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Hirnleistung in Ausdauersport

Turboschraube oder Bremse?

Unsere Kopf – Turboschraube oder Bremse?

Als Trainer in Ausdauersportarten, speziell im Triathlon, Schwimmen, Laufen und Radfahren, betone ich immer wieder die Bedeutung der mentalen Konditionierung. Oft wird übersehen, dass dies meist UNBEWUSST geschieht! Viele bezeichnen es als Mentaltraining, das sicherlich einen Beitrag leisten kann. Dennoch kann Mentaltraining letztendlich nur wenig beeinflussen – ein Aspekt, den ich heute jedoch nicht vertiefen möchte.

Im Training stählen wir Herz, Lungen, Kreislaufsystem – alles wird größer und stärker. Muskeln, Sehnen und Knochen passen sich an, werden leistungsfähiger. Dies ist alles messbar und benötigt Zeit (Jahre statt Tagen, Wochen oder Monaten).

Während wir unseren Körper trainieren, konditionieren wir auch unseren Geist. Wenn unser Körper stärker wird, gibt unser Hirn oder Unterbewusstsein (dessen genaue Funktionsweise selbst Wissenschaftler nicht vollständig verstehen) Leistung, Watt, Power – wie auch immer wir es nennen mögen – frei.

Man kann es mit einem modernen Automotor vergleichen. Audi begrenzt die Leistung des A1 mit einem Chip, um den Motor zu schützen. Je größer der Motor ist, desto mehr Power kann Audi freigeben. Audi möchte sicherstellen, dass die Autos halten – und genauso ist es mit unserem Körper.

Wir bauen unseren Körper langsam von Jahr zu Jahr auf, und unser „Kopf“ schaltet langsam mehr Leistung frei. Für mehrere Jahre folgt dieses Prinzip einem einfachen Aufwärtstrend. Wir werden schneller und schneller, bis es aufhört, schneller zu werden. WARUM?

Hier wird es im Sport-Coaching spannend. Warum geht es nicht weiter? Das ist die Frage, der wir uns stellen müssen. Unser Kopf wirft immer die Bremse rein, wenn die Gefahr besteht, dass wir uns selbst schaden könnten. Das ist gesund und soll es auch sein. Allerdings gibt es hier große individuelle Unterschiede. Bei einigen bremst der Kopf früher, bei anderen später.

Alle haben irgendwann ein Problem, wenn das Training zu viel wird. Alle haben auch irgendwann ein Problem, wenn das Training zu intensiv wird. Es gilt, eine Balance zu finden.

Im Herbst, Winter und Frühjahr bauen wir immer an unserem „Motor“ – eine sanfte, sichere Art, schneller zu werden! 8-12 Jahre lang steigern! Immer ein bisschen mehr, ein bisschen schneller, lautet die Devise. Doch jedes Jahr geht es auch um „Chiptuning“! Das ist grundsätzlich hart, macht dich schnell besser, aber dein Kopf kann auch schnell die Bremse einlegen, wenn du zu früh zu intensiv oder viel trainierst.

Dieses „Chiptuning“ erfordert, wenn wir es richtig machen, viel von unserem Körper. Wir befinden uns in einem Ausnahmezustand! Normalerweise nennen wir es Wettkampfsaison! Um uns von diesem Chiptuning zu erholen, benötigen wir nach der Wettkampfsaison eine Ruhephase, und dann beginnen wir erneut, den Motor weiter aufzubauen.

Was möchte ich jetzt sagen? In dieser Jahreszeit ist es wichtig, cool zu bleiben und Vertrauen in das eigene Training zu haben! Ein paar Wochen Training wegen Krankheit oder Verletzung zu verpassen, macht später im Sommer keinen Unterschied. Der „Motor“ baut sich sehr langsam ab, daher kannst du etwa 6 Wochen deine Form halten, auch wenn du nur 30% der Umfänge trainierst wie früher, vorausgesetzt die Intensität bleibt gleich.

Dies ist auch der Grund, warum ehemalige Topathleten nur ein paar Monate Training und einige Jahre nach Karriereende einige gute Einheiten benötigen, um wieder 90% ihrer früheren Leistung abrufen zu können.

Du solltest auch entspannt bleiben, wenn es um Intensitäten geht. Wenn du jetzt ins Trainingslager gehst und dich von der Gruppe mitreißen lässt, wirst du schnell leistungsfähiger – quasi ein Chip-Tuning. Dein Kopf setzt Potenzial frei, aber es geht nicht endlos weiter. Viele Anfänger können am Ende von 2 Wochen Trainingslager deutlich schneller Radfahren als am Anfang. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Form nach 2 Wochen deutlich besser geworden ist – nur ein kleines Chip-Tuning hat stattgefunden, und damit sollte man vorsichtig umgehen.

UND vor allem: Wenn du viele Jahre Sport getrieben hast, ist dein Motor bereits ausgebaut. Pflege ihn also gut, gönn ihm viel Ruhe und vertraue darauf, dass nur einige gut platzierte Trainingseinheiten – sowohl lange als auch schnelle, aber nie zu viele – extrem viel bringen werden.

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alte Sponsoringmappe von Triathlon Profi Bennie Lindberg

Sponsoring

Strategien und Tipps – Sponsoring in Triathlon

Kürzlich habe ich meine alte Sponsoring-Mappe aus dem Jahr 1992 gefunden und war erneut beeindruckt von der Professionalität, mit der ich schon damals agiert habe. Sicherlich hat mein Marketingstudium geholfen, doch damals gab es noch keinen speziellen Studiengang für Sport-Sponsoring oder Sport-Marketing. Trotz der Veränderungen in der Welt des Sponsorings sind einige Grundprinzipien immer noch relevant. In diesem Artikel teile ich einige meiner Erfahrungen und Erkenntnisse.

Bevor wir uns auf die Suche nach einem Sponsor oder Mäzen/Gönner begeben, sollten wir uns im Klaren darüber sein, welche Art von Unterstützung wir benötigen. Ein Gönner möchte etwas Gutes tun und dir helfen, deine Ziele und Träume zu erreichen. Ein Sponsor hingegen sucht eine erfolgreiche Zusammenarbeit, bei der er einen bestimmten Wert (z. B. „x“) investiert und mindestens den gleichen Wert zurückbekommen möchte (d. h. „Sponsoringwert > x“).

Es gibt auch Situationen, in denen Athleten für Unternehmen arbeiten und ein Gehalt erhalten, aber gleichzeitig Freiräume haben, um ihre sportlichen Ziele zu verfolgen. Ein bekanntes Beispiel sind die Bundeswehr-Athleten.

Es ist äußerst ungewöhnlich, dass Sponsoren Athleten aktiv ansprechen oder auswählen. In den meisten Fällen musst du selbst die Initiative ergreifen. Wenn du nicht in der Lage bist, diese Arbeit selbst zu erledigen, solltest du jemanden finden, der dir dabei hilft. Das Festlegen deines eigenen Marktwerts kann schwierig sein, da man dazu neigt, sich selbst zu überschätzen oder zu unterschätzen.

