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Autor: Bennie Lindberg

Collage über das triathlon Wochenende in Roth und Lahti, Finnland

Was für eine Wochenende

Das letzte Wochenende war sehr speziell!

Collage über das triathlon Wochenende roth, Lahti

Nicht nur ist unsere Tochter Ida gerade zum Welt gekommen, es war ein Wochenende mit viele große Veranstaltungen!

In Roth rock Alexander Bechtel seiner ersten Langdistanz hier ein kleine Bericht von ihn:

Erste Langdistanz geschafft (3.8km Schwimmen – 180km Rad – 42.2km Laufen)

Vielen Dank an alle, die mich am Sonntag virtuell oder an der Strecke der Challenge Roth angefeuert haben!!!

Habe meine erste Langdistanz in Roth in 9:05:45h absolviert und damit den 46. Gesamtplatz belegt (6. Platz in der Altersklasse). Bin sehr zufrieden, auch wenn ich mit den SUB 9h geliebäugelt hatte. Es ging allerdings keine Sekunde schneller, das haben mir auch die Sanitäter im Zielbereich bestätigt!

Bis auf die letzten 10-15km ist alles nach Plan gelaufen: War nach 55.30min aus dem Wasser, wo ich die meiste Zeit in meiner Komfortzone geschwommen bin. Auf dem Rad wurde es so ab Kilometer 140 schwer und die Wattzahlen sind etwas gesunken. Ich war dann nach 4.51h auf dem Rad eigentlich schon ziemlich bedient, War inklusive der beiden Wechsel wie geplant bei 5.50h Rennzeit auf der Laufstrecke und wollte einen 3:10h Marathon laufen. Das wäre eine 4:30min/km Pace und so bin ich auch los gelaufen. Ab Kilometer 30 konnte ich das Tempo allerdings nicht mehr halten und der Anstieg nach Büchenbach hat mir dann endgültig den Stecker gezogen.

So bin ich also mit gut 5min Verspätung ins Ziel getaumelt. Spaß hat es trotzdem gemacht, zumindest bis zur Hälfte des Marathons!

Gemeinsam mit meinen beiden schnellen Teamkollegen Alex Schmitt und Bernd Hagen konnte ich ausserdem den ersten Platz in der Teamwertung für für unser Team twenty.six e.V. Roth sichern!

Last but not least: Danke Bennie!

Und noch von meine Seite GLÜCKWUNSCH an alle Finisher und auch an alle die es versucht haben zu finishen! 

Premiere Ironman 70.3 Lahti, Finnland 

In Lahti waren Birgit und Kai Fügel sowie Oliver Brehm am Start!

Ein Bericht über das Rennen hat Kai schon für Tritime geschrieben und den Bericht findest du hier!

Und hier den Bericht von Oli:

Eigentlich sollte es Spaß machen

– Ein Wettkampfbericht von Oliver Brehm

Es ist erstaunlich wie schnell man unangenehme Dinge als Mensch verdrängen kann, einfach vergisst, als wären sie nie wirklich geschehen. Ist vielleicht auch gut so. Ich meine all der Ballast aus der Pubertät, die Hänseleien aus der Schule und die Unterdrückung durch größere Geschwister etc. Achso, habe ich ja gar nicht. Nur jüngere Brüder. War jetzt doch zu pathetisch irgendwie. Weiß auch nicht warum ich manchmal so abschweife. Egal.

Ich jedoch erinnere mich noch sehr genau an meinen Triathlon auf und zwischen den drei Nordsee-Inseln Amrum, Föhr und Sylt im letzten September – vor allem daran, dass ich ziemlich suboptimal vorbereitet war und den ganzen Wettkampftag gefroren habe. Nun ja, irgendwie scheine ich sowas anzuziehen. Und dabei sollte es diesmal ganz anders werden …

Ein See (nicht die Nordsee), Sommer (sogar Mittsommer), eine einfache Radstrecke (ohne Kurven, nicht windanfällig) und eine superflache, schnelle Laufstrecke. Dafür mit Ausland und die Strecke als echter Halb-Ironman, also 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen. Und dazu noch in Finnland. Okay, ich hatte nur drei Wochen Vorbereitung – meine Frau hat mich mit dem Startplatz als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk überrascht. Und die Überraschung ist ihr echt gelungen. Es hätte ein schöner ruhiger Sommer werden können, die nächsten Wochen noch locker trainieren und dann langsam bis zum Saisonhöhepunkt am 2. September zum BerlinMan die Form aufbauen. Aber gut, dann halt schon ein echter Wettkampf vorgezogen am 30. Juni. In Lahti, Finnland. Letztes Qualifikationsrennen für die Halb-Ironman WM in Südafrika – und ganz ehrlich, wenn ich schon mal einen echten (halben) Ironman mache, dann möchte ich mich doch auch für die WM qualifizieren. Ist ja immerhin mein dritter Triathlon überhaupt. Ich gebe es offen zu die Zeiten meiner Potentiellen Gegner in der Altersklasse überprüft zu haben und war mir sicher mit einer Endzeit von 4:45 h eine kleine aber reelle Chance für die Qualifikation zu haben. Und mit dem Ziel im Auge, ohne spezifisches Training und eigentlich zu wenig Zeit bin ich also am Freitag vor dem Wettkampf nach Finnland geflogen. Mein Rad, die Ausrüstung und den Neo ordentlich verpackt und noch schnell Unterkunft und Leihwagen gebucht – mein über ein Reisebüro gebuchter Shuttle wurde kurzfristig am Donnerstag Mittag per Anruf abgesagt – ein Radkoffer passt nicht in den Minivan! Dafür müsste der Fahrer die Sitze ausbauen und das kann er nicht. Alles klar, oder? Als häufig Reisender hat man Erfahrung mit solchen kleineren Widrigkeiten und nimmt das sportliche Herausforderung an.

Nun, die Anreise hat super geklappt und das mit dem Mietwagen auch. Vom Flughafen zum Ironman-Check in fahre ich eine Stunde nach Lahti – der Wintersportort schlechthin in Finnland (zumindest weithin bekannt vom Skispringen). Dort treffe ich mich bei der Sibelius Hall (Konzerthalle), die auch gleichzeitig für die Rennbesprechung, Ausgabe der Startunterlagen und Wettkampfzentrale genutzt wird, mit meinem Trainingspartner und Triathlon-Freund Alex. Er ist seit einer Woche in Finnland und hatte schönstes Sommerwetter mit bis zu 26° C. Er verbindet den Wettkampf mit Urlaub und ist deshalb mit dem Auto angereist, auf drei Etappen mit zwei Übernachtungen in Polen und Estland. Das  Wetter heute ist durchwachsen bis schlecht – immer wieder Regenschauer, Wind mit Böen und 12° C – nicht gerade optimal für einen Triathlon, aber die Bedingungen sind ja für alle gleich. Als eher schlechter Schwimmer beunruhigen mich die relativ hohen Wellen im See Vesijärvi, der sich direkt an der Sibelius Hall befindet. Ich komme gerade rechtzeitig zur Wettkampfbesprechung in Englischer Sprache, kann vorher noch recht entspannt meine Startunterlagen abholen. Der Radkurs führt uns Athleten über eine sehr flache Strecke durch die typische nordische Landschaft mit kleinen Dörfern und mehreren Seen, denen Finnland auch seinen Ruf als “Land der tausend Seen” zu verdanken hat. Die Laufstrecke ist ebenfalls flach und führt vorbei am Vesijärvi See und Skisprung-Zentrum. Mit 1.800 Startern ist es kein großes Teilnehmerfeld, aber auch kein ganz kleines. Der Rest scheint ziemlich entspannt zu werden, da das Rennen erst um 16:00 Uhr startet kann man am Wettkampftag bis drei Uhr nachmittags sein Rad und die Wechselkleidung einchecken. Der Organisations-Chefin Tiina Boman habe ich ein paar fränkische Spezialitäten mitgebracht – Wurst, Bier, Bocksbeutel – die ich ihr nach der Wettkampfbesprechung übergebe. Sie kennt meinen Coach und hat mir/meiner Frau kurzfristig den Start ermöglicht.

