Zum Hauptinhalt springen

Autor: Bennie Lindberg

Triathlon Einsteigerseminar mit Triathlon Legende Bennie Lindberg

Triathlon Einsteiger SEMINAR

Lerne Triathlon

Triathlon Einsteigerseminar mit Triathlon Legende Bennie Lindberg

Einsteiger-Triathlon-Seminar – kompakt, intensiv, unvergesslich

Eine Woche. Ein Ziel. Dein Einstieg in den Triathlon. Das Einsteiger-Triathlon-Seminar von Hannes Hawaii Tours bietet mehr als ein klassisches zweiwöchiges Camp – nur eben kompakt und effizient auf sieben Tage komprimiert. Du bekommst alle Inhalte, Workshops und Analysen, die sonst über zwei Wochen verteilt wären. Und als Highlight wartet ein lockerer Trainings-Triathlon mit echtem Wettkampffeeling.

Für wen?
Egal, ob du schon einen Marathon gelaufen bist oder bei null startest: Dieses Seminar ist für alle, die den Triathlonsport von Grund auf kennenlernen möchten – ganz ohne Vorerfahrung in Schwimmen, Radfahren oder Laufen.

Was erwartet dich?
Vorab-Online-Kraulkurs: Du wirst schon vor Seminarbeginn abgeholt – mit einem digitalen Techniktraining, das dir die Grundlagen fürs Schwimmen vermittelt.

Radtraining für Einsteiger: Fahrtechnik, Klickpedale, Schalten, Bremsen – alles, was du brauchst, um sicher und effizient unterwegs zu sein.

Videoanalysen beim Schwimmen & Laufen: Wir zeigen dir, wo du dich verbessern kannst – präzise, individuell und verständlich.

Workshops & Vorträge: Materialkunde, Ernährung, Trainingsplanung, Rumpfstabilität, Mentaltraining und Regeneration – alles, was du für deinen Einstieg brauchst.

Trainings-Triathlon: Zum Abschluss gibt’s unseren kleinen, aber feinen Triathlon mit Augenzwinkern – für den ersten Vorgeschmack auf echtes Wettkampffeeling.

Was macht es besonders?

In nur einer Woche tauchst du intensiver in die Triathlon-Welt ein als in zwei Jahren Eigenregie. Du sparst Zeit, bekommst strukturierte Inhalte und erlebst den einzigartigen Spirit, der Triathlon so besonders macht – mit Spaß, Motivation und einer starken Gemeinschaft.

Februar 14.-21.02.2026 – Playitas Resort
Für Einsteiger & Wiedereinsteiger
 Jetzt anmelden: Hannes-Hawaii-Tours

Weiterlesen

Triathlontrainer Bennie Lindberg in Elternzeit

Elternzeit 2.0

DAS GANZ NORMALE WAHNSINN

Triathlontrainer Bennie Lindberg in Elternzeit

Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! Ich bin jetzt mittendrin in meiner zweiten Elternzeit und merke: Ich müsste eigentlich wieder alles neu lernen. Als Selbstständiger ist das ja so eine Sache – viele wissen gar nicht, dass man auch als Unternehmer Elternzeit nehmen kann. Die Regel lautet: Maximal 30 Stunden pro Woche arbeiten und bloß kein Geld verdienen. Klingt nach Urlaub, ist aber eher wie ein Survival-Training mit Windeln.

Elternzeit ist wie der berühmte Schmetterlingseffekt: Ein Flügelschlag in Brasilien löst einen Tornado in Bayern aus – oder zumindest ein Babygeschrei auf der Rückbank. Du planst alles minutiös, und dann kommt das Leben dazwischen. Ich bin beruflich Profiplaner – ich strukturiere den Tag meiner Athleten wie ein Schweizer Uhrwerk. Privat? Da bin ich eher wie ein kaputter Wecker: spontan, chaotisch, und manchmal klingel ich gar nicht.

Wer schon mal mit einem schreienden Baby Auto gefahren ist, weiß: Das ist wie ein Konzentrationstest unter Extrembedingungen. Natürlich sitzt das Baby sicher hinten in der Babyschale, Rücken zur Fahrtrichtung – du siehst nichts, hörst aber alles. Und während du versuchst, dich auf den Verkehr zu konzentrieren, klingelt das Handy und jemand will ein wichtiges Gespräch führen. Klar, warum nicht gleich noch ein Sudoku lösen?

Du planst Schlafenszeiten, Essenszeiten, Arbeitszeiten – und nichts davon klappt. Das andere Kind braucht dich, die Katze muss zum Tierarzt, und das Abendessen kocht sich leider nicht von selbst. Willkommen im ganz normalen Wahnsinn! Und während Instagram dir die perfekte Welt zeigt, kämpfst du mit Spucktüchern und zerknüllten Einkaufszetteln.

Aber dann gibt’s sie doch: Diese goldenen Momente. Ein herzliches Lachen, eine spontane Umarmung, ein Spaziergang mit dem Kinderwagen, bei dem du einfach mal durchatmen kannst. Und du weißt: Genau diese intensive Zeit wirst du in 20 oder 30 Jahren vermissen, wenn die Kinder groß sind und du allein zu Hause sitzt.

Aber keine Sorge – dann beginnt die nächste Mission: Vorbereitung auf den Ironman Hawaii in der Altersklasse. Ich vermute mal, die Konkurrenz hält sich dann in Grenzen. Oder sie kommt mit Rollator und Titangelenke.

Weiterlesen

Schwimmen am Polarkreis

DOWNHILL SCHWIMMEN

der längste Tag mit Triathlon Trainer Bennie Lindberg

Schwimmen am Polarkreis – Wenn Extremsport auf Naturwunder trifft

Mitten im finnischen Lappland, wo die Mitternachtssonne den Horizont streichelt und die Stille der Natur fast magisch wirkt, durften wir Teil eines ganz besonderen Abenteuers werden: Flussschwimmen im Oulanka-Fluss, direkt am Polarkreis – ein Erlebnis, das sowohl die sportliche Herausforderung als auch die tiefe Verbundenheit mit der Natur vereint.

Ein Fluss, ein Nationalpark, ein Event voller Herz

Eingebettet in die wilde Schönheit des Oulanka-Nationalparks forderte die Strecke von 12 oder sogar 24 Kilometern vollen Körpereinsatz. 250 Zweierteams aus 15 Nationen gingen mit Neoprenanzug, Neoprenschuhen, Boje und Erste-Hilfe-Set an den Start. Die ungewöhnlich warme Hitzewelle hatte das Wasser von eisigen 12 °C auf fast angenehme 20 °C steigen lassen – ein unerwarteter Segen in dieser rauen Region.