Die Einschätzung deines eigenen Marktwerts erfordert Kreativität und kann komplex sein. Erfolge bringen Aufmerksamkeit, und heutzutage kannst du auch geschickt über soziale Medien selbst für Publizität sorgen. Diese Faktoren sind leicht messbar, darunter Presseberichte, TV-Präsenz, Likes, Follower, Blogbeiträge und Suchbegriffe.

Publizität kann nicht nur nach außen gerichtet sein, sondern auch intern in einem Unternehmen genutzt werden. Zeige, wie deine sportlichen Erfolge und dein Engagement zur positiven Unternehmenskultur beitragen können.

Triathlon ist mit positiven Attributen wie Willensstärke, Kraft, Ausdauer und einer gesunden Lebensweise verbunden, was praktisch zu jedem Unternehmen passt. Nutze deine persönliche Geschichte, Erfahrungen und beruflichen Fähigkeiten, um einen einzigartigen Marktwert aufzubauen. Kreativität und Ideenreichtum sind gefragt.

Als Sportler musst du Ideen haben, wie eine Firma von deiner Partnerschaft profitieren kann. Das bloße Platzieren eines Logos auf deinem Wettkampfanzug ist heutzutage selten ausreichend. Oft kennen Marketingmanager den Sport nicht ausreichend, um zu verstehen, wie ein Triathlet effektiv für das Unternehmen genutzt werden kann.

Wenn du dich nicht mit anderen messen möchtest, kannst du auch dein eigenes verrücktes Herausforderungsprojekt starten. Ob du rückwärts durch Europa läufst oder mit dem Einrad durch Asien fährst, mit der richtigen Vermarktung kann dies genug Einnahmen generieren, um es als Beruf zu betrachten.

Der Sportler sollte sich nicht nur auf den Sponsoringvertrag verlassen, um Publizität zu generieren. Dies kann durch erfolgreiche Wettkampfteilnahmen, Social Media-Aktivitäten oder z.B. durch das Halten von Vorträgen und Vorlesungen erreicht werden. Das Wichtigste ist, dass ein Mehrwert für den Sponsor entsteht.

Schließlich ist es von großer Bedeutung, Dankbarkeit zu zeigen, sobald eine Sponsoring- oder Gönnerschaft entstanden ist.

Wertschätzung ist oft das wichtigste, was du als Sportler zurückgeben kannst.

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Training in Schwimmen-radfahren und Laufen beherrscht Bennie Lindberg wie kein Andere

Triathlonsaison 2024

Die Triathlonsaison 2024 kann kommen!

Mit Leidenschaft, Erfahrung und fundiertem Wissen trainiere ich Athleten in allen Leistungskategorien, vom Anfänger bis zum Profi. Der schnellste Fortschritt erfolgt in der Regel, wenn du von Anfang an beginnst. In dieser Phase reicht oft schon einfaches Training aus. Natürlich ist es wichtig, die Grundlagen des Trainings zu beherrschen und unnötige Fehler zu vermeiden.

Für den Einstieg empfehle ich meinen Online-Triathlon-Einsteigerkurs. Hier erlernst du die korrekte Kraultechnik, erhältst Ratschläge zur anfänglichen Ausrüstung, und wir widmen uns Lauf- und Radfahrtechniken. Außerdem erfährst du, wie du gesund und verletzungsfrei deinen ersten Triathlon bewältigen kannst.

TRIATHLON EINSTEIGER KURS

Wenn du darüber hinaus im Triathlon vorankommen möchtest und nicht nur Trainingspläne benötigst, sondern auch persönliches Coaching, stehe ich gerne zur Verfügung. Sowohl Anfänger als auch Einsteiger haben die Möglichkeit, von meinem Coaching in den Trainingslagern mit Hannes Hawaii Tours zu profitieren.

Das erste Trainingslager für Kraulanfänger findet bereits im Dezember in Playitas auf Fuerteventura statt. Nach deiner Anmeldung erhältst du vorab Zugang zu den Kowawa-Kraulkursen.

EINSTEIGER SCHWIMMCAMP

Im April bin ich erneut mit Hannes Hawaii Tours auf Fuerteventura und biete Training in fünf verschiedenen Leistungsklassen an, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, aber immer mit viel Spaß, um dich bestmöglich auf die kommende Triathlonsaison vorzubereiten.

TRIATHLON CAMP

Die Triathlon-Campsaison 2024 wird auf dem wunderschönen Mallorca mit dem Einsteiger-Triathloncamp im Font de sa Cala abgeschlossen. In dieser Woche lernst du das, was du normalerweise erst in 2-3 Jahren erreicht hättest.

TRIATHLON EINSTEIGER CAMP

Traditionell beginnt das Training für die Sommersaison 2024 immer im November! Also, nichts wie ran – die Triathlonsaison 2024 kann kommen!

COACHING ANGEBOT

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Schmerzen gehören zum Sport. Bennie Lindberg erzählt wie man damit umgehen kann

Schmerzen sind nur Schmerzen

Ein Gedanke, der mich über die Jahre begleitet hat

Während meiner jetzigen Zeit als Triathlon Trainer habe ich mich natürlich noch weiter intensiv mit den Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen auseinandergesetzt. In meiner aktuellen Rolle habe ich zahlreiche Athleten auf ihrem Weg begleitet, und meine Leidenschaft für den Sport hat mich immer angetrieben.

Mit der Zeit habe ich beobachtet, wie aus Athleten wahre Triathleten wurden. Sie lebten den Triathlon-Lifestyle, liebten die Bewegung und fanden ihre Erfüllung darin. Der Triathlonsport wurde zu einem wesentlichen Bestandteil ihres Lebens und ihrer Identität.

Als Triathlon Trainer bin ich stolz darauf, den Fokus meiner Athleten auf Ergebnisse und ständige Verbesserung zu fördern. Im Training und Wettkampf arbeite ich mit ihnen daran, das Beste aus sich herauszuholen.

Während wir alle älter werden, bleibt die Seele für immer jung. Triathlon ist eine Sportart, die in jedem Alter ausgeübt werden kann. Es ist nie zu spät, ein Triathlet zu werden. Die Distanzen können angepasst, das Tempo verlangsamt und einzelne Disziplinen ausgelassen werden – dennoch bleibt die Triathletenmentalität erhalten.

Als Triathlon Trainer habe ich das Privileg, Athleten in ihrer Entwicklung zu begleiten. Ich habe gelernt, wie das Gehirn im Kontext des Triathlontrainings und -wettkampfs Schmerz und Unbequemlichkeit interpretiert. Ein Satz, den ich schätze, fasst dies zusammen: „Schmerzen sind nur Schmerzen. Erst wenn du gegen die Schmerzen ankämpfst, beginnt das Leiden.“

Diese Erkenntnis überträgt sich auch auf andere Lebensbereiche. Die Herausforderungen im Alltag können genauso intensiv sein wie körperliche Anstrengungen. Als Triathlon Trainer lehre ich, wie viel Stärke in diesem Gedanken steckt und wie er auf vielfältige Weisen angewendet werden kann.

