht durch den Sport ständig Konflikt oder zusätzlicher Druck?

Ein unterstützendes Umfeld bedeutet nicht, dass sich alle anderen Menschen dem sportlichen Ziel unterordnen müssen.

Es bedeutet vielmehr, dass Erwartungen offen ausgesprochen und Lösungen gemeinsam gefunden werden.

Wenn ein Athlet ständig das Gefühl hat, sich für das Training rechtfertigen zu müssen, kostet das Energie. Gleichzeitig kann auch ein rücksichtsloser Umgang mit Familie und Beruf langfristig Probleme verursachen.

Gute Trainingsplanung berücksichtigt deshalb nicht nur verfügbare Stunden, sondern auch die Menschen, die vom Training indirekt betroffen sind.

Training und Alltag miteinander verbinden

Die richtige Trainingsgruppe kann stärker machen

Eine gute Trainingsgruppe kann eine enorme Wirkung entfalten.

Sie schafft:

  • Verbindlichkeit
  • Motivation
  • regelmäßige Trainingszeiten
  • sozialen Austausch
  • gegenseitige Unterstützung
  • zusätzliche Leistungsreize
  • Freude am gemeinsamen Sport

An Tagen, an denen ein Athlet allein vielleicht nicht trainieren würde, kann eine feste Gruppe den entscheidenden Impuls geben.

Auch harte Einheiten lassen sich gemeinsam häufig leichter bewältigen. Nicht weil die Belastung objektiv geringer wäre, sondern weil Aufmerksamkeit, Motivation und Verantwortung geteilt werden.

Eine gute Gruppe kann dazu beitragen, dass ein Athlet:

  • konzentrierter trainiert
  • länger konsequent bleibt
  • neue Trainingsreize akzeptiert
  • von stärkeren Athleten lernt
  • eigene Grenzen realistischer einschätzt
  • schwierige Phasen besser übersteht

Gruppendynamik kann also sowohl psychisch als auch körperlich leistungsfördernd wirken.

Nicht jede Gruppe ist automatisch gut

Eine Trainingsgruppe ist jedoch nicht allein deshalb sinnvoll, weil mehrere Menschen gemeinsam trainieren.

Eine ungünstige Gruppendynamik kann auch negative Folgen haben.

Das passiert beispielsweise, wenn:

  • jede lockere Einheit zum Wettkampf wird
  • schwächere Athleten ständig überfordert werden
  • stärkere Athleten keine passenden Reize erhalten
  • Konkurrenz wichtiger wird als Zusammenarbeit
  • einzelne Personen die Stimmung dominieren
  • Fehler oder Schwächen nicht offen angesprochen werden dürfen
  • sich Athleten ständig vergleichen
  • Gruppenzwang die individuelle Planung ersetzt

Gerade im Triathlon besteht die Gefahr, dass ein Athlet jede gemeinsame Einheit mitmachen möchte, obwohl sie nicht zum eigenen Trainingsplan passt.

Eine schnelle Radausfahrt kann für einen Athleten die richtige Schlüsseleinheit sein. Für einen anderen wäre am selben Tag eine lockere Grundlagenfahrt sinnvoller.

Gemeinsames Training ist nur dann hilfreich, wenn es den individuellen Entwicklungsprozess unterstützt.

Der richtige Trainingspartner passt nicht nur beim Tempo

Viele Athleten suchen einen Trainingspartner hauptsächlich nach Leistungskriterien.

Sie fragen:

  • Wie schnell läuft er?
  • Welche Wattwerte fährt sie?
  • Wie schnell schwimmt die Gruppe?
  • Kann ich mithalten?

Das ist verständlich, aber nicht ausreichend.

Ein guter Trainingspartner sollte auch menschlich passen.

Wichtige Eigenschaften können sein:

  • Zuverlässigkeit
  • ähnliche Ziele
  • respektvoller Umgang
  • passende Kommunikation
  • vergleichbare Vorstellung von Training
  • Bereitschaft, sich an Absprachen zu halten
  • Fähigkeit, auch locker zu trainieren
  • Verständnis für unterschiedliche Leistungsniveaus

Ein Trainingspartner, der ständig zu schnell beginnt, jede Einheit verlängert oder jede Ausfahrt in einen Vergleich verwandelt, kann mehr schaden als nutzen.

Manchmal ist ein etwas langsamerer, aber verlässlicher und disziplinierter Trainingspartner deutlich wertvoller als ein sehr starker Athlet, der keine Rücksicht auf das gemeinsame Trainingsziel nimmt.

