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Rollenfahren, Ruderergometer und Bankdrücken

Wintertraining 2.

Herbst- und Wintertraining 2.

Abschalten vom Trainingsalltag (Teil 2.)

Wenn Ihnen zur Erreichung Ihres Saisonzieles, zum Beispiel das erfolgreiche Finishen einer Mitteldistanz im Juli, maximal zehn Stunden Training pro Woche zur Verfügung stehen, sollten Sie im November mit der langfristigen Vorbereitung beginnen. Damit sich Ihr Körper langsam an die steigenden Belastungen gewöhnt, erhöhen Sie jeden Monat den Trainingsaufwand pro Woche um eine Stunde. Während Sie im November „nur drei Stunden“ für Ihr Hobby aufwenden, sind Sie im Juni bei zehn Stunden angelangt.

Die obenstehenden Beispiele verdeutlichen die Unterschiede zwischen November und Juni. Einige von Ihnen werden jetzt den folgenden Einwand vortragen. „Ich trainiere nie weniger als sechs Stunden pro Woche. Einmal gehe ich mit meiner Frau gemeinsam in das Fitnessstudio, einmal schwimmen und einmal spiele ich Fußball mit der Altherrenmannschaft. Das sind bereits vier Stunden und ich habe das Gefühl, ich habe nichts gemacht. Mache ich etwas falsch oder muss ich unter Berücksichtigung der angestrebten Progressivität mein Training komplett ändern?“ Nein, sicherlich nicht. Mit Ausnahme der Entlastungswoche können Sie auch das ganze Jahr über zehn Stunden pro Woche trainieren und trotzdem eine Steigerung erzielen. Dieses erreichen Sie dann bei gleicher Stundenzahl durch Erhöhung der Belastungsintensität sowie durch die Umstellung vom allgemeinen Training zum Triathlon spezifischen Training.

In dem Fallbeispiel würde eine Trainingswoche im November dann folgendermaßen aussehen:

Wintertraining

Was sind jetzt, unter Berücksichtigung der einleitenden Gedanken die geeigneten Ersatz und Ergänzungstrainingsformen für die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen? Und wie baue ich diese optimal in das Training ein?

Schwimmen

Bei der Auftaktdisziplin eines jeden Triathlons handelt es sich um eine sehr vielseitige und abwechslungsreiche Sportart, die flexiblen und lernwilligen Athleten bei jeder Übungseinheit neue Wege und Möglichkeiten bietet.

Wie sieht es bei Ihnen mit Brust, Rücken oder gar Delfin aus?

Haben Sie schon einmal die Kombination aus Brust – Arme und Kraul – Beine oder Delfin – Arme und Brust – Beine ausprobiert?

Kennen Sie für die verschiedenen Lagen auch die dazugehörigen technischen Übungen?

Binden Sie neben den üblichen Paddles und Pull-Buoy auch Flossen und das Schwimmbrett ein?

Wissen Sie, dass bestimmte Übungen mit einem Trainingspartner doppelt Spaß bringen und ganz nebenbei die Körperstabilität fördern?

Beispiel gefällig? Der Vordermann schwimmt Kraul nur mit den Armen und der Hintermann hält sich in gestreckter Körperhaltung an den Füßen fest und führt lediglich den Kraulbeinschlag aus. Viele von Ihnen denken jetzt bestimmt, „Triathleten bewegen sich im Wettkampf am schnellsten im Kraulen fort. Was soll das also?“. Das Schwimmen der anderen Lagen und die dazugehörigen technischen Übungen schulen Ihr Gespür, die unterschiedlichen Bewegungsmuster (Gleit- und Zugphasen, An- und Entspannung der Muskulatur) zu fühlen. Dieses wiederum hilft Ihnen dabei, Ihren Kraulstil durch effektiven Einsatz von Armen, Beinen und Rumpf zu verbessern. Neben dem regelmäßigen Schwimmen, bei dem insbesondere die Anfänger ein Gefühl für das Wasser bekommen sollten, eignen sich in den ersten beiden Monaten des Trainingsaufbaus idealerweise die Sportarten als Ergänzung, bei denen auch der gesamte Oberkörper in die Bewegung einbezogen wird. Skiken, Nordic Walking, Rudern, Skitouren, Skilanglauf, Krafttraining, Klettern, Boxen und so weiter. Im Anschluss an diesen Zeitraum erhöht sich dann der Schwimmanteil am Gesamtprogramm und im Speziellen das Kraulschwimmen.

Anfänger Aufgepasst: Wenn du nicht erklären kann (also weißt) wie kraulen genau geht, wie solltest du es dann lernen? Ein Kraulkurs bietet hier Hilfe! Ich habe speziell für Kraulanfänger einen online Kraulkurs entworfen!

Logo Koyawa Kraulkurs für Einsteiger

LINK: Herbst-und Wintertraining: Abschalten vom Trainingsalltag (Teil I)
LINK: Herbst-und Wintertraining: Abschalten vom Trainingsalltag (Teil III)

Text: Bennie Lindberg, Triathlon Trainer, Triathlon Coach
Erschienen im: Tritime Magazin

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Alternative Sportarten zu Triathlon

Wintertraining 1.

Herbst- und Wintertraining 1.

Abschalten vom Trainingsalltag (Teil 1.)

Eine alte Regel besagt, dass gerade im Ausdauersport das Trainieren ohne Erholung (viel hilft viel) den menschlichen Organismus mehr belastet als diesen zu Höchstleistungen animiert. Idealerweise sollte einer harten Einheit ein lockerer Übungstag folgen, einem anstrengenden Trainingsblock eine Entlastungswoche.Viele von Ihnen haben sich mit diesen Grundregeln bestimmt schon einmal auseinandergesetzt beziehungsweise einiges darüber in der Fachliteratur gelesen. Aber wie steht es um die Planung der Erholungsphase am Ende einer langen Saison?

Eine Faustformel gibt es hierfür nicht. Auch hängt die Dauer nicht vom Alter des Athleten ab, sondern vielmehr davon,wie lange jemand bereits regelmäßig Sport treibt und wie intensiv die abgelaufene Saison war. Anfänger können ohne Probleme bereits nach zwei Wochen Pause mit den Vorbereitungen auf die neue Saison beginnen. Gerade bei dieser Gruppe von Athleten stimmt in aller Regel die Motivation, die gesteckten Ziele durch eine moderate Erhöhung der Umfänge zu erreichen.Gepaart mit einer qualitativen Anpassung der Inhalte sind auf diesem Wege Leistungssteigerungen vorprogrammiert. Triathleten und Duathleten mit mindestens fünf Jahren Erfahrung auf dem Buckel sollten sich schon bis zu vierWochen Pause gönnen. Wie bei den Anfängern bedeutet Pause nicht, gar nichts mehr zu tun. Bewegung und Sport nach Lust und Laune ist erlaubt, jedoch keinTraining. Alte Haudegen und Athleten, die schon über 8 Jahre dem Ausdauersport verfallen sind, sollten wirklich Abstand nehmen. Die meisten Menschen, die dieser Gruppe von Sportlern angehören, besitzen neben einer ausgebildeten Muskulatur ein stabiles und gut entwickeltes Herz-Kreislauf- System, das den schnellen Wiedereinstieg in das Training sicherstellt. Vier Wochen Pause, denen eine zweimonatige Wellness- und Aufbauphase folgt, sind keine Seltenheit. Das Abschalten vom Trainingsalltag steht imVordergrund, den strapazierten Körper physisch und mental wieder aufzubauen, neue Wege gehen und auch einmal Alternativsportarten ausprobieren. Olympioniken, die an mehreren Spielen erfolgreich teilgenommen haben, legten aus diesen Gründen zum Teil ganze Erholungsjahre ein.

Analyse der abgelaufenen Saison

Bevor Sie jedoch gut erholt und hochmotiviert wieder in das Training einsteigen und die neue Saison einläuten, empfehle ich Ihnen, die vergangenen Monate ausführlich zu analysieren. Dazu reicht eine ganz einfache Zusammenstellung Ihrer Aufzeichnungen. Datum, Soll-Stunden pro Woche, Ist-Stunden pro Woche sowie die Zwischensummen für die Monatswerte reichen dazu völlig aus. Beantworten Sie für sich die folgenden Fragen.

Habe ich die Anzahl von Stunden/Umfängen/Intensitäten absolviert wie geplant?

Wenn nicht, welche Gründe führten dazu und wie habe ich dem entgegengewirkt?

Habe ich mein Training im Februar anders gestaltet als im November?

Konnte ich meine Trainingsumfänge in den Monaten März, April und Mai kontinuierlich steigern oder war ich nach demTrainingslager im April körperlich und mental so ausgelaugt, dass ich den Mai zur Erholung benötigte?

War eine Progressivität in der Anzahl von Stunden/ Umfängen/ Intensitäten festzustellen?