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Triathlon läufer in Ironman Frankfurt

Triathlon Zielsetzung

Zielsetzung im Triathlon: Ziele richtig planen

Warum gute Ziele motivieren, Orientierung geben und trotzdem zum Athleten und seinem Alltag passen müssen

Triathlon läufer in Ironman Frankfurt

Kaum etwas kann uns stärker motivieren als ein klares Ziel.

Ein Ziel gibt dem Training Richtung. Es hilft uns, Prioritäten zu setzen, Entscheidungen zu treffen und auch in Phasen weiterzumachen, in denen die Motivation einmal geringer ist.

Natürlich ist es auch völlig legitim, ohne konkretes Wettkampfziel zu trainieren. Bewegung, Gesundheit, Naturerlebnis und Freude am Sport können für sich allein wertvoll genug sein.

Wer jedoch eine bestimmte Leistung erreichen oder einen besonderen Wettkampf absolvieren möchte, sollte sich genauer mit der eigenen Zielsetzung beschäftigen.

Denn ein Ziel ist nicht nur ein Wunsch. Es beeinflusst die Trainingsplanung, den notwendigen Aufwand und häufig auch den Alltag des Athleten.

Mehr über mein Triathlon Coaching

Warum Ziele im Triathlon so wichtig sind

Triathlon besteht aus drei Sportarten und verlangt meist eine längerfristige Vorbereitung.

Ohne ein klares Ziel besteht schnell die Gefahr, dass Training nur aus einzelnen Einheiten besteht, die zwar anstrengend oder abwechslungsreich sind, aber nicht konsequent in eine bestimmte Richtung führen.

Ein gutes Ziel hilft bei Fragen wie:

  • Worauf möchte ich mich vorbereiten?
  • Wie viel Zeit steht dafür zur Verfügung?
  • Welche Fähigkeiten muss ich entwickeln?
  • Welche Disziplin braucht besondere Aufmerksamkeit?
  • Wie viel Training ist tatsächlich erforderlich?
  • Welche Einschränkungen bringt mein Alltag mit?
  • Woran erkenne ich, ob ich Fortschritte mache?

Ein Ziel macht Training nicht automatisch besser. Es schafft aber die Grundlage dafür, Training sinnvoll zu steuern.

Das SMART-Prinzip: hilfreich, aber nicht immer ausreichend

Viele kennen das SMART-Prinzip aus dem beruflichen Umfeld.

Ein Ziel sollte demnach sein:

  • spezifisch
  • messbar
  • akzeptiert oder attraktiv
  • realistisch oder relevant
  • terminiert

Das Konzept ist auch im Sport hilfreich. „Ich möchte besser werden“ ist beispielsweise sehr ungenau. Deutlich konkreter wäre:

Ich möchte in der kommenden Saison einen Sprinttriathlon absolvieren und dabei alle drei Disziplinen kontrolliert und ohne längere Pause bewältigen.

Oder:

Ich möchte bei meiner nächsten Langdistanz den Marathon gleichmäßiger laufen und einen deutlichen Leistungseinbruch in der zweiten Hälfte vermeiden.

Trotzdem lässt sich nicht jedes sportliche Ziel vollständig nach einer einfachen Formel definieren.

Im Triathlon müssen wir deshalb zwischen verschiedenen Arten von Zielen unterscheiden.

Leistungsziele und Ergebnisziele unterscheiden

Für Triathleten sind vor allem zwei Zielarten wichtig:

Leistungsziele

Leistungsziele beziehen sich auf Dinge, die der Athlet selbst weitgehend kontrollieren kann.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • eine bestimmte Renneinteilung einhalten
  • in den ersten Wettkampfkilometern bewusst zurückhaltend bleiben
  • Verpflegung konsequent nach Plan aufnehmen
  • lockere Trainingseinheiten tatsächlich locker absolvieren
  • technische Vorgaben im Schwimmen umsetzen
  • wichtige Trainingseinheiten konzentriert und sauber durchführen

Ergebnisziele

Ergebnisziele beschreiben das gewünschte Endergebnis.

Beispiele sind:

  • eine bestimmte Endzeit erreichen
  • eine Altersklasse gewinnen
  • sich für eine Meisterschaft qualifizieren
  • eine persönliche Bestleistung aufstellen
  • einen bestimmten Platz belegen

Ergebnisziele können sehr motivierend sein.

Sie sind aber nie vollständig kontrollierbar, weil auch äußere Faktoren eine Rolle spielen.

Dazu gehören:

  • Konkurrenz
  • Wetter
  • Streckenprofil
  • Defekte
  • Rennverlauf
  • gesundheitliche Probleme
  • kurzfristige Änderungen der Bedingungen

Deshalb sollten Ergebnisziele immer mit konkreten Leistungszielen verbunden werden.

Leistungsziele geben im Wettkampf Orientierung

Nehmen wir als Beispiel den Marathon innerhalb einer Langdistanz.

Das allgemeine Ziel könnte lauten:

Ich möchte im Marathon mein bestmögliches Rennen zeigen.

Das klingt zunächst sinnvoll, ist aber noch zu ungenau.

Ein konkretes Leistungsziel könnte so aussehen:

  • die ersten 10 bis 15 Kilometer bewusst kontrolliert laufen
  • ein vorher festgelegtes Gefühl und Belastungsniveau einhalten
  • den Puls zunächst innerhalb eines definierten Bereichs halten
  • das geplante Tempo nicht durch Übermotivation überschreiten
  • Verpflegung und Flüssigkeitsaufnahme konsequent umsetzen
  • erst im letzten Rennabschnitt nach Gefühl stärker investieren

Für viele Athleten bedeutet „alles geben“ am Anfang gerade nicht, möglichst schnell zu laufen.

Es bedeutet zunächst, sich zurückzuhalten.

Wer in den ersten Kilometern zu viel Energie verbraucht, kann am Ende nicht mehr auf die eigenen Leistungsreserven zugreifen.

Der Athlet zahlt also zunächst bewusst in das Rennen ein und versucht, diesen Einsatz im letzten Abschnitt zurückzubekommen.

So wird aus einem allgemeinen Wunsch ein konkretes, steuerbares Leistungsziel.

Auch das tägliche Training braucht klare Ziele

Leistungsziele sind nicht nur für Wettkämpfe wichtig.

Auch jede Trainingseinheit sollte einen klaren Zweck haben.

Wenn eine Einheit hart sein soll, muss der Athlet bereit sein, konzentriert und konsequent zu arbeiten.

Wenn eine Einheit locker sein soll, darf sie nicht jedes Mal zu einem versteckten Wettkampf werden.