Downhill durch das Lappland

Mit bis zu 2 km/h Strömung unterstützte der Fluss zwar sanft, aber die geringe Tiefe verlangte Technik und Kraft. Die Kunst bestand darin, die besten Stromschnellen zu „lesen“ – denn selten ist der kürzeste Weg auch der schnellste. Orientierung und Ausdauer waren der Schlüssel.

Meine Strecke – unsere Geschichten

Ich entschied mich mit Christiane für die 12 km, meine Frau Angela schwamm mit Oli die volle Distanz von 24 km. Auch weitere fränkische Freunde waren mit uns am Start – und jede Begegnung unterwegs, an den Checkpoints oder Versorgungsstationen, hinterließ ihre eigene Geschichte.

Wildes Lappland ganz nah

Zwischen Bären, Wölfen und einem neugierigen Rentier am Ufer wurde uns klar: Hier wird Sport zur Begegnung mit etwas Größerem. Die Natur war nicht Kulisse, sondern ehrwürdiger Mitspieler, der uns gleichermaßen Kraft abverlangte wie Respekt abnötigte.

Sicherheit mit System Begleitkanus, Checkpoints und strikte Regeln wie das Verlassen des Wassers nur an ausgewiesenen Stellen sorgten für einen sicheren Rahmen. Dennoch: Vorbereitung, Fitness und mentale Stärke waren unerlässlich, um dieses Abenteuer zu bestehen.

Ein Erlebnis, das bleibt

Lappland hat uns verändert. Nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Die Verbindung aus Bewegung, Natur und Teamgeist hat bleibende Eindrücke hinterlassen – mit Muskelkater vielleicht, aber vor allem mit Demut, Dankbarkeit und unvergesslichen Momenten.

Weiterlesen

Gänsehaut

Ein lebendiges Feuerwerk aus Emotionen

Auch in TZriathlontraining ist Gruppendynamik wichtig

Challenge Roth – Magie, Emotionen, pure Gänsehaut!

Der Challenge Triathlon in Roth ist wieder Geschichte – aber was für eine Geschichte! Wer dieses legendäre Langdistanz-Event noch nicht hautnah erlebt hat, der weiß noch nicht, wie elektrisierend Triathlon wirklich sein kann. Roth ist mehr als ein Rennen. Es ist ein lebendiges Feuerwerk aus Emotionen, Leidenschaft und purer Begeisterung.

Egal ob am Wasser, auf der Straße oder an den Laufstrecken – überall brodelt die Stimmung. Die Zuschauer kommen aus allen Ecken der Welt und verwandeln Roth in eine Bühne der Inspiration. Die Einwohner entlang der Strecke? Die haben ihre ganz eigene Challenge – wer ist kreativer, lauter, fröhlicher? Und die Antwort ist: alle! Es ist, als ob ganz Roth in einen Wettbewerb um pure Motivation einsteigt – und du bist mittendrin.

Wie die Stimmung in Roth wirklich ist, zeigt eine Szene besonders gut: Unsere Begleittruppe kommt am Marktplatz an – und wer steht da am Mikro beim Erdinger Hot Spot? Der Triathlon-Weltmeister Daniel Unger höchstpersönlich, der mit voller Energie jeden einzelnen Athleten pusht. Kaum zu erkennen mit Bart, Brille und Cappy – aber das ist ihm komplett egal. Für ihn zählt nur eins: die Leidenschaft.
Und gestern? Da hab ich mit Michi telefoniert – ehemaliger Deutscher Meister über die Mitteldistanz – und gefragt: „Na, hast du auch angefeuert?“ Seine Antwort? „Ich habe moderiert – am Hot Spot in Pyras.“ Genau so ist Roth: Champions werden zu Supportern, Legenden stehen an der Strecke. Sensationell!

Als Coach dabei zu sein, jedes Jahr aufs Neue, meine Athlet:innen anzufeuern – das ist ein Privileg. Dieses Funkeln in den Augen, wenn sie alles geben, lässt mein Herz höher schlagen. Roth entfacht ein Feuer, das weit über die Ziellinie hinaus brennt.

Wer sich einen Startplatz für 2026 gesichert hat, besitzt den mächtigsten Motivationsbooster überhaupt – und das für ein paar Euro am Tag! Klingt nach einem Klischee? Vielleicht. Aber in Roth wird das Klischee zur Realität. Hier gibt es nicht nur einen Sieger. In Roth ist jede:r, der startet, ein:e Gewinner:in. Kein Triathlonfan bleibt davon unberührt.

Dieses Event verändert dich. Es lässt dich wachsen, staunen, träumen. Ich kann es kaum erwarten, wieder Teil davon zu sein. Roth 2026 – wir zählen schon die Tage!

Weiterlesen

Bennie Lindberg beim Ironman Hawaii 1994

HITZE – so what…

SONNTAG KANN KOMMEN

Bennie Lindberg beim Ironman Hawaii 1994

Mentale Stärke bei Hitze & Kälte: Wie unser Körper Grenzen verschiebt

Unser Körper ist ein wahres Wunderwerk – erstaunlich anpassungsfähig, selbst unter extremen klimatischen Bedingungen. Ob eisige Kälte oder brütende Hitze: Mit ausgefeilten Mechanismen wie Thermoregulation, gesteuerter Durchblutung, Schwitzen oder Zittern gelingt es unserem Organismus, die Balance zu halten und seine Funktionen aufrechtzuerhalten.

Tatsächlich sind wir Menschen in der Lage, in nichts als kurzen Hosen und einem T-Shirt problemlos bei Temperaturen von unter 10 °C bis knapp 40 °C zu laufen – vorausgesetzt, wir verhalten uns klug und achten auf die Signale unseres Körpers. Diese Fähigkeit zur Anpassung ist bemerkenswert – unser Körper ist für Ausdauer und Umweltresistenz gebaut.

Aber die wahre Kraft liegt nicht nur in der Biologie – sie liegt auch in unserem Kopf.

Fokus auf Unterstützung statt Widerstand

Der Schlüssel liegt in der mentalen Haltung: Nicht auf das Unwohlsein fokussieren, sondern aktiv mit dem Körper zusammenarbeiten. Studien belegen: Regelmäßige Temperaturreize – ob im Alltag, in der Sauna, beim Training oder im Wettkampf – fördern die Akklimatisation. Der Körper lernt schrittweise, mit belastenden Temperaturen besser umzugehen – wenn wir ihn lassen.

Umarme die Temperaturen – mit klarem Kopf!

  • Bei Kälte helfen mehrere funktionale Kleidungsschichten effektiv gegen Auskühlung – auch wenn das derzeit wohl weniger akut ist…
  • Bei Hitze sind helle, leichte Textilien hilfreich. Zusätzlich gilt: Kühlen! Ob Wasser über Kopf und Körper, Eiswürfel im Mund, in den Händen oder unter der Kopfbedeckung – nutze alle Ressourcen so oft und so lange wie möglich.