Stand mir neben der Arbeit und dem Sport auch noch genügend Zeit für Familie, Freunde und weitere Hobbies zurVerfügung?

Musste ich auf lieb gewordene Dinge verzichten?

Aber was hat das alles mit Wintertraining zu tun? Eine ganze Menge. Denn erst, wenn ein Athlet weiß, wie viel Zeit ihm zur Verfügung steht, kann er sich (gemeinsam mit seinem Trainer) überlegen, wie sein Training verbessert werden kann! Hinzu kommt, dass im Rahmen der langfristigen Planung nicht nur eine Steigerung von Monat zu Monat zu erfolgen hat, sondern auch von Jahr zu Jahr.

LINK: Herbst-und Wintertraining: Abschalten vom Trainingsalltag (Teil II)
Herbst-und Wintertraining: Abschalten vom Trainingsalltag (Teil III)

Text: Bennie Lindberg, Triathlon Trainer, Triathlon Coach
Erschienen im: Tritime Magazin

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Bennie Linbergin harjottelupäiväkirja

Ein Blick in der Vergangenheit

Ein Blick in der Vergangenheit (Qualität und Umfang)

Das du nicht viel trainieren musst um hart zu trainieren zeigt eine Seite in mein Trainingstagebuch von 1992. (drei Wochen vor der Ironman in Neuseeland)

Ich habe die Wintermonate in Neuseeland mit mein Freund Pauli Kiuru verbracht. Ich glaube nicht dass wir viel härter hätte trainieren können, wahrscheinlich war es sogar für mich ein Tick zu hart.

Etwa 70% von der Training haben wir gemeinsam gemacht nur das Laufen hat jeder für sich alleine gemacht!

Das wir etwas richtig gemacht haben zeigt meine 5. Platz drei Wochen später in Ironman New Zeeland und in Sommer in Roth neue PB mit 8.23.

Rechts habe ich mein Gefühl aufgeschrieben und  unten übersetzt mit meine Kommentare von heute in Klammern.

Maanantai (Montag): 2 Std. 40 min.
Schwimmen + Zirkeltraining (= 50 Minuten immer jede Übung 20 Sek. Explosiv mit 40 Sek. Pause dazwischen) etwas zäh ich war müde
Laufen später OK (Mit die lokale Laufgruppe 3 x 10´ Sanddünen Interwalle, also hoch und runter)

Tiistai(Dienstag):  3 Std. 30 min.
Bergzeitfahren mit Pauli, ging gut aber er war 30 Sek. schneller
Das Laufen ging ganz gut (8 km in 27.53) aber ich konnte den Puls nicht hoch bekommen.

Keskiviikko (Mittwoch): 4 Std. 30 min.
(Ein Koppeltraining)
Schwimmen OK ( 3 x 1000m ohne Pause in 13.50-13.45-13.12) im Wasserschatten von Pauli mit Neo.
Radfahren ging wie der Teufel (2,5 Std. Schnitt 35,6 km/h Puls 110-120 ohne Windschatten)
Laufen war zäh, ich spürte gestern in den Beinen (kein Wunder!)

Torstai (Donnerstag): 1 Std. 45 min.
Schwimmen zäh (und später Krafttraining)

Perjantai (Freitag): 3 Std. 45 min.
Schwimmen OK! (2000 kr progressiv ohne Pause 1000m=13.59 + 1000m=13.31)
Radfahren ging sehr gut (90´= 38,2 Schnitt, Puls 130-140)
(Laufen am Nachmittag 90´= mit 4.03-04  min/km)

Lauantai (Samstag) 3 Std.
Schwimmen ging nicht! (aber 10 x 200 in 2.32-34 LOL)
(30´ Rad + Krafttraining am Nachmittag)

Sunnuntai (Sonntag) 3.Std. 30 min.
Radfahren ging ziemlich zäh. Es war schwierig den Puls hoch zu bekommen
(Total etwa 140 km davon 3 Std. mit ein Schnitt von 36,5 km/h)

Wochensaldo = 22 Std. 50 min.

Legende:
Pyörä = Radfahren
Uinti = Schwimmen
Juoksu = Laufen
Voimailu = Krafttraining
KP=Zirkeltraining

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Titelbild Trainingessentials

Wettkampfvorbereitung

Unmittelbare Wettkampfvorbereitung

Ein weiterer Artikel von den Triathlon Coach geschrieben für Tritime. Diesmal über die Zeit kurz vor den Hauptwettkampf:

Endlich steht der Sommer vor der Tür. Und da die ersten Saisonhighlights ebenfalls immer näher rücken, beschäftige ich mich im zweiten Teil meiner Coaching-Serie „Training Essentials“ mit der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung. Unabhängig von Ihrem Leistungsniveau mache ich Sie damit vertraut, wie Sie Ihre Form in den letzten vier bis acht Wochen vor Ihrem persönlichen Saisonhöhepunkt noch verbessern können.

Sollten Sie es aufgrund des ausgesprochen langen Winters nicht geschafft haben, in den vergangenen Monaten in ausreichend großen Umfängen zu trainieren, wird es jetzt höchste Zeit, damit anzufangen. Überlegen Sie sich aus diesem Grunde genau, ob ein Saisonhöhepunkt im Juni oder Juli wirklich Sinn macht. Halten Sie lieber nach Wettkämpfen im August oder Anfang September Ausschau, um Kilometer zu machen.

Olympische Distanz

Alle Kurzdistanzler, die trotz des langen kalten Winters in den vergangenen sechs Monaten aktiv waren, können jetzt die Früchte ernten. Bei der Kurzdistanz handelt es sich nicht nur um ein Ausdauerevent, auch das im Wettkampf angeschlagene Tempo kann ganz schön flott sein. Wie schnell Sie jedoch dabei unterwegs sein können, hängt in erster Linie von Ihrer anaeroben Schwelle ab. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um den Bereich, in dem Ihre Oberschenkel oder die Lunge anfangen zu brennen, wenn Sie versuchen, noch einen Tick schneller zu laufen oder zu fahren. Diese Grenze können Sie in sechs bis acht Wochen mit einem gezielten Training „nach oben verschieben“. Das damit einhergehende Training ist sehr kurz und extrem intensiv. Die Praxis hat gezeigt, dass auch im Triathlon nicht mehr als zwei hochintensive Trainingstage pro Woche sinnvoll erscheinen. Dies bedeutet, dass Sie an einem Tag mindestens zwei Sportarten miteinander kombinieren müssen. Am besten lassen sich hinsichtlich eines hochintensiven Trainings die Disziplinen Schwimmen und Radfahren miteinander kombinieren. Hochintensive Trainingseinheiten könnten folgendermaßen aussehen:

Schwimmen
Einschwimmen inklusive Technikschulung und einer nicht zu langen/intensiven Hauptserie. Zum Ende des Schwimmtrainings folgen 200, 100 und 50 Meter Kraulen mit maximaler Belastung. Zwischen den Distanzen haben Sie eine auf den ersten Blick recht lange Pause von drei bis fünf Minuten. Diesen Zeitraum benötigen Sie jedoch, um sich für das nächste Intervall hinreichend zu erholen. Dabei lohnt es sich, das Wasser zu verlassen und sich warmzuhalten. Nach spätestens vier Wochen spüren Sie eine deutliche Formverbesserung. Insbesondere fällt es Ihnen deutlich leichter, das hohe Tempo zu halten. Und nach dem Schwimmen nicht das Radintervall vergessen.

Radfahren
Auf den Zeitfahrad können Sie natürlich auch mehrere unterschiedlich lange Intervalle in Ihr Training einbinden, aber am einfachsten ist es, eine zehn Kilometer lange Strecke abzumessen, auf der Sie jede Woche einmal ein Zeitfahren absolvieren. Sie werden sehr schnell Ihre Fortschritte feststellen. Ganz wichtig dabei ist jedoch, dass sie wirklich jedes Mal so schnell fahren, wie es nur eben geht. Nur so ist diese Trainingsform wirklich effektiv. Nach vier bis sechs Wochen sind Sie in der Lage, diese Geschwindigkeit auf der Olympischen Distanz fast durchzufahren

Den kompletten Artikel kannst du hier unten Herunterladen.

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Titelbild Koppeltraining

Koppel und Wechseltraining

Koppel und Wechseltraining

Wechseltraining Triathlon in Fuerteventura

Hier ein Artikel das ich für den DTU Verbandszeitschrift Tritime geschrieben habe. Wechsel- und Koppel-Training ist ein elementarer Baustein für jeden Triathlon Trainer. Ich habe es immer in meine eigene  Triathlon Training eingebaut, ich baue es ein in der Training von meine Athleten ein und auch im Trainingslager z.B. von Hannes Hawaii Tours ist Wechsel- und Koppeltraining Standard. Triathlon ist also nicht drei Sportarten es ist ein Sportart der auch so trainiert werden muss aber mit drei unterschiedliche Teile.