Gerade motivierte Athleten machen häufig den Fehler, lockere Einheiten zu schnell und harte Einheiten nicht konsequent genug durchzuführen.

Dadurch verschwimmen die Trainingsreize.

Ein sinnvolles Leistungsziel für eine lockere Radausfahrt kann deshalb sein:

  • kontrollierte Intensität
  • ruhiger Tritt
  • kein unnötiges Beschleunigen an Steigungen
  • gleichmäßige Energiezufuhr
  • am Ende frisch und nicht erschöpft ankommen

Ein Leistungsziel für ein Intervalltraining könnte dagegen lauten:

  • alle Wiederholungen im geplanten Bereich absolvieren
  • die Technik auch unter Belastung stabil halten
  • nicht mit der ersten Wiederholung das gesamte Training gewinnen wollen
  • die letzte Wiederholung noch kontrolliert abschließen können

Gutes Training bedeutet nicht, jede Einheit maximal hart zu gestalten.

Es bedeutet, jede Einheit so umzusetzen, wie sie geplant war.

jede Einheit so umsetzen, wie sie geplant war

Ergebnisziele dürfen groß sein

Viele junge oder ambitionierte Athleten träumen davon, Olympiasieger, Weltmeister oder Ironman-Sieger zu werden.

Solche Ziele sind nicht grundsätzlich falsch.

Große Ziele können inspirieren und langfristig Motivation schaffen.

Problematisch wird es erst, wenn zwischen Wunsch und realistischen Voraussetzungen kein ehrlicher Abgleich stattfindet.

Ein gutes Ergebnisziel sollte herausfordernd sein. Es darf etwas über dem liegen, was aktuell sicher erreichbar erscheint.

Es sollte aber dennoch einen nachvollziehbaren Weg dorthin geben.

Die entscheidende Frage lautet:

Wie groß ist das tatsächliche Entwicklungspotenzial des Athleten?

Dabei können verschiedene Informationen helfen:

  • bisherige Leistungsentwicklung
  • Trainingsjahre
  • Umfang und Qualität des bisherigen Trainings
  • physiologische Voraussetzungen
  • Leistungsdiagnostik
  • technische Fähigkeiten
  • Belastbarkeit
  • Regenerationsfähigkeit
  • verfügbare Trainingszeit
  • Motivation und langfristige Bereitschaft

Trotzdem bleiben Prognosen immer mit Unsicherheit verbunden.

Gerade bei längerfristigen Zielen über drei oder fünf Jahre kann niemand die Entwicklung exakt vorhersagen.

Ziele müssen zum Talent und Entwicklungspotenzial passen

Nicht jeder Athlet bringt dieselben Voraussetzungen mit.

Manche entwickeln sich sehr schnell, sobald sie strukturiert trainieren. Andere brauchen deutlich mehr Zeit für vergleichbare Fortschritte.

Ein Athlet kann eine hohe Ausdauer besitzen, aber im Schwimmen technisch stark limitiert sein.

Ein anderer bringt großes Bewegungstalent mit, ist aber nur begrenzt belastbar.

Ein dritter ist körperlich robust, verliert jedoch schnell die Motivation, wenn Training zu monoton oder zu umfangreich wird.

Eine ehrliche Zielsetzung muss deshalb berücksichtigen:

  • Was kann der Athlet bereits?
  • Wo liegen seine Stärken?
  • Welche Schwächen begrenzen die Leistung?
  • Wie gut reagiert er auf Training?
  • Wie viel Entwicklung ist wahrscheinlich?
  • Wie viel Aufwand ist dafür nötig?
  • Ist der Athlet bereit, diesen Aufwand langfristig zu investieren?

Ein Ziel darf ambitioniert sein.

Es sollte aber nicht auf einer Fantasie beruhen, die alle Voraussetzungen und Grenzen ignoriert.

Talent und Entwicklungspotenzial

Ein Ziel steht nie allein

Fast jedes sportliche Ziel ist an Bedingungen geknüpft.

Ein Athlet möchte vielleicht eine Langdistanz unter einer bestimmten Zeit absolvieren, aber gleichzeitig:

  • nicht mehr als zehn Stunden pro Woche trainieren
  • nur selten schwimmen
  • keine langen Einheiten am Wochenende machen
  • Beruf und Familie nicht einschränken
  • keine Trainingslager besuchen
  • möglichst flexibel bleiben
  • gesundheitlich kein großes Risiko eingehen

Diese Wünsche sind verständlich.

Sie müssen aber mit dem Ziel zusammenpassen.

Je anspruchsvoller das Ergebnisziel ist, desto größer wird meist der notwendige Aufwand.

Wenn der erforderliche Aufwand nicht zur Lebenssituation passt, gibt es drei Möglichkeiten:

  1. das Ziel anpassen
  2. den Zeitrahmen verlängern
  3. die persönlichen Bedingungen verändern

Gutes Coaching bedeutet, diese Zusammenhänge offen anzusprechen.

Ziele müssen zum Alltag passen

Ein Ziel kann sportlich realistisch und trotzdem im aktuellen Leben unpassend sein.

Beruf, Familie, Schlaf, finanzielle Möglichkeiten und Gesundheit beeinflussen, welcher Weg tatsächlich umsetzbar ist.

Ein Athlet mit kleinen Kindern und einem belastenden Beruf braucht möglicherweise eine andere Planung als jemand mit sehr flexiblem Alltag.

Auch finanzielle Aspekte können eine Rolle spielen:

  • Startgebühren
  • Reisen
  • Ausrüstung
  • Trainingslager
  • Diagnostik
  • Coaching
  • Zeitaufwand

Das Ziel sollte deshalb nicht nur aus sportlicher Sicht attraktiv sein.

Es sollte auch mit dem restlichen Leben vereinbar sein.

Ein Ziel, das dauerhaft Konflikte, Stress oder Überforderung erzeugt, verliert irgendwann seine motivierende Wirkung.

Langfristige Ziele brauchen Zwischenziele

Große Ziele wirken oft weit entfernt.

Deshalb sollten sie in überschaubare Zwischenziele unterteilt werden.

Ein Athlet mit dem langfristigen Ziel einer schnellen Langdistanz könnte beispielsweise folgende Schritte planen:

  • Schwimmtechnik verbessern
  • regelmäßiges Training stabilisieren
  • verletzungsfrei mehrere Monate trainieren
  • eine Sprintdistanz absolvieren
  • eine olympische Distanz kontrolliert finishen
  • erste Mitteldistanz vorbereiten
  • Verpflegung und Renneinteilung testen
  • Langdistanz gezielt aufbauen

Zwischenziele helfen dabei:

  • Fortschritte sichtbar zu machen
  • Motivation zu erhalten
  • die Entwicklung zu überprüfen
  • Fehler frühzeitig zu erkennen
  • das langfristige Ziel bei Bedarf anzupassen

Ein langfristiges Ergebnisziel ohne Zwischenziele bleibt häufig nur ein Traum.

