Zum Hauptinhalt springen
27-Jahre Ad Extremum-Coaching

27 Jahre Ad Extremum

Happy Birthday!

Gestern vor exakt 27 Jahren legte ich den Grundstein für meine Coaching-Firma Ad Extremum. Eine Zeitspanne von 27 Jahren, erfüllt von Leidenschaft, Engagement und triumphalem Erfolg als Triathlon-Trainer, liegt hinter mir! Diese Reise war für mich mehr als bloßer Beruf – sie gestaltete sich als Lebensreise, geprägt von meiner grenzenlosen Begeisterung für den Sport, insbesondere den faszinierenden Triathlonsport.

Meine Laufbahn als Triathlon-Trainer begann schon früh mit dem klaren Ziel, Athleten nicht nur die effektiven Techniken des Schwimmens, Radfahrens und Laufens zu vermitteln, sondern auch, wie man Ausdauer, Kraft, Disziplin und mentale Stärke entwickelt.

Mit den Jahren vertiefte sich meine Leidenschaft, und ich hatte das Privileg, meine Erlebnisse und Einsichten sowohl in inspirierenden Vorträgen als auch in vier mit persönlichen Geschichten durchwobenen Büchern zu teilen.

Triathlon bedeutet für mich mehr als nur ein Rennen – es ist eine Lebensweise, und diese Philosophie spiegelt sich in meiner facettenreichen Karriere wider. Als Neoprenhersteller trug ich dazu bei, innovative Ausrüstung zu entwickeln, die Athleten zu Höchstleistungen verhalf. Das Coaching, unabhängig davon, ob es sich um Profis oder Anfänger, Vereine oder Unternehmen handelt, ist und bleibt mein wichtigstes Betätigungsfeld. Die Organisation von Sportevents, sogar für ganze Regionen, markierte einen weiteren Meilenstein. Dies nicht nur für Spitzensportler, sondern für ganz normale Menschen – um ein kleines Stück fitter zu werden und, plump ausgedrückt, um mehr Freude am Leben zu haben.

Die Organisation von Trainingslagern stellt und stellte eine der erfüllendsten Aufgaben dar. In meiner Funktion als Sportlicher Leiter hatte ich die Gelegenheit, Athleten nicht nur auf physischer, sondern auch auf mentaler Ebene zu coachen. Die intensiven Herausforderungen im Trainingslager erwiesen sich oft als Schlüssel zum Erfolg auf den Wettkampfstrecken.

Dieses Jubiläum ist weit mehr als ein bloßer Rückblick – es ist eine Gelegenheit, Dankbarkeit auszudrücken. Dankbar für die Unterstützung der Athleten, Partner und Freunde, die diese beeindruckende Reise möglich gemacht haben. Die vergangenen 27 Jahre waren reich an Erfahrungen, Erlebnissen und vor allem an der Freude am Triathlon. Doch diese Reise ist bei Weitem noch nicht beendet. Mit neuen Projekten, frischen Ideen und einem fortwährenden Streben nach Exzellenz blicke ich zuversichtlich in die Zukunft, stets nach dem Motto: Nur wer die Geschichte versteht, kann ein Bild von der Zukunft formen.

Dank euch, liebe Athleten, für 27 Jahre Triathlon-Leidenschaft! Möge die nächste Etappe unserer Reise genauso aufregend und erfolgreich sein wie die bisherige.

Weiterlesen

Was macht Triathlontraining mental mit uns

Turboschraube oder Bremse?

Kopf im Triathlon: Turboschraube oder Bremse?

Unser Körper wird durch Training leistungsfähiger – aber auch der Kopf muss lernen, diese Leistung zuzulassen.

Was macht Triathlontraining mental mit uns

Als Trainer im Ausdauersport erlebe ich immer wieder, dass Athleten fast ausschließlich über den Körper sprechen: Herz, Lunge, Muskeln, Sehnen, Wattwerte und VO₂max.

Doch während wir unseren Körper trainieren, verändert sich auch unsere Wahrnehmung von Belastung.

Was sich anfangs extrem anfühlt, wird nach einigen Monaten normal. Eine Geschwindigkeit, die früher kaum vorstellbar war, lässt sich irgendwann kontrolliert halten.

Das ist nicht nur körperliche Anpassung. Auch unser Gehirn lernt, welche Belastung vertraut und beherrschbar ist.

Mehr über mein Triathlon Coaching

Der Körper baut den Motor – der Kopf bestimmt mit

Ich vergleiche das gerne mit einem Motor.

Durch jahrelanges Training wird der „Motor“ größer und leistungsfähiger:

  • Herz-Kreislauf-System entwickelt sich
  • Muskeln werden belastbarer
  • Sehnen und Knochen passen sich an
  • Bewegungen werden ökonomischer
  • Stoffwechsel und Regeneration verbessern sich

Gleichzeitig sammelt der Athlet Erfahrung.

Der Körper lernt: Diese Belastung kenne ich. Diese Geschwindigkeit ist möglich. Dieses Gefühl bedeutet nicht automatisch Gefahr.

Dadurch verschiebt sich auch die mentale Grenze.

Warum der Kopf manchmal bremst

Unser Gehirn soll uns nicht nur schneller machen. Es soll uns auch schützen.

Wenn Belastung ungewöhnlich hoch wird, Müdigkeit zunimmt oder der Körper Warnsignale sendet, steigt häufig das subjektive Belastungsempfinden.

Das ist grundsätzlich sinnvoll.

Problematisch wird es erst, wenn Athleten versuchen, diese Bremse ständig mit Willenskraft zu überfahren.

Jeder hat eine individuelle Grenze:

  • Wie viel Training vertrage ich?
  • Wie viel Intensität kann ich verarbeiten?
  • Wie schnell erhole ich mich?
  • Wie viel zusätzliche Belastung entsteht durch Beruf und Alltag?

Die Aufgabe des Trainings besteht nicht darin, jede Schutzreaktion zu ignorieren.

Sie besteht darin, die Belastbarkeit Schritt für Schritt zu erweitern.

Geduld baut Leistung auf

Ausdauer entwickelt sich über Jahre.

Gerade im Herbst, Winter und Frühjahr geht es deshalb vor allem darum, den Motor weiter aufzubauen:

regelmäßig trainieren, Belastbarkeit entwickeln, Technik verbessern und die Grundlage für spätere intensive Belastungen schaffen.

Das geschieht nicht spektakulär.

Oft fühlt es sich sogar so an, als würde wenig passieren.

Genau hier braucht ein Athlet Vertrauen.

Eine Krankheit, eine kurze Verletzungspause oder einzelne ausgefallene Wochen zerstören nicht automatisch jahrelange Trainingsarbeit. Natürlich nimmt Leistungsfähigkeit bei längeren Pausen ab, doch langjährig aufgebaute Strukturen und Bewegungserfahrungen verschwinden nicht innerhalb weniger Tage.