Zeit für Veränderungen

Triathleten trainieren Schwimmen, Radfahren und Laufen. Meistens jedoch jede Sporart für sich voneinnder getrennt und an verschiedenen Tagen. Es ist jedoch ein Trugschluss, sich einzig und allein auf diese Art und Weise erfolgreich auf einen Wettkampf vorbereiten zu können. Denn Triathlon ist weitaus mehr, eine Sportart, bei der neben der allgemeinen körperlichen Fitness auch der Übergang von einer Disziplin zur nächsten dem Organismus einiges mehr abverlangt als zum Beispiel nur das Laufen. Und das nicht nur einmal, sondern gleich mehrfach. Dies ist ein kleiner, aber entscheidender Unterschied, der im Rahmen der Vorbereitung im täglichen Training berücksichtigt werden sollte. In den letzten Jahren haben sich neben den reinen Übungseinheiten der Einzeldisziplinen Koppeleinheiten und Wechseleinheiten etabliert. Was aber verbringt sich hinter diesen Begrifflichkeiten und was hat es damit auf sich? 

Beim Koppeltraining werden mindestens zwei Disziplinen miteinander kombiniert. Die zeitliche Pause zwischen den Einheiten sollten maximal 5 bis 10 Minuten andauern. Eine typische Koppeleinheit besteht beispielweise aus zwei Stunden Radfahren, gefolgt von einem einstündigen Dauerlauf. Zahlreiche Variationen bezüglich Dauer, Intensität und Trainingsinhalt – im Winter kann auch Schnee- und Eis-Sportarten integriert werden – bietet dem Athleten abwechslungsreiche Gestaltungsmöglichkeiten!

Den kompletten Artikel kannst du im PDF Format lesen wenn du den Link unten anklickst!

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High Intensity Intervall Training auf Strandboulkevard in Playitas mit Angela Lindberg

HIIT

HIIT im Triathlon: Wirkung, Training und Beispiele

Alter Schuh in neuem Gewand – oder unverzichtbarer Bestandteil eines modernen Triathlontrainings?

High Intensity Intervall Training auf Strandboulkevard in Playitas mit Angela Lindberg

High Intensity Interval Training, kurz HIIT, gehört heute zu den bekanntesten Trainingsformen im Ausdauersport.

Kurze oder längere intensive Belastungen wechseln sich dabei mit Erholungsphasen ab. Das Training ist anstrengend, vergleichsweise kompakt und kann deutliche Leistungsreize setzen.

Ganz neu ist diese Idee allerdings nicht.

Intervalltraining wurde bereits lange vor der Bezeichnung HIIT erfolgreich eingesetzt. Neu sind vor allem die wissenschaftliche Untersuchung verschiedener Belastungsformen, die genauere Steuerung und die große Zahl unterschiedlicher Protokolle.

Für Triathleten stellt sich deshalb nicht die Frage, ob intensives Intervalltraining grundsätzlich funktioniert.

Die entscheidenden Fragen lauten:

  • Welche Form von HIIT passt zu welchem Athleten?
  • Wie intensiv müssen die Intervalle wirklich sein?
  • Wie viel Erholung ist notwendig?
  • In welcher Trainingsphase ist HIIT sinnvoll?
  • Wie lässt es sich mit Grundlagentraining und langen Einheiten verbinden?

Mehr über mein Triathlon Coaching

Was ist HIIT?

HIIT steht für High Intensity Interval Training.

Dabei wechseln sich intensive Belastungsabschnitte mit aktiven oder passiven Erholungsphasen ab. Die Länge der Intervalle kann je nach Trainingsziel stark variieren.

Möglich sind beispielsweise:

  • kurze Intervalle von 20 bis 60 Sekunden
  • mittellange Belastungen von ein bis drei Minuten
  • längere Intervalle von vier bis sechs Minuten
  • wiederholte Belastungen knapp unter oder nahe der maximalen Sauerstoffaufnahme

HIIT ist deshalb keine einzelne Trainingsmethode mit einem festgelegten Verhältnis von Belastung und Pause.

Es ist vielmehr ein Oberbegriff für verschiedene Intervallformen, bei denen die Belastung hoch genug ist, um gezielt starke Reize auf das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel und die arbeitende Muskulatur zu setzen.

Welche Variante sinnvoll ist, hängt unter anderem ab von:

  • Sportart
  • Trainingszustand
  • Wettkampfdistanz
  • Trainingsphase
  • Ziel der Einheit
  • Erfahrung des Athleten
  • verfügbarer Erholungszeit

Aktuelle sportwissenschaftliche Arbeiten betonen genau diese Variabilität: HIIT lässt sich nicht auf ein einziges „optimales“ Protokoll reduzieren. Intensität, Intervalldauer und Pausen müssen als zusammenhängendes System betrachtet werden.

HIIT, HIT und Sprint Interval Training sind nicht dasselbe

Die Begriffe werden im Sport nicht immer einheitlich verwendet.

HIT bedeutet zunächst nur High Intensity Training. Im Krafttraining wird der Begriff häufig für ein sehr intensives Krafttrainingssystem mit wenigen, stark ausbelastenden Sätzen verwendet. Im Ausdauersport kann HIT aber auch allgemein als Abkürzung für hochintensives Training verwendet werden.

HIIT bezeichnet ein Intervalltraining mit hoher Intensität und wiederkehrenden Erholungsphasen.

Sprint Interval Training, kurz SIT, ist eine besonders intensive Variante. Hier werden meist sehr kurze Belastungen mit maximalem oder sogar supramaximalem Einsatz absolviert.

Der Unterschied liegt also nicht nur in der Dauer, sondern vor allem in der Intensität.

Bei klassischem HIIT soll der Athlet eine hohe Leistung über mehrere Wiederholungen möglichst stabil halten. Beim Sprinttraining geht es stärker um maximale Leistung, Beschleunigung und anaerobe Kapazität.

Für einen Triathleten können beide Trainingsformen sinnvoll sein. Sie erfüllen jedoch unterschiedliche Aufgaben und sollten nicht beliebig gegeneinander ausgetauscht werden.

Eine aktuelle Metaanalyse deutet darauf hin, dass längere HIIT-Intervalle für die Entwicklung der aeroben Leistungsfähigkeit Vorteile gegenüber sehr kurzen Sprintintervallen haben können. Die Qualität der zugrunde liegenden Evidenz ist allerdings nicht bei allen untersuchten Ergebnissen hoch.

Was bewirkt HIIT?

Richtig eingesetzt kann HIIT verschiedene Bereiche der Leistungsfähigkeit verbessern.

Dazu gehören insbesondere:

  • maximale Sauerstoffaufnahme
  • maximale aerobe Leistung
  • Leistungsfähigkeit im Bereich hoher Intensitäten
  • Belastungsverträglichkeit
  • Geschwindigkeit und Leistung bei kurzen Wettkampfformen
  • Fähigkeit, sich zwischen intensiven Belastungen zu erholen

HIIT kann sowohl aerobe als auch anaerobe Anpassungen auslösen. Welche Anpassung überwiegt, hängt vom konkreten Protokoll ab.

Sehr kurze maximale Belastungen beanspruchen das anaerobe System besonders stark. Längere Intervalle von mehreren Minuten führen dagegen zu einer längeren Beanspruchung im Bereich einer hohen Sauerstoffaufnahme.

Überblicksarbeiten zeigen, dass HIIT die kardiorespiratorische Leistungsfähigkeit bei unterschiedlichen Personengruppen verbessern kann. Auch bei bereits trainierten Athleten sind Leistungssteigerungen möglich, wobei die Effekte naturgemäß kleiner und individueller ausfallen können als bei Untrainierten.

Das Tabata-Training: vier Minuten, aber kein Wundermittel

Eine der bekanntesten Varianten ist das sogenannte Tabata-Training.

Die ursprüngliche Untersuchung aus dem Jahr 1996 verglich ein moderates Ausdauertraining mit einem hochintensiven Intervallprogramm. Das intensive Protokoll bestand aus wiederholten 20-Sekunden-Belastungen mit nur zehn Sekunden Pause.

Die Studie wurde häufig vereinfacht mit der Aussage wiedergegeben, vier Minuten Tabata-Training seien genauso wirksam wie eine Stunde Ausdauertraining.

So einfach ist es nicht.

Die Athleten absolvierten zusätzlich ein Aufwärmprogramm, trainierten mehrmals pro Woche und waren während der Belastungen extrem gefordert. Außerdem wurden bestimmte aerobe und anaerobe Messgrößen untersucht – nicht sämtliche Anpassungen, die für einen Triathleten wichtig sind.

Die Studie zeigte, dass ein sehr intensives Intervallprogramm sowohl aerobe als auch anaerobe Anpassungen auslösen kann. Sie zeigte jedoch nicht, dass vier Minuten Training ein vollständiges Ausdauertraining oder den langfristigen Aufbau für einen Triathlon ersetzen.