Mit klaren Entwicklungsschritten wird daraus ein Plan.

Ein Coach muss an den Athleten glauben

Als Triathlon Trainer gehört es zu meiner Aufgabe, Möglichkeiten zu erkennen, die der Athlet selbst vielleicht noch nicht sieht.

Ein guter Coach sollte an die Entwicklung des Athleten glauben und ihn ermutigen, ambitioniert zu denken.

Gleichzeitig trägt er Verantwortung dafür, den Athleten nicht unkontrolliert zu überfordern.

Diese Balance ist schwierig.

Wer jede Grenze zu vorsichtig beurteilt, verhindert möglicherweise Entwicklung.

Wer dagegen ständig davon ausgeht, dass immer noch mehr möglich sein muss, erhöht das Risiko von Überlastung, Verletzungen und langfristigem Motivationsverlust.

Ein Coach sollte deshalb vielleicht tatsächlich etwas mehr Potenzial im Athleten sehen, als aktuell sichtbar ist.

Er muss aber bereit sein, die Entwicklung laufend neu zu beurteilen.

Nicht jeder Athlet muss nach theoretischen 100 Prozent seines Potenzials streben.

Manchmal sind 90 oder 95 Prozent die bessere Lösung, wenn der Preis für die letzten Prozent unverhältnismäßig hoch wäre.

Ziele dürfen verändert werden

Ein einmal gesetztes Ziel muss nicht für immer gelten.

Lebensbedingungen ändern sich.

Vielleicht entsteht eine Verletzung. Vielleicht verändert sich der Beruf. Vielleicht wird die Familie wichtiger. Vielleicht verliert ein bestimmter Wettkampf seinen Reiz.

Ein Ziel anzupassen ist nicht automatisch ein Scheitern.

Es kann Ausdruck von Erfahrung, Selbstkenntnis und vernünftiger Planung sein.

Entscheidend ist nicht, an jedem alten Ziel festzuhalten.

Entscheidend ist, weiterhin eine Richtung zu haben, die zur aktuellen Lebenssituation passt.

Fazit: Ein gutes Ziel motiviert und gibt Orientierung

Ziele sind ein wichtiger Bestandteil des Triathlonsports.

Sie geben dem Training Richtung, schaffen Motivation und helfen dabei, Fortschritte zu bewerten.

Gute Zielsetzung bedeutet jedoch mehr, als eine Endzeit oder Platzierung aufzuschreiben.

Ein sinnvolles Ziel ist:

  • konkret
  • nachvollziehbar
  • herausfordernd
  • möglichst realistisch
  • mit Leistungszielen verbunden
  • an den Alltag angepasst
  • langfristig überprüfbar
  • bei Bedarf veränderbar

Ergebnisziele dürfen uns inspirieren.

Leistungsziele zeigen uns, was wir konkret tun können.

Und eine gute Trainingsplanung verbindet beide mit Talent, Belastbarkeit und dem echten Leben.

Der nächste Schritt

Du möchtest ein sportliches Ziel definieren und daraus einen realistischen Trainingsweg entwickeln?

Auf Ad Extremum findest du weitere Informationen zu meinem individuellen Triathlon Coaching und zu persönlich erstellten Trainingsplänen.

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Saisonplanung

Triathlon-Trainer – Tipps für effektives Training im Herbst

Die diesjährige Triathlon-Saison neigt sich dem Ende zu (mit dem Ironman Hawaii am kommenden Wochenende), und gleichzeitig steht der Beginn einer neuen Saison bevor. Du bist kein gewöhnlicher Mensch, wenn du ein Triathlet bist. Du verfügst über enorme Energie, Willenskraft und den Drang, sofort Dinge zu erledigen. Diese Einstellung gilt auch für dein Training, und im Herbst widmest du dich daher mit vollem Einsatz deinem Triathlontraining.

Ausdauer ist jedoch eine Eigenschaft, die sich langsam, aber sicher entwickelt. Wenn du dich jetzt im Herbst voll auf das Ausdauertraining konzentrierst, kann dies schnell zur Frustration führen, da der Fortschritt langsam ist. Selbst wenn du ein oder zwei Jahre lang intensiv trainierst, erreichst du nur eine bestimmte Ebene. Dies erhöht zudem auch das Verletzungsrisiko erheblich. Selbst wenn du aufgrund deiner Fitness mehr trainieren könntest, ist dies nicht immer klug. Muskeln benötigen doppelt so lange zur Erholung, während Knochen, Sehnen und Bänder sogar dreimal so lange brauchen.

Wie solltest du also im Herbst mit dem Training beginnen?

Dein Training sollte stufenweise erfolgen. Du solltest die Gesamtbelastung von Monat zu Monat erhöhen, immer nach einer kurzen Erholungsphase. Dies erfordert natürlich Fachwissen und oft auch Erfahrung.

Wenn du Vollzeit trainieren kannst, ist es möglich, nach vielen Jahren Training das Trainingspensum auf 30 bis 40 Stunden pro Woche zu erhöhen, bevor dein individuelles Belastungsmaximum erreicht ist.

An diesem Punkt fragen mich Athleten oft: „Wenn ich maximal 10 Stunden pro Woche zum Training habe, bedeutet das, dass ich mit zwei oder drei Stunden Training beginnen muss?“ Ja und nein! Wenn du ein Anfänger bist, könnten 3 Stunden Training pro Woche ein guter Ausgangspunkt sein. Wenn du bereits jahrelang Sport treibst, kannst du ein stufenweises Training entwickeln, bei dem du monatlich zu sportartspezifischerem Training übergehst, während die Trainingsstunden fast gleich bleiben.

In der Praxis bedeutet das, dass du zunächst im Schwimmen an deiner Technik arbeitest und verschiedene Schwimmstile ausprobieren solltest, während dein Lauftraining beispielsweise mit Gehen, Nordic Walking, Cross-Lauf, Aquajogging oder Inline-Skaten beginnt. Dein Programm umfasst auch verschiedene Übungen, um deine Kraft, Elastizität und Beweglichkeit zu verbessern. Auch gelegentliches Radfahren (Gravel, Mountainbike, Rollentrainer, Spinning usw.) sollte hier ohne Problem Platz finden. Etwa drei Monate vor deinem Hauptwettkampf sollten dann Schwimmen, Radfahren und Laufen im Mittelpunkt stehen, und in den letzten drei Monaten wird die Intensität noch gesteigert, um rechtzeitig topfit zu sein.