Panik und hektisches Nachholen sind deshalb meist die falsche Reaktion.

kleine Schritte, große Wirkung

Intensität ist das Chiptuning

Intensive Einheiten können sehr schnell spürbare Veränderungen erzeugen.

Ein Trainingslager ist ein gutes Beispiel.

Viele Athleten fühlen sich nach einigen Tagen plötzlich stärker. Sie fahren schneller, können härtere Belastungen verkraften und lassen sich von der Gruppe mitziehen.

Doch diese kurzfristige Verbesserung bedeutet nicht automatisch, dass innerhalb weniger Tage ein völlig neuer Körper entstanden ist.

Ein Teil der Veränderung entsteht durch:

  • Gewöhnung an höhere Belastung
  • neuromuskuläre Aktivierung
  • bessere Bewegungsabläufe
  • zunehmendes Selbstvertrauen
  • Erfahrung mit der Geschwindigkeit

Genau deshalb gefällt mir die Metapher vom Chiptuning.

Der Motor wird nicht innerhalb von zwei Wochen komplett neu gebaut. Aber vorhandenes Potenzial kann besser genutzt werden.

Das funktioniert allerdings nur begrenzt.

Zu viel Intensität, zu früh eingesetzt, führt nicht zu unbegrenzter Leistungssteigerung. Irgendwann entstehen Müdigkeit, sinkende Trainingsqualität oder Beschwerden.

Vertrauen statt Trainingspanik

Besonders erfahrene Athleten sollten nicht versuchen, jedes Jahr immer mehr zu trainieren.

Wenn über viele Jahre eine solide Ausdauerbasis aufgebaut wurde, geht es zunehmend darum, diese Grundlage intelligent zu nutzen und zu erhalten.

Dann können wenige gut platzierte Schlüsseleinheiten sehr wirksam sein:

  • gezielte lange Einheiten
  • kontrollierte intensive Belastungen
  • spezifisches Wettkampftempo
  • ausreichend Erholung

Das Entscheidende ist die richtige Dosierung.

Nicht jede Woche muss beeindruckend aussehen.

Nicht jede Trainingseinheit muss neue Bestwerte liefern.

Und nicht jeder schnellere Trainingspartner muss verfolgt werden.

Bleib bei deinem Plan

Fazit: Der Kopf ist Schutzsystem und Leistungsfaktor

Unser Kopf ist weder nur Turboschraube noch nur Bremse.

Er hilft uns, vorhandene Leistungsfähigkeit zu nutzen – und versucht gleichzeitig, uns vor Überforderung zu schützen.

Langfristiges Training verändert beide Seiten:

Der Körper wird leistungsfähiger und das Gehirn lernt, höhere Belastungen als normal und kontrollierbar zu akzeptieren.

Die Kunst besteht darin, diesen Prozess nicht erzwingen zu wollen.

Baue den Motor geduldig auf. Setze Intensität gezielt ein. Erhole dich ausreichend. Und vertraue auf die Arbeit, die du über Jahre geleistet hast.

Gerade im Ausdauersport entsteht Leistung selten durch einen einzelnen außergewöhnlichen Trainingsblock.

Sie entsteht durch viele Jahre sinnvoller Belastung – und durch die Fähigkeit, das vorhandene Potenzial im richtigen Moment abzurufen.

Der nächste Schritt

Du möchtest dein Training so steuern, dass intensive Einheiten dich schneller machen, ohne deine langfristige Entwicklung zu gefährden?

Auf Ad Extremum findest du weitere Informationen zu meinem individuellen Triathlon Coaching.

Zum persönlichen Triathlon Coaching

Passende Beiträge zum Thema

Weiterlesen

alte Sponsoringmappe von Triathlon Profi Bennie Lindberg

Sponsoring

Strategien und Tipps – Sponsoring in Triathlon

Kürzlich habe ich meine alte Sponsoring-Mappe aus dem Jahr 1992 gefunden und war erneut beeindruckt von der Professionalität, mit der ich schon damals agiert habe. Sicherlich hat mein Marketingstudium geholfen, doch damals gab es noch keinen speziellen Studiengang für Sport-Sponsoring oder Sport-Marketing. Trotz der Veränderungen in der Welt des Sponsorings sind einige Grundprinzipien immer noch relevant. In diesem Artikel teile ich einige meiner Erfahrungen und Erkenntnisse.

Bevor wir uns auf die Suche nach einem Sponsor oder Mäzen/Gönner begeben, sollten wir uns im Klaren darüber sein, welche Art von Unterstützung wir benötigen. Ein Gönner möchte etwas Gutes tun und dir helfen, deine Ziele und Träume zu erreichen. Ein Sponsor hingegen sucht eine erfolgreiche Zusammenarbeit, bei der er einen bestimmten Wert (z. B. „x“) investiert und mindestens den gleichen Wert zurückbekommen möchte (d. h. „Sponsoringwert > x“).

Es gibt auch Situationen, in denen Athleten für Unternehmen arbeiten und ein Gehalt erhalten, aber gleichzeitig Freiräume haben, um ihre sportlichen Ziele zu verfolgen. Ein bekanntes Beispiel sind die Bundeswehr-Athleten.

Es ist äußerst ungewöhnlich, dass Sponsoren Athleten aktiv ansprechen oder auswählen. In den meisten Fällen musst du selbst die Initiative ergreifen. Wenn du nicht in der Lage bist, diese Arbeit selbst zu erledigen, solltest du jemanden finden, der dir dabei hilft. Das Festlegen deines eigenen Marktwerts kann schwierig sein, da man dazu neigt, sich selbst zu überschätzen oder zu unterschätzen.

Die Einschätzung deines eigenen Marktwerts erfordert Kreativität und kann komplex sein. Erfolge bringen Aufmerksamkeit, und heutzutage kannst du auch geschickt über soziale Medien selbst für Publizität sorgen. Diese Faktoren sind leicht messbar, darunter Presseberichte, TV-Präsenz, Likes, Follower, Blogbeiträge und Suchbegriffe.

Publizität kann nicht nur nach außen gerichtet sein, sondern auch intern in einem Unternehmen genutzt werden. Zeige, wie deine sportlichen Erfolge und dein Engagement zur positiven Unternehmenskultur beitragen können.

Triathlon ist mit positiven Attributen wie Willensstärke, Kraft, Ausdauer und einer gesunden Lebensweise verbunden, was praktisch zu jedem Unternehmen passt. Nutze deine persönliche Geschichte, Erfahrungen und beruflichen Fähigkeiten, um einen einzigartigen Marktwert aufzubauen. Kreativität und Ideenreichtum sind gefragt.

Als Sportler musst du Ideen haben, wie eine Firma von deiner Partnerschaft profitieren kann. Das bloße Platzieren eines Logos auf deinem Wettkampfanzug ist heutzutage selten ausreichend. Oft kennen Marketingmanager den Sport nicht ausreichend, um zu verstehen, wie ein Triathlet effektiv für das Unternehmen genutzt werden kann.