Aber Achtung: Vorbereitung ist entscheidend – Leichtsinn ist gefährlich. Es geht um bewusstes Handeln, nicht um blinden Ehrgeiz.

Warnsignale rechtzeitig erkennen

Überhitzung tritt oft in Kombination mit Dehydrierung auf. Dabei gilt: Nicht zu viel trinken! Etwa 1–1,5 Liter pro Stunde gelten als absolute Obergrenze. Achte insbesondere auf diese Körperreaktionen:

  • Tempo bleibt gleich, Puls steigt – Der Körper kämpft, Dehydration droht
  • Tempo sinkt UND Puls steigt – Sofort handeln!

Maßnahmen bei drohender Überhitzung:

  • Kopf in kaltes Wasser tauchen
  • In kaltes Wasser springen (falls möglich)
  • Kleidung durchfeuchten
  • Schatten aufsuchen und gezielt kühlen

Mentale Techniken als Gamechanger

Dein Geist ist dein stärkster Verbündeter. Statt sich von Hitze oder Kälte blockieren zu lassen, kann mentale Stärke den Unterschied machen:

  1. Visualisierung: Stell dir vor, wie dein Körper souverän mit der Situation umgeht.
  2. Positive Selbstgespräche: Statt „Mir ist zu heiß“ lieber: „Ich unterstütze meinen Körper. Ich bin fokussiert und stabil.“
  3. Mini-Ziele setzen: „Noch zwei Kilometer“ klingt machbarer als „Noch ein ganzer Marathon.“

Diese Haltung bringt Klarheit, Kontrolle – und oft eine Leistung über das Erwartete hinaus.

Am kommenden Sonntag ist es dann wieder so weit – der legendäre Challenge Roth steht an. Und wie so oft wird mit extremen Temperaturen gerechnet. UV-Warnungen, Ozonbelastung, sengende Sonne: schon viele Athlet*innen haben unter solchen Bedingungen gezeigt, wozu Körper und Geist fähig sind.

Möchtest du dazugehören? Diejenigen, die mental stark sind, meistern nicht nur die Hitze – sie wachsen über sich hinaus.

Viel Erfolg an alle Teilnehmenden – bleibt stark, denkt klar, und vertraut auf die unglaubliche Anpassungsfähigkeit eures Körpers!

Weiterlesen

Leistungsziele im Triathlon Training von Bennie Lindberg

Leistungsziele

Leistungsziele im Triathlon: Was zählt, wenn es hart wird?

Die Uhr tickt – doch im entscheidenden Moment zählt nicht nur das Ergebnis, sondern das, was du selbst beeinflussen kannst.

Leistungsziele im Triathlon Training von Bennie Lindberg

Die Sekunden vergehen. Deine Wunschzeit rückt vielleicht näher – oder entfernt sich mit jedem Kilometer.

Gerade in solchen Momenten entscheidet sich, ob du dich von Zeit, Platzierung und Zweifel beherrschen lässt oder deine Aufmerksamkeit wieder auf die nächste konkrete Aufgabe richtest.

Denn im Wettkampf kannst du nicht alles kontrollieren.

Du kannst das Wetter nicht verändern. Du kannst die Konkurrenz nicht beeinflussen. Du kannst einen Defekt oder eine unerwartete Situation nicht immer verhindern.

Aber du kannst entscheiden, wie du auf diese Bedingungen reagierst.

Genau dabei helfen Leistungsziele.

Mehr über mein Triathlon Coaching

Was sind Leistungsziele?

Leistungsziele richten sich auf Handlungen und Entscheidungen, die du weitgehend selbst beeinflussen kannst.

Im Triathlon können das beispielsweise sein:

  • die geplante Herzfrequenz einhalten
  • auf dem Rad innerhalb eines definierten Wattbereichs bleiben
  • die ersten Laufkilometer bewusst kontrollieren
  • regelmäßig essen und trinken
  • die Schwimmtechnik unter Belastung stabil halten
  • ruhig bleiben, wenn etwas nicht nach Plan läuft
  • die Aufmerksamkeit auf die nächste Aufgabe richten

Ein Ergebnisziel lautet vielleicht:

Ich möchte eine neue persönliche Bestzeit erreichen.

Ein Leistungsziel lautet dagegen:

Ich halte mich auf dem Rad an meine geplante Intensität und beginne den Lauf kontrolliert.

Das Ergebnisziel kann motivieren. Das Leistungsziel zeigt dir, was du konkret tun musst.

Erfolg ist nicht vollständig planbar

Platzierungen, Endzeiten und Qualifikationen sind attraktive Ziele. Sie geben dem Training eine Richtung und können große Motivation erzeugen.

Doch solche Ergebnisse hängen nicht ausschließlich von deiner eigenen Leistung ab.

Einfluss haben auch:

  • Wetter und Temperatur
  • Wind
  • Streckenprofil
  • Konkurrenz
  • Defekte
  • Rennverlauf
  • Tagesform
  • kurzfristige gesundheitliche Probleme

Wer sich ausschließlich an einem Ergebnisziel festhält, macht die eigene Zufriedenheit von Faktoren abhängig, die nicht vollständig kontrollierbar sind.

Das kann unnötigen Druck erzeugen.

Leistungsziele holen dich dagegen zurück in die Gegenwart. Sie lenken deine Aufmerksamkeit auf das, was du im jeweiligen Moment beeinflussen kannst.

Ergebnisziele und Leistungsziele

Renneinteilung als Leistungsziel

Gerade auf der Langdistanz ist eine kluge Renneinteilung entscheidend.

Viele Wettkämpfe werden nicht im letzten Drittel verloren, sondern im ersten. Wer sich zu Beginn zu stark von Euphorie, Geschwindigkeit oder anderen Athleten mitreißen lässt, bezahlt später dafür.

Eine einfache Orientierung besteht darin, jede Disziplin gedanklich in drei Teile zu gliedern.

Erstes Drittel: bewusst zurückhalten

Der Beginn darf sich leicht anfühlen.

Das ist kein Zeichen dafür, dass du zu langsam bist. Im Gegenteil: Gerade am Anfang besteht die Aufgabe häufig darin, nicht schneller zu werden als geplant.

Mögliche Leistungsziele:

  • ruhig bleiben
  • den eigenen Rhythmus finden
  • Technik kontrollieren
  • Watt, Herzfrequenz oder Tempo begrenzen
  • frühzeitig mit der Verpflegung beginnen

Das erste Drittel verlangt vor allem Disziplin.

Zweites Drittel: den Rhythmus halten

Jetzt wird die Belastung deutlicher spürbar.

Das Rennen sollte noch kontrollierbar sein, aber nicht mehr leicht. Diese Phase kennst du idealerweise aus dem Training.