Wir haben eineinhalb Stunden Anreise von Alex‘ Blockhütte die er gemietet hat, die sehr idyllisch an einem der tausend Seen liegt und sich diesen nur mit einer weiteren Blockhütte mitten im Wald teilt, aber nicht 100 %ig ideal für den Wettkampf liegt. Dort fahren wir nach Besichtigung der Wechselzonen, Schwimmein-/Ausstieg und Laufstrecke hin. Um 23:00 Uhr kommen wir an, noch schnell das Rad aufbauen, Spaghetti-Essen (Carbo-Loading im Athleten-Deutsch), ein Dessert-Bier und ab ins Bett.

Der Wettkampftag: um 8:30 Uhr stehen wir auf – wach bin ich seit 5:00 Uhr, hell ist es seit 3:00 Uhr, dunkel wurde es um 1:00 Uhr. Also fast, so richtig dunkel war es gar nicht. Ich habe also kaum geschlafen, denn es gibt weder eine Jalousie noch Vorhänge in der Hütte. Aber kontrollierter Schlafentzug soll ja wie Doping wirken, steigert die Aggressivität. Mal sehen ob das auch bei mir wirkt. Ich öffne die Tür nach draußen auf die Terrasse und es kommt mir ziemlich kalte Luft entgegen. Der Sommer scheint nicht spontan über Nacht zurück gekommen zu sein. Aber vielleicht liegt es ja auch nur am Schlafmangel. Unser Gewinner-Frühstück besteht vor allem aus Kohlenhydraten – Carbo-Loading Part 2: Brötchen, Porridge, Croissants mit richtig viel Nutella (bekomme ich sonst nie).

Der nördlichste Ironman-Wettkampf der Welt macht quasi die Nacht zum Tag – für die letzten wird der Zieleinlauf um ca. Null Uhr sein – acht Stunden nach dem Start. Also immer noch taghell. Wir bereiten unsere Räder und Beutel für die Wechselzone gemeinsam vor, um uns gegenseitig zu kontrollieren, so vergisst man nicht so leicht die wesentlichen Sachen. Noch schnell die Reifen am Fahrrad aufpumpen und es kann los gehen. Aber irgendwie wollen mein Ventil und Alex‘ Luftpumpe nicht kooperieren und es geht keine Luft in den Reifen. Nicht gut. Nach ein paar Minuten zeigt mir Alex wie das geht – ich soll erst ein bisschen Luft rauslassen und dann pumpen. Das macht er auch immer so. Geht nicht. Probiert es wieder. Geht nicht. Probiert es weiter. Geht nicht. Nach gefühlten zehn Versuchen ist der Reifen komplett leer. Toll gemacht. Da sind zwei echte Profis am Werk. Zum Glück gibt es beim Fahrrad Check-in einen Werkstattservice.

Um elf Uhr fahren wir los nach Lahti und kommen dort um 12:30 Uhr an, Bike Check-in und Abgabe der Beutel in der Wechselzone. Alles schön kompakt hier, nur der Weg vom Schwimmausstieg ist recht lang. Wir schauen noch den Zieleinlauf an. Hier gilt es nach ca. 5 Stunden eine gute Figur zu machen, denn da werden die wichtigen Fotos gemacht. Ich liebe diese Anspannung vor dem Rennen, alles funktioniert mechanisch, im Kopf bin ich alles schon die Nacht zuvor durchgegangen – okay, hatte ja auch genug Zeit dafür, schlafen konnte ich ja sowieso nicht. Nein, das war nicht die Aufregung. Ich bin die Ruhe selbst. Zumindest im Vergleich zu Alex. Der hat schon deutlich mehr Triathlonerfahrung und hüpft hier sowas von nervös rum, dass könnte einen fast kirre werden könnte. Aber nicht ich. Ich werde eher ruhiger. Das habe ich mir über die Jahre als Wettkampfläufer für große Marathons antrainiert: Coolness. Zumindest äußerlich.

Danach heißt es ein ruhiges Plätzchen suchen und einfach etwas ausruhen und noch was Essen – Carbo-Loading Part 3: Bananen, Brötchen, Zimtschnecken und Iso-Getränke. Ab jetzt finde ich es irgendwie seltsam ständig dieses Zeug in mich reinstopfen zu müssen. Ja, müssen. Ich werden ca. 4.000 kcal verbrennen und darf auf keinen Fall zu wegen mangelhafter Energieversorgung Probleme im Rennen bekommen. Daher habe ich mir auch 2 Energieriegel auf das Oberrohr des Fahrrades geklebt, eine ganze Trinkflasche mit Energie-Gels gefüllt und in jeden Beutel ein Zusatz-Engergiegel gelegt. Vor dem Schwimmstart gibt es auch noch eines. Realistisch betrachtet bin ich damit immer noch im Minus, deshalb muss ich vorher ordentlich einbunkern und hoffen, dass im Wettkampf das Umschalten des Körpers von Kohlenhydrat- auf Fettverbrennung gut funktioniert.

15:00 Uhr: Wir machen uns langsam warm. 10 Minuten locker traben mit kurzen Steigerungsläufen und Dehnen.

15:30 Uhr: Wir ziehen den Neoprenanzug, geben die Wechselkleidung ab und schwimmen uns ein. Ich weiß zwar nicht genau warum, aber unser Coach hat es gesagt, also machen wir das. 17° C Wassertemperatur, es regnet und der Wind wird immer böiger. Und wir fluten den Neoprenanzug und schwimmen uns paar hundert Meter ein. Trotz zwei Bademützen sticht die Kälte am Kopf. Es wären auch Neoprensocken erlaubt gewesen (da unter 18,1° C Wassertemperatur), aber die liegen natürlich daheim in Weisendorf im Schrank.

15:45 Uhr: Startaufstellung zum Schwimmen. Wir reihen uns nach unseren Schwimmzeiten ein – Alex bei unter 35 Minuten (Ziel 33 Minuten) und ich bei unter 40 Minuten (Ziel 38 Minuten) – man muss ja realistisch bleiben. Jetzt kommt sogar kurz die Sonne raus. Vielleicht haben wir Glück und das Wetter bessert sich doch noch.

16:00 Uhr: Start der Profis und wir dürfen langsam aufrücken. Leider sehen wir von dem Spektakel nichts, es sind einfach zu viele Starter vor uns. Jetzt werde ich auch langsam nervös. Mein erster Ironman-Wettkampf und es gibt kein zurück mehr.