Wenn du dich nicht mit anderen messen möchtest, kannst du auch dein eigenes verrücktes Herausforderungsprojekt starten. Ob du rückwärts durch Europa läufst oder mit dem Einrad durch Asien fährst, mit der richtigen Vermarktung kann dies genug Einnahmen generieren, um es als Beruf zu betrachten.

Der Sportler sollte sich nicht nur auf den Sponsoringvertrag verlassen, um Publizität zu generieren. Dies kann durch erfolgreiche Wettkampfteilnahmen, Social Media-Aktivitäten oder z.B. durch das Halten von Vorträgen und Vorlesungen erreicht werden. Das Wichtigste ist, dass ein Mehrwert für den Sponsor entsteht.

Schließlich ist es von großer Bedeutung, Dankbarkeit zu zeigen, sobald eine Sponsoring- oder Gönnerschaft entstanden ist.

Wertschätzung ist oft das wichtigste, was du als Sportler zurückgeben kannst.

Weiterlesen

Training in Schwimmen-radfahren und Laufen beherrscht Bennie Lindberg wie kein Andere

Triathlonsaison 2024

Die Triathlonsaison 2024 kann kommen!

Mit Leidenschaft, Erfahrung und fundiertem Wissen trainiere ich Athleten in allen Leistungskategorien, vom Anfänger bis zum Profi. Der schnellste Fortschritt erfolgt in der Regel, wenn du von Anfang an beginnst. In dieser Phase reicht oft schon einfaches Training aus. Natürlich ist es wichtig, die Grundlagen des Trainings zu beherrschen und unnötige Fehler zu vermeiden.

Für den Einstieg empfehle ich meinen Online-Triathlon-Einsteigerkurs. Hier erlernst du die korrekte Kraultechnik, erhältst Ratschläge zur anfänglichen Ausrüstung, und wir widmen uns Lauf- und Radfahrtechniken. Außerdem erfährst du, wie du gesund und verletzungsfrei deinen ersten Triathlon bewältigen kannst.

TRIATHLON EINSTEIGER KURS

Wenn du darüber hinaus im Triathlon vorankommen möchtest und nicht nur Trainingspläne benötigst, sondern auch persönliches Coaching, stehe ich gerne zur Verfügung. Sowohl Anfänger als auch Einsteiger haben die Möglichkeit, von meinem Coaching in den Trainingslagern mit Hannes Hawaii Tours zu profitieren.

Das erste Trainingslager für Kraulanfänger findet bereits im Dezember in Playitas auf Fuerteventura statt. Nach deiner Anmeldung erhältst du vorab Zugang zu den Kowawa-Kraulkursen.

EINSTEIGER SCHWIMMCAMP

Im April bin ich erneut mit Hannes Hawaii Tours auf Fuerteventura und biete Training in fünf verschiedenen Leistungsklassen an, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, aber immer mit viel Spaß, um dich bestmöglich auf die kommende Triathlonsaison vorzubereiten.

TRIATHLON CAMP

Die Triathlon-Campsaison 2024 wird auf dem wunderschönen Mallorca mit dem Einsteiger-Triathloncamp im Font de sa Cala abgeschlossen. In dieser Woche lernst du das, was du normalerweise erst in 2-3 Jahren erreicht hättest.

TRIATHLON EINSTEIGER CAMP

Traditionell beginnt das Training für die Sommersaison 2024 immer im November! Also, nichts wie ran – die Triathlonsaison 2024 kann kommen!

COACHING ANGEBOT

Weiterlesen

Schmerzen gehören zum Sport. Bennie Lindberg erzählt wie man damit umgehen kann

Schmerzen sind nur Schmerzen

Ein Gedanke, der mich über die Jahre begleitet hat

Während meiner jetzigen Zeit als Triathlon Trainer habe ich mich natürlich noch weiter intensiv mit den Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen auseinandergesetzt. In meiner aktuellen Rolle habe ich zahlreiche Athleten auf ihrem Weg begleitet, und meine Leidenschaft für den Sport hat mich immer angetrieben.

Mit der Zeit habe ich beobachtet, wie aus Athleten wahre Triathleten wurden. Sie lebten den Triathlon-Lifestyle, liebten die Bewegung und fanden ihre Erfüllung darin. Der Triathlonsport wurde zu einem wesentlichen Bestandteil ihres Lebens und ihrer Identität.

Als Triathlon Trainer bin ich stolz darauf, den Fokus meiner Athleten auf Ergebnisse und ständige Verbesserung zu fördern. Im Training und Wettkampf arbeite ich mit ihnen daran, das Beste aus sich herauszuholen.

Während wir alle älter werden, bleibt die Seele für immer jung. Triathlon ist eine Sportart, die in jedem Alter ausgeübt werden kann. Es ist nie zu spät, ein Triathlet zu werden. Die Distanzen können angepasst, das Tempo verlangsamt und einzelne Disziplinen ausgelassen werden – dennoch bleibt die Triathletenmentalität erhalten.

Als Triathlon Trainer habe ich das Privileg, Athleten in ihrer Entwicklung zu begleiten. Ich habe gelernt, wie das Gehirn im Kontext des Triathlontrainings und -wettkampfs Schmerz und Unbequemlichkeit interpretiert. Ein Satz, den ich schätze, fasst dies zusammen: „Schmerzen sind nur Schmerzen. Erst wenn du gegen die Schmerzen ankämpfst, beginnt das Leiden.“

Diese Erkenntnis überträgt sich auch auf andere Lebensbereiche. Die Herausforderungen im Alltag können genauso intensiv sein wie körperliche Anstrengungen. Als Triathlon Trainer lehre ich, wie viel Stärke in diesem Gedanken steckt und wie er auf vielfältige Weisen angewendet werden kann.

Weiterlesen

Triathlon läufer in Ironman Frankfurt

Triathlon Zielsetzung

Zielsetzung im Triathlon: Ziele richtig planen

Warum gute Ziele motivieren, Orientierung geben und trotzdem zum Athleten und seinem Alltag passen müssen

Triathlon läufer in Ironman Frankfurt

Kaum etwas kann uns stärker motivieren als ein klares Ziel.

Ein Ziel gibt dem Training Richtung. Es hilft uns, Prioritäten zu setzen, Entscheidungen zu treffen und auch in Phasen weiterzumachen, in denen die Motivation einmal geringer ist.

Natürlich ist es auch völlig legitim, ohne konkretes Wettkampfziel zu trainieren. Bewegung, Gesundheit, Naturerlebnis und Freude am Sport können für sich allein wertvoll genug sein.

Wer jedoch eine bestimmte Leistung erreichen oder einen besonderen Wettkampf absolvieren möchte, sollte sich genauer mit der eigenen Zielsetzung beschäftigen.

Denn ein Ziel ist nicht nur ein Wunsch. Es beeinflusst die Trainingsplanung, den notwendigen Aufwand und häufig auch den Alltag des Athleten.