Stärkere Athleten können motivieren und überfordern

Das Training mit stärkeren Athleten kann sehr wertvoll sein.

Sie können:

  • ein höheres Leistungsniveau sichtbar machen
  • technische Vorbilder sein
  • neue Trainingsreize ermöglichen
  • Motivation erzeugen
  • zeigen, was langfristig erreichbar sein könnte

Gleichzeitig entsteht ein Risiko, wenn der schwächere Athlet ständig versucht, jede Lücke zu schließen.

Dann werden aus lockeren Einheiten harte Belastungen. Der Athlet trainiert regelmäßig oberhalb der geplanten Intensität und sammelt mehr Ermüdung als Trainingswirkung.

Die richtige Gruppendynamik akzeptiert deshalb unterschiedliche Rollen.

Nicht jeder muss jederzeit vorne fahren. Nicht jeder muss jede Wiederholung im selben Tempo absolvieren. Eine Gruppe funktioniert dann besonders gut, wenn gemeinsame Struktur und individuelle Anpassung gleichzeitig möglich sind.

Ein Coach gestaltet auch das soziale Umfeld

Die Aufgabe eines Coaches besteht nicht nur darin, Trainingspläne zu schreiben.

Er beeinflusst auch:

  • Kommunikation
  • Erwartungen
  • Motivation
  • Rollen innerhalb einer Gruppe
  • den Umgang mit Konkurrenz
  • die Reaktion auf Fehler
  • den Umgang mit Erfolg und Misserfolg

Ein guter Coach schafft ein Umfeld, in dem Athleten offen sprechen können.

Sie sollten sagen dürfen:

  • Ich bin müde.
  • Diese Einheit war zu schwer.
  • Ich fühle mich in der Gruppe unwohl.
  • Ich habe Angst, nicht mithalten zu können.
  • Ich brauche mehr Unterstützung.
  • Ich möchte heute bewusst langsamer trainieren.

Wenn solche Rückmeldungen als Schwäche verstanden werden, entsteht schnell eine ungesunde Dynamik.

Eine gute Trainingskultur verbindet Leistungsbereitschaft mit Offenheit und Respekt.

offene Kommunikation zwischen Coach und Athlet

Gruppendynamik braucht klare Rollen

In jeder Gruppe entstehen Rollen.

Manche Athleten übernehmen automatisch Führung. Andere sorgen für gute Stimmung. Einige organisieren Trainingstermine, während andere eher ruhig bleiben und sich an der Gruppe orientieren.

Solche Rollen sind nicht grundsätzlich problematisch.

Schwierig wird es, wenn einzelne Personen dauerhaft zu viel Einfluss bekommen oder wenn Rollen nicht zum eigentlichen Trainingsziel passen.

Beispiele:

  • Der stärkste Athlet bestimmt immer das Tempo.
  • Der lauteste Athlet entscheidet über die Strecke.
  • Eine Person macht sich über langsamere Teilnehmer lustig.
  • Einzelne Athleten erhalten deutlich mehr Aufmerksamkeit.
  • Kritik wird persönlich statt sachlich formuliert.
  • Konkurrenz wird bewusst angeheizt.

Ein Coach oder Trainer sollte solche Entwicklungen erkennen und bei Bedarf eingreifen.

Gruppendynamik entsteht nicht nur zufällig. Sie kann bewusst gestaltet werden.

Gemeinsame Ziele stärken die Gruppe

Eine Gruppe funktioniert oft besonders gut, wenn sie ein gemeinsames Ziel besitzt.

Das muss nicht bedeuten, dass alle denselben Wettkampf absolvieren oder dieselbe Leistung erreichen möchten.

Ein gemeinsames Ziel kann auch sein:

  • regelmäßig zusammen zu trainieren
  • eine bestimmte Trainingsphase gemeinsam zu bewältigen
  • technische Fortschritte zu erzielen
  • sich gegenseitig bei der Wettkampfvorbereitung zu unterstützen
  • gemeinsam an einem Trainingslager teilzunehmen
  • Freude und Beständigkeit zu fördern

Wichtig ist, dass die Gruppe weiß, wofür sie gemeinsam steht.

Klare Ziele schaffen Orientierung und reduzieren Missverständnisse.

Gleichzeitig muss innerhalb des gemeinsamen Rahmens genügend Raum für individuelle Ziele bleiben.