16:15 Uhr: der Rolling-Start macht es relativ angenehm – alle 5 Sekunden gehen 6 Starter zeitgleich ins Wasser. Das ist deutlich angenehmer, da es nicht zu einer Schlacht kommt um die beste Position und das schnelle Wegkommen. Ist das kalt. Ich brauche ein paar Minuten den eigenen Rhythmus zu finden und ruhig und gleichmäßig zu schwimmen. Die Orientierung fällt mir schwer, denn die Wellen, das trübe Wasser und die viel zu kleinen Bojen (zumindest in meinen Augen) führen bei mir als ungeübten Schwimmer dazu, dass ich ständig den Kopf ziemlich hoch aus dem Wasser heben muss. Das verschlechtert die Wasserlage und kostet wertvolle Minuten. Ich finde mich damit ab, dass ich heute keine Bestzeit schwimmen werde und hoffe nur gut wieder an Land zu kommen. Aber was soll’s, mittlerweile habe ich wenigstens keine Angst mehr von Brustschwimmern rechts überholt zu werden. Mit zunehmender Zeitspanne wird es auch immer kühler und ich fühle kaum noch was in den Fingern, aber der Schwimmausstieg kommt langsam näher. Ich von Anfang an eigentlich keine allzu großen Hoffnungen in diesen Triathlon gesetzt – zu wenig Vorbereitung, zu viele Unwägbarkeiten. Aber insgeheim hätte ich schon mehr erwartet als eine Schwimmzeit von 41 Minuten für 1,9 km. Ich quäle mich über die Stufen aus dem Wasser und merke dass ich leicht schwanke. Bin ich seekrank geworden? Nein, scheint doch nur an der Kälte und den klammen Füße zu liegen. Auf dem Weg in die Wechselzone versuche ich mich wie die anderen Starter bereits mit den Armen und dem Oberkörper aus dem Neoprenanzug zu schälen, aber irgendwie gelingt das denen besser als mir. In der Wechselzone schnappe ich mir meinen Radbeutel und zerre weiter am Neo, der sich beharrlich weigert über die Arme zu gehen – und so muskulös sind die auch nicht gerade. Also erst die Beine, aber irgendwie flutscht das heute nicht so wie sonst im Freibad. Ich bin einfach Klamm und durchgefroren, habe kein Gefühl und keine Kraft. Aber nach fast fünf Minuten ist das alles erledigt, der Helm auf dem Kopf, die Startnummer dran, Radschuhe an den Füßen. Dann noch schnell das Gel und auf die Toilette. Von jetzt an kann es nur noch besser werden, meine Disziplinen kommen. Im Watschel-Sprint zum Rad und auf geht es die 90 km zu bewältigen. Fast sieben Minuten in der Wechselzone sind ungefähr viereinhalb zu viel. Ab jetzt kann endlich überholen und gerade die ersten Strecke leicht bergauf Plätze gut machen. Der Wind und der immer wieder einsetzende Regen machen das aber nicht gerade zum Vergnügen und Temperaturen zwischen 13-15° C lassen mich weiter frieren. Auf der zweiten Hälfte der Strecke geht es langgezogen leicht bergab, ein Abschnitt der eigentlich 40-45 km/h hergeben sollte. Eigentlich. Denn ich habe ordentlich Gegenwind und immer wieder kommen leichte Böen dazu die mir die Hochkammer-Felgen blasen und das Handling schwierig machen. Immer wieder versetzt es mich leicht seitlich bei heftigen Windstößen. Und mehr als 30 km/h sind auch nicht drin. Meine angestrebte Zielzeit von 2:35 Stunden für das Radfahren schwindet auch langsam und mir wird bewusst, dass ein Triathlon in Finnland durchaus Wetterüberraschungen bereit halten kann. Nach 2:41 Stunden komme ich endlich wieder in den Wechselzone und kann meine Finger kaum mehr in Richtung Bremse bewegen, so steif gefroren bin ich mittlerweile. Rad aufhängen und ab schnell in Richtung Wechselbeutel für den abschließenden Halbmarathon. So schnell es halt geht. Radschuhe weg und Helm abnehmen – wenn es denn ginge. Ich bekomme den Verschluss vom Kinnriemen nicht auf, meine Finger bringen die Kraft dafür nicht auf. Also erst die Laufschuhe anziehen. Aber auch hier wird es schwierig, denn ich kann die Schnürsenkel nicht  binden. Also versuche ich wieder mit zunehmender Verzweiflung den Kinnriemen zu öffnen. Es geht nicht. Doch erst Schuhe binden. Ich rubble mir die Hände warm aber richtig elegant sieht das Ergebnis an den Füßen nicht aus. Jetzt aber den Helm ab. Immer noch verweigern die Finger den Dienst aber es kommt etwas Gefühl in die Fingerspitzen zurück und ich spüre dass es jetzt klappen kann. Endlich ist der Kinnriemen auf und ich habe über 5 Minuten in der Wechselzone verbracht, wieder viel zu lang. Aber jetzt kommt endlich meine Disziplin und ab jetzt überhole ich alle paar Meter andere Starter. Bis km 15 friere ich jedoch und kann meine volle Leistung nicht abrufen. Ab jetzt ist der Wettkampf nicht mehr zu gewinnen, ich kann nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Ab km 17 fange ich sogar leicht zu schwitzen an und es scheint doch auch langsam sonnig zu werden, so um kurz nach 21:00 Uhr. Ich laufe so schnell ich noch kann, leider ist das nicht mehr wirklich schnell sodass ich am Ende nur knapp unter 1:30 h die 21,1 km beenden kann und nach 5:04:21 Stunden ins Ziel komme – also kurz vor halb zehn abends. Alex ist kurz vor mir im Ziel und finisht in 5:00:13 Stunden. Ich fühle mich erstaunlich beschwingt und leicht, aber trotzdem irgendwie angeschlagen und glücklich endlich im Ziel zu sein und nicht mehr frieren zu müssen. Nach fast viereinhalb Stunden fieren und das bei einem Wettkampf freue ich mich auf meine warmen Sachen und eine heiße Dusche. Und ein Bier.

Resümee: Eigentlich sollte es Spaß machen, doch irgendwie war es dann doch härter als gedacht. Ein Ironman-Wettkampf dieser Dimension, auch wenn es „nur“ ein halber ist, ist ohne spezifische Vorbereitung tendenziell keine gute Idee. Außer man geht es locker an und erwartet nicht zu viel. Wieso es dann erstaunlicherweise bei uns beiden auch noch für die WM-Qualifikation gereicht hat und wir uns nun Anfang September in Südafrika mit den besten Triathleten der Welt messen dürfen? Keine Ahnung. Vielleicht weil man auch zur Startplatzvergabe anwesend sein muss und alle wirklich guten Athleten bereits qualifiziert waren. Aber wen kümmert das, diesmal werde ich mich vorbereiten und mein Ziel von unter fünf Stunden auch erreichen. Bestimmt. Und wenn nicht, trinke ich hinterher einfach zwei Bier mehr.

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Begeisterte Kinder

Kinder- und Jugendtraining

Triathlon Kinder- und Jugend-Training

Unterhaltungsmedien versus Ausdauersport

Beim Triathlon werden drei faszinierende Sportarten miteinander zu kombiniert. Dabei lernen die Athleten gleichzeitig auch vieles über sich selber. Durchsetzungsvermögen, Disziplin und die Zielstrebigkeit, nicht gleich aufzuhören, wenn es schwierig wird!

All dies sind Ideale, die wir nicht nur selber als Triathleten hoch schätzen, sondern auch gerne an unsere Kinder weitergeben möchten. Jedoch fehlt es den meisten Jugendlichen heutzutage an Bewegung. Während ich den Großteil meiner Kindheit beim Spielen mit Freunden in der freien Natur verbrachte, bestimmen heutzutage häufig moderne und zeitaufwendige Unterhaltungsmedien das Freizeitverhalten der unter Achtzehnjährigen. Die körperliche Fitness bleibt dabei häufig auf der Strecke. Warum also sollten wir nicht auch unseren Nachwuchs frühzeitig in die facettenreiche Sportart Triathlon einführen? Die auf dem ersten Blick einfach zu beantwortende Frage ist jedoch aus dem Blickwinkel eines Trainers nicht ganz so trivial.

Grundsätzlich kann (fast) niemand verleugnen, dass der Triathlonsport Kindern und Jugendlichen sehr viel Spaß bringen kann. Denn schließlich werden die Einzeldisziplinen mit Ausnahme vom Schwimmen nahezu tagtäglich ausgeübt. Zu Fuß zur Schule und mit dem Fahrrad zum Spielplatz und zu den Freunden. Und gerade im Sommer ist kein Schwimmbad oder Natursee vor den „Kleinen“ sicher. Bezogen auf die (ambitionierte) Kombination der Sportarten ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Distanzen relativ kurz sind und die Kinder ein gesundes Minimum an Können und Ausdauer mit sich bringen sollten. Der Erfolg und die ständig steigenden Teilnehmerzahlen bei Kinder- und Schülertriathlons sind ein eindeutiger Beweis, dass auch die junge Zielgruppe diesen Sport liebt und mit sehr viel Freude bei der Sache ist. In diesem Zusammenhang stellt sich dann den Eltern die Frage, ob und in welcher Form die Kinder gefördert werden sollen und wem sie ihre Sprösslinge anvertrauen können. Aber bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich ein wenig über den Kindersport philosophieren.