Mehr über mein Triathlon Coaching

Warum Ziele im Triathlon so wichtig sind

Triathlon besteht aus drei Sportarten und verlangt meist eine längerfristige Vorbereitung.

Ohne ein klares Ziel besteht schnell die Gefahr, dass Training nur aus einzelnen Einheiten besteht, die zwar anstrengend oder abwechslungsreich sind, aber nicht konsequent in eine bestimmte Richtung führen.

Ein gutes Ziel hilft bei Fragen wie:

  • Worauf möchte ich mich vorbereiten?
  • Wie viel Zeit steht dafür zur Verfügung?
  • Welche Fähigkeiten muss ich entwickeln?
  • Welche Disziplin braucht besondere Aufmerksamkeit?
  • Wie viel Training ist tatsächlich erforderlich?
  • Welche Einschränkungen bringt mein Alltag mit?
  • Woran erkenne ich, ob ich Fortschritte mache?

Ein Ziel macht Training nicht automatisch besser. Es schafft aber die Grundlage dafür, Training sinnvoll zu steuern.

Das SMART-Prinzip: hilfreich, aber nicht immer ausreichend

Viele kennen das SMART-Prinzip aus dem beruflichen Umfeld.

Ein Ziel sollte demnach sein:

  • spezifisch
  • messbar
  • akzeptiert oder attraktiv
  • realistisch oder relevant
  • terminiert

Das Konzept ist auch im Sport hilfreich. „Ich möchte besser werden“ ist beispielsweise sehr ungenau. Deutlich konkreter wäre:

Ich möchte in der kommenden Saison einen Sprinttriathlon absolvieren und dabei alle drei Disziplinen kontrolliert und ohne längere Pause bewältigen.

Oder:

Ich möchte bei meiner nächsten Langdistanz den Marathon gleichmäßiger laufen und einen deutlichen Leistungseinbruch in der zweiten Hälfte vermeiden.

Trotzdem lässt sich nicht jedes sportliche Ziel vollständig nach einer einfachen Formel definieren.

Im Triathlon müssen wir deshalb zwischen verschiedenen Arten von Zielen unterscheiden.

Leistungsziele und Ergebnisziele unterscheiden

Für Triathleten sind vor allem zwei Zielarten wichtig:

Leistungsziele

Leistungsziele beziehen sich auf Dinge, die der Athlet selbst weitgehend kontrollieren kann.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • eine bestimmte Renneinteilung einhalten
  • in den ersten Wettkampfkilometern bewusst zurückhaltend bleiben
  • Verpflegung konsequent nach Plan aufnehmen
  • lockere Trainingseinheiten tatsächlich locker absolvieren
  • technische Vorgaben im Schwimmen umsetzen
  • wichtige Trainingseinheiten konzentriert und sauber durchführen

Ergebnisziele

Ergebnisziele beschreiben das gewünschte Endergebnis.

Beispiele sind:

  • eine bestimmte Endzeit erreichen
  • eine Altersklasse gewinnen
  • sich für eine Meisterschaft qualifizieren
  • eine persönliche Bestleistung aufstellen
  • einen bestimmten Platz belegen

Ergebnisziele können sehr motivierend sein.

Sie sind aber nie vollständig kontrollierbar, weil auch äußere Faktoren eine Rolle spielen.

Dazu gehören:

  • Konkurrenz
  • Wetter
  • Streckenprofil
  • Defekte
  • Rennverlauf
  • gesundheitliche Probleme
  • kurzfristige Änderungen der Bedingungen

Deshalb sollten Ergebnisziele immer mit konkreten Leistungszielen verbunden werden.

Leistungsziele geben im Wettkampf Orientierung

Nehmen wir als Beispiel den Marathon innerhalb einer Langdistanz.

Das allgemeine Ziel könnte lauten:

Ich möchte im Marathon mein bestmögliches Rennen zeigen.

Das klingt zunächst sinnvoll, ist aber noch zu ungenau.

Ein konkretes Leistungsziel könnte so aussehen:

  • die ersten 10 bis 15 Kilometer bewusst kontrolliert laufen
  • ein vorher festgelegtes Gefühl und Belastungsniveau einhalten
  • den Puls zunächst innerhalb eines definierten Bereichs halten
  • das geplante Tempo nicht durch Übermotivation überschreiten
  • Verpflegung und Flüssigkeitsaufnahme konsequent umsetzen
  • erst im letzten Rennabschnitt nach Gefühl stärker investieren

Für viele Athleten bedeutet „alles geben“ am Anfang gerade nicht, möglichst schnell zu laufen.

Es bedeutet zunächst, sich zurückzuhalten.

Wer in den ersten Kilometern zu viel Energie verbraucht, kann am Ende nicht mehr auf die eigenen Leistungsreserven zugreifen.

Der Athlet zahlt also zunächst bewusst in das Rennen ein und versucht, diesen Einsatz im letzten Abschnitt zurückzubekommen.

So wird aus einem allgemeinen Wunsch ein konkretes, steuerbares Leistungsziel.

Auch das tägliche Training braucht klare Ziele

Leistungsziele sind nicht nur für Wettkämpfe wichtig.

Auch jede Trainingseinheit sollte einen klaren Zweck haben.

Wenn eine Einheit hart sein soll, muss der Athlet bereit sein, konzentriert und konsequent zu arbeiten.

Wenn eine Einheit locker sein soll, darf sie nicht jedes Mal zu einem versteckten Wettkampf werden.

Gerade motivierte Athleten machen häufig den Fehler, lockere Einheiten zu schnell und harte Einheiten nicht konsequent genug durchzuführen.

Dadurch verschwimmen die Trainingsreize.

Ein sinnvolles Leistungsziel für eine lockere Radausfahrt kann deshalb sein:

  • kontrollierte Intensität
  • ruhiger Tritt
  • kein unnötiges Beschleunigen an Steigungen
  • gleichmäßige Energiezufuhr
  • am Ende frisch und nicht erschöpft ankommen

Ein Leistungsziel für ein Intervalltraining könnte dagegen lauten:

  • alle Wiederholungen im geplanten Bereich absolvieren
  • die Technik auch unter Belastung stabil halten
  • nicht mit der ersten Wiederholung das gesamte Training gewinnen wollen
  • die letzte Wiederholung noch kontrolliert abschließen können

Gutes Training bedeutet nicht, jede Einheit maximal hart zu gestalten.

Es bedeutet, jede Einheit so umzusetzen, wie sie geplant war.

jede Einheit so umsetzen, wie sie geplant war

Ergebnisziele dürfen groß sein

Viele junge oder ambitionierte Athleten träumen davon, Olympiasieger, Weltmeister oder Ironman-Sieger zu werden.

Solche Ziele sind nicht grundsätzlich falsch.

Große Ziele können inspirieren und langfristig Motivation schaffen.

Problematisch wird es erst, wenn zwischen Wunsch und realistischen Voraussetzungen kein ehrlicher Abgleich stattfindet.