Konkurrenz kann helfen – oder schaden

Ein gewisses Maß an Konkurrenz kann motivierend sein.

Ein Trainingspartner, der etwas stärker ist, kann den entscheidenden Impuls geben, konzentrierter zu trainieren oder sich mehr zuzutrauen.

Konkurrenz wird jedoch problematisch, wenn sie:

  • jede Einheit bestimmt
  • den Selbstwert beeinflusst
  • zu überhöhtem Tempo führt
  • ehrliche Rückmeldungen verhindert
  • Verletzungen und Müdigkeit ignorieren lässt
  • Freundschaften belastet
  • Neid oder Missgunst erzeugt

Ein Athlet sollte unterscheiden können zwischen einem sinnvollen Trainingsreiz und einem unnötigen Kampf um Anerkennung.

Nicht jede Trainingsrunde muss gewonnen werden.

Oft ist der diszipliniertere Athlet langfristig erfolgreicher als derjenige, der im Training ständig zeigen muss, wie stark er ist.

Gruppentraining darf den individuellen Plan nicht ersetzen

Der große Vorteil einer Gruppe ist gleichzeitig ihre größte Gefahr.

Gemeinsames Training macht Spaß und motiviert. Dadurch fällt es schwer, eine Einheit auszulassen oder bewusst anders zu gestalten.

Doch nicht jede Vereinseinheit passt zu jedem Athleten.

Ein individueller Trainingsplan berücksichtigt:

  • Leistungsniveau
  • Wettkampfdistanz
  • aktuelle Trainingsphase
  • Belastbarkeit
  • Verletzungsgeschichte
  • Schwächen
  • Erholungszustand
  • berufliche und familiäre Belastung

Eine Gruppe kann diese Unterschiede nicht immer vollständig abbilden.

Deshalb sollte ein Athlet wissen:

  • Welche Gruppeneinheiten sind wichtig?
  • Welche können angepasst werden?
  • Wann sollte er früher aufhören?
  • Wann ist eine eigene Einheit sinnvoller?
  • Welche Intensität ist für ihn vorgesehen?

Ein guter Coach integriert sinnvolle Gruppeneinheiten in den individuellen Plan, statt sie grundsätzlich abzulehnen.

individueller Trainingsplan

Gruppendynamik im Trainingslager

In Trainingslagern ist der Einfluss der Gruppe besonders stark.

Die Athleten verbringen viele Stunden miteinander. Training, Erholung, Essen und Freizeit finden im gleichen sozialen Umfeld statt.

Eine positive Gruppendynamik kann ein Trainingslager zu einer außergewöhnlich motivierenden Erfahrung machen.

Sie kann:

  • zusätzliche Energie freisetzen
  • neue Freundschaften schaffen
  • den Austausch fördern
  • Ängste abbauen
  • gemeinsame Erfolgserlebnisse ermöglichen
  • den Mut zu neuen Herausforderungen stärken

Eine ungünstige Dynamik kann jedoch ebenso schnell zu Problemen führen.

Typische Risiken sind:

  • zu hohe Umfänge durch Gruppendruck
  • tägliche Tempokämpfe
  • mangelnde Rücksicht auf schwächere Teilnehmer
  • zu wenig Erholung
  • schlechte Stimmung durch Leistungsunterschiede
  • Ausgrenzung einzelner Personen
  • sozialer Druck außerhalb des Trainings

Ein Trainer muss deshalb nicht nur Einheiten organisieren. Er muss auch beobachten, wie die Gruppe miteinander umgeht.

Der Coach muss Individualität und Gruppe verbinden

Eine Gruppe braucht Gemeinsamkeit. Coaching braucht Individualität.

Die Kunst besteht darin, beides miteinander zu verbinden.

Ein guter Coach kann beispielsweise:

  • gemeinsame Aufwärmprogramme nutzen
  • Intervalle mit unterschiedlichen Tempi organisieren
  • Gruppen nach Leistungsniveau einteilen
  • gemeinsame Start- und Endpunkte festlegen
  • individuelle Pausen ermöglichen
  • Rollen wechseln lassen
  • stärkere Athleten bewusst in unterstützende Aufgaben einbinden
  • gemeinsame Ziele formulieren

So entsteht ein Gruppengefühl, ohne dass alle exakt dasselbe trainieren müssen.

Der Athlet bleibt Teil einer Gemeinschaft und erhält trotzdem die Belastung, die zu seiner Entwicklung passt.