8–12 Jahre

Viele wissenschaftliche Studien zeigen auf, dass eine Sportlerkarriere durchschnittlich acht bis zwölf Jahre dauert – gemessen vom Beginn des systematischen Trainings bis zu dem Punkt, an dem der Athlet keine Lust mehr hat beziehungsweise sogar völlig ausgebrannt ist. Diese „Sportlerlebensdauer“ hängt aber auch von der Sportart und dem Lebensalter bei der Trainingsaufnahme ab. Koordinativ sehr anspruchsvolle Disziplinen wie Geräteturnen und Schwimmen setzen einen sehr frühen Beginn an, um die Technik perfekt zu erlernen. Ein jeder von Ihnen, der im Erwachsenenalter versucht hat, das Kraulen zu erlernen oder einen Bocksprung mit Überschlag hinzulegen, weiß, wie schwierig dies ist. Ein Kind, das mit sieben Jahren einen Michael Phelps schwimmen sieht oder einen Thomas Müller durch des Gegners Abwehr dribbeln sieht, macht rein intuitiv bereits einen Großteil der Bewegungen richtig nach!

Wunschgedanken

Ich kenne keinen Schwimmer in der absoluten Weltspitze, dessen Potenzial erst nach der Pubertät erkannt wurde und der durch gezielte Förderung und intensives Training den Sprung nach ganz vorne geschafft hat. Es gibt kaum aktive Wettkampfschwimmer, die älter als 30 Jahre alt sind. Das Masterschwimmen fängt übrigens schon mit 25 Jahren an! Dagegen gibt es viele Radfahrer oder Läufer, die vergleichsweise spät mit einem systematischen Training begonnen und trotzdem die Weltspitze erreicht haben. Wenn wir jetzt den Blickwinkel zurück auf das Kindertriathlontraining richten,sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

Möchten Sie Ihre Kinder nur ein bisschen zu mehr Bewegung animieren, um einen aktiveren Lebensstil zu erlernen?

Möchten Sie, dass Ihre Kinder so schnell wie möglich Erfolg haben und bereits in jungen Jahren zu Stars werden?

Möchten Sie Ihre Kinder langfristig aufbauen, sodass sie später im Erwachsenenalter möglichst gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere haben?

Möchte Ihr Kind von sich aus unbedingt Triathlon betreiben?

Aktiver Lebensstil

Die Frage hinsichtlich der Animation zu mehr Bewegung ist relativ schnell und einfach zu beantworten. Wie in vielen anderen Bereichen des Lebens, passt auch hier die Redewendung „der Mix macht’s“. Leichtathletik. Schwimmen. Ballspiele. Freizeitradfahren. Auf dem Spielplatz austoben. Wintersport. Ermöglichen Sie einfach ein vielfältiges und abwechslungsreiches Bewegungsprogramm. Ein systematisches Training, egal ob Leichtathletik (am besten unterschiedliche Disziplinen), Fußball oder Geräteturnen, schult die Technik und schützt vor Verletzungen. Aber auch der erzieherische Aspekt hinsichtlich Disziplin, Pünktlichkeit und Vertrauen auf den Teamkameraden dürfen hierbei nicht unterschätzt werden. Ihr Kind lernt früh, was es bedeutet, zu trainieren. Vor diesem Hintergrund ist die Teilnahme an einem Schülertriathlon kein Hexenwerk. Und mit etwas Glück, findet Ihr Jüngster ja auch Spaß am Ausdauersport, um mit diesen positiven Erfahrungen dann später eine erfolgreiche Karriere als Triathlet nachzugehen!

Bei Kinderstars denke ich zunächst an Sänger und Schauspieler, die mit den frühen Erfolgen und dem Rummel um ihre Person nicht zurechtgekommen sind und als Erwachsene eher durch Drogenkonflikte und negative Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht haben. Aus diesem Grund sollten Sie mit Bedacht die Ambitionen Ihres Nachwuchses fördern und sie nicht überfordern. Denn wenn der Sport nur Ihnen zuliebe gemacht wird, ist das Interesse am Sport spätestens in der Pubertät schon zu Ende. Natürlich schult ein systematisches Training im jungen Alter positive Charaktereigenschaften und baut eine solide Grundfitness auf, die auch nach ein paar Jahren Pause wieder schnell abgerufen werden kann. Natürlich möchten Jugendliche auch möglichst schnell Erfolg haben und trainieren dementsprechend hart darauf hin. Die Erfahrung hat aber in vielen Fällen gezeigt, dass ein zu früh angefangenes leistungsorientiertes Triathlontraining nicht das Beste für eine erfolgreiche Karriere als Erwachsener ist. Gerade in der Pubertät und spätestens mit dem Beginn der Ausbildung trennt sich die Spreu vom Weizen. Gerade dann, wenn noch zwei bis drei Jahre hartes Training notwendig wären, um erste Erfolge einzufahren, ist die Lust weiterzumachen (häufig auch bei den Eltern), in vielen Fällen verflogen. Ganz selten sind auch die erfolgreichsten Kinder später die schnellsten Erwachsenen.

Die perfekte Karriereplanung?

Und wie sieht dann eine perfekte Vorbereitung für eine erfolgreiche Karriere als Triathlonprofi aus? Aus meiner ganz persönlichen Sichtweise kann auf eine vielfältige sportliche Ausbildung nicht zu viel Wert gelegt werden. Von den drei triathlonspezifischen Disziplinen ist das Schwimmen am schwierigsten zu erlernen, was ohne einen erfahrenen Schwimmtrainer praktisch unmöglich ist. Jeder Erwachsene kann dies bestätigen. Nicht umsonst boomen gerade Schwimmkurse für Triathleten. Die Kunst in allen Altersklassen ist jedoch, die Motivation nicht zu verlieren. Zu hartes oder umfangreiches Training vor oder während der Pubertät kann einen Motivationsverlust mit sich bringen. Die Gestaltung der Umfänge und Intensitäten erfordert viel Fingerspitzengefühl und ist sehr individuell. Aus diesem Grund empfehle ich gerade vor der Pubertät mehrere Sportarten miteinander zu kombinieren. Schwimmen und Leichtathletik, Schwimmen und Fußball oder Schwimmen und Turnen vertragen und ergänzen sich hervorragend. Während der Pubertät oder kurz danach, wenn es immer schwieriger wird, die erreichten Schwimmzeiten zu verbessern, kann neue Motivation zum Beispiel beim Laufen gesucht werden. Denn mit ein bisschen Lauftalent werden auch auf der Bahn und beim Volkslauf sehr schnell sehr gute Ergebnisse erzielt. Muskulöse Schwimmer finden dagegen schnell beim Radfahren Anschluss. So wird ohne große Probleme der Übergang zum Triathlon geschafft.

Zusammenfassung

Ein zu früh begonnenes triathlonspezifisches Training ist erfahrungsgemäß sicher nicht förderlich für die spätere Entwicklung als erfolgreicher Triathlet. Ein vielfältiges sportliches Bewegungsprogramm mit dem Schwerpunkt Schwimmen bietet bis zur Pubertät optimale Voraussetzungen für eine spätere erfolgreiche Triathlonkarriere. Trotzdem schadet ein systematisches Training mit Bedacht und Ausrichtung auf eine Teilnahme an Kinder- und Jugendwettbewerben niemanden, denn es schult auch in jungen Jahren viele körperliche und gruppendynamische Eigenschaften, die im späteren Leben von unschätzbarem Wert sein können. Wenn Ihr Kind allerdings von alleine heiß auf Triathlon ist, gibt es prinzipiell keinen Grund, der gegen die Ausübung dieses Sports spricht. Bedenken Sie bei aller Freude und Enthusiasmus, dass Kinder nicht kleine Erwachsene sind. Aus diesem Grund sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihre Kinder in die Hand von erfahrenen und ausgebildeten Trainern geben, die sie langfristig und mit viel Abwechslung und Spaß aufbauen.

Text: Bennie Lindberg, Triathlon Trainer, Triathlon Coach
Erschienen im: Tritime Magazin

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Bennie Lindberg im Ziel 1992 in Kona

Essen und trinken im Wettkampf

Was soll ich im Wettkampf essen?