Mögliche Leistungsziele:

  • gleichmäßig weiterarbeiten
  • Verpflegung konsequent fortsetzen
  • unnötige Tempowechsel vermeiden
  • die Körperhaltung kontrollieren
  • aufmerksam auf erste Warnzeichen reagieren

Hier zählt nicht die Euphorie, sondern Beständigkeit.

Letztes Drittel: vorhandene Reserven einsetzen

Im letzten Abschnitt darf es hart werden.

Jetzt zeigt sich, ob du in der ersten Rennhälfte vernünftig mit deinen Kräften umgegangen bist.

Beim Laufen bedeutet das nicht automatisch, plötzlich deutlich schneller zu werden. Oft besteht die Leistung darin, das Tempo trotz zunehmender Ermüdung möglichst stabil zu halten.

Mögliche Leistungsziele:

  • von Verpflegungspunkt zu Verpflegungspunkt denken
  • die Technik so gut wie möglich erhalten
  • kleine erreichbare Abschnitte setzen
  • nicht über die gesamte Restdistanz nachdenken
  • die verbliebene Energie kontrolliert einsetzen

Was du am Anfang eingespart hast, steht dir jetzt zur Verfügung.

Leistungsziele halten dich handlungsfähig

Wenn ein Wettkampf schwierig wird, beginnen die Gedanken oft zu wandern:

  • Die Wunschzeit ist weg.
  • Die anderen sind schneller.
  • Ich schaffe das nicht.
  • Das Training war umsonst.
  • Es sind noch so viele Kilometer.

Solche Gedanken richten den Blick auf das Problem, aber nicht auf die nächste Lösung.

Ein Leistungsziel verändert die Frage.

Statt:

Schaffe ich noch meine Wunschzeit?

lautet die Frage:

Was ist jetzt die nächste sinnvolle Handlung?

Das kann sein:

  • Tempo leicht reduzieren
  • etwas trinken
  • die Atmung beruhigen
  • die Körperhaltung korrigieren
  • bis zum nächsten Kilometer konzentriert bleiben
  • die Verpflegung anpassen

Damit wird aus einem scheinbar überwältigenden Problem eine konkrete Aufgabe.

Mentale Werkzeuge für schwierige Rennphasen

Leistungsziele lassen sich durch einfache mentale Strategien unterstützen.

Selbstinstruktion

Kurze, klare Sätze helfen, die Aufmerksamkeit wieder auf die Aufgabe zu richten.

Zum Beispiel:

  • „Ruhig und gleichmäßig.“
  • „Jetzt nur der nächste Kilometer.“
  • „Ich bleibe bei meinem Plan.“
  • „Locker in den Schultern.“
  • „Trinken, atmen, weiter.“

Die Formulierungen sollten kurz, persönlich und handlungsorientiert sein.

Atemkontrolle

Unter Druck wird die Atmung häufig hektischer. Eine bewusst längere Ausatmung kann helfen, die Situation zu beruhigen und den Fokus zurückzugewinnen.

Das bedeutet nicht, dass die Belastung plötzlich leicht wird. Es hilft aber, nicht zusätzlich gegen die eigene Anspannung anzukämpfen.

Aufmerksamkeit lenken

Statt ständig auf die Endzeit zu schauen, kannst du deine Aufmerksamkeit gezielt auf einzelne Punkte richten:

  • Atmung
  • Schrittfrequenz
  • Tritt
  • Wasserlage
  • Körperhaltung
  • Verpflegung
  • den nächsten Streckenabschnitt

Diese Konzentration auf kontrollierbare Aufgaben reduziert unnötiges Grübeln.

mentale Strategien

Positive Selbstgespräche müssen glaubwürdig sein

Positive Selbstgespräche können im Wettkampf hilfreich sein.

Sie sollten aber nicht wie leere Durchhalteparolen wirken.

Wenn du vollkommen erschöpft bist, wird der Satz „Ich fühle mich fantastisch“ möglicherweise wenig glaubwürdig sein.

Besser sind realistische und handlungsorientierte Aussagen:

  • „Es ist hart, aber ich bleibe ruhig.“
  • „Ich kann den nächsten Abschnitt bewältigen.“
  • „Ich konzentriere mich auf meine Technik.“
  • „Ich habe schwierige Einheiten im Training geschafft.“
  • „Ich muss nicht alles auf einmal lösen.“

Mentaltraining bedeutet nicht, unangenehme Gefühle zu leugnen.

Es bedeutet, trotz dieser Gefühle weiter sinnvoll handeln zu können.

Leistungsziele müssen im Training geübt werden

Leistungsziele funktionieren nicht automatisch am Wettkampftag.

Sie sollten bereits im Training eingesetzt werden.

Bei einer lockeren Einheit kann das Ziel sein:

  • wirklich locker zu bleiben
  • nicht auf andere zu reagieren
  • mit einem guten Gefühl nach Hause zu kommen

Bei einem Intervalltraining:

  • die erste Wiederholung nicht zu schnell beginnen
  • alle Intervalle möglichst gleichmäßig absolvieren
  • die Technik auch unter Belastung halten

Bei einer langen Radausfahrt:

  • regelmäßig Kohlenhydrate aufnehmen
  • den geplanten Leistungsbereich einhalten
  • auch an Steigungen kontrolliert bleiben

So entsteht eine Verbindung zwischen körperlicher und mentaler Vorbereitung.

Der Wettkampf ist dann nicht der erste Moment, in dem du versuchst, deinen Fokus bewusst zu steuern.

Das Beste geben heißt nicht immer Vollgas

Ein häufiger Fehler besteht darin, „das Beste geben“ mit maximaler Härte gleichzusetzen.

Doch manchmal ist die beste Leistung gerade die kontrollierte Entscheidung.

Zum Beispiel:

  • am Anfang langsamer zu schwimmen
  • auf dem Rad nicht jeder Gruppe zu folgen
  • bei Hitze das Tempo frühzeitig anzupassen
  • eine Verpflegungsstrategie konsequent einzuhalten
  • trotz guter Beine nicht zu früh zu beschleunigen

Das Beste zu geben bedeutet nicht, in jedem Moment maximal viel Energie einzusetzen.

Es bedeutet, die vorhandene Energie so einzusetzen, dass sie dem Gesamtziel dient.

Fazit: Leistungsziele sind dein innerer Kompass

Leistungsziele geben dir Orientierung, wenn der Druck steigt, die Beine schwer werden oder sich das geplante Ergebnis entfernt.

Sie helfen dir, den Fokus auf das zu richten, was du tatsächlich beeinflussen kannst:

  • dein Tempo
  • deine Intensität
  • deine Technik
  • deine Verpflegung
  • deine Aufmerksamkeit
  • deine Entscheidungen
  • deine Reaktion auf Probleme

Du kannst die Uhr nicht anhalten.