Fazit:

  • Jetzt ist es Zeit für lockeres und abwechslungsreiches Training.
  • Trau dich, wichtige Eigenschaften wie Kraft, Elastizität, Geschwindigkeit, Beweglichkeit und Koordination zu trainieren, für die später nicht mehr genug Zeit übrig bleibt.
  • Genieße die zusätzliche Zeit für andere Hobbys, Arbeit und deine Familie.
  • Wenn du Motivation für das Wintertraining benötigst, kann ein Winterwettkampf, ein Trainingslager im Süden oder natürlich ein kompetenter Triathlon-Trainer die notwendige Motivation bieten.
  • Wenn du mit dem Training beginnst, solltest du auf einem etwas höheren Niveau starten als im Vorjahr.

Denke daran: „Wenn du immer das tust, was du immer getan hast, bekommst du immer das, was du immer bekommen hast!“

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Bennie Lindberg-Spass im Dreck mit dem Bike

Wie viele Fahrräder

Entscheide dich für ein Gravelbike.

Wie viele Fahrräder benötigt ein Triathlet?

Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, dass ein Triathlet immer ein Fahrrad mehr gebrauchen kann, als er bereits besitzt! Folglich, wenn wir die aktuelle Anzahl der Fahrräder mit A bezeichnen, beträgt die ideale Anzahl der Fahrräder (I) immer:

I = A + 1.

Doch wie sieht die Realität aus?

Ein Triathlet benötigt in erster Linie ein Triathlonrad.

Falls dieser Triathlet jedoch klug war, hat er nicht sofort ein Triathlonrad erworben, sondern ein halbwegs preiswertes Rennrad verwendet, um seinen ersten Triathlon zu bestreiten. Dieses Fahrrad wird später oft zum Trainingsrad und/oder  zum „Rollen Rad“.

Aber das ist noch nicht alles! Was ist mit einem Mountainbike, einem Gravelbike oder einem schicken Rennrad?

Falls es nicht nur eine emotionale Entscheidung ist, liefert das Global Cycling Network harte Fakten. Dort werden die Leistungsunterschiede zwischen einem „fetten“ Gravelbike und einem „schicken“ Rennrad verglichen, und sie sind oft kleiner als gedacht.

(Der Youtube Video kannst du im Orginal im Anschluss sehen!)

Falls du also keine Mountainbike- oder Rennradrennen fahren möchtest und nach einem Trainingsrad suchst, ist die klare Antwort: Entscheide dich für ein Gravelbike. Im Winter kannst du gröbere Reifen und Schutzbleche darauf montieren, während du für Trainingslager oder im Sommer die Schutzbleche entfernen und leichtere Rennradreifen verwenden kannst.

Insgesamt könnte ein Triathlet also drei Fahrräder besitzen, ohne dass er dadurch Nachteile erlebt.

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Triathlon Training auf der Promenade in Playitas

Wie werde ich glücklich?

6 Tipps um glücklich zu sein

Gerade ist ein finnisches Buch erschienen: „Auf der Suche nach dem Glück“. In diesem Buch beschreibt der finnische Psychiater Juhani Mattila, wie man Glück finden kann. Hier sind seine sechs Tipps für ein glücklicheres Leben:

  1. Vermeide übermäßiges Grübeln über dich selbst. Die Fixierung auf sich selbst kann einen Menschen in seine eigene Blase einschließen.
  2. Beruhige dich und lebe im Moment: Glück wird nur im gegenwärtigen Augenblick empfunden.
  3. Lerne den Wert von guten Leistungen zu schätzen, ohne sie mit Perfektion zu vergleichen.
  4. Ärgere dich nicht über Kleinigkeiten und nimm Dinge nicht zu persönlich.
  5. Vermeide, bitter zu sein, denn Bitterkeit verschließt die Augen für Dankbarkeit.
  6. Investiere gezielt in Dinge, die dir Freude bereiten, und gestalte deine Tage entsprechend.

Ich persönlich finde diese Tipps sehr inspirierend! Viele dieser Faktoren können wir direkt oder indirekt durch den Sport lernen, während andere möglicherweise persönliche Eigenschaften sind, an denen wir sicherlich arbeiten können.

Kiitos! (Danke!)

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Laufanalyse mit Triathlon Coach Bennie Lindberg

Arbeiten als Triathlon Coach

Arbeiten als Triathlon Coach

Ein Blick hinter die Kulissen eines Triathlon Trainers

Laufanalyse mit Triathlon Coach Bennie Lindberg

Viele Athleten denken beim Begriff Triathlon Coaching zuerst an Trainingspläne. Doch die eigentliche Arbeit eines Coaches beginnt lange vor der ersten geplanten Einheit und endet auch nicht mit dem Versenden eines Wochenplans.

Als Triathlon Coach begleite ich Athleten über einen längeren Zeitraum. Dabei geht es um Analyse, Zielsetzung, Trainingssteuerung, Kommunikation und die ständige Anpassung an das wirkliche Leben.

Der Einstieg in eine neue Zusammenarbeit

Wenn ich eine Anfrage von einem Athleten erhalte, besteht der erste Schritt immer darin, uns kennenzulernen.

Wir müssen herausfinden, wie die andere Person denkt, welche Erwartungen sie hat und ob wir auf derselben Wellenlänge liegen. Oft reicht dafür zunächst ein ausführliches Telefonat.

Wenn der erste Eindruck für beide Seiten passt, folgt ein längeres Gespräch – online oder persönlich. Im Idealfall habe ich bereits Trainingsdaten, Wettkampfergebnisse oder andere Informationen erhalten, die ich vorab analysieren kann.

Dieses erste Gespräch ist häufig sehr aufschlussreich. Durch meine langjährige Erfahrung in der Betreuung unterschiedlichster Sportler kann ich Zusammenhänge oft schnell erkennen und verständlich erklären.

Für viele Athleten ist das bereits ein erster Augenöffner.

Mehr über mein Triathlon Coaching

Ziele, Alltag und Voraussetzungen verstehen

Im nächsten Schritt geht es um die Ziele des Athleten.

Dabei reicht es nicht, einfach zu sagen:

  • schneller werden
  • einen Ironman finishen
  • eine neue Bestzeit erreichen
  • erstmals an einem Triathlon teilnehmen

Wir müssen auch klären, wie realistisch das Ziel ist und welcher Weg dorthin passt.

Dazu gehören Fragen wie:

  • Wie viel Zeit steht tatsächlich für das Training zur Verfügung?
  • Welche beruflichen und familiären Verpflichtungen gibt es?
  • Welche Stärken und Schwächen bringt der Athlet mit?
  • Welche Erfahrungen wurden bisher gemacht?
  • Wie hoch ist die aktuelle Belastbarkeit?
  • Welche Trainingsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?
  • Welchen Stellenwert soll der Sport im Leben einnehmen?

Nicht jeder möchte oder kann alles dem sportlichen Erfolg unterordnen. Beruf, Familie, Gesundheit und andere Interessen spielen eine wichtige Rolle und müssen berücksichtigt werden.

Ein gutes Triathlon Coaching richtet sich deshalb nicht nur nach dem Wettkampfziel, sondern nach dem gesamten Menschen.

Ziele müssen veränderbar bleiben

Die Voraussetzungen für Training können sich jederzeit verändern.