Jetzt geht der Wettkampfsaison hier in Deutschland wieder richtig los. Eine Frage was mich immer gestellt wird ist: Was soll ich im Wettkampf essen? Die Frage ist einfach, und auch das Antwort ist einfach, es gibt aber sehr viele verschiedene Alternativen!

Um die Frage richtig beantworteten zu können gehe ich jetzt davon aus das es eine wichtige Wettkampf ist und der Athlet 3-4 Tage vorher wenig trainiert hat aber trotz dem normal weiter gegessen hat!

Also die Energiespeicher sollte voll sein. Ob die dann „übervoll“ sind wie nach eine Carboloading ist wieder einen neuen Bericht wert!

Langdistanz:

Für Langdistanz ist die Ausgangslage pro Stunde und pro Kilogramm Körpergewicht 1 Gram Kohlenhydrate und etwa 300 mg Natrium (Salz) pro Stunde. Damit fahren die allermeisten schon sehr gut. (Hinweis: 600 mg Salz pro Liter Wasser ist so wenig das du es nicht richtig schmecken kannst. Wenn es salzig schmeckt ist es schon zu viel. Entspricht etwa knapp 1/8 TL Salz pro Liter Wasser)

Der ideale und schnellste Form sowohl Energie wie Flüssigkeit zu sich zu nehmen ist in der Form von ein Sportgetränk. Hier sind die Mischungsverhältnisse schon optimal zu ein Ander zusammengemischt. Die Frage lautet nur: Wie viele Gramm Kohlenhydrate hat das Getränk pro Liter und hat es genug Natrium in sich. Wenn du auf einen Liter etwa 60-80g Kohlenhydrate hast und 250-300 mg Natrium bist du für ein Langdistanz schon gut aufgestellt, angenommen du trinkst etwa 1 Liter pro Stunde und wiegst etwa  60-80 kg.

Um diese Menge Sportgetränk zu dich nehmen zu können bist du dann abhängig von ein Selbstversorgung am Rad,  oder du mischt dich ein Sport-Getränk- Konzentrat und mixt diese mit Wasser was du ja überall in Wettkampf reichlich bekommst. Aufpassen hier das das Verhältnis stimmt, sonst gibt es schnell neue Probleme.

Bei genug Selbstversorgungsmöglichkeiten beim Laufen ist auch diese Strategie gut verwendbar! Sicherheitselber aber mit eine kleine Flasche laufen so dass die Trinkintervalle nicht zu lang werden.

Wenn Selbstversorgung nicht möglich ist oder es für dich zu kompliziert ist müssen wir auf Langdistanz Plan B machen. Wichtig ist hier zu wissen, was möchte ich von den Sachen zu mich nehmen, was die Veranstalter im Rennen anbieten?

Wenn es ein Sportgetränk gibt, wie ist die Zusammensetzung (speziell: Geschmack, Kohlenhydrate und Natrium)? Ist diese Sportgetränk 1:1 so zusammengemischt  wie auf der Produktverpackung zu lesen ist (Das ist leider oft nicht der Fall)? Habe ich mit diesen Produkt trainiert? Vertrage ich es?

Wenn du die Antworten weißt  kannst du anfangen zu planen. Es KÖNNTE z.B. so aussehen: Pro Stunde 1/2 Liter „Veranstalter-Sportgetränk“, und dazu z.B. ein Gel und 1/2 Liter Wasser, je nachdem wie schwer du bist. Wenn du lieber etwas essen möchtest spricht nichts dagegen so lange wenn du es auch runter bekommst und im Wettkampftempo verdauen kannst.

Wichtig ist zu wissen das ALLE Riegel und Gels mit Wasser verdünnt werden sollen, sonst bleiben die nur im Magen liegen und es dauert zu lang vor die verdaut werden können. Du brauchst deine Kohlenhydtrate und dazu etwa 0,5-1,25 Liter Flüssigkeit / Stunde je nach Temperatur und Körpergröße.

Erfahrungsgemäß sind feste Nahrung wie z.B. Riegel während den ersten 3 Std. auf Rad OK, da nach empfehle ich „flüssige“ Nahrung (Gels) so dass der Magen möglichst unbelastet ist wenn du zum Laufen gehst.

Bei laufen ist es am einfachsten mit Wasser und Gels sich zu ernähren. Vorher nur genau ausrechnen wie viele Gels muss ich pro Stunde essen und die Gels dann immer kurz vor der Versorgungsstation nehmen und mit reichlich WASSER runterspülen.

Alle Gels haben nicht genug Natrium in sich, darum wieder rechnen und wenn Natrium zu kurz kommt der eine oder andere Tablette mit Salz noch einwerfen. Wenn du zusätzlich da zwischen anfängst Sportgetränke und Cola zu trinken kommst du schnell durch ein Ander und weißt am Ende nicht mehr ob du Flüssigkeit brauchst oder Energie.

Wenn du Cola trinken möchtest rechne aus wie viel du davon brauchst um auf deine Kohlenhydratmenge zu kommen! Das ist sehr viel Cola! Viel Platz für Wasser ist da also nicht mehr, bedeutet du musst den Cola fast „pur“ trinken und nur mit ganz wenig Wasser runterspülen. Unbedingt also  vorher im Training testen! Wenn du längere Zeit (also nicht nur den letzten 10 Kilometer) auf Cola unterwegs bist, wäre es kein Problem, nur Natrium könnte zu kurz kommen, darum ein paar Salztabletten einstecken.

Der Mythos das du nicht zu früh mit Cola anfangen soll ist Quatsch! Problem ist eher das wenn du kaputt bist meinst du das Cola helfen kann, aber auch Cola ist kein Wunderwaffe und nur in großen Dosen effektiv. Das Größte Problem mit Cola  ist allerdings das „durcheinander“ kommen. Gels, Sportgetränk und Cola im Magen, alles gleichzeitig war noch NIE eine gute Idee und funktioniert nur mit Athleten die ein Saumagen haben und zusätzlich die Intuition haben das richtige Menge Wasser dazu zu trinken.

Halbdistanz:

hier ist nicht nur der Distanz kürzer auch die aufgefüllte Kohlenhydrat Speicher im Körper reichen im Relation länger. Viele können problemlos einen Halbdistanz nur mit Sportgetränk auf Fahrrad und ausschließlich Wasser beim Laufen machen.

Ich sehe das Athleten oft einfach ZU VIEL essen statt zu wenig. Wenn auf Ironman Distanz 1 Gramm Kohlehydrate / Kilogramm/Stunde Ausgangspunkt ist , sollte auf Halbdistanz nicht mehr als 0,5 Gr /Kg/Std.  genommen werden, eher sogar 0,3 Gr./Kg/Std.  Auf Halbdistanz ist das Tempo deutlich schneller, Verdauung ist fast unmöglich, also am besten nur Sportgetränk trinken, sogar auf Gels kannst du weitgehend verzichten, viele Athleten nehmen Gels zu sich, sicher eher für den Kopf als für den Körper. Andere schwören auf Cola – why not!

Auf Halbdistanz dürfte nicht mal Natrium Mangel zum Problem werden, wenn alle Speicher vorher gut aufgefüllt sind.

Kurzdistanz:

Tempo ist auch hier ähnlich wie beim Halbdistanz nur ein Tick schneller und der Wettkampfdauer ist kurz. Was du brauchst ist ein bisschen Sportgetränk auf Rad und beim Laufen ein paar Mal den Mund feucht machen. Auf Gels, Riegel etc. sollte man auf Kurzdistanz in der Regel verzichten, die hindern mehr als was die helfen.

Langsame Athleten können sich an die Empfehlungen von Halbdistanz  sich orientieren aber eigentlich reicht auch diese Athleten ab und zu ein kleinen Schluck süßer Getränk.

Viel Spaß beim Ausprobieren und wie immer: Auch das essen muss im Training speziell für den Langdistanz geübt werden!!

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Laufintervalle auf Las Playitas Strandboulevard

Speed kann man nicht erzwingen!