Du kannst nicht jede äußere Bedingung kontrollieren.

Aber du kannst entscheiden, wie du mit der Situation umgehst und welche Aufgabe du als Nächstes erfüllst.

Genau darin liegt die Stärke von Leistungszielen.

Der nächste Schritt

Du möchtest deine Wettkampfstrategie, deine Leistungsziele und deine Trainingsplanung besser aufeinander abstimmen?

Auf Ad Extremum findest du weitere Informationen zu meinem individuellen Triathlon Coaching und zur persönlichen Wettkampfvorbereitung.

Zum persönlichen Triathlon Coaching

Passende Beiträge zum Thema

Weiterlesen

Mentaltraining in Triathlon Sport

Die goldenen Coaching-Regeln

Die goldenen Coaching-Regeln im Triathlon

Gesund trainieren, Leistung sinnvoll entwickeln und den Sport langfristig in das eigene Leben integrieren

Mentaltraining in Triathlon Sport

Im Triathlon Coaching gibt es für mich einige Grundsätze, die wichtiger sind als Trainingsstunden, Wattwerte oder Platzierungen.

Die erste Regel lautet:

Gefährde niemals deine Gesundheit für sportlichen Erfolg.

Die zweite Regel steht damit unmittelbar in Verbindung:

Versuche, mit dem geringstmöglichen Aufwand den größtmöglichen sinnvollen Trainingseffekt zu erzielen.

Das bedeutet nicht, dass man immer wenig trainieren sollte. Es bedeutet, dass jede Einheit einen Zweck haben und zum Athleten, zum Ziel und zum restlichen Leben passen muss.

Nach mehr als 30 Jahren als Trainer und über 40 Jahren im Ausdauersport haben sich für mich daraus einige goldene Coaching-Regeln entwickelt.

Mehr über mein Triathlon Coaching

Regel 1: Gesundheit steht immer an erster Stelle

Sport soll die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität fördern.

Natürlich kann leistungsorientiertes Training den Körper zeitweise stark beanspruchen. Müdigkeit, Muskelkater und vorübergehende Erschöpfung gehören manchmal dazu. Sie dürfen aber nicht zum dauerhaften Normalzustand werden.

Warnzeichen wie anhaltende Schmerzen, ungewöhnliche Erschöpfung, wiederkehrende Infekte oder deutliche Leistungseinbrüche sollten ernst genommen werden.

Ein guter Coach muss deshalb nicht nur wissen, wann ein Athlet mehr trainieren kann. Er muss ebenso erkennen, wann weniger Training, zusätzliche Erholung oder eine medizinische Abklärung sinnvoll sind.

Sportlicher Ehrgeiz darf niemals wichtiger werden als die langfristige Gesundheit.

Regel 2: Doping ist ein absolutes No-Go

Doping jeglicher Art ist für mich weder sportlich noch menschlich akzeptabel.

Es widerspricht dem Gedanken eines fairen Wettkampfs und kann erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Ein sportlicher Erfolg, der durch unerlaubte Mittel entstanden ist, besitzt für mich keinen wirklichen Wert.

Eine sportliche Karriere ist immer nur ein begrenzter Abschnitt des Lebens. Die möglichen gesundheitlichen, persönlichen und gesellschaftlichen Folgen können dagegen weit darüber hinausreichen.

Erfolg darf nicht um jeden Preis angestrebt werden.

Ein Athlet sollte später mit Stolz auf seine Leistungen zurückblicken können – ohne Zweifel daran, wie sie entstanden sind.

Regel 3: So viel Training wie nötig – nicht so viel wie möglich

Triathleten neigen häufig dazu, Trainingsumfang mit Trainingsqualität gleichzusetzen.

Mehr Kilometer, mehr Stunden und mehr Einheiten wirken auf den ersten Blick wie der sichere Weg zu besseren Leistungen. In der Praxis führt zusätzliches Training aber nur dann zu Fortschritten, wenn der Körper es verarbeiten kann.

Training setzt einen Reiz. Die eigentliche Anpassung entsteht in der Erholung.

Deshalb lautet eine meiner wichtigsten Fragen bei der Trainingsplanung nicht:

Wie viel kann dieser Athlet maximal trainieren?

Sondern:

Wie viel Training braucht dieser Athlet, um sein Ziel sinnvoll zu erreichen?

Unnötige Einheiten kosten nicht nur Zeit. Sie können auch:

  • die Regeneration verschlechtern
  • die Qualität wichtiger Einheiten reduzieren
  • Motivation und Freude mindern
  • beruflichen oder familiären Stress verstärken
  • das Risiko von Überlastungsproblemen erhöhen

Effizientes Training bedeutet nicht automatisch leichtes Training. Es bedeutet, Belastung bewusst und zielgerichtet einzusetzen.

individuelle Trainingsplanung im Triathlo

Regel 4: Der Sport muss zum Leben des Athleten passen

Wir sind nicht nur Sportler.

Wir sind gleichzeitig Partner, Eltern, Freunde, Arbeitnehmer, Unternehmer oder Menschen mit weiteren Interessen und Verpflichtungen.

Eine sportliche Karriere oder eine besonders leistungsorientierte Phase ist im Verhältnis zum gesamten Leben meist relativ kurz. Deshalb sollte gut überlegt werden, welche Opfer für ein bestimmtes Ziel sinnvoll und vertretbar sind.

Fragen, die dabei eine Rolle spielen:

  • Wie viel Zeit bleibt für Familie und Freunde?
  • Welche beruflichen Verpflichtungen bestehen?
  • Wie viel Schlaf ist realistisch möglich?
  • Welchen Stellenwert soll der Sport einnehmen?
  • Welche Einschränkungen ist der Athlet freiwillig bereit zu akzeptieren?
  • Ist das Ziel den notwendigen Aufwand tatsächlich wert?

Es gibt darauf keine allgemeingültige Antwort.

Ein Profi mit internationalen Zielen wird andere Prioritäten setzen als ein Age-Grouper, der gesund bleiben und neben Beruf und Familie einen Ironman finishen möchte.

Beide Wege sind legitim. Entscheidend ist, dass Ziel und Lebenssituation zusammenpassen.

Regel 5: Wissenschaft nutzen – den Menschen nicht vergessen

Trainingswissenschaft liefert wertvolle Grundlagen.

Sie hilft uns, Belastungen zu strukturieren, Trainingsbereiche zu bestimmen und Zusammenhänge zwischen Training, Anpassung und Erholung besser zu verstehen.

Doch wissenschaftliche Modelle beschreiben häufig Durchschnittswerte. Ein Coach arbeitet dagegen mit einem konkreten Menschen.

Zwei Athleten können denselben Trainingsplan absolvieren und völlig unterschiedlich darauf reagieren.