Ein gutes Ergebnisziel sollte herausfordernd sein. Es darf etwas über dem liegen, was aktuell sicher erreichbar erscheint.

Es sollte aber dennoch einen nachvollziehbaren Weg dorthin geben.

Die entscheidende Frage lautet:

Wie groß ist das tatsächliche Entwicklungspotenzial des Athleten?

Dabei können verschiedene Informationen helfen:

  • bisherige Leistungsentwicklung
  • Trainingsjahre
  • Umfang und Qualität des bisherigen Trainings
  • physiologische Voraussetzungen
  • Leistungsdiagnostik
  • technische Fähigkeiten
  • Belastbarkeit
  • Regenerationsfähigkeit
  • verfügbare Trainingszeit
  • Motivation und langfristige Bereitschaft

Trotzdem bleiben Prognosen immer mit Unsicherheit verbunden.

Gerade bei längerfristigen Zielen über drei oder fünf Jahre kann niemand die Entwicklung exakt vorhersagen.

Ziele müssen zum Talent und Entwicklungspotenzial passen

Nicht jeder Athlet bringt dieselben Voraussetzungen mit.

Manche entwickeln sich sehr schnell, sobald sie strukturiert trainieren. Andere brauchen deutlich mehr Zeit für vergleichbare Fortschritte.

Ein Athlet kann eine hohe Ausdauer besitzen, aber im Schwimmen technisch stark limitiert sein.

Ein anderer bringt großes Bewegungstalent mit, ist aber nur begrenzt belastbar.

Ein dritter ist körperlich robust, verliert jedoch schnell die Motivation, wenn Training zu monoton oder zu umfangreich wird.

Eine ehrliche Zielsetzung muss deshalb berücksichtigen:

  • Was kann der Athlet bereits?
  • Wo liegen seine Stärken?
  • Welche Schwächen begrenzen die Leistung?
  • Wie gut reagiert er auf Training?
  • Wie viel Entwicklung ist wahrscheinlich?
  • Wie viel Aufwand ist dafür nötig?
  • Ist der Athlet bereit, diesen Aufwand langfristig zu investieren?

Ein Ziel darf ambitioniert sein.

Es sollte aber nicht auf einer Fantasie beruhen, die alle Voraussetzungen und Grenzen ignoriert.

Talent und Entwicklungspotenzial

Ein Ziel steht nie allein

Fast jedes sportliche Ziel ist an Bedingungen geknüpft.

Ein Athlet möchte vielleicht eine Langdistanz unter einer bestimmten Zeit absolvieren, aber gleichzeitig:

  • nicht mehr als zehn Stunden pro Woche trainieren
  • nur selten schwimmen
  • keine langen Einheiten am Wochenende machen
  • Beruf und Familie nicht einschränken
  • keine Trainingslager besuchen
  • möglichst flexibel bleiben
  • gesundheitlich kein großes Risiko eingehen

Diese Wünsche sind verständlich.

Sie müssen aber mit dem Ziel zusammenpassen.

Je anspruchsvoller das Ergebnisziel ist, desto größer wird meist der notwendige Aufwand.

Wenn der erforderliche Aufwand nicht zur Lebenssituation passt, gibt es drei Möglichkeiten:

  1. das Ziel anpassen
  2. den Zeitrahmen verlängern
  3. die persönlichen Bedingungen verändern

Gutes Coaching bedeutet, diese Zusammenhänge offen anzusprechen.

Ziele müssen zum Alltag passen

Ein Ziel kann sportlich realistisch und trotzdem im aktuellen Leben unpassend sein.

Beruf, Familie, Schlaf, finanzielle Möglichkeiten und Gesundheit beeinflussen, welcher Weg tatsächlich umsetzbar ist.

Ein Athlet mit kleinen Kindern und einem belastenden Beruf braucht möglicherweise eine andere Planung als jemand mit sehr flexiblem Alltag.

Auch finanzielle Aspekte können eine Rolle spielen:

  • Startgebühren
  • Reisen
  • Ausrüstung
  • Trainingslager
  • Diagnostik
  • Coaching
  • Zeitaufwand

Das Ziel sollte deshalb nicht nur aus sportlicher Sicht attraktiv sein.

Es sollte auch mit dem restlichen Leben vereinbar sein.

Ein Ziel, das dauerhaft Konflikte, Stress oder Überforderung erzeugt, verliert irgendwann seine motivierende Wirkung.

Langfristige Ziele brauchen Zwischenziele

Große Ziele wirken oft weit entfernt.

Deshalb sollten sie in überschaubare Zwischenziele unterteilt werden.

Ein Athlet mit dem langfristigen Ziel einer schnellen Langdistanz könnte beispielsweise folgende Schritte planen:

  • Schwimmtechnik verbessern
  • regelmäßiges Training stabilisieren
  • verletzungsfrei mehrere Monate trainieren
  • eine Sprintdistanz absolvieren
  • eine olympische Distanz kontrolliert finishen
  • erste Mitteldistanz vorbereiten
  • Verpflegung und Renneinteilung testen
  • Langdistanz gezielt aufbauen

Zwischenziele helfen dabei:

  • Fortschritte sichtbar zu machen
  • Motivation zu erhalten
  • die Entwicklung zu überprüfen
  • Fehler frühzeitig zu erkennen
  • das langfristige Ziel bei Bedarf anzupassen

Ein langfristiges Ergebnisziel ohne Zwischenziele bleibt häufig nur ein Traum.

Mit klaren Entwicklungsschritten wird daraus ein Plan.

Ein Coach muss an den Athleten glauben

Als Triathlon Trainer gehört es zu meiner Aufgabe, Möglichkeiten zu erkennen, die der Athlet selbst vielleicht noch nicht sieht.

Ein guter Coach sollte an die Entwicklung des Athleten glauben und ihn ermutigen, ambitioniert zu denken.

Gleichzeitig trägt er Verantwortung dafür, den Athleten nicht unkontrolliert zu überfordern.

Diese Balance ist schwierig.

Wer jede Grenze zu vorsichtig beurteilt, verhindert möglicherweise Entwicklung.

Wer dagegen ständig davon ausgeht, dass immer noch mehr möglich sein muss, erhöht das Risiko von Überlastung, Verletzungen und langfristigem Motivationsverlust.

Ein Coach sollte deshalb vielleicht tatsächlich etwas mehr Potenzial im Athleten sehen, als aktuell sichtbar ist.

Er muss aber bereit sein, die Entwicklung laufend neu zu beurteilen.

Nicht jeder Athlet muss nach theoretischen 100 Prozent seines Potenzials streben.

Manchmal sind 90 oder 95 Prozent die bessere Lösung, wenn der Preis für die letzten Prozent unverhältnismäßig hoch wäre.

Ziele dürfen verändert werden

Ein einmal gesetztes Ziel muss nicht für immer gelten.

Lebensbedingungen ändern sich.