Speed kann man nicht erzwingen

Als Trainer schaue ich immer Athleten in ein Triathlon mit meine Coach Auge an. Ich bin immer erstaunt wie unterschiedlich die Athleten es angehen. Oft denke ich, speziell bei den längeren Wattkämpfen…  may oh may wie lang kann er bloß das Tempo noch durchhalten.

An der Lenker wird bei der Radbeschleunigung gezogen als wäre es ein Zielsprint bei Tour de France oder in T2 losgerannt wie bei eine 1500m Bahnlauf. Klar die Zuschauer motivieren und einiges ist sicher auch Show aber bei vielen fehlt auch einfach das Gefühl für das richtige Tempo.

Nicht mal ein 100 Meter Lauf kannst du schnell laufen mit „der Brechstangen Prinzip“ um so weniger ein Triathlon.

Diese Gefühl am Wettkampftag: “ YES – ES LÄUFT“  ist aber nicht immer so leicht zu finden. Man könnte es sogar mit der Gegenteil vergleichen: Schlafen! Wenn du z.B. vor der Wettkampf denkst jetzt muss ich unbedingt schlafen und dazu noch sofort einschlafen ist die Wahrscheinlichkeit groß das genau das nicht passiert.

So ist es auch in der Wettkampf. Wenn du nach eine Taperingsphase denkst jetzt muss ich unbedingt schnell sein ist die Wahrscheinlichkeit groß das du verkrampfst und viel zu langsam unterwegs bist oder viel zu unökonomisch was später genau so schlecht ist.

Was sicher aber ist: Nach hartes Training brauchst du Erholung um deine Leistungspotential  erreichen zu können. Wenn du clever trainierst,  hast du Belastung-  und Entlastungswochen in dein ´Trainingsprogramm eingearbeitet und du weißt schon wie du ein Erholungswoche aufbauen soll um möglichst erholt für das nächste Trainingsblock zu sein.

Für Training und wichtigere Trainingswettkämpfe kann das gut reichen, mit nur eine Entlastungswoche vorher, aber für ein wichtige Wettkampf empfehle ich noch eine Zweite lockere Woche. Der darf auch nicht zu „Larifari“ sein sonst wird es schwierig sein von der Tiefschlaf hoch am Wettkampftag zu kommen!

Hier ein paar Tipps die funktionieren:

Zwei Wochen vor der Wettkampf: Umfänge mit 30-40% reduzieren, der härteste Einheit entschärfen und die längste Einheit verkürzen sonst ähnlich trainieren.

5-10 Tage vor der Wettkampf: Eine kurze submaximale bis maximale Einheit je nach Leistungsniveau mit  ein Dauer von 15-60´ . Es könnte z.B. ein 10 km Zeitfahren sein oder eine kurze Koppeleinheit mit  z.B. 10´ schwimmen + 20´ Radfahren + 10´ Laufen

Letzte Woche: In jeder Disziplin 1 oder 2 Einheiten als Fahrtspiel wo immer dein Tempo wechselt zwischen: Locker – Wettkampftempo und schneller als Wettkampftempo.

 In Schwimmen könnte es sein 2-3 x (100kr locker + 100 kr WK-Tempo + 100 kr schnell, Pause immer 30s)

Ein Beispiel für Laufen wäre 2-4 x (10´ locker 3´ WK-Tempo, 2´ schneller als WK-Tempo)

Und Radfahren 2-3 x (30´ locker + 10´ WK-Tempo + 5´ schneller als WK-Tempo)

2-3 Tage vor der Wettkampf ein oder zwei Ruhetage einlegen und am Tag vorher etwas die Maschine Einheizen!!

Auch Massage ist gut wenn du daran gewöhnt bist zum Thema essen habe ich hier schon ein Beitrag unter „Carbo Loading“ geschrieben!

Viel Erfolg wünsche ich euch allen, und nicht vergessen:

 Speed kann man nicht erzwingen der muss „entspannt“ entstehen!

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Termine Ad Extremum im Jahr 2018

Termine Frühjahr 2018

Liebe Athletin, lieber Athlet, 

Termine Ad Extremum im Jahr 2018

Roth 04.02.2018

Liebe Athletin, lieber Athlet, 

anbei ein paar Infos für 2018:

  • Trainingslager Playitas in Februar und in April
  • Langtest – Roth
  • Holzner Radtour 2 x 275 km

TRANINGSLAGER Playitas / Fuerteventura
dieses jahr gibt es gleich zwei Trainingslager! Das erste 10-24.02 und das zweite 7-21.04.2018. Buchungen direkt über Hannes Hawaii Tours und ich werde mich mit mein Team um die sportliche Inhalt mich kümmern!

LANGTEST
Am Samstag 05.05.2018 findet dieses Jahr „the longest day“ statt!
Start ist wie immer um 7.30 bei Freibad Roth.
Jeder kann bei diese Training mitmachen NUR ein Anmeldung vorher ist erforderlich!
(Bitte E-Mail an mich)
Distanzen je nach Ziel, Niveau und Gesundheitszustand:
Schwimmen 0-3 km
Rad 0-120 km
Laufen 0-30 km

Für alle Langistanzler gilt: Möglichst gleichmäßig in geplantes IM / Challenge Tempo unterwegs zu sein, das wäre die Goldmedaille. Fast genauso gut ist die Training progressiv zu gestalten also von Runde zu Runde knapp schneller werden… das wäre so zu sagen Silber. Was ich nicht sehen möchte ist unkontrolliertes los galoppieren am Anfang. Finde euer eigenes Tempo und denk nicht was die Anderen machen. 🙂 🙂 🙂 Lerne unterwegs in DEIN Tempo zu sein und teste dein Ernährungsplan der hier schon fertig sein soll!
Für die Kurzdistanzler gelten: Auch für euch wird es ein langen Tag, denke an Form, Technik und Haltung wenn ihr noch gegen Ende schnelle Runden machen müssen/möchten!

Langtest Triathlon in Roth mit Bennie Lindberg
HOLZNER RADTOUR 18-21.05.2018
wieder haben wir ein „sommerliche“ Radtour. Start Freitag früh pünktlich um 7 Uhr hier bei uns in Rothaurach, dann 275 km gemütlich über Landshut nach Thumsee. Am Montag nach zwei Tage Wellness und ein bisschen Training geht es umgekehrt zurück. Alle die sicher dabei sein möchten jetzt schon beim Stefan und Martha Holzner anmelden. Es ist ja Pfingsten und das Hotell wird schnell ausgebucht sein! Einfach sagen du gehörst du Gruppe Bennie, Link findest du HIER

Hotell Seeblick am Thumsee
sportliche Grüße und wie immer… rock´n roll

Unterschrift

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Bennie und Sergeant beim Winterradtraining

Essen im Wintertraining

Der Winter stellt besondere Anforderungen

an unsere Ernährung im Training. Ambitionierte Triathleten und Radfahrer fahren in diese Zeit schon in Januar 4-5 Std. oder mehr am Stück. Da jeder nicht die Möglichkeit hat das ein Teamfahrzeug mitfährt um daraus warme Getränke sowie nahrhafte Snacks zu servieren, möchte ich hier ein paar Tipps geben wie diese Zeit gut zu meistern ist.

Oft wird der Bedeutung von Essen und Trinken in der Wintertraining unterschätzt. Fast jeder Triathlet und Radfahrer kennt das Gefühl völlig ausgepowert zu sein nach den ersten langen Radeinheiten in Winter. Manchmal hat es sicher mit einer schlechten Kondition zu tun und fast immer haben die Athleten während der Training zu wenig getrunken und gegessen. Je kälter es außen ist je mehr Energie brauchen wir und das ist oft nicht leicht wenn es außen kalt ist und der Radflasche in „null Komma nix“ friert oder das Getränk so kalt ist das man es nur in ganz kleine Schlucke trinken kann.