Für gut trainierte Triathleten kann ein Tabata-ähnliches Protokoll ein gezielter Reiz sein. Es ist aber nicht automatisch die beste HIIT-Variante für jede Trainingsphase und jede Wettkampfdistanz.

HIIT bedeutet nicht immer Vollgas

Bei Sprintintervallen kann tatsächlich ein maximaler Einsatz verlangt werden. Bei längeren HIIT-Intervallen wäre völliges Vollgas in der ersten Wiederholung meistens kontraproduktiv.

Das Ziel besteht vielmehr darin, über alle Intervalle eine hohe und möglichst stabile Qualität zu erreichen.

Ein Beispiel:

Wer fünfmal vier Minuten trainiert, sollte die erste Belastung nicht so schnell beginnen, dass die Leistung anschließend stark einbricht. Die letzte Wiederholung darf sehr hart sein. Trotzdem sollte die Einheit kontrolliert bleiben.

Je nach Intervallform kann die Intensität gesteuert werden über:

  • Leistung in Watt
  • Laufgeschwindigkeit
  • Schwimmtempo
  • Herzfrequenz mit zeitlicher Verzögerung
  • subjektives Belastungsempfinden
  • Geschwindigkeit oder Leistung im Verhältnis zur Wettkampfleistung

Hart bedeutet nicht automatisch unkontrolliert.

Ein gutes HIIT ist so intensiv wie nötig, aber so kontrolliert, dass das geplante Trainingsziel erreicht wird.

Warum kurze und längere HIIT-Intervalle unterschiedlich wirken

Ein Intervall von 20 Sekunden stellt andere Anforderungen als eine Belastung von fünf Minuten.

Kurze Intervalle

Kurze Belastungen von etwa 15 bis 60 Sekunden können geeignet sein für:

  • Beschleunigung
  • neuromuskuläre Aktivierung
  • anaerobe Leistungsfähigkeit
  • hohe Leistungsspitzen
  • Rekrutierung zusätzlicher Muskelfasern
  • Abwechslung im Training

Je kürzer das Intervall ist, desto höher kann in der Regel die Leistung sein.

Mittellange Intervalle

Belastungen von etwa ein bis drei Minuten verbinden hohe aerobe und anaerobe Anforderungen.

Sie können unter anderem eingesetzt werden für:

  • Entwicklung der maximalen aeroben Leistung
  • Verbesserung der Belastungsverträglichkeit
  • Vorbereitung auf kurze Wettkampfformen
  • gezielte intensive Trainingsblöcke

Längere Intervalle

Intervalle von vier bis sechs Minuten ermöglichen es, relativ viel Zeit bei einer hohen Sauerstoffaufnahme zu verbringen.

Sie eignen sich besonders zur Entwicklung von:

  • VO₂max
  • aerober Leistungsfähigkeit
  • Tempoausdauer
  • kontrollierter Leistung nahe der maximalen aeroben Belastung

Welche Form die beste ist, lässt sich nicht allgemein beantworten. Selbst bei sehr gut trainierten Athleten hängt die Wirkung von Intervalllänge, Erholung, Trainingsphase und sportartspezifischer Umsetzung ab.

HIIT ist Intervalltraining – aber nicht jedes Intervalltraining ist HIIT

Intervalltraining existierte lange vor dem Begriff HIIT.

Der deutsche Leichtathletiktrainer Woldemar Gerschler entwickelte bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts systematische Formen des Intervalltrainings.

Auch Emil Zátopek wurde für seine enormen Wiederholungszahlen bekannt. Arthur Lydiard kombinierte dagegen zunächst umfangreiches Grundlagentraining mit späteren intensiven und wettkampfspezifischen Phasen.

Diese historischen Beispiele zeigen:

Die Grundidee, Belastung und Erholung systematisch abzuwechseln, ist nicht neu.

Neu sind heute vor allem:

  • genauere physiologische Messungen
  • bessere Belastungssteuerung
  • Leistungsmesser und Trainingsplattformen
  • differenziertere Intervallprotokolle
  • bessere Kenntnisse über Regeneration
  • individuellere Periodisierung

Auch ich habe bereits Ende der 1980er-Jahre Schwimmeinheiten absolviert, die heute vermutlich als hochintensives Intervalltraining bezeichnet würden.

Ein Beispiel war:

  • 100 Meter Kraul maximal
  • fünf Minuten Pause
  • 75 Meter Kraul maximal
  • fünf Minuten Pause
  • 50 Meter Kraul maximal

Damals nannten wir das nicht HIIT, sondern Laktattoleranztraining.

Der Name hat sich verändert. Der starke Trainingsreiz ist geblieben.

Was ist am modernen HIIT wirklich neu?

Die wichtigste moderne Erkenntnis ist nicht, dass ein paar Minuten Training sämtliche langen Einheiten ersetzen.

Interessant ist vielmehr, wie viel Wirkung ein relativ kleiner Umfang an gezieltem intensivem Training entfalten kann.

Ein Athlet muss also nicht ständig hart trainieren.

Oft reichen wenige sorgfältig platzierte intensive Einheiten, um einen zusätzlichen Leistungsreiz zu setzen.

Das bedeutet aber auch:

Je intensiver eine Einheit ist, desto weniger Umfang wird innerhalb dieser Einheit benötigt.

Und:

Je intensiver das Training ist, desto wichtiger werden Vorbereitung und Erholung.

HIIT ist deshalb kein Mittel, mit dem beliebig viele harte Belastungen in eine Woche gepackt werden sollten.

Es ist ein hochwirksames Werkzeug, das dosiert eingesetzt werden muss.

Warum HIIT das Grundlagentraining nicht ersetzt

Viele HIIT-Studien dauern nur wenige Wochen. Oft werden Personen untersucht, deren bisheriges Trainingsniveau und Trainingsvolumen deutlich unter dem eines erfahrenen Triathleten liegen.

Bei wenig trainierten Personen kann ein neuer intensiver Reiz schnell zu großen messbaren Verbesserungen führen.

Ein erfahrener Langdistanzathlet braucht jedoch zusätzlich Anpassungen, die sich nicht durch kurze HIIT-Einheiten ersetzen lassen.

Dazu gehören:

  • muskuläre Ermüdungsresistenz
  • stabile Technik über mehrere Stunden
  • Fettstoffwechsel
  • Verpflegungsstrategie
  • Belastbarkeit des Bewegungsapparates
  • aerobe Effizienz
  • Sitzposition und Komfort auf dem Rad
  • Pacing über lange Zeiträume
  • mentale Ausdauer

HIIT kann die obere Leistungsgrenze anheben.

Lange und lockere Einheiten helfen dem Athleten dagegen, einen möglichst großen Anteil seiner Leistungsfähigkeit über viele Stunden nutzbar zu machen.

Für Triathleten sind beide Bereiche wichtig.

Eine Ente wird nicht sofort zum Ferrari

Ein bereits ausreichend trainierter Körper kann durch eine gezielte Phase mit intensiven Intervallen relativ schnell einen neuen Impuls erhalten.

Das funktioniert jedoch nur, wenn die Grundlage vorhanden ist.

Ohne ausreichende Belastbarkeit können die zusätzlichen PS schnell zu Problemen führen:

  • muskuläre Beschwerden
  • Sehnenreizungen
  • außergewöhnliche Müdigkeit
  • nachlassende Trainingsqualität
  • Motivationsverlust
  • Verletzungen

HIIT verstärkt nicht nur die gewünschte Trainingswirkung. Es verstärkt auch Fehler in der Trainingssteuerung.

Für welche Triathleten eignet sich HIIT?

HIIT kann grundsätzlich für verschiedene Leistungsniveaus sinnvoll sein. Die Ausführung muss aber angepasst werden.

Einsteiger

Einsteiger benötigen nicht sofort maximale Sprintintervalle.

Bereits kurze, kontrollierte Abschnitte oberhalb des normalen Dauertrainingstempos können einen ausreichenden Reiz darstellen.

Wichtiger sind zunächst:

  • regelmäßiges Training
  • saubere Technik
  • stabile Grundlagenausdauer
  • langsamer Belastungsaufbau
  • ausreichende Erholung

Erfahrene Age-Grouper

Für erfahrene Athleten kann HIIT helfen:

  • ein Leistungsplateau zu überwinden
  • trotz begrenztem Zeitbudget gezielte Reize zu setzen
  • VO₂max und maximale aerobe Leistung zu entwickeln
  • Abwechslung in das Training zu bringen
  • sich auf kurze und intensive Wettkämpfe vorzubereiten

Leistungsorientierte Athleten

Bei sehr gut trainierten Athleten muss HIIT besonders präzise geplant werden.