Vielleicht entsteht eine Verletzung. Vielleicht verändert sich der Beruf. Vielleicht wird die Familie wichtiger. Vielleicht verliert ein bestimmter Wettkampf seinen Reiz.

Ein Ziel anzupassen ist nicht automatisch ein Scheitern.

Es kann Ausdruck von Erfahrung, Selbstkenntnis und vernünftiger Planung sein.

Entscheidend ist nicht, an jedem alten Ziel festzuhalten.

Entscheidend ist, weiterhin eine Richtung zu haben, die zur aktuellen Lebenssituation passt.

Fazit: Ein gutes Ziel motiviert und gibt Orientierung

Ziele sind ein wichtiger Bestandteil des Triathlonsports.

Sie geben dem Training Richtung, schaffen Motivation und helfen dabei, Fortschritte zu bewerten.

Gute Zielsetzung bedeutet jedoch mehr, als eine Endzeit oder Platzierung aufzuschreiben.

Ein sinnvolles Ziel ist:

  • konkret
  • nachvollziehbar
  • herausfordernd
  • möglichst realistisch
  • mit Leistungszielen verbunden
  • an den Alltag angepasst
  • langfristig überprüfbar
  • bei Bedarf veränderbar

Ergebnisziele dürfen uns inspirieren.

Leistungsziele zeigen uns, was wir konkret tun können.

Und eine gute Trainingsplanung verbindet beide mit Talent, Belastbarkeit und dem echten Leben.

Der nächste Schritt

Du möchtest ein sportliches Ziel definieren und daraus einen realistischen Trainingsweg entwickeln?

Auf Ad Extremum findest du weitere Informationen zu meinem individuellen Triathlon Coaching und zu persönlich erstellten Trainingsplänen.

Passende Beiträge zum Thema

Weiterlesen

Triathlon-Saisonplanung2024

Saisonplanung

Triathlon-Trainer – Tipps für effektives Training im Herbst

Die diesjährige Triathlon-Saison neigt sich dem Ende zu (mit dem Ironman Hawaii am kommenden Wochenende), und gleichzeitig steht der Beginn einer neuen Saison bevor. Du bist kein gewöhnlicher Mensch, wenn du ein Triathlet bist. Du verfügst über enorme Energie, Willenskraft und den Drang, sofort Dinge zu erledigen. Diese Einstellung gilt auch für dein Training, und im Herbst widmest du dich daher mit vollem Einsatz deinem Triathlontraining.

Ausdauer ist jedoch eine Eigenschaft, die sich langsam, aber sicher entwickelt. Wenn du dich jetzt im Herbst voll auf das Ausdauertraining konzentrierst, kann dies schnell zur Frustration führen, da der Fortschritt langsam ist. Selbst wenn du ein oder zwei Jahre lang intensiv trainierst, erreichst du nur eine bestimmte Ebene. Dies erhöht zudem auch das Verletzungsrisiko erheblich. Selbst wenn du aufgrund deiner Fitness mehr trainieren könntest, ist dies nicht immer klug. Muskeln benötigen doppelt so lange zur Erholung, während Knochen, Sehnen und Bänder sogar dreimal so lange brauchen.

Wie solltest du also im Herbst mit dem Training beginnen?

Dein Training sollte stufenweise erfolgen. Du solltest die Gesamtbelastung von Monat zu Monat erhöhen, immer nach einer kurzen Erholungsphase. Dies erfordert natürlich Fachwissen und oft auch Erfahrung.

Wenn du Vollzeit trainieren kannst, ist es möglich, nach vielen Jahren Training das Trainingspensum auf 30 bis 40 Stunden pro Woche zu erhöhen, bevor dein individuelles Belastungsmaximum erreicht ist.

An diesem Punkt fragen mich Athleten oft: „Wenn ich maximal 10 Stunden pro Woche zum Training habe, bedeutet das, dass ich mit zwei oder drei Stunden Training beginnen muss?“ Ja und nein! Wenn du ein Anfänger bist, könnten 3 Stunden Training pro Woche ein guter Ausgangspunkt sein. Wenn du bereits jahrelang Sport treibst, kannst du ein stufenweises Training entwickeln, bei dem du monatlich zu sportartspezifischerem Training übergehst, während die Trainingsstunden fast gleich bleiben.

In der Praxis bedeutet das, dass du zunächst im Schwimmen an deiner Technik arbeitest und verschiedene Schwimmstile ausprobieren solltest, während dein Lauftraining beispielsweise mit Gehen, Nordic Walking, Cross-Lauf, Aquajogging oder Inline-Skaten beginnt. Dein Programm umfasst auch verschiedene Übungen, um deine Kraft, Elastizität und Beweglichkeit zu verbessern. Auch gelegentliches Radfahren (Gravel, Mountainbike, Rollentrainer, Spinning usw.) sollte hier ohne Problem Platz finden. Etwa drei Monate vor deinem Hauptwettkampf sollten dann Schwimmen, Radfahren und Laufen im Mittelpunkt stehen, und in den letzten drei Monaten wird die Intensität noch gesteigert, um rechtzeitig topfit zu sein.

Fazit:

  • Jetzt ist es Zeit für lockeres und abwechslungsreiches Training.
  • Trau dich, wichtige Eigenschaften wie Kraft, Elastizität, Geschwindigkeit, Beweglichkeit und Koordination zu trainieren, für die später nicht mehr genug Zeit übrig bleibt.
  • Genieße die zusätzliche Zeit für andere Hobbys, Arbeit und deine Familie.
  • Wenn du Motivation für das Wintertraining benötigst, kann ein Winterwettkampf, ein Trainingslager im Süden oder natürlich ein kompetenter Triathlon-Trainer die notwendige Motivation bieten.
  • Wenn du mit dem Training beginnst, solltest du auf einem etwas höheren Niveau starten als im Vorjahr.

Denke daran: „Wenn du immer das tust, was du immer getan hast, bekommst du immer das, was du immer bekommen hast!“

Weiterlesen

Bennie Lindberg-Spass im Dreck mit dem Bike

Wie viele Fahrräder

Entscheide dich für ein Gravelbike.

Wie viele Fahrräder benötigt ein Triathlet?

Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, dass ein Triathlet immer ein Fahrrad mehr gebrauchen kann, als er bereits besitzt! Folglich, wenn wir die aktuelle Anzahl der Fahrräder mit A bezeichnen, beträgt die ideale Anzahl der Fahrräder (I) immer:

I = A + 1.

Doch wie sieht die Realität aus?

Ein Triathlet benötigt in erster Linie ein Triathlonrad.

Falls dieser Triathlet jedoch klug war, hat er nicht sofort ein Triathlonrad erworben, sondern ein halbwegs preiswertes Rennrad verwendet, um seinen ersten Triathlon zu bestreiten. Dieses Fahrrad wird später oft zum Trainingsrad und/oder  zum „Rollen Rad“.