Hier meine Ernährungsempfehlungen für die langen Einheiten in Winter

Schau mal das du nie ausgepowert zuhause kommst. Viele denken sie werden krank weil es außen kalt oder nass war. Das ist falsch! Unsere Abwehr arbeitet schlecht wenn wir unterkühlt sind und wenn wir unter Stress leiden. Der letzte Stunde mit Unterzucker zu radeln ist sicher ein großer Stress für den Körper. Zusätzlich fehlt uns der Brennstoff um schnell genug unterwegs zu sein, wir produzieren also nicht mehr so viel Wärme, und wenn die Klamotten dann noch nass geschwitzt sind, wird es uns kalt und dann haben wir für Infekte den perfekten Start gegeben. Fehlt nur noch jemand der uns ansteckt und wir werden tatsächlich krank und können gleich 1 Woche Training streichen. Nicht zu empfehlen!

Speziell in Winter lohnt es sich darum die langen Einheiten progressiv zu gestalten so dass du am Ende schneller fährst wie am Anfang. Wenn das noch nicht ausreicht um dich warm zu halten kannst du für die zweite Hälfte des Trainings noch ein Windjacke überziehen. Starte NIE im Winter in ein Training ohne eine extra Wind oder Regenjacke als Schutz falls es dir kalt wir. Wichtig ist auch nicht zu vielen Klamotten anzuziehen. Die ersten 5-10´ darf es frisch sein und wenn der Körper dann bald Wärme produziert, wäre es ideal wenn du kaum schwitzt.

Trinken ist in Winter genauso wichtig wie in Sommer, nur vergessen die meisten Athleten das, oder sie haben keine Lust eiskalte Getränke zu sich zu nehmen. Was hilft sind Thermosradflaschen. Die halten heiße Getränke etwa 2 Std. noch lauwarm und etwa 4-5 Std. ohne einzufrieren. Nachteil ist: Durch der Isolation haben die Flaschen ein deutlich geringeren Volumen als normale Radflaschen. Eine einfache Lösung ist auch eine normale Radflasche mit ein Wollsocke zu isolieren( drüberziehen) und in die Radjackentasche reinzustecken. Funktioniert genau so gut wie jeder Thermosflasche.

Trinkrucksäcke sind auch hervorragend, bei Minusgrade sollte man aber immer erinnern das „Saugrohr“ leer zu pusten sonnst friert es schnell bei Minusgrade ein. Bei längere Touren in Winter sorgt auch eine normale Thermoskanne in ein Rucksack für viel Freude und Komfort.

Was soll ich dann trinken? Die Trinkmenge ist also wetterbedingt stark reduziert, sollte aber trotz dem 0,3-0,5 Liter pro Stunde sein. Wegen die geringe Trinkmenge empfehle ich Sportgetränke die viele Kohlenhydrate haben aber trotz dem von Körper gut aufgenommen werden wie z.B. Cadion oder Vitargo

Was empfehle ich zu essen? Meine Favorit in Winter sind: Mandarinen! Die haben ein bisschen Energie in sich, schmecken gut und bleiben schön eisfrei in der Radjackentasche. Wenn du „nur“ mit Wasser unterwegs bist solltest du auch immer 2-3 Gels dabei haben oder meine Winter „favorite food“ Oatsnacks. Wenn du diese Energiereserve brauchst genieße es und denk daran: Du solltest nie mit ein Hungerast in Winter von eine lange Radeinheit zurückkommen, zu groß sind die Risiken die damit verbunden sind.

Von Pausen in Kaffees etc. um sich aufzuwärmen und dort warme Getränke zu trinken rate ich generell ab, kann aber ab und zu sinnvoll sein, dann aber einen trockenen Unterhemd nicht vergessen, sonst macht das weiterfahren wirklich kein Spaß.

Bleib also xsund und genieße den Winter, bald kommt der Frühling wieder!!

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Triathlon Camp mit Bennie Lindberg Hannes Hawaii Tours

Hot Dates Frühjahr 2018

Triathlon Training Camp

Triathglon Camp mit Bennie Lindberg

Auch 2018 findet ein paar Triathlon Training Camps mit Hannes Hawaii Tours statt! Wie gewohnt in Playitas auf Fuerteventura.

In das erste Camp 10.02-24.02 sind zusätzlich als Unterstützung folgende Athleten als Guides, Trainer und Referenten dabei:
Angela Kühnlein, Fia Ramsauer, Alex Rupprecht, Lasse Ibert, Nicholas Reichert, Tilmann Baum, Christian Jais und Dr. Christoph Simsch

in das zweite Camp 07.04-21.04 teile ich die Sportliche Leitung mit Christopher Nordmeyer und auch hier wartet ein Dream Team auf euch! (Später mehr dazu!)

Einige Seiten über Schwimmen, Radfahren und Laufen

Hier eine kleine Auswahl von mein Gigathlon-Buch
(Seiten: 54-56)

Trainingsratgeber

Für alle Disziplinen und Starter-Kategorien gibt es ein paar grundlegende Trainings-regeln, die immer gelten. Die wichtigste lautet: Training ist eine Belastung für den Körper und schwächt ihn. Stärker werden wir in der Erholungsperiode danach. Die Sportwissenschaftler nennen das Super-kompensation. Wie sie vereinfacht funktioniert, lässt sich am besten anschaulich und humorvoll erklären: Sporttalent Heidi geht zwei Stunden Inlinen und verbraucht dabei viel Energie in Form von Kohlenhydraten. Durch das Schwitzen verliert sie auch Flüssigkeit, die grösstenteils aus dem Blut kommt. Das Training zerstört aber auch einige sehr feine Muskelfasern, und Heidi leidet am nächsten Tag unter Muskelkater. Zum Glück ist der Körper nicht dumm. Er denkt sich: Diese verrückte Heidi wird vielleicht bald wieder Inlinen gehen, und letztes Mal hat es mich einiges an Kraft ge-kostet. Also baue ich sicherheitshalber ein bisschen vor: Ich stärke meine Muskeln ein wenig, ich speichere mehr Kohlenhydrate in der Muskulatur und Leber und erhöhe den Wasseranteil im Blut so, dass ich mehr zum Schwitzen habe und mich besser abkühlen kann. Das bedeutet: Gibst Du dem Körper genug Zeit, um sich zu erholen, bist Du auf die nächste Trainingseinheit optimal vor-bereitet. Startest Du diese Einheit jedoch zu früh, hat der Körper sich noch nicht erholt, und Du schwächst ihn weiter. Aber auch, wenn Du zu lange wartest, baut der Körper seine Reserven wieder ab, und Du fängst noch einmal bei Null an! Im Training kommt es für Heidi und Dich also auf das richtige Timing an.

Progressivität

Unser Körper gewöhnt sich an Vieles. Wenn die Reize jedoch nicht grösser werden, stagniert seine Entwicklung. Die Kunst besteht darin, die richtige Dosis für die Progressivität zu finden. Wenn wir die Umfänge zu schnell steigern, verletzen wir uns oder werden krank. Werden die Umfänge zu langsam gesteigert, kommen wir nicht in die Nähe unseres möglichen Potentials. Die Progressivität im Training wird dadurch erschwert, dass sich das Herz-Kreislauf-System und die Lunge relativ schnell an einen neuen Trainingsreiz anpassen. Unsere Muskeln brauchen jedoch doppelt so viel Zeit, unsere Bänder, Sehnen und Knochen sogar das Dreifache. Manchmal könntest Du sicher viel härter oder häufiger trainieren, aber das ist nicht immer sinnvoll.
Im grössten Teil Europas kommen wir in den Genuss klimatisch unterschiedlicher Jahreszeiten. Für ein abwechslungsreiches Training ist das ein Vorteil, denn der jahreszeitliche Wechsel bringt Abwechslung ins Training. Und Abwechslung ist auch das wichtigste Prinzip unseres Trainings. Es sollte möglichst vielfältig sein und allgemein unsere Grundkondition aufbauen, bevor wir immer mehr spezifische Trainingseinheiten einbauen. Auch wenn Gigathleten normalerweise sehr vielfältig trainieren, ist es wichtig, so zu trainieren, dass Verletzungen vorgebeugt wird. Dies gilt ganz besonders für Team-Athleten, die sonst vielleicht nur eine einzige Sportart betreiben. Ein Grund-pfeiler für die Prävention ist Krafttraining, Bauch- und Rückengymnastik sowie Beweglichkeitstraining. Doch diese Komponenten sind nicht nur für unsere sportliche Leistungsfähigkeit wichtig: Was nützt Dir eine Bomben-Kondition oder perfekt trainierte Muskeln, wenn Du so steif bist, dass Du Dir kaum die Schuhe binden kannst oder durch Verspannungen im Schulterbereich dauerhaft Kopfschmerzen hast?