Da bereits ein hohes Trainingsniveau besteht, sind die möglichen zusätzlichen Fortschritte kleiner. Gleichzeitig können schlecht platzierte intensive Einheiten die Qualität des übrigen Trainings beeinträchtigen.

Metaanalysen zeigen zwar mögliche Vorteile bei gut und sehr gut trainierten Athleten, aber die Reaktion bleibt individuell. Besonders wichtig ist daher die Einbindung in das bestehende Training statt eines isolierten „Mehr ist besser“-Ansatzes.

Wann sollte HIIT vorsichtig eingesetzt werden?

HIIT ist eine hohe körperliche Belastung.

Vorsicht ist insbesondere angebracht:

  • nach längeren Trainingspausen
  • bei akuten Schmerzen oder Verletzungen
  • während oder unmittelbar nach einem Infekt
  • bei außergewöhnlicher Erschöpfung
  • bei unklaren Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • nach einer deutlichen Steigerung des übrigen Trainings
  • bei fehlender technischer Stabilität
  • wenn mehrere andere harte Einheiten geplant sind

Bei gesundheitlichen Risiken oder ungeklärten Beschwerden sollte vor hochintensivem Training eine medizinische Abklärung erfolgen.

Auch ein gesunder Athlet sollte HIIT nicht unvorbereitet beginnen.

Je höher die Geschwindigkeit und Leistung, desto wichtiger sind:

  • gutes Aufwärmen
  • saubere Bewegungsausführung
  • sportartspezifische Vorbereitung
  • ausreichende Erholung
  • schrittweise Steigerung

Wie oft sollte ein Triathlet HIIT trainieren?

Für viele Age-Grouper genügt zunächst eine echte HIIT-Einheit pro Woche. In einem gezielten Trainingsblock können vorübergehend zwei Einheiten sinnvoll sein.

Dabei muss allerdings das gesamte Training betrachtet werden.

Ein hartes Radtraining, ein intensiver Tempolauf und eine anspruchsvolle Schwimmeinheit können zusammen bereits drei intensive Belastungen darstellen – auch wenn nur eine davon ausdrücklich HIIT genannt wird.

Wichtiger als die Bezeichnung ist deshalb die Gesamtbelastung der Woche.

Ein Coach sollte prüfen:

  • Wie viele harte Reize gibt es bereits?
  • Welche Disziplin hat Priorität?
  • Wie erholt sich der Athlet?
  • Wie hoch ist die berufliche und familiäre Belastung?
  • Welche Wettkampfdistanz wird vorbereitet?
  • In welcher Trainingsphase befindet sich der Athlet?

individuelle Trainingsplanung

Beispiel für ein Lauf-HIIT

Eine mögliche Einheit für einen vorbereiteten und beschwerdefreien Athleten könnte so aussehen:

Aufwärmen

  • 15 bis 20 Minuten lockeres Laufen
  • Mobilisation
  • drei bis vier kurze Steigerungsläufe

Hauptteil

  • vier- bis sechsmal drei Minuten zügig bis sehr hart
  • jeweils zwei bis drei Minuten lockeres Traben

Auslaufen

  • 10 bis 15 Minuten sehr locker

Die Intensität sollte so gewählt werden, dass das Tempo über alle Wiederholungen weitgehend stabil bleibt.

Ein deutliches Einbrechen nach der ersten oder zweiten Wiederholung spricht meist dafür, dass der Athlet zu schnell begonnen hat.

Für erfahrene Läufer sind auch längere Intervalle möglich. Bei weniger belastbaren Athleten kann der Hauptteil zunächst deutlich kürzer sein.

Beispiel für ein Rad-HIIT

Auf dem Rad lässt sich HIIT besonders gut über Leistung steuern.

Eine mögliche Einheit:

Aufwärmen

  • 20 Minuten locker
  • einige kurze Steigerungen

Hauptteil

  • fünfmal vier Minuten mit hoher, kontrollierter Leistung
  • jeweils vier Minuten sehr locker fahren

Ausfahren

  • 10 bis 20 Minuten locker

Die letzte Belastung darf sehr schwer sein. Trotzdem sollte der Athlet die geplante Leistung technisch sauber halten können.

Ein Vorteil des Radfahrens besteht darin, dass hohe Herz-Kreislauf-Belastungen häufig mit einem geringeren orthopädischen Risiko als beim maximalen Lauftraining verbunden sind.

Beispiel für ein Schwimm-HIIT

Beim Schwimmen darf die Technik nicht vollständig auseinanderfallen.

Eine mögliche Serie:

  • gründliches Einschwimmen
  • Technikübungen
  • zwölfmal 50 Meter schnell
  • ausreichende Pause, damit die Schwimmtechnik kontrolliert bleibt
  • lockeres Ausschwimmen

Alternativ können längere Intervalle eingesetzt werden, beispielsweise:

  • sechsmal 100 Meter zügig bis sehr hart
  • mit individuell angepasster Pause

Im Wasser ist nicht nur die Belastung wichtig. Entscheidend ist auch, ob Wasserlage, Zuglänge und Bewegungsrhythmus unter hoher Intensität erhalten bleiben.

Schlechtes Sprinten trainiert sonst vor allem eine schlechte Technik bei hoher Geschwindigkeit.

Die häufigsten Fehler beim HIIT

HIIT funktioniert nicht automatisch, nur weil das Training sehr anstrengend ist.

Typische Fehler sind:

  • zu viele intensive Einheiten
  • jedes Intervall maximal beginnen
  • unzureichendes Aufwärmen
  • zu kurze Erholung zwischen den Trainingstagen
  • schlechte Technik akzeptieren
  • Schmerzen ignorieren
  • HIIT zusätzlich auf einen bereits vollen Trainingsplan setzen
  • jede Disziplin gleichzeitig intensiv trainieren
  • Grundlagentraining vernachlässigen
  • Trainingspläne aus Studien ungeprüft übernehmen

Besonders problematisch ist es, HIIT einfach als Zusatz zu betrachten.

Wer eine intensive Einheit ergänzt, muss häufig an anderer Stelle Belastung reduzieren.

Qualität steht vor Quantität

Bei HIIT zählt nicht, wie viele Intervalle irgendwie überstanden werden.

Entscheidend ist, ob der geplante Reiz mit ausreichender Qualität gesetzt wurde.

Eine gute HIIT-Einheit endet nicht zwingend erst dann, wenn der Athlet vollkommen erschöpft ist.

Sie endet dann, wenn:

  • das Ziel erreicht wurde
  • die Leistung deutlich abzufallen beginnt
  • die Technik nicht mehr stabil bleibt
  • die geplante Belastungszeit absolviert ist
  • ein weiteres Intervall keinen zusätzlichen sinnvollen Nutzen mehr verspricht

Mehr ist auch beim HIIT nicht automatisch besser.

Mehr ist nicht automatisch besser

Fazit: HIIT ist ein starkes Werkzeug, aber kein vollständiges Trainingssystem

HIIT ist keine völlig neue Erfindung.

Intensives Intervalltraining gehört seit Jahrzehnten zum Ausdauersport. Moderne Forschung hat jedoch unser Verständnis dafür verbessert, wie unterschiedlich Intervalldauer, Intensität und Erholung wirken können.

Richtig eingesetzt kann HIIT:

  • die aerobe Leistungsfähigkeit verbessern
  • neue Trainingsreize setzen
  • trotz begrenzter Zeit wirksam sein
  • Geschwindigkeit und Belastungsverträglichkeit entwickeln
  • Abwechslung in das Training bringen
  • ein Leistungsplateau überwinden helfen

HIIT ersetzt aber weder das Grundlagentraining noch die spezifische Vorbereitung auf eine Mittel- oder Langdistanz.

Die Kunst liegt in der Kombination:

  • locker genug, um sich zu entwickeln
  • hart genug, um neue Reize zu setzen
  • spezifisch genug für das Wettkampfziel
  • individuell genug für den jeweiligen Athleten

Ein Triathlet, der schneller werden möchte, sollte hohe Intensitäten nicht grundsätzlich vermeiden.

Er sollte sie aber gezielt, vorbereitet und sinnvoll dosiert einsetzen.

In diesem Sinne:

Let’s HIIT the road – aber mit Plan.

Der nächste Schritt

Du möchtest HIIT sinnvoll in dein Training integrieren, ohne Grundlage, Regeneration und Wettkampfanforderungen aus den Augen zu verlieren?

Auf Ad Extremum findest du weitere Informationen zu meinem individuellen Triathlon Coaching und zu persönlich erstellten Trainingsplänen.

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Neue Reize im Frühling

Training Essentials – Neue Reize im Frühling

Das ich in Finnland meine Triathlon Karriere angefangen habe, hat mich später geholfen als Triathlon Coach sinnvolle und abwechslungsreiche Wintertrainingseinheiten zusammen zustellen! Hier ein Artikel das ich für Tritime geschrieben habe.