Deshalb müssen wissenschaftliche Erkenntnisse immer mit folgenden Faktoren verbunden werden:

  • persönlicher Erfahrung
  • genauer Beobachtung
  • Rückmeldungen des Athleten
  • Leistungsentwicklung
  • Erholungsfähigkeit
  • Alltag und Stress
  • individuellen Stärken und Schwächen

Daten sind wichtig. Sie ersetzen aber weder Kommunikation noch Erfahrung.

Kommunikation

Regel 6: Verletzungsprävention gehört zum Training

Viele Sportler kümmern sich erst um Beweglichkeit, Stabilität oder muskuläre Schwächen, wenn bereits Beschwerden entstanden sind.

Für mich gehören diese Themen von Anfang an in eine langfristige Trainingsplanung.

Dazu können je nach Athlet gehören:

  • Krafttraining
  • Mobilisation
  • Stabilisation
  • technische Arbeit
  • ausreichende Erholung
  • sinnvoller Belastungsaufbau
  • passende Ausrüstung
  • frühzeitiges Reagieren auf Beschwerden

Nicht jede Verletzung lässt sich verhindern. Das Ziel sollte aber sein, vermeidbare Risiken möglichst früh zu erkennen und zu reduzieren.

Gerade mit zunehmendem Alter wird deutlich, dass langfristige Leistungsfähigkeit nicht nur durch Ausdauertraining entsteht.

Ein starker, beweglicher und belastbarer Körper ist die Grundlage dafür, den Sport über viele Jahre ausüben zu können.

Regel 7: Extrembelastungen brauchen eine langfristige Vorbereitung

Ein Langdistanz-Triathlon, ein Ultrawettkampf oder ein anderes extremes Ausdauerereignis stellt für den Körper eine außergewöhnliche Belastung dar.

Das bedeutet nicht automatisch, dass solche Ziele grundsätzlich falsch sind. Entscheidend ist, wie man sich darauf vorbereitet und wie häufig man solche Belastungen absolviert.

Eine sinnvolle Vorbereitung sollte:

  • langfristig aufgebaut sein
  • den aktuellen Leistungsstand berücksichtigen
  • ausreichend Erholung enthalten
  • gesundheitliche Voraussetzungen beachten
  • realistisch in den Alltag passen
  • nach dem Wettkampf genügend Regeneration ermöglichen

Der Wettkampf selbst ist nur die Spitze des Eisbergs.

Der gesundheitliche und sportliche Wert entsteht vor allem durch den strukturierten Weg dorthin: regelmäßige Bewegung, bessere Ausdauer, zunehmende Belastbarkeit und das Erreichen eines persönlichen Ziels.

Extreme Ziele brauchen deshalb keine extreme Ungeduld, sondern besonders viel Geduld.

Regel 8: Freude am Sport ist kein Luxus

Nicht jede Trainingseinheit muss Spaß machen.

Manchmal gehört es zum Training, Dinge zu tun, die anstrengend, monoton oder unbequem sind. Langfristig kann ein Athlet aber nur dann erfolgreich trainieren, wenn der Sport insgesamt als sinnvoll und positiv erlebt wird.

Wenn jede Einheit nur noch als Pflicht empfunden wird, geht irgendwann etwas Entscheidendes verloren.

Freude am Sport unterstützt:

  • Motivation
  • Beständigkeit
  • Lernbereitschaft
  • mentale Gesundheit
  • langfristige Entwicklung

Ein guter Coach muss deshalb nicht nur fragen, was physiologisch wirksam wäre.

Er muss auch prüfen, ob der Athlet bereit und motiviert ist, diesen Weg über längere Zeit zu gehen.

Regel 9: Ziele dürfen verändert werden

Ein Ziel ist kein unveränderbarer Vertrag.

Lebensumstände können sich ändern. Gesundheit, Beruf, Familie oder Motivation können dazu führen, dass ein ursprünglich passendes Ziel nicht mehr sinnvoll ist.

Das ist kein Scheitern.

Manchmal ist es die klügste Entscheidung, ein Ziel anzupassen, zu verschieben oder durch ein neues zu ersetzen.

Gutes Coaching bedeutet nicht, einen Athleten um jeden Preis an einem alten Ziel festzuhalten. Es bedeutet, gemeinsam zu beurteilen, welcher Weg unter den aktuellen Bedingungen sinnvoll ist.

Ziele anzupassen

Regel 10: Nachhaltige Entwicklung ist wichtiger als kurzfristiger Erfolg

Ein einzelner guter Wettkampf kann vieles überdecken.

Ein Athlet kann trotz falscher Trainingssteuerung, zu hoher Belastung oder unzureichender Erholung kurzfristig erfolgreich sein. Das macht den eingeschlagenen Weg aber noch nicht automatisch richtig.

Für mich ist Coaching dann erfolgreich, wenn ein Athlet:

  • sich langfristig entwickelt
  • gesund und belastbar bleibt
  • seine Ziele realistisch erreicht
  • sein Training versteht
  • selbstständiger wird
  • Freude am Sport behält

Kurzfristiger Erfolg ist schön.

Nachhaltige Entwicklung ist wertvoller.

Fazit: Gutes Coaching schützt den Menschen hinter der Leistung

Die wichtigste Aufgabe eines Coaches besteht nicht darin, möglichst viele Trainingseinheiten zu planen.

Ein Coach trägt Verantwortung dafür, Belastung, Zielsetzung und Lebenssituation sinnvoll miteinander zu verbinden.

Meine goldenen Coaching-Regeln lassen sich deshalb auf wenige Grundgedanken reduzieren:

  • Gesundheit vor kurzfristigem Erfolg
  • fairer Sport ohne Doping
  • Qualität vor unnötiger Quantität
  • Training passend zum Alltag
  • Wissenschaft verbunden mit Erfahrung
  • Prävention statt spätem Reparieren
  • Geduld bei großen Zielen
  • Freude als Grundlage der Beständigkeit
  • flexible Zielsetzung
  • langfristige Entwicklung statt kurzfristiger Effekte

Ein guter Trainingsplan soll nicht nur schneller machen.

Er soll dem Athleten helfen, sich sportlich weiterzuentwickeln, ohne dabei die Gesundheit und das restliche Leben aus den Augen zu verlieren.

Der nächste Schritt

Du suchst ein Triathlon Coaching, bei dem nicht nur Trainingsstunden und Leistungswerte zählen, sondern auch Gesundheit, Alltag und langfristige Entwicklung?

Auf Ad Extremum findest du weitere Informationen zu meinem individuellen Triathlon Coaching für Einsteiger, Age-Grouper und leistungsorientierte Athleten.

Zum persönlichen Triathlon Coaching

Passende Beiträge zum Thema

Weiterlesen

Mentale Stärke in Triathlon. The nordic Edge

Training oder Wettkampf

Training oder Wettkampf? Bleib bei deinem Plan

Mentale Stärke zeigt sich im Training oft darin, nicht jedes Duell anzunehmen.