Gruppendynamik bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen ist die Trainingsgruppe häufig entscheidender als der sportliche Inhalt.

Ein Kind kann talentiert sein und trotzdem die Sportart aufgeben, wenn es:

  • die Gruppe nicht mag
  • sich ausgeschlossen fühlt
  • Angst vor dem Trainer hat
  • ständig mit anderen verglichen wird
  • keinen Spaß mehr erlebt
  • sich nicht wahrgenommen fühlt

In einer anderen Gruppe könnte dasselbe Kind aufblühen.

Gerade im Nachwuchssport sollte deshalb nicht nur gefragt werden:

Wie talentiert ist dieses Kind?

Mindestens ebenso wichtig ist die Frage:

Fühlt sich dieses Kind in seiner Gruppe sicher, akzeptiert und motiviert?

Zugehörigkeit kann darüber entscheiden, ob ein Kind einer Sportart über viele Jahre treu bleibt.

Frühe Leistungsentwicklung ist wichtig. Die langfristige Bindung an Bewegung und Sport ist jedoch häufig noch wertvoller.

Talent braucht das passende Umfeld

Talent allein garantiert keinen sportlichen Erfolg.

Ein talentierter Athlet kann stagnieren oder aufhören, wenn das Umfeld nicht passt.

Umgekehrt kann ein Athlet mit durchschnittlichen Voraussetzungen durch eine hervorragende Gruppe, einen passenden Coach und langfristige Unterstützung außergewöhnliche Fortschritte machen.

Das Umfeld beeinflusst:

  • Motivation
  • Trainingsbeständigkeit
  • Selbstvertrauen
  • Lernbereitschaft
  • Umgang mit Rückschlägen
  • Freude am Sport
  • Bereitschaft, langfristig dranzubleiben

Deshalb sollte die Frage nach dem richtigen Umfeld ein fester Bestandteil der Trainingsplanung sein.

Talent und individuelle Entwicklung

Auch die Familie gehört zum Team

Gerade im zeitaufwendigen Triathlonsport spielt die Familie eine besondere Rolle.

Lange Radausfahrten, Wettkampfwochenenden und Trainingslager beeinflussen nicht nur den Athleten.

Eine gute Lösung entsteht selten dadurch, dass eine Person einfach ihr Trainingsprogramm durchsetzt.

Hilfreich sind:

  • frühzeitige Absprachen
  • ein realistischer Trainingsplan
  • gemeinsame Prioritäten
  • verlässliche Zeitfenster
  • Rücksicht auf familiäre Termine
  • ehrliche Kommunikation
  • Bereitschaft zu Kompromissen

Die Familie muss nicht jede sportliche Entscheidung begeistert unterstützen.

Sie sollte aber verstehen, warum das Ziel wichtig ist und welcher Aufwand damit verbunden ist.

Gleichzeitig trägt der Athlet Verantwortung dafür, dass der Sport nicht dauerhaft auf Kosten aller anderen Lebensbereiche geht.

Der Arbeitgeber kann Training ermöglichen oder erschweren

Auch das berufliche Umfeld beeinflusst die sportliche Entwicklung.

Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice oder planbare Dienstpläne können Training erleichtern.

Unregelmäßige Arbeitszeiten, Geschäftsreisen, körperlich schwere Arbeit oder hoher mentaler Stress verändern dagegen die Belastbarkeit.

Ein Coach sollte deshalb nicht nur fragen:

Wann kannst du trainieren?

Sondern auch:

Wie belastend ist dein Arbeitstag?

Eine Stunde Training nach einem ruhigen Bürotag ist nicht dieselbe Belastung wie eine Stunde Training nach einer körperlich oder emotional sehr anstrengenden Schicht.

Beruflicher Stress gehört zur Gesamtbelastung und damit auch zur Trainingsplanung.

Mentale Stärke entsteht auch durch Zugehörigkeit

Mentaltraining wird häufig als individuelle Aufgabe betrachtet.

Der Athlet soll Selbstvertrauen entwickeln, positiv denken und mit Druck umgehen.

Doch mentale Stärke entsteht nicht nur im eigenen Kopf.

Ein gutes Umfeld kann:

  • Sicherheit geben
  • Selbstvertrauen stärken
  • Fehler relativieren
  • Rückschläge auffangen
  • Mut erzeugen
  • realistische Rückmeldungen geben

Menschen können in einer unterstützenden Gruppe häufig mehr leisten, als sie sich allein zugetraut hätten.