Aber das ist noch nicht alles! Was ist mit einem Mountainbike, einem Gravelbike oder einem schicken Rennrad?

Falls es nicht nur eine emotionale Entscheidung ist, liefert das Global Cycling Network harte Fakten. Dort werden die Leistungsunterschiede zwischen einem „fetten“ Gravelbike und einem „schicken“ Rennrad verglichen, und sie sind oft kleiner als gedacht.

(Der Youtube Video kannst du im Orginal im Anschluss sehen!)

Falls du also keine Mountainbike- oder Rennradrennen fahren möchtest und nach einem Trainingsrad suchst, ist die klare Antwort: Entscheide dich für ein Gravelbike. Im Winter kannst du gröbere Reifen und Schutzbleche darauf montieren, während du für Trainingslager oder im Sommer die Schutzbleche entfernen und leichtere Rennradreifen verwenden kannst.

Insgesamt könnte ein Triathlet also drei Fahrräder besitzen, ohne dass er dadurch Nachteile erlebt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Weiterlesen

Triathlon Training auf der Promenade in Playitas

Wie werde ich glücklich?

6 Tipps um glücklich zu sein

Gerade ist ein finnisches Buch erschienen: „Auf der Suche nach dem Glück“. In diesem Buch beschreibt der finnische Psychiater Juhani Mattila, wie man Glück finden kann. Hier sind seine sechs Tipps für ein glücklicheres Leben:

  1. Vermeide übermäßiges Grübeln über dich selbst. Die Fixierung auf sich selbst kann einen Menschen in seine eigene Blase einschließen.
  2. Beruhige dich und lebe im Moment: Glück wird nur im gegenwärtigen Augenblick empfunden.
  3. Lerne den Wert von guten Leistungen zu schätzen, ohne sie mit Perfektion zu vergleichen.
  4. Ärgere dich nicht über Kleinigkeiten und nimm Dinge nicht zu persönlich.
  5. Vermeide, bitter zu sein, denn Bitterkeit verschließt die Augen für Dankbarkeit.
  6. Investiere gezielt in Dinge, die dir Freude bereiten, und gestalte deine Tage entsprechend.

Ich persönlich finde diese Tipps sehr inspirierend! Viele dieser Faktoren können wir direkt oder indirekt durch den Sport lernen, während andere möglicherweise persönliche Eigenschaften sind, an denen wir sicherlich arbeiten können.

Kiitos! (Danke!)

Weiterlesen

Laufanalyse mit Triathlon Coach Bennie Lindberg

Arbeiten als Triathlon Coach

Arbeiten als Triathlon Coach

Ein Blick hinter die Kulissen eines Triathlon Trainers

Laufanalyse mit Triathlon Coach Bennie Lindberg

Viele Athleten denken beim Begriff Triathlon Coaching zuerst an Trainingspläne. Doch die eigentliche Arbeit eines Coaches beginnt lange vor der ersten geplanten Einheit und endet auch nicht mit dem Versenden eines Wochenplans.

Als Triathlon Coach begleite ich Athleten über einen längeren Zeitraum. Dabei geht es um Analyse, Zielsetzung, Trainingssteuerung, Kommunikation und die ständige Anpassung an das wirkliche Leben.

Der Einstieg in eine neue Zusammenarbeit

Wenn ich eine Anfrage von einem Athleten erhalte, besteht der erste Schritt immer darin, uns kennenzulernen.

Wir müssen herausfinden, wie die andere Person denkt, welche Erwartungen sie hat und ob wir auf derselben Wellenlänge liegen. Oft reicht dafür zunächst ein ausführliches Telefonat.

Wenn der erste Eindruck für beide Seiten passt, folgt ein längeres Gespräch – online oder persönlich. Im Idealfall habe ich bereits Trainingsdaten, Wettkampfergebnisse oder andere Informationen erhalten, die ich vorab analysieren kann.

Dieses erste Gespräch ist häufig sehr aufschlussreich. Durch meine langjährige Erfahrung in der Betreuung unterschiedlichster Sportler kann ich Zusammenhänge oft schnell erkennen und verständlich erklären.

Für viele Athleten ist das bereits ein erster Augenöffner.

Mehr über mein Triathlon Coaching

Ziele, Alltag und Voraussetzungen verstehen

Im nächsten Schritt geht es um die Ziele des Athleten.

Dabei reicht es nicht, einfach zu sagen:

  • schneller werden
  • einen Ironman finishen
  • eine neue Bestzeit erreichen
  • erstmals an einem Triathlon teilnehmen

Wir müssen auch klären, wie realistisch das Ziel ist und welcher Weg dorthin passt.

Dazu gehören Fragen wie:

  • Wie viel Zeit steht tatsächlich für das Training zur Verfügung?
  • Welche beruflichen und familiären Verpflichtungen gibt es?
  • Welche Stärken und Schwächen bringt der Athlet mit?
  • Welche Erfahrungen wurden bisher gemacht?
  • Wie hoch ist die aktuelle Belastbarkeit?
  • Welche Trainingsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?
  • Welchen Stellenwert soll der Sport im Leben einnehmen?

Nicht jeder möchte oder kann alles dem sportlichen Erfolg unterordnen. Beruf, Familie, Gesundheit und andere Interessen spielen eine wichtige Rolle und müssen berücksichtigt werden.

Ein gutes Triathlon Coaching richtet sich deshalb nicht nur nach dem Wettkampfziel, sondern nach dem gesamten Menschen.

Ziele müssen veränderbar bleiben

Die Voraussetzungen für Training können sich jederzeit verändern.

Ein neuer Arbeitsplatz, mehr familiäre Verpflichtungen, gesundheitliche Probleme oder unerwarteter Stress können einen ursprünglich sinnvollen Plan plötzlich unrealistisch machen.

Hier ist Erfahrung gefragt.

Manchmal bedeutet gutes Coaching, einen Athleten auf Kurs zu halten. In anderen Situationen ist es sinnvoller, das Ziel neu zu bewerten oder den Weg dorthin zu verändern.

Wenn Ziele, Belastung und Alltag nicht sauber aufeinander abgestimmt sind, entsteht schnell unnötiger Stress. Im schlechtesten Fall führt das zu Überlastung, Krankheit oder Verletzungen.

Ein Coach muss deshalb nicht nur motivieren, sondern bei Bedarf auch bremsen.

Erst dann beginnt die Trainingsplanung

Erst wenn die grundlegenden Fragen geklärt sind, beginnt die konkrete Trainingsplanung.

Viele Athleten sind zunächst überrascht, wie wenig Training ich im Herbst einplane. Gleichzeitig staunen sie einige Monate später darüber, wie problemlos sich im Frühjahr oder Sommer deutlich größere Umfänge bewältigen lassen.

Das ist kein Zufall.

Ein sinnvoller Trainingsaufbau entwickelt Belastbarkeit schrittweise. Ziel ist nicht, möglichst früh möglichst viel zu trainieren, sondern zum richtigen Zeitpunkt belastbar und leistungsfähig zu sein.