Ein neuer Arbeitsplatz, mehr familiäre Verpflichtungen, gesundheitliche Probleme oder unerwarteter Stress können einen ursprünglich sinnvollen Plan plötzlich unrealistisch machen.

Hier ist Erfahrung gefragt.

Manchmal bedeutet gutes Coaching, einen Athleten auf Kurs zu halten. In anderen Situationen ist es sinnvoller, das Ziel neu zu bewerten oder den Weg dorthin zu verändern.

Wenn Ziele, Belastung und Alltag nicht sauber aufeinander abgestimmt sind, entsteht schnell unnötiger Stress. Im schlechtesten Fall führt das zu Überlastung, Krankheit oder Verletzungen.

Ein Coach muss deshalb nicht nur motivieren, sondern bei Bedarf auch bremsen.

Erst dann beginnt die Trainingsplanung

Erst wenn die grundlegenden Fragen geklärt sind, beginnt die konkrete Trainingsplanung.

Viele Athleten sind zunächst überrascht, wie wenig Training ich im Herbst einplane. Gleichzeitig staunen sie einige Monate später darüber, wie problemlos sich im Frühjahr oder Sommer deutlich größere Umfänge bewältigen lassen.

Das ist kein Zufall.

Ein sinnvoller Trainingsaufbau entwickelt Belastbarkeit schrittweise. Ziel ist nicht, möglichst früh möglichst viel zu trainieren, sondern zum richtigen Zeitpunkt belastbar und leistungsfähig zu sein.

Dabei berücksichtige ich:

  • Trainingsalter
  • aktuelles Leistungsniveau
  • verfügbare Zeit
  • Wettkampfziele
  • Regenerationsfähigkeit
  • berufliche und familiäre Belastung
  • individuelle Reaktion auf unterschiedliche Trainingsreize

Erst daraus entsteht ein persönlicher Trainingsplan.

persönlicher Trainingsplan

Ausrüstung und Trainingsmöglichkeiten sinnvoll nutzen

Auch die vorhandenen Trainingsmöglichkeiten und die Ausrüstung spielen eine Rolle.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Geld auszugeben. Die entscheidende Frage lautet:

Welche Investition bringt für diesen Athleten den größten sinnvollen Nutzen?

Manchmal ist eine Leistungsdiagnostik sinnvoll. In anderen Fällen bringt eine bessere Schwimmtechnik, ein passender Leistungsmesser oder eine vernünftige Trainingssteuerung deutlich mehr.

Gleichzeitig muss der Coach auch wissen, was der Athlet wirklich bereit ist zu tun.

Nicht jede effektive Trainingsmaßnahme macht automatisch Spaß. Deshalb muss geklärt werden, wie Leistung, Motivation und Freude am Sport gewichtet werden sollen.

Ein guter Plan muss nicht nur physiologisch funktionieren. Er muss auch so gestaltet sein, dass der Athlet ihn langfristig umsetzen kann.

Kommunikation gehört zum Coaching

Sobald das Training beginnt, wird die Kommunikation besonders wichtig.

Der Athlet muss mitteilen:

  • wann er trainieren kann
  • welche festen Vereinseinheiten bestehen
  • ob sich der Alltag verändert
  • ob Einheiten nicht wie geplant funktionieren
  • ob Schmerzen, Müdigkeit oder Unsicherheit auftreten
  • ob mehr oder weniger Training möglich ist

Auf dieser Grundlage passe ich das Training laufend an.

Ein Trainingsplan ist keine starre Vorschrift. Er ist ein Arbeitsinstrument, das sich an der Entwicklung des Athleten orientiert.

Wenn etwas unklar ist, wird es besprochen. Wenn eine Einheit nicht passt, wird sie verändert. Wenn mehr Training möglich wäre, muss geprüft werden, ob mehr tatsächlich auch besser ist.

Nur durch offenen Austausch kann ein Coach das Training sinnvoll steuern.

offenen Austausch

Training ist ein laufender Prozess

Mit dem ersten Trainingsplan beginnt die eigentliche Zusammenarbeit erst.

Training entwickelt sich ständig weiter. Ein Athlet wird fitter, müder, sicherer oder manchmal auch unsicherer. Berufliche Situationen ändern sich, Wettkämpfe rücken näher und neue Fragen entstehen.

Deshalb muss ein Coach regelmäßig prüfen:

  • Funktioniert der aktuelle Plan?
  • Reagiert der Athlet wie erwartet?
  • Muss die Belastung erhöht oder reduziert werden?
  • Stimmen Erholung und Trainingswirkung?
  • Verändert sich das ursprüngliche Ziel?
  • Welche Einheit bringt aktuell den größten Nutzen?

Coaching ist deshalb ein fortlaufender Prozess aus Planung, Beobachtung, Rückmeldung und Anpassung.

Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem allgemeinen Trainingsplan und einer persönlichen Betreuung.

Ein Triathlon Coach muss sich ständig weiterentwickeln

Die Arbeit endet nicht mit der Betreuung der Athleten.

Trainingswissenschaft, Diagnostik, Technik und Material entwickeln sich ständig weiter. Wer aufhört zu lernen, verliert früher oder später den Anschluss.

Zu meiner Arbeit gehören deshalb auch:

  • Fachliteratur lesen
  • neue wissenschaftliche Erkenntnisse einordnen
  • Trainingsmethoden hinterfragen
  • Erfahrungen auswerten
  • Wissen mit anderen Trainern austauschen
  • andere Sportarten beobachten
  • internationale Entwicklungen verfolgen

Dabei ist nicht jede neue Methode automatisch besser.

Erfahrung hilft dabei, zwischen kurzfristigen Trends und wirklich sinnvollen Entwicklungen zu unterscheiden.

Ein guter Coach übernimmt nicht einfach jede neue Idee. Er prüft, ob sie zum Athleten, zum Ziel und zur jeweiligen Situation passt.

Persönliches Coaching und praktische Arbeit

Neben Online-Coaching und Trainingsplanung gehört auch direkter Kontakt mit Athleten zu meiner Arbeit.

Dazu können gehören:

  • persönliche Trainingseinheiten
  • Technikschulung
  • Schwimmtraining
  • Leistungsdiagnostik
  • Trainingscamps
  • Wettkampfvorbereitung
  • Gespräche vor und nach wichtigen Rennen

Diese praktische Arbeit liefert wertvolle Eindrücke, die allein aus Daten oft nicht erkennbar sind.

Manchmal sieht man in einer Bewegung, einer Körperhaltung oder einem Gespräch mehr als in einer ganzen Trainingsdatei.

Der Alltag eines selbständigen Triathlon Trainers

Zur Arbeit eines selbständigen Coaches gehören allerdings nicht nur Training und Sport.