Mentale Stärke in Triathlon. The nordic Edge

Viele Triathleten machen aus Trainingseinheiten unbewusst kleine Wettkämpfe.

Beim Schwimmen wird versucht, an der Nachbarbahn dranzubleiben. Auf dem Rad darf niemand vorbeifahren. Beim Lauftraining werden lockere Kilometer plötzlich immer schneller.

Das kann motivieren. Es kann aber auch den Sinn der Einheit zerstören.

Training dient dazu, bestimmte Fähigkeiten zu entwickeln. Der Wettkampf zeigt später, wie gut diese Fähigkeiten geworden sind.

Mehr über mein Triathlon Coaching

Jede Trainingseinheit hat eine Aufgabe

Eine lockere Einheit soll locker sein. Ein Intervalltraining soll einen klaren intensiven Reiz setzen. Eine lange Einheit entwickelt andere Fähigkeiten als ein kurzer Wettkampf.

Deshalb ist nicht entscheidend, ob du im Training andere Athleten schlägst.

Entscheidend ist, ob du die geplante Aufgabe erfüllst.

Wenn eine lockere Radausfahrt vorgesehen ist und dich jemand überholt, kann es mentale Stärke erfordern, diese Person einfach fahren zu lassen.

Wer ständig auf andere reagiert, trainiert nicht mehr nach Plan, sondern nach Ego.

Trainingsergebnisse sind nicht direkt vergleichbar

Nicht jede Einheit fühlt sich gleich an.

Die Leistung wird beeinflusst durch:

  • vorherige Trainingstage
  • Schlaf
  • beruflichen und privaten Stress
  • Wetter
  • Ernährung
  • zunehmende Ermüdung innerhalb eines Trainingsblocks

Eine etwas langsamere Einheit bedeutet deshalb nicht automatisch, dass deine Form schlechter geworden ist.

Wichtiger ist, ob die Belastung zum Trainingsziel gepasst hat und wie dein Körper darauf reagiert.

Gruppentraining kann helfen oder schaden

Eine passende Trainingsgruppe kann motivieren und zusätzliche Leistungsreize setzen.

Problematisch wird es, wenn:

  • jede Einheit zum Rennen wird
  • schwächere Athleten ständig überziehen
  • lockere Tage nicht mehr möglich sind
  • Gruppendruck den individuellen Plan ersetzt
  • niemand zeigen möchte, dass er müde ist

Die beste Gruppe ist nicht unbedingt die schnellste.

Sie ist diejenige, in der unterschiedliche Leistungsniveaus respektiert werden und jeder den vorgesehenen Trainingsreiz umsetzen kann.

Gruppendynamik im Triathlon

Im Wettkampf zählt ebenfalls der eigene Plan

Auch im Wettkampf ist es nicht immer sinnvoll, sofort auf andere Athleten zu reagieren.

Besonders auf der Langdistanz kann eine zu frühe Jagd nach Konkurrenten oder Zwischenzeiten später teuer werden.

Wer sich in den ersten Stunden ständig fragt, was die anderen machen, verliert leicht den Fokus auf:

  • eigene Intensität
  • Verpflegung
  • Technik
  • Körpergefühl
  • Renneinteilung

Leistungsziele helfen dabei, beim eigenen Plan zu bleiben.

Statt zu denken:

Ich muss an dieser Person dranbleiben.

ist die bessere Frage:

Welche Leistung ist jetzt für mein gesamtes Rennen sinnvoll?

Mentale Stärke bedeutet nicht immer Vollgas

Mentale Stärke zeigt sich nicht nur darin, Schmerzen auszuhalten und sich maximal zu belasten.

Sie zeigt sich auch darin:

  • bewusst langsam zu trainieren
  • einen Trainingspartner ziehen zu lassen
  • eine Einheit bei Bedarf anzupassen
  • das eigene Ego zu kontrollieren
  • den langfristigen Plan wichtiger zu nehmen als einen kurzfristigen Vergleich

Manchmal ist Zurückhaltung die stärkere Entscheidung.

Fazit: Training ist Vorbereitung, kein täglicher Leistungsvergleich

Ein Training muss nicht gewonnen werden.

Es soll dich auf deinen Wettkampf vorbereiten.

Bleibe deshalb bei der Aufgabe der Einheit:

  • locker, wenn locker geplant ist
  • konzentriert, wenn Qualität gefragt ist
  • kontrolliert, wenn das langfristige Ziel wichtiger ist als der Moment

Der Wettkampf ist der Ort für den Leistungsvergleich.

Im Training zählt, ob du die richtige Arbeit zur richtigen Zeit erledigst.

Der nächste Schritt

Du möchtest dein Training gezielter steuern und vermeiden, dass jede Einheit unbewusst zum Wettkampf wird?

Auf Ad Extremum findest du weitere Informationen zu meinem individuellen Triathlon Coaching.

Zum persönlichen Triathlon Coaching

Passende Beiträge zum Thema

Weiterlesen

Mentaltraining im Triathlon

Die richtige Einstellung

Die richtige Einstellung im Triathlon: Training bei jedem Wetter

Das Wetter kannst du nicht kontrollieren – deine Vorbereitung und deine Reaktion darauf schon.

Mentaltraining im Triathlon

Triathlon ist ein Outdoor-Sport. Trotzdem beschäftigen sich viele Athleten schon Tage vor einer Trainingseinheit intensiv mit Wetterprognosen. Regenwahrscheinlichkeit, Windrichtung und Temperatur werden immer wieder kontrolliert, obwohl sich die Bedingungen bis zum Trainingsbeginn noch mehrfach verändern können.

Natürlich ist Planung sinnvoll. Doch Mentaltraining bedeutet auch, zu unterscheiden zwischen Dingen, die wir beeinflussen können, und Dingen, die wir akzeptieren müssen.

Mehr über mein Triathlon Coaching

Die Illusion der vollständigen Kontrolle

Moderne Technik vermittelt uns das Gefühl, beinahe alles planen und kontrollieren zu können. Apps, Regenradar und Wettermodelle helfen dabei, eine Trainingseinheit besser vorzubereiten. Eine Garantie liefern sie aber nicht.

Wind, Regen, Kälte oder ein plötzlicher Wetterwechsel gehören weiterhin zur Natur. Wer jede Einheit nur unter perfekten Bedingungen durchführen möchte, macht das eigene Training unnötig kompliziert.

Die bessere Frage lautet nicht:

Wird das Wetter perfekt?

Sondern:

Wie bereite ich mich sinnvoll auf die wahrscheinlichen Bedingungen vor?

Regen ist zunächst nur eine Trainingsbedingung

Nass zu werden macht einen gesunden Menschen nicht automatisch krank. Problematisch können vielmehr Auskühlung, ungeeignete Kleidung, lange Belastung oder eine bereits bestehende gesundheitliche Schwächung sein.