Dabei berücksichtige ich:

  • Trainingsalter
  • aktuelles Leistungsniveau
  • verfügbare Zeit
  • Wettkampfziele
  • Regenerationsfähigkeit
  • berufliche und familiäre Belastung
  • individuelle Reaktion auf unterschiedliche Trainingsreize

Erst daraus entsteht ein persönlicher Trainingsplan.

persönlicher Trainingsplan

Ausrüstung und Trainingsmöglichkeiten sinnvoll nutzen

Auch die vorhandenen Trainingsmöglichkeiten und die Ausrüstung spielen eine Rolle.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Geld auszugeben. Die entscheidende Frage lautet:

Welche Investition bringt für diesen Athleten den größten sinnvollen Nutzen?

Manchmal ist eine Leistungsdiagnostik sinnvoll. In anderen Fällen bringt eine bessere Schwimmtechnik, ein passender Leistungsmesser oder eine vernünftige Trainingssteuerung deutlich mehr.

Gleichzeitig muss der Coach auch wissen, was der Athlet wirklich bereit ist zu tun.

Nicht jede effektive Trainingsmaßnahme macht automatisch Spaß. Deshalb muss geklärt werden, wie Leistung, Motivation und Freude am Sport gewichtet werden sollen.

Ein guter Plan muss nicht nur physiologisch funktionieren. Er muss auch so gestaltet sein, dass der Athlet ihn langfristig umsetzen kann.

Kommunikation gehört zum Coaching

Sobald das Training beginnt, wird die Kommunikation besonders wichtig.

Der Athlet muss mitteilen:

  • wann er trainieren kann
  • welche festen Vereinseinheiten bestehen
  • ob sich der Alltag verändert
  • ob Einheiten nicht wie geplant funktionieren
  • ob Schmerzen, Müdigkeit oder Unsicherheit auftreten
  • ob mehr oder weniger Training möglich ist

Auf dieser Grundlage passe ich das Training laufend an.

Ein Trainingsplan ist keine starre Vorschrift. Er ist ein Arbeitsinstrument, das sich an der Entwicklung des Athleten orientiert.

Wenn etwas unklar ist, wird es besprochen. Wenn eine Einheit nicht passt, wird sie verändert. Wenn mehr Training möglich wäre, muss geprüft werden, ob mehr tatsächlich auch besser ist.

Nur durch offenen Austausch kann ein Coach das Training sinnvoll steuern.

offenen Austausch

Training ist ein laufender Prozess

Mit dem ersten Trainingsplan beginnt die eigentliche Zusammenarbeit erst.

Training entwickelt sich ständig weiter. Ein Athlet wird fitter, müder, sicherer oder manchmal auch unsicherer. Berufliche Situationen ändern sich, Wettkämpfe rücken näher und neue Fragen entstehen.

Deshalb muss ein Coach regelmäßig prüfen:

  • Funktioniert der aktuelle Plan?
  • Reagiert der Athlet wie erwartet?
  • Muss die Belastung erhöht oder reduziert werden?
  • Stimmen Erholung und Trainingswirkung?
  • Verändert sich das ursprüngliche Ziel?
  • Welche Einheit bringt aktuell den größten Nutzen?

Coaching ist deshalb ein fortlaufender Prozess aus Planung, Beobachtung, Rückmeldung und Anpassung.

Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem allgemeinen Trainingsplan und einer persönlichen Betreuung.

Ein Triathlon Coach muss sich ständig weiterentwickeln

Die Arbeit endet nicht mit der Betreuung der Athleten.

Trainingswissenschaft, Diagnostik, Technik und Material entwickeln sich ständig weiter. Wer aufhört zu lernen, verliert früher oder später den Anschluss.

Zu meiner Arbeit gehören deshalb auch:

  • Fachliteratur lesen
  • neue wissenschaftliche Erkenntnisse einordnen
  • Trainingsmethoden hinterfragen
  • Erfahrungen auswerten
  • Wissen mit anderen Trainern austauschen
  • andere Sportarten beobachten
  • internationale Entwicklungen verfolgen

Dabei ist nicht jede neue Methode automatisch besser.

Erfahrung hilft dabei, zwischen kurzfristigen Trends und wirklich sinnvollen Entwicklungen zu unterscheiden.

Ein guter Coach übernimmt nicht einfach jede neue Idee. Er prüft, ob sie zum Athleten, zum Ziel und zur jeweiligen Situation passt.

Persönliches Coaching und praktische Arbeit

Neben Online-Coaching und Trainingsplanung gehört auch direkter Kontakt mit Athleten zu meiner Arbeit.

Dazu können gehören:

  • persönliche Trainingseinheiten
  • Technikschulung
  • Schwimmtraining
  • Leistungsdiagnostik
  • Trainingscamps
  • Wettkampfvorbereitung
  • Gespräche vor und nach wichtigen Rennen

Diese praktische Arbeit liefert wertvolle Eindrücke, die allein aus Daten oft nicht erkennbar sind.

Manchmal sieht man in einer Bewegung, einer Körperhaltung oder einem Gespräch mehr als in einer ganzen Trainingsdatei.

Der Alltag eines selbständigen Triathlon Trainers

Zur Arbeit eines selbständigen Coaches gehören allerdings nicht nur Training und Sport.

Auch ganz normale unternehmerische Aufgaben müssen erledigt werden:

  • Buchführung
  • Steuern
  • Versicherungen
  • Organisation
  • Kundenkommunikation
  • Marketing
  • Websitepflege
  • Planung von Camps und Veranstaltungen
  • Weiterbildung

Das bedeutet: Ein selbständiger Triathlon Trainer arbeitet nicht nur am Trainingsplan, sondern gleichzeitig auch an seinem Unternehmen.

Gerade diese Mischung macht den Beruf anspruchsvoll und abwechslungsreich.

Fazit: Ein spannender Beruf mit viel Verantwortung

Die Arbeit als Triathlon Coach umfasst deutlich mehr als das Erstellen von Trainingsplänen.

Sie besteht aus:

  • Analyse
  • Kommunikation
  • Zielsetzung
  • Trainingsplanung
  • Anpassung
  • Motivation
  • Weiterbildung
  • praktischer Arbeit
  • unternehmerischer Verantwortung

Der Coach begleitet nicht nur Training. Er begleitet einen Menschen auf dem Weg zu einem sportlichen Ziel.

Genau das macht diesen Beruf für mich so spannend.

Der nächste Schritt

Du suchst einen erfahrenen Triathlon Coach, der dein Training individuell plant und regelmäßig an deinen Alltag, deine Entwicklung und deine Ziele anpasst?

Auf Ad Extremum findest du weitere Informationen zu meinem persönlichen Triathlon Coaching für Einsteiger, Age-Grouper, Langdistanz-Athleten und leistungsorientierte Sportler.

Zum persönlichen Triathlon Coaching

Passende Beiträge zum Thema

Weiterlesen