Damit Sie von Jahr zu Jahr Ihre Leistungsfähigkeit erhöhen und Ihre Resultate verbessern, ist es nicht nur wichtig, Ihre Umfänge zu steigern, sondern auch Akzente hinsichtlich der Qualität Ihres Trainings und den damit einhergehenden Reizen für Ihren Organismus zu setzen. In der neuen Coaching-Serie „Training Essentials“ mache ich Sie mit einigen Ansätzen vertraut, die sich passend zur Jahreszeit, unabhängig vom Leistungsniveau und der angestrebten Distanz problemlos in jedes Trainingsprogramm einbauen lassen.

Laufen

Lange Laufeinheiten stehen besonders im Winter und zu Beginn des Frühjahrs an erster Stelle unter den wichtigen Trainingseinheiten eines Triathleten. Aber ein langer Dauerlauf, der immer gleich lang ist und im selben Tempo abgespult wird, bringt unterm Strich letztendlich nur sehr wenig. Steuern Sie stattdessen die Intensität Ihrer Laufeinheit nach Puls und laufen Sie progressiv. Dabei sollten Sie nicht zu zimperlich vorgehen. Haben Sie keine Angst davor, ein auf den ersten Blick zu flottes Tempo anzuschlagen. Teilen Sie sich den langen Lauf dabei so ein, dass Sie in der zweiten Hälfte circa fünf bis zehn Pulsschläge pro Minute höher liegen. Zu Beginn eines Trainingsjahres mag sich dieser Lauf, obwohl das Tempo nicht besonders hoch ist, sehr hart anfühlen. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie sich anschließend wie ein auf dem Rücken liegender Maikäfer fühlen und auf der Couch einschlafen. Aber mit steigenden Umfänge und Intensitäten werden Sie immer fitter. Spätestens im Mai/Juni sind Sie bereits 30–45 Sekunden pro Kilometer schneller. Und fünfzehn Minuten nach Beendigung des Trainings haben Sie das Gefühl, als hätten Sie überhaupt nicht trainiert. Damit auch diese Trainingsform nicht zur Routine wird, peppen Sie den Lauf durch drei bis vier kurze Sprints von bis zu 100 Metern auf. Gehen Sie dazwischen gemütlich 40 bis 60 Sekunden, um den Puls zu stabilisieren. Bauen Sie diese
Belastung in der Mitte des Laufes und/oder am Ende eines abwechslungsreichen Trainings ein.

Radfahren

Trotzen Sie den ungemütlichen Witterungsbedingungen und versuchen Sie, wenigstens einmal pro Woche deutlich länger Fahrrad zu fahren, als Ihre umfangreichste Laufeinheit dauert. Folgendes hat sich in den letzten Jahren bei den von mir betreuten Athleten als erfolgreich herausgestellt: Bis Mitte März ist es ziemlich egal, welche der folgenden Sportarten Sie im Rahmen dieser langen Trainingseinheit ausüben: Skifahren (Alpin, Langlauf, Tourengehen), Skiken, Mountainbike oder Crossrad beziehungsweise auf der Rolle oder Ergometer. Dabei können Sie auch die einzelnen Sportarten miteinander kombinieren. Wenn Sie dann doch lieber das Rad bevorzugen, achten Sie dabei auf eine hohe und flüssige Trittfrequenz. Spätestens Mitte März ist jedoch Schluss mit lockerem Kurbeln. Jetzt heißt es, Druck auf die Pedale zu bringen. Ähnlich wie beim langen Lauf empfiehlt es sich auch hier, die Trainingseinheit mit steigender Intensität zu bestreiten. Bauen Sie auch beim Radfahren in der Mitte oder am Ende des Trainings drei Sprints über je einen Kilometer ein, jeweils mit einer zweiminütigen Entlastungsphase dazwischen. Je nach angestrebter Distanz werden Ihre Radeinheiten schnell zwischen drei und fünf bis sechs Stunden umfassen. Der Unterschied zwischen Kurzdistanz und Langdistanz liegt jedoch nicht nur in die Länge der Ausfahrt, sondern auch in der Trittfrequenz. Langdistanzler sollten eher mit
einer Trittfrequenz von 80–90 unterwegs sein, während die Kurzdistanzler zehn Umdrehungen pro Minute mehr anstreben sollten.

Unten kannst Du den ganzen Artikel herunterladen und lesen.

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Titelbild Coaching

Tritime: Coaching einmal anders

Coaching – einmal anders

Abseits von Grundlagenausdauer und Pulsfrequenzen

Coaching verbinden die meistenAthleten sofort mit Zeitvorgaben,Herzfrequenzen,Laktatwerten,Wattzahlen,
Intervallen und so weiter.Auch wenn diese Daten für ein individuellesTraining von großer Bedeutung
sind, vergessen viele Sportler, dass das Gebilde Trainingslehre sehr komplex ist und aus einer Vielzahl
von Bausteinen besteht.

Laufen in den Bergen von Playitas, Hannes Hawaii Tours

Was verstehen wir unter Coaching? Ganz einfach: Wie erreiche ich am besten meine Ziele? Aber: Was ist mein Ziel? Möchte ich schneller werden oder einfach nur meinen allgemeinen Gesundheitszustand verbessern? Steht der Spaß an der Bewegung an erster Stelle oder möchte ich mein persönliches Leistungspotential unter Berücksichtigung meines Lebenswandels, soweit es geht, voll ausschöpfen? Jeder Athlet definiert seine ganz persönlichen Ziele. Darüber hinaus
unterscheiden sich die Sportler auch durch die Bereitschaft, bisherige Grenzen zu durchbrechen, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Neben dem täglichen Training sollten die Ausdauersportler bei ihren Planungen die folgenden Faktoren berücksichtigen:

  • Zeitbudget
  • finanzielle Möglichkeiten
  • Wissen
  • Erfahrung
  • Umgebung
  • Umsetzung

Zeitbudget
Eine Woche besteht aus sieben Kalendertagen mit jeweils 24 Stunden. Dieses ist gleichzusetzen mit 168 Stunden für das individuelle Lebensmanagement. In aller Regel müssen davon drei große Zeit Blöcke abgezogen werden. Circa 50 Stunden für die Arbeit. 14 Stunden für Zubereitung und zum Einnehmen der Mahlzeiten sowie mindestens 49 Stunden Schlaf. Verbleiben 55 Stunden für die Familie, Freunde, Hobbies, Sport, Einkaufen, Körperpflege, kulturelle Aktivitäten oder auch einfach nur nichts tun. Das entspricht acht Stunden. Täglich. Urlaub und Feiertage nicht inbegriffen. Auf den ersten Blick erscheint diese Zahl sehr hoch. Verschieben sich jedoch ein oder mehrere der oben aufgeführten großen Zeit Blöcke, ändern sich auch die restlichen Zeit Budgets. Aus der rein sportlichen Brille ist das Hauptziel des Coachings ziemlich einfach. Wie kann der Athlet die zur Verfügung stehende Zeit optimal nutzen beziehungsweise welche Möglichkeiten existieren, an der einen oder anderen Stelle des Alltages mehr Zeit für den Sport herauszuholen? Da das Leben aber nicht nur aus Arbeit, Sport und Schlafen besteht, sollten diese in einem gesunden Verhältnis zu den persönlichen Lebenszielen stehen. Dies kann insbesondere dann, wenn das Training vor einem wichtigen Wettkampf nicht leiden soll, erhebliche Auswirkungen auf das Seelenleben haben. Aus einem 90-minütigen Schwimmtraining werden inklusive Wegezeiten und Small-Talk häufig drei Stunden. Regeneration und Lustlosigkeit für weitere anschließende Aktivitäten nicht inbegriffen. Verzichtet der Athlet auf die notwendige Regeneration, bedeutet dies Stress für den Körper und macht uns schwächer statt stärker. Viele von uns erinnern sich bestimmt daran, wie wir uns mit dem Einstieg ins Berufsleben nach einem Acht-Stunden-Tag ausgelaugt gefühlt haben. Und das (in aller Regel) ohne körperliche Schwerstarbeit. Kommt am Arbeitsplatz oder in der Beziehung noch mentaler Stress hinzu, so verändert sich das Verhältnis von Training und Regeneration zusätzlich noch zu Lasten des Athleten. Glücklich können sich diejenigen schätzen, die den Weg zur Arbeit oder längere Pausen in das tägliche Training einbinden. Sie nutzen die klassischen unproduktiven Verteilzeiten für ihre Wettkampfvorbereitung. Eine weitere Form der Zeit Optimierung ist das ganz frühe oder späte trainieren. Gerade am Morgen ist der Sportler noch Herr der Lage…

Hier unten kannst du den kompletten Artikel weiterlesen.

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Zufriedene Sportler

Saisonziel erreicht: Und jetzt?

Saisonziel erreicht: Und jetzt?