Das bedeutet nicht, dass die Gruppe alle Probleme löst.

Sie kann aber einen Rahmen schaffen, in dem Entwicklung leichter möglich wird.

mentale Stärke und unterstützendes Umfeld

Woran erkennt man eine gute Trainingsgruppe?

Eine gute Trainingsgruppe erkennt man nicht nur an schnellen Zeiten.

Sie zeichnet sich dadurch aus, dass:

  • Mitglieder zuverlässig miteinander umgehen
  • unterschiedliche Leistungsniveaus respektiert werden
  • lockere Einheiten locker bleiben dürfen
  • harte Einheiten klar definiert sind
  • niemand dauerhaft ausgegrenzt wird
  • Rückmeldungen sachlich und respektvoll sind
  • Erfolg anderer anerkannt wird
  • individuelle Ziele akzeptiert werden
  • Freude und Leistung nebeneinander bestehen können
  • die Gruppe langfristig motiviert

Eine gute Gruppe fordert.

Sie überfordert aber nicht ständig.

Sie motiviert.

Sie erzeugt aber keinen dauerhaften Zwang.

Sie ermöglicht Konkurrenz.

Sie verliert dabei aber nicht den gegenseitigen Respekt.

Wann sollte ein Athlet die Gruppe wechseln?

Manchmal ist eine Trainingsgruppe nicht mehr die richtige.

Ein Wechsel kann sinnvoll sein, wenn:

  • jede Einheit zu intensiv wird
  • der Athlet ständig verletzt oder erschöpft ist
  • die eigenen Ziele nicht respektiert werden
  • Angst oder Druck das Training bestimmen
  • Ausgrenzung entsteht
  • die Kommunikation dauerhaft schlecht ist
  • kein Vertrauen zum Trainer besteht
  • der Athlet die Freude am Sport verliert

Eine Gruppe zu verlassen ist nicht automatisch ein Scheitern.

Manchmal ist es der notwendige Schritt, um sich wieder gesund und motiviert entwickeln zu können.

Die richtige Gruppe muss nicht für das ganze Leben passen. Ziele, Leistungsniveau und persönliche Bedürfnisse können sich verändern.

Fazit: Das richtige Umfeld ist Teil des Trainings

Triathlon ist eine Einzelsportart, aber sportliche Entwicklung entsteht selten allein.

Familie, Trainingspartner, Verein, Arbeitgeber und Coach beeinflussen, wie gut ein Athlet trainieren, sich erholen und langfristig motiviert bleiben kann.

Eine gute Gruppendynamik kann:

  • Leistung fördern
  • Motivation stärken
  • Beständigkeit ermöglichen
  • Freude am Sport erhalten
  • Rückschläge leichter machen
  • neue Entwicklungsschritte ermöglichen

Eine schlechte Gruppendynamik kann dagegen:

  • unnötigen Druck erzeugen
  • falsche Trainingsreize setzen
  • Überlastung fördern
  • Selbstvertrauen schwächen
  • langfristig die Freude am Sport zerstören

Deshalb gehört das soziale Umfeld genauso zur Trainingsplanung wie Belastung, Erholung und Wettkampfziele.

Der beste Trainingsplan funktioniert nur dann, wenn auch der Mensch und sein Umfeld berücksichtigt werden.

Der nächste Schritt

Du suchst ein Triathlon Coaching, das nicht nur Trainingsdaten betrachtet, sondern auch deinen Alltag, dein Umfeld und deine persönlichen Voraussetzungen berücksichtigt?

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Das war ein perfektes Triathlon Trainingslager

Danke das war toll

SAISONABSCHLUSS MALLORCA

der längste Tag mit Triathlon Trainer Bennie Lindberg

Mit dem Abschluss des Einsteiger-Triathlon-Camps auf der malerischen Insel Mallorca geht nun auch meine persönliche Triathlon-Camp-Saison zu Ende. Es war eine unvergessliche Zeit, die noch lebhaft in meinem Gedächtnis verankert ist.

Die Begegnungen mit wunderbaren Menschen, die alle dasselbe Ziel verfolgten, haben einen tiefen Eindruck hinterlassen. Jeder Einzelne brachte seine einzigartige Persönlichkeit und seinen unermüdlichen Ehrgeiz ein, was zu einer inspirierenden Atmosphäre führte.