Für normales Regenwetter helfen meist einfache Maßnahmen:

  • passende Kleidung und gegebenenfalls Schutzbleche
  • Trainingsdauer und Intensität an die Bedingungen anpassen
  • nach der Einheit schnell trockene Kleidung anziehen

Auch ein Wettkampf kann bei Regen stattfinden. Deshalb kann es sinnvoll sein, Erfahrungen mit nasser Fahrbahn, eingeschränkter Sicht und passender Kleidung bereits im Training zu sammeln.

Training bei Hitze

Sicherheit geht immer vor

Die richtige Einstellung bedeutet nicht, bei jedem Wetter stur draußen zu trainieren.

Ein Training sollte verlegt, verändert oder abgebrochen werden bei:

  • Gewitter, Sturm oder Blitzeis
  • gefährlich rutschigen Straßen
  • schlechter Sicht oder anderen nicht kontrollierbaren Risiken

Auch eine technisch anspruchsvolle Gruppenausfahrt kann bei Nässe deutlich gefährlicher sein als eine lockere Soloeinheit. In solchen Situationen ist Indoortraining häufig die vernünftigere Lösung.

Mentale Stärke zeigt sich nicht darin, unnötige Risiken einzugehen. Sie zeigt sich darin, Bedingungen realistisch einzuschätzen.

Weniger grübeln, besser vorbereiten

Statt bereits mehrere Tage vorher ständig die Prognose zu prüfen, reicht meist ein einfacher Ablauf:

Etwa 30 bis 60 Minuten vor Trainingsbeginn kontrollierst du die aktuellen Bedingungen. Danach wählst du Kleidung, Strecke und Ausrüstung und passt bei Bedarf den Inhalt der Einheit an.

Dann beginnst du.

Diese Haltung spart mentale Energie. Du beschäftigst dich nicht länger mit Wetter, das vielleicht gar nicht eintritt, sondern konzentrierst dich auf eine konkrete Entscheidung.

Mentaltraining im Triathlon

Die richtige Einstellung heißt flexibel bleiben

„Mach es einfach“ bedeutet nicht, jeden Trainingsplan unverändert durchzuziehen.

Es bedeutet:

  • nicht nach Ausreden zu suchen
  • normale Unannehmlichkeiten zu akzeptieren
  • die Einheit vernünftig anzupassen
  • bei echten Gefahren eine Alternative zu wählen
  • anschließend nicht weiter über das Wetter zu diskutieren

Regen, Wind oder Kälte können eine zusätzliche Herausforderung sein. Sie dürfen aber weder unnötig dramatisiert noch leichtfertig unterschätzt werden.

Ein guter Athlet versucht nicht, das Wetter zu kontrollieren. Er lernt, unter unterschiedlichen Bedingungen kluge Entscheidungen zu treffen.

Training oder Wettkampf?

Fazit: Das Wetter entscheidet nicht über deine Einstellung

Du kannst nicht bestimmen, ob es am Trainingstag regnet oder windig ist.

Du kannst aber entscheiden:

  • wie gut du vorbereitet bist
  • welche Kleidung du verwendest
  • ob du Strecke und Intensität anpasst
  • ob die Bedingungen noch sicher sind
  • wie viel mentale Energie du dem Thema gibst

Triathlon findet nicht nur bei Sonnenschein statt.

Die richtige Einstellung besteht deshalb nicht darin, schlechtes Wetter zu lieben. Sie besteht darin, normale Bedingungen zu akzeptieren, vernünftig zu handeln und das Training ohne unnötiges Drama umzusetzen.

Mach es einfach – aber mach es sinnvoll.

Passende Beiträge zum Thema

Weiterlesen

Auch in TZriathlontraining ist Gruppendynamik wichtig

Mahalo es war schön!

MAHALO

Auch in TZriathlontraining ist Gruppendynamik wichtig

Ein Kapitel voller Erinnerungen!

Seit 2017 durfte ich als Sportlicher Leiter bei den Trainingscamps von Hannes Hawaii Tours wirken – gemeinsam mit einer unglaublich kompetenten und engagierten Crew, die mich stets unterstützt hat. Jährlich haben wir bis zu drei Camps mit bis zu 60 Teilnehmern organisiert – von klassischen Triathloncamps für alle Leistungsklassen über Endless Summer Camps bis hin zu Einsteiger-Schwimm- und Triathlon-Camps auf Fuerteventura und Mallorca.

Nun ist die Zeit gekommen, diese Zusammenarbeit – zumindest vorläufig – zu beenden. Dabei verlasse ich dieses Kapitel mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Weinend, weil es eine wunderbare Zeit war, geprägt von unvergesslichen Begegnungen und Erlebnissen. Ich bin unendlich dankbar für meine selbstlosen und kompetenten Helfer, Guides, sportlichen Mit-Leiter, Camp-Leiter sowie die Crew von Hannes Hawaii Tours. Ein großes DANKE geht auch an die hunderten Gäste, die ich über die Jahre kennenlernen und schätzen durfte – viele von ihnen sogar als „Wiederholungstäter“.

Lachend, weil dadurch neuer Raum und frische Energie entstehen. „We Care 4 U“ – dieses Motto haben wir mit unserem Team zu 100 % gelebt und umgesetzt. Es hat uns immense Freude bereitet, aber auch viel Kraft gekostet – Kraft, die ich nun gezielt meinen Athleten zugutekommen lassen kann.

Lachend auch, weil wir in den Camps innovative Konzepte verwirklichen konnten. Der Zusammenhalt war gigantisch: Gemeinsame große Tafeln zum Essen, Tapas- und Sangria-Abende, angeregte Gespräche in der Bar, fachsimpeln über Training – und natürlich ausgelassenes Tanzen und Karaoke-Singen. Der sportliche Input war ebenso entscheidend, mit Online-Vorbereitungskursen für das Kraulen (von dessen Theoriepart mindestens 95 % aller aktiven Triathleten profitieren!) sowie Trainings-Triathlons im wettkampfähnlichen Modus.

Und schließlich ein weiteres lachendes Auge, weil eines meiner Grundprinzipien lautet – ganz nach Henry Ford: *„If you always do what you always did, you will always get what you always got.“* Nach acht Jahren Hannes Hawaii Tours Camps ist es Zeit, weiterzugehen und neue Wege zu beschreiten.

Und natürlich „Creating Memories“ – auch das hinterlässt ein lachendes Auge, denn es beschreibt genau das, was nach acht wundervollen Jahren bleibt. Denn am Ende sind Erinnerungen das Wertvollste.

Mahalo! Es war eine großartige Zeit – und jetzt auf zu neuen Abenteuern!

Weiterlesen