Bennie Lindberg, radfahren im Wiegetritt

Text: Bennie Lindberg, Triathlon Trainer, Triathlon Coach
Erschinen in: Tritime Magazin

Nach dem erfolgreichen Überqueren der Ziellinie in einem Langdistanz-Triathlon fahren die Gedanken insbesondere bei den Rookies Achterbahn: Kommentieren viele Sportler wenige Minuten später im Athletes Garden Vorbereitungsphase und Wettkampf selbst mit einem „nie wieder tu ich mir so etwas an“, ändert sich das Stimmungsbild bereits eine halbe Stunde später in ein „na ja, so schlimm war es dann ja doch nicht“. Nach einer heißen Dusche belohnt das Rennen schon für alle Entbehrungen der vergangenen Monate. Und nach der Massage wird bereits am Finisher-Buffet über harte Zweikämpfe und beeindruckende Erlebnisse während des Rennens gefachsimpelt. Mit den Gedanken an die nächste Challenge oder den nächsten Ironman fallen dann die meisten spätabends todmüde ins Bett. Eines haben jedoch alle Langdistanz-Rookies am Tag danach gemeinsam: Sie sind stolz, etwas Außergewöhnliches geleistet zu haben.

Viele genießen die Ruhe nach dem Sturm, jedoch währt diese Phase häufig nur wenige Tage. Spätestens wenn die Muskelschmerzen langsam nachgeben, stellen sich einige die Frage „und was nun?“ Sind Sie ein Hobby- und Breitensportler mit Familie und beruflichen Verpflichtungen, hat Ihr privates und berufliches Umfeld in den vergangenen Monaten sicherlich mehr als einmal Rücksicht auf Ihr großes Ziel genommen. Diesen Bonus gilt es nun zurückzuzahlen. Wenn das Entgegenkommen Ihrer Familie und Ihres Freundeskreises mit einem „der Rest des Sommers gehört euch“ abgesprochen war, dann ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, dieses Versprechen auch einzulösen, auch wenn der Wettkampf nicht nach Ihren Vorstellungen verlaufen ist und Sie gerne eine zweite Chance wahren möchten. Wenn Ihre erste Langdistanz nach Plan verlaufen ist, sind Sie euphorisch und möchten – wie auf Wolke 7 schwebend – so weitermachen wie bisher.

An dieser Stelle kann ich Ihnen nur Folgendes raten: Halten Sie sich an Ihre ursprüngliche Planung. Wenn Sie nach dem Wettkampf eine Ruhephase eingeplant hatten, erholen Sie sich, genießen Sie den Sommer und versuchen das, was Sie an Unterstützung von Ihrer Familie, Freunden und Arbeitgeber bekommen haben, zurückzuzahlen. Um ein guter Triathlet zu werden, sollten Sie in Zeitperspektiven von drei bis fünf Jahren rechnen. Die nächste Saison lauert bereits mit Beginn des Wintertrainings ab November/Dezember in den Startlöchern. Dann bekommen Sie Ihre nächste Chance.

Fit bleiben

Wie lang aber sollte dann diese „Pause“ sein? Breitensportlern empfehle ich nach der ersten Langdistanz eine Woche Ruhe. Danach sollten Sie sich eine Pause vom strukturierten Training gönnen. Diese Phase kann bis zu drei Monate andauern, allerdings bedeutet dies nicht, dass Sie in dieses Zeitspanne gar nicht trainieren sollten. Allein aus gesundheitlichen Gründen sollten Sie sich schon bewegen, auch um die gute Fitness nicht komplett aufs Spiel zu setzen. Zwei bis drei Mal in der Woche zwischen 30 und 60 Minuten laufen, gepaart mit einmal Krafttraining reichen vollkommen aus, um Ihre Muskulatur gut in Form zu halten. Die restliche Bewegung ergibt sich dann häufig von selbst: Eine gemütliche Radtour zum Biergarten, Schwimmen mit den Kindern am Baggersee oder der Wanderurlaub in den Bergen sind nur ein paar Beispiele. Hauptsache, Sie bleiben aktiv. Ein kleiner Rat sei mir an dieser Stelle erlaubt: Unmittelbar nach dem Wettkampf können Sie essenstechnisch all das nachholen, auf das Sie in den letzten Wochen vor Ihrem großen Ziel verzichtet haben: Schokoriegel, Kuchen oder Hamburger, erlaubt ist, was schmeckt und Ihrem Gemüt guttut, aber nach ein paar Tagen der Völlerei sollten Sie wieder auf Ihre Ernährung achten. Qualität statt Quantität.

Nachtisch für Ambitionierte

Sehr viele ambitionierte Hobbyathleten denken jedoch ganz anders: Sie haben fast ein dreiviertel Jahr gut trainiert und möchten weitere Früchte Ihrer Arbeit ernten. Schließlich ist Sommer, die schönste Zeit des Jahres, Triathlon zu betreiben. Aus trainingswissenschaftlicher Sicht macht dies hinsichtlich der sportlichen Weiterentwicklung des Athleten auch Sinn. Schließlich bieten die Monate Oktober bis Dezember genügend Zeit, sich zu erholen und Abstand zu gewinnen. Warum also nicht ein weiteres Saisonhighlight einplanen? Da die wenigsten das Glück haben, sich bei ihrem ersten Ironman bereits für Hawaii zu qualifizieren, bietet sich zum Abschluss eine Mitteldistanz an … und somit stellt sich erneut die Frage nach der idealen Vorbereitung. In Grunde haben Sie im Rahmen Ihrer Langdistanzvorbereitung bereits einige Erfahrungen gesammelt. Unmittelbar nach dem Wettkampf sollten Sie sich ein dreitägiges Trainingsverbot auferlegen, um dann drei Wochen lang nur jeden zweiten Tag zu trainieren. Verlassen Sie sich hierbei auf Ihr Körpergefühl, jedoch sollten Sie keine lange Einheit von mehr als drei Stunden einplanen. Ab der vierten Woche steigen Sie einfach wieder in das Langdistanz-Training ein, jedoch mit ein paar kleine Veränderungen:

Wenn Sie nur finishen möchten, übernehmen Sie die Programme 1:1, jedoch reduzieren Sie den Umfang um etwa 30 Prozent.

Wenn Sie langfristig Ihre Leistung steigern möchten, dann können Sie das Langdistanztraining 1:1 übernehmen, dabei jedoch die Intensitäten um etwa 10 Prozent erhöhen.

Beliebte Alternativen

In die dritte Kategorie fallen dann alle „Fremdgeher“, also Triathleten, die am Jahresende noch eine Veranstaltung in einer der drei Disziplinen aus dem vielfältigen Angebot an sportlichen Herausforderungen auswählen. Am beliebtesten ist der Start bei einem der vielen Herbstmarathons, eine sehr gute Alternative, die weitaus weniger Zeit bindet, aber auch im Hinblick auf die nächste Saison die Ausdauer verbessert. Beachten Sie bei der Vorbereitung auf Ihr zweites große Ziel folgende Tipps:

Trainieren Sie weiterhin einmal wöchentlich die Disziplinen Schwimmen und Radfahren.

Steigern Sie die Laufumfänge und Intensitäten langsam und progressiv. Kondition haben Sie genug, jetzt müssen sich Ihre Beine an das schnellere Tempo gewöhnen. Vermeiden Sie Verletzungen durch regelmäßige Dehn- und Stabiübungen sowie Krafttraining. Besuche beim Physiotherapeuten können das Verletzungsrisiko ebenfalls minimieren.

Planen Sie ein paar Halbmarathon- und 10-Kilometer-Läufe in Ihre Vorbereitungsphase ein, sie eignen sich als ideale Tempoeinheiten für die abschließenden 42,195 Kilometer.

Egal was Sie machen, machen Sie es mit Freude!

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Trinkflasche hannes hawaii Tours

Trainingscamp wann und wie?

Trainingscamp- wann und wie?

Als Coach und Trainer werde ich ständig gefragt brauche ich ein Trainingslager und wenn ja wie und wann soll ich es angehen?

Vorne Weg: Was ganz klar ist: Es ist natürlich auch möglich in Deutschland auf der Saison 2018 sich vorzubereiten. Der Winter ist selten so kalt das es Radfahren außen unmöglich macht und wenn ja dann gibt es immer noch Rollen und Laufbänder.

Wir alle aber wissen wie es tatsächlich ist. Jetzt spätestens nach 4-6 Wochen Erholung müsste der Training langsam wieder anfangen, wenn du deine Leistung von letztes Jahr verbessern möchtest. Das bedeutet auch Training im Dunkelheit, Training im Kälte das oft viel Überwindung und Kraft erfordert. Du brauchst viel Motivation um dich von Woche zu Woche und von Monat zu Monat durch die kalte Jahreszeit zu kämpfen.