Das Wetter war einfach fantastisch – strahlender Sonnenschein und ein blauer Himmel bildeten den perfekten Rahmen für unsere Trainingseinheiten. Diese waren nicht nur körperlich herausfordernd, sondern boten auch die Möglichkeit, unsere Grenzen zu testen und zu erweitern.

Zum Glück wurden wir durch das hervorragende Essen und Trinken, das uns zur Verfügung stand, gut gestärkt. Die kulinarischen Köstlichkeiten halfen dabei, unsere Energiereserven aufzufüllen und sorgten für gesellige Momente der Entspannung und des Austauschs.

Das sportliche Programm umfasste unter anderem eine Kraulschule, ein Fahrsicherheitstraining, Koppellaufen, Schwimmen im Meer, Intervalle im Wasser, auf dem Rad und zu Fuß sowie eine Königsetappe auf dem Rad und zum Abschluss sogar einen kleinen Triathlon. Natürlich kam auch das gesellige Programm nicht zu kurz.

Ich möchte mich bei allen engagierten Menschen bedanken, die dazu beigetragen haben, dieses Camp zu ermöglichen. Ihr Einsatz und Ihre Leidenschaft haben es zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Ein besonderer Dank gilt auch den fantastischen Teilnehmern. Ihr wart einfach großartig! Eure Begeisterung und euer Engagement haben das Camp zu etwas ganz Besonderem gemacht.

Doch die Reise ist noch nicht vorbei. Bereits am kommenden Samstag geht es hier in Roth weiter mit dem „längsten Tag“. Ein ganzer Tag, gewidmet dem Schwimmen, Radfahren und Laufen…

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der längste Tag mit Triathlon Trainer Bennie Lindberg

Am 18.05.2024 ist es wieder so weit

DER KLASSIKER…

der längste Tag mit Triathlon Trainer Bennie Lindberg

Jetzt geht es wieder kurz vor Saisonbeginn Schlag auf Schlag.

Gerade sind wir zuhause gekommen von eine wunderbare und erfolgreiche Triathlon Trainingslager auf Fuerteventura und nächsten Freitag geht es schon nach Mallorca zu Triathlon Einsteiger Camp.

Gleich danach am 18.05 ist es Zeit für den „Langtest“ oder auch „der längste Tag“ genannt. Es ist ein intensives Training, das Schwimmen (bis zu 3 km), Radfahren (bis zu 120 km) und Laufen (bis zu 30 km) kombiniert. Es dient dazu, Überraschungen während Wettkämpfen zu minimieren und die ideale Wettkampftempo zu ermitteln.

Zu Beginn erfolgt eine grobe Einschätzung basierend auf Erfahrungswerten oder Leistungstests. Diese Werte werden anschließend überprüft und gegebenenfalls angepasst. Kürzere Tests eignen sich gut für die grobe Planung und Steuerung des Trainings, werden jedoch mit zunehmender Distanz ungenauer.

Es ist wichtig zu betonen, dass jeder Athlet individuell ist und gute Leistungen über kurze Distanzen nicht zwangsläufig zu Spitzenleistungen über Langdistanzen führen.

Die Kombination aus Schwimmen, Radfahren und Laufen stellt zusätzliche Herausforderungen dar. Faktoren wie die Effizienz des Athleten, die Dauer seiner Energiereserven, die Menge der aufgenommenen Energie und die mentale Reaktion auf Erschöpfung spielen eine entscheidende Rolle.

Das Ziel besteht darin, möglichst gleichmäßig und ökonomisch zu sein. Dies kann durch Messungen wie Rundenzeiten, Watt, das eigene Gefühl, den Puls und insbesondere den Laktatspiegel überwacht und gesteuert werden.

Ein zu hoher Laktatwert deutet darauf hin, dass die Energiereserven nicht ausreichen, während ein zu niedriger Laktatspiegel auf einen Mangel an Kohlenhydraten oder zu niedriges Tempo hinweist. In solchen Fällen müssen neue Ernährungsstrategien und Tempoeinteilungen in Betracht gezogen werden.
Abschließend wird das Laufen genauer betrachtet, wobei Faktoren wie die Beibehaltung der Intensität, die verfügbaren Reserven, die Kohlenhydrataufnahme und die mentale Reaktion auf Erschöpfung eine Rolle spielen.

Der nächste Langtest startet um 8 Uhr in Büchenbach. Interessierte können sich gerne melden!

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