Auch ganz normale unternehmerische Aufgaben müssen erledigt werden:

  • Buchführung
  • Steuern
  • Versicherungen
  • Organisation
  • Kundenkommunikation
  • Marketing
  • Websitepflege
  • Planung von Camps und Veranstaltungen
  • Weiterbildung

Das bedeutet: Ein selbständiger Triathlon Trainer arbeitet nicht nur am Trainingsplan, sondern gleichzeitig auch an seinem Unternehmen.

Gerade diese Mischung macht den Beruf anspruchsvoll und abwechslungsreich.

Fazit: Ein spannender Beruf mit viel Verantwortung

Die Arbeit als Triathlon Coach umfasst deutlich mehr als das Erstellen von Trainingsplänen.

Sie besteht aus:

  • Analyse
  • Kommunikation
  • Zielsetzung
  • Trainingsplanung
  • Anpassung
  • Motivation
  • Weiterbildung
  • praktischer Arbeit
  • unternehmerischer Verantwortung

Der Coach begleitet nicht nur Training. Er begleitet einen Menschen auf dem Weg zu einem sportlichen Ziel.

Genau das macht diesen Beruf für mich so spannend.

Der nächste Schritt

Du suchst einen erfahrenen Triathlon Coach, der dein Training individuell plant und regelmäßig an deinen Alltag, deine Entwicklung und deine Ziele anpasst?

Auf Ad Extremum findest du weitere Informationen zu meinem persönlichen Triathlon Coaching für Einsteiger, Age-Grouper, Langdistanz-Athleten und leistungsorientierte Sportler.

Zum persönlichen Triathlon Coaching

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Triathlon Coach Bennie Lindberg hat den Athleten betreut beim 70.3 Ironman VM in Lahti Finnland

Weltmeisterschaft tauglich?

Ironman 70.3 Lahti – Ironman Nizza

Vor anderthalb Wochen endeten die Ironman 70.3 Weltmeisterschaften in Lahti, Finnland, mit 6.000 Teilnehmern, und am kommenden Wochenende steht die Lang Distanz Ironman Weltmeisterschaft mit 2255 männlichen Athleten an.

Bevor ich mich tiefer in das Thema vertiefe, möchte ich betonen, dass Ironman ein Unternehmen ist, dessen Hauptziel darin besteht, Geld zu verdienen. Sportliche und kulturelle Aspekte kommen erst danach. Das wollte ich neutral festhalten.

Der Titel „Weltmeisterschaft“ bezieht sich auch auf den Markennamen Ironman. Genauso gut könnte Haribo Weltmeisterschaften im Gummibärenessen veranstalten.

Hawaii ist die Geburtsstätte des Langdistanz-Triathlons, und es war Tradition, dass die besten Triathleten jedes Jahr hier starteten, um herauszufinden, wer unter den speziellen Bedingungen dieser Insel der Beste ist. In gewisser Hinsicht waren es also immer die Weltmeisterschaften.

Jetzt hat sich dies definitiv geändert. In der 70.3 Ironman Serie ist es schon länger üblich, den Veranstaltungsort der Weltmeisterschaften zu ändern. Der Ironman-Zirkus zieht dann irgendwann weiter, und ähnlich wie bei McDonald’s wird überall dasselbe Menü serviert, unabhängig vom Ort.

In Lahti habe ich eine grandiose Organisation gesehen aber  das typisch Finnische vermisst. Klar, die finnische Natur war präsent, das Wort „Sisu“ war häufig zu sehen, aber ansonsten gab es sehr wenig Finnland zu spüren.

In Finnland habe ich mich auch gefragt: Müssen wirklich 2000 Frauen und 4000 Männer zur Weltmeisterschaft zugelassen werden? Ich stand an der Schwimmstrecke bei der 200-Meter-Marke. Schon vorher musste der Rettungsschwimmer zweimal bei den Frauen eingreifen, und das bei einer Weltmeisterschaft, bei der die Besten der Besten antreten sollten.

Es ist sicherlich schön, dass viele an den Weltmeisterschaften teilnehmen können, aber wenn die Hürden für Langdistanz-Triathlon immer niedriger werden und die Teilnehmerzahlen weiter steigen, besteht die Gefahr, dass nicht nur gesunde und ärztlich kontrollierte Menschen teilnehmen. Vielleicht nehmen auch viele Athleten die Herausforderung zu leicht. In diesem Fall sollten wir uns nicht über steigende Todesraten im Triathlon wundern.

4000 Männer bei einer Halbdistanz – natürlich kann es nicht so ablaufen, wie es ursprünglich im Triathlon gedacht war: Jeder macht sein eigenes Rennen, ohne Windschattenfahren, und am Ende sehen wir, wer am schnellsten war. Altersklassenstartblöcke und ein „rolling start“ innerhalb dieser Startblöcke sind eine gute Idee, aber selbst die besten Ideen funktionieren nicht mit zu vielen Teilnehmern.

Weltmeisterschaften hier und dort, Weltcup, PTO, Olympia – mit zu vielen wichtigen Rennen wird es unübersichtlich, und die Bedeutung verwässert sich. In Lahti war das Starterfeld wirklich stark, sogar unglaublich stark, aber ein sensationeller Dreifach-Triumph der deutschen „Jungen“ wurde kaum beachtet! Sehr schade.

Der kommende Sonntag in Nizza wird sportlich sicherlich spannend sein, aber als Veranstaltung befürchte ich eine Art „Ironman-McDonald’s-Menü“. Ich hoffe, ich irre mich, und Nizza kann sich so präsentieren, wie es einmal war, aber das ist vielleicht ein kleiner Traum.

Die Ironman Weltmeisterschaften in Nizza sind nicht dasselbe wie die Ironman Weltmeisterschaften in Hawaii. Sicherlich wird ein sehr, sehr guter Triathlet gewinnen, wahrscheinlich derzeit der stärkste Langdistanz-Triathlet (dank der Preisgelder).

Sportlich erwarte ich hier ein gutes und faires Rennen. Die Strecke von 180 km und die 2255 Teilnehmer sind Fakten, die vielversprechend klingen.

Für mich persönlich war bis jetzt immer der beste Triathlet (in allen Distanzen) derjenige, der gerade Hawaii gewonnen hat! Immer die gleichen Bedingungen, praktisch dieselbe Strecke, das gleiche Klima und der gleiche Zeitpunkt im Jahr. Hawaii-Sieger gleich bester Triathlet. Punkt!

Die Weltmeisterschaften in Nizza müssen jedoch nicht zwangsläufig schlecht sein. Für Europäer ist Nizza viel einfacher zu erreichen als Hawaii, und für Amerikaner könnte Nizza sogar exotischer sein als Hawaii.

Ich habe immer noch das Gefühl, dass die wahren Ironman-Sieger auf Hawaii gemacht werden. Das bietet jedoch in den Zwischenjahren eine verdiente Bühne für Olympia, PTO und Challenge Roth, um noch mehr zu glänzen. Das ist gut für den Sport, und dafür können wir Ironman dankbar sein.

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