Gute Strategien um durch die kalte Jahreszeit zu kommen sind verschiedene Schwerpunkte zu setzen. In die ersten Monate empfiehlt es sich das Schwimmen und das Laufen zu verbessern. Das Radtraining wird auf ein Minimum heruntergefahren aber gezielte Kraftübungen bereitet schon die Muskulatur an die kommende Saison vor.

Profis und Spitzenathleten tauchen spätestens in Januar in das „Traininglagerleben“ ein. Hier ist es einfach wichtig gute Trainingsbedingungen zu haben und sich voll an der Training (und Erholung) sich konzentrieren zu können. Nach eine gute Start wird dann einfach zuhause und/oder im nächsten Trainingslager effektiv weiter trainiert.

Auch für normal Triathleten gibt es verschiedene Ansätze wie man ein Trainingslager einsetzen kann.

Hier eine kleine Zusammenfassung:

Das frühe Trainingslager (Jan-Feb)

Anfänger

Hier geht es sicher in erster Linie um Wissensvermittlung, Motivation und darum einfach den langen Winter zu unterbrechen und Sonne zu tanken.

Die meisten Anfänger fehlen zwei wichtige Faktoren: Wissen und Erfahrung. Beide Sachen werden in ein Trainingslager mit guten Trainern vermittelt. Es ist unnötig alle Fehler selbst zu machen, es gibt kein besserer Platz als ein Trainingslager um beides zu lernen!

Auch wenn Anfänger die Folgemonate nicht auf gleichen Niveau weiter trainieren können profitieren die trotz dem von dem Training. Man spricht hier von ein Memory Effekt. Speziell in Schwimmen und Radfahren die nicht so verletzungsanfällig sind kann man in Trainingslager deutlich mehr trainieren als vorher zuhause. Hinterher weißt dann das Hirn wie die Muskeln und Nerven effektiver einzusetzen sind und der Leistungsverbesserung geht dann schneller.

Anekdote:
Letzte September war ich mit „der Legende“ Hannes Blaschke auf Trainingslager in Mallorca, Hannes ist natürlich ein Tier mit viel Talent aber er trainiert praktisch nur wenn er in Trainingslager oder auf Wettkampfreisen ist. Das ist heutzutage nicht mehr so oft. Am Anfang von das Trainingslager (Gesamtdauer eine Woche) hat man so richtig gesehen wie Hannes gekämpft hat. Am dritten Tag habe ich ihn liegend (Powerbar) Recovery Drink trinkend im Bett gefunden, und ohne das ich etwas gesagt habe hat er gesagt: „Ich bin so was im Arsc*“. Dann aber ist er von Tag zu Tag stärker geworden und wollte am Ende uns allen noch zum „Schweineberg Sprint“ herausfordern. So schnell wird der Kondition natürlich nicht besser aber das Hirn erinnert sich daran wie es funktioniert und gibt so Reserven frei und das wichtigste: So wird der Leistung schnell besser.

Diese Funktion können sich auch Anfänger zugute machen wenn die ein frühes Trainingslager buchen. Das Training kann danach nicht sofort 1:1 umgesetzt werden, aber es hilft später enorm.

Anfänger reisen oft zu das erste Trainingslager praktisch ohne Radkilometer in den Beinen, das ist ohne weiteres möglich noch mehr würde das Trainingslager bringen wenn ein „Trainingslager Vorbereitung“ vorher gemacht wird.

Der Grundlagen wird dann mittels Laufen aufgebaut (2-3 Mal in der Woche), in Schwimmen konzentriert man sich auf erlernen von die richtige Technik (1-2 Mal in der Woche) und in der Muckibude werden die Muskeln gestärkt (1-2 Mal in der Woche). Wenn einmal in der Muckibude warum dann nicht zum Abschuss noch kurz auf den Ergometer oder aufs Spinning Rad. Der Restleiche Training: Laufen und Schwimmen sollte dann locker sein!! Ein Trainingsplan für ein Anfänger könnte dann so aussehen:

Montag: Ruhetag
Dienstag: Laufen 30´ locker ein + Stabi + Krafttraining + Ergometer/Spinningrad locker ausfahren (10-30´) mit hohe TF (90-95)+ gut dehnen
Mittwoch: Ruhetag
Donnerstag: Laufen 1 Std. locker
Freitag: Ruhetag
Samstag: Laufen 30´ locker ein + Stabi + Krafttraining + Ergometer/Spinningrad locker ausfahren (10-30´) mit hohe TF (90-95)+ gut dehnen
Sonntag: Schwimmen (Technik) Wenn du noch nicht Kraulschwimmen kannst -> Empfehlung: Mache ein Kraulschwimmkurs!

Wer nicht ein Fitnesscenter zu Verfügung hat könnte auch eine Art von Zirkeltraining machen. Jede Übung 10-20 Mal machen mit kaum Pause zwischen den Übungen. Insgesamt zwei bis drei Runden

  1. Bauchmuskelübung
  2. Einbeinige Wadenübung (wenn es zu hart ist mit beide Waden gleichzeitig)
  3. Rückenmuskelübung
  4. Einbeinige Kniebeugen (wenn es zu hart ist mit beide Beine gleichzeitig)
  5. Liegestütze (wenn „normale“ zu hart sind mit Knie am Boden)
  6. Stuhlsteigen (nicht ein zu hohen Stuhl nehmen)
  7. Dipp von ein Stuhl mit der Rücken gegen der Sitzfläche und Beine Ausgestreckt mit Fersen am Boden

Jede dritte bis vierte Woche wird dann eine Entlastungswoche eingelegt mit 4 Ruhetage in der Woche statt 3.

Die letzte Woche vor das Trainingslager sollte locker sein und insgesamt wäre 6-8 Wochen Vorbereitungszeit als Minimum zu empfehlen.

Natürlich ist es auch möglich mit deutlich weniger Vorbereitungstraining ein Trainingslager mitzumachen, nur… sollte dann der Umfang und Intensität in Trainingslager angepasst werden.

Fortgeschrittene

Suchen oft in das frühe Trainingslager einen guten Anfang in der Trainingssaison. Dieses erste Trainingslager kann dann mit weitere Trainingslager fortgesetzt werden oder zuhause wird weiter trainiert auf ein deutlich höheres Niveau als vor das Trainingslager.

Natürlich spielt auch hier der Motivation eine große Rolle. Ein bis zwei Wochen nur das zu machen was man liebt, schön essen, fachsimpeln und vor allem sich gut Erholen, ohne an das Arbeit zuhause denken zu müssen.

Die fortgeschrittenen Athleten wissen relativ gut was denen im Trainingslager erwartet und reisen in der Regel genügend vorbereitet an. Aber auch hier eine kleine Hinweis: Das größte Fehler was ein fortgeschrittene Athlet in Trainingslager machen kann ist zu schnell zu viel zu wollen. Die erste Woche oder die ersten 3-5 Tage in Trainingslager mit leicht angezogene Handbremse hat noch niemanden geschadet.

 

Das spätere Trainingslager (März-April)

Anfänger

Der Vorteil mit ein späteres Trainingslager ist das du wenn du zuhause kommst oft ohne größere Probleme deiner Form weiter aufbauen kannst. Wenn das Wetter nicht mitspielt ist es eine übersichtliche kurze Zeit der Man ohne weiteres überbrücken kann mit richtige Ausrüstung für außen oder sogar Indoor Training.

Vor diese Trainingslager ist es auch in der Regel möglich ein paar Mal vorher zuhause Rad zu fahren.

Sonst gelten für Anfänger auch in das späte Trainingslager die gleichen „Weisheiten“ wie für das „frühe Trainingslager“

Fortgeschrittene

Mit eine spätere Trainingslager können fortgeschrittene Athleten sich direkt auf einen bevorstehenden Wettkampf sich vorbereiten oder sich mit gleichgesinnten die nötige Härte holen für die bald anfangende Wettkampfsaison.

Oft haben die Athleten schon in den Monaten vorher eine gute Grundlage aufgebaut und können jetzt ohne Probleme längere Koppeleinheiten und höheres Tempo verarbeiten

Egal wann du dein Trainingslager planst, am wichtigsten ist es die richtige Dosis im Trainingslager zu finden.

In die Hannes Hawaii Tours Trainingslager wird in fünf verschiedene Leistungsklassen trainiert. Hier findet sowohl der Anfänge wie der Semiprofi passende Trainingsgruppen. Auch wenn du ein oder zwei Mal mit deutlich schnelleren Athleten mithalten könntest macht es nicht immer Sinn das zu machen.

Eine alte Trainingsweisheit lautet: Lieber 10% zu wenig als 1% zu viel.

Wenn das Trainingslager zu Ende ist und du das Gefühl hast: Ein paar Tage hätte ich noch so weiter trainieren können dann hast du alles richtig gemacht!

Viel Spaß im Trainingslager und vielleicht sehen wir uns Mal in Frühjahr auf der eine oder andere Trainingslager.

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