Bücher-Artikel

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Halloweenschwimmen im kleinen Rothsee

Halloweenschwimmen 2017

Kleiner Rothsee am 31.10.2017

Halloweenschwimmen im Kleinen Rothsee

Wir sammeln wieder für Tierheim Roth! Bitte Kleingeld mitnehmen und gerne etwas Warmes zu trinken für hinterher! Da Halloween diesmal auf ein Feiertag fällt, starten wir schon um 19 Uhr so dass wir den Abend in eine nahegelegene Wirtschaft (Eichelburger Hof) ausklingen lassen können. Schwimmen im Rothsee gescheit auf eigenen Gefahr! Wir empfehlen ein Neoprenanzug oder wenn du ohne Neo schwimmst ein Rescue Bouy. Erwartete Wassertemperatur 9-12 °C. Strecke ca. 400 Meter.

Bitte gib hier kurz Bescheid ob ihr cool genug seid um den Spaß mitzumachen und vor ALLEN wer hinterher mitgeht zum Eichelburger Hof

Einige Seiten über Schwimmen, Radfahren und Laufen

Hier eine kleine Auswahl von mein Gigathlon-Trainings-Ratgeber-Buch, Seiten: 55-59

Periodisierung

Im Training spricht man von verschiedenen Zyklen. Es gibt einen Mikrozyklus, bei dem sich der Organismus innerhalb von Minuten oder Stunden erholt (z. B. der Blutzucker-spiegel oder der Flüssigkeitshaushalt). Die Kohlenhydratspeicher oder die Muskulatur brauchen hingegen mehrere Tage, um sich zu regenerieren oder zurückzubilden. Die Nerven benötigen sogar Wochen, bevor sie wieder leistungsfähig sind und die Muskeln steuern können. Die längste Erholungszeit braucht in der Regel unser Kopf. Selbst erfolgreichen Athleten ist es daher nicht zu empfehlen, jedes Jahr Topleistungen anzustreben. Ab und zu ein ruhigeres Jahr einzulegen, hat auch einigen Olympioniken schon eine sehr lange Karriere gesichert. Wenn wir Periodisierung beispielsweise auf lange Sicht sehen und uns auf den Gigathlon beziehen, könnten fünf Jahre eine gute Periode sein. Das ist nämlich genau der Abstand zwischen zwei 7-tägigen Giga-
thlon-Veranstaltungen.

Im Jahr danach brauchen Finisher körperliche und mentale Erholung. In den nächsten vier Jahren wird das Training langsam wie-der gesteigert, sodass man für den nächsten OneWeek Gigathlon wieder topfit und motiviert ist. Bei den olympischen Disziplinen beträgt der Abstand vier Jahre und jene Athleten, die diese Gesetzmässigkeiten kennen, sieht man kaum in den Ergebnis-listen nach einem olympischen Jahr. Mit jedem Jahr, dem wir uns den Olympischen Spielen nähern, werden diese Sportler aber stärker und stärker. Nur so sind ultralange olympische Karrieren zu meistern, die sich über drei oder sogar vier olympische Spiele erstrecken.

Bücher / Artikel

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Hannes Balschke Triathlon Ikone

Hannes Blaschke

Ein Triathlon Camp mit Hannes Blaschke

Hannes Balschke Triathlon Ikone

Ich bin ja schon einige Jahre in den Sportart Triathlon tätig. Meine erste Triathlon habe ich im Jahr 1986 gemacht und mein erster Langdistanz Triathlon im Jahr 1987. Im gleichen Jahr hat Hannes Blaschke schon seine erste Reise nach Hawaii organisiert, nachdem er schon 1985 selber als insgesamt 4. Über den Ziellinie gelaufen ist.

Selber war ich „erst“ im Jahr 1988 zum 10 Jährigen Jubiläum von Ironman Hawaii dabei, relativ spät also, aber noch früh genug um allen Legenden noch selber erleben zu können.

Meine eigene Leistungsorientierte Triathlon Karriere war schon Anfang des 90er nach meinen Unfall vorbei und seitdem habe ich meine Energie und Leidenschaft in Coaching gesteckt. Hannes hat seine Leistungsorientierte Karriere ein paar Jahre früher beendet und seine Firma Hannes Hawaii Tours gegründet!

Seit weit über 20 Jahren kennen wir uns aber irgendwie haben wir immer in parallelen Welten gelebt.

Letzte Woche haben wir in Mallorca beim Endless Summer Camp in Font de sa Cala, ein Doppelzimmer geteilt!

Es ist ganz speziell wenn man jemand trifft der genauso denkst wie du.

Ich habe das Gefühl der Welt ist jetzt übervoll mit weichgewaschenen Egoisten. Wenn etwas unbequem ist wird gejammert ohne Ende, die Sachen verschoben oder einfach nicht gemacht. Den Fehler wird in Andere gesucht, in Andere wird die Lösung für deine Probleme gesucht.

Umso cooler ist es dann mit einem lebenden Triathlon Legende eine Woche zu verbringen der noch aus Eisen gebaut ist. Ich sage immer wenn du das liebst was du tust musst du nie arbeiten. Sicher haben wir beide diese Woche gearbeitet aber kein einziges Mal habe ich das Gefühl gehabt arbeiten zu müssen oder das Gefühl gehabt Hannes muss etwas machen.

Jetzt ist es ja nicht so dass Hannes in der Sonne im Liegestuhl seine Zeit auf Mallorca verbringt! Die nächste Saison muss vorbereitet werden, Gespräche mit das Hotel geführt werden, Ironman Hawaii steht vor die Tür, ein Meeting mit die Bosse von Ironman hat stattgefunden und ständig ist er am Telefon gehangen um das Management für seine Sportler zu machen. Es gibt NIEMAND in Deutschland mit mehr Triathlon Erfahrung als Hannes.

Das coolste aber ist wie engagiert er für die Gäste ist. Diese Enthusiasmus, diese Energie diese Fröhlichkeit ist nicht selbstverständlich für jemand der schon seit 30 Jahren Reisen organisiert.

Bei jeden Radausflug war es dann auch so wie vor geschätzt 30 Jahren. Immer mit ein Schmunzeln im Gesicht und hinter nächste Kurve könnte schon die Nächste Herausforderung oder Sprint warten.

Hannes hat einfach nicht das Trainingslager gemacht. Er ist so was mit voller Einsatz dabei, das ist genau diese Energie, diese brennen für Etwas, das es erfolgreich und gut macht.

Wir sind in der Früh gemeinsam schwimmen gegangen einfach nur weil es schön ist.

Wir sind gesprintet um die Wette einfach nur weil es geil ist!

Wir haben uns kaputt gelacht über alten Geschichten und mit den anderen Camp Teilnehmern neue Geschichten und Heldentaten kreiert.

Echt eine coole Socke diese Hannes!

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Red Bull Tri Islands

Red Bull Tri Islands 2017

Text: Oliver Brehm, Freizeitläufer

Eigentlich sollte es Urlaub werden. Eigentlich. Aber seit über eineinhalb Jahren laboriere ich zusammen mit Physiotherapeuten, Orthopäde, Coach und Trainer an einer Reizung des Schleimbeutels an der Achillessehne. Und nach mehr oder weniger erfolgreichen Marathonläufen in den letzten zwei Jahren, habe ich drei Dinge eingesehen: ich werde nicht jünger, ich sollte Verletzungen endlich mal auskurieren und mich nicht zu einseitig belasten – was liegt da näher als Triathlon auszuprobieren?

Außerdem habe ich immer gesagt, wenn ich beim Laufen keine Chance mehr habe schneller zu werden, mache ich Triathlon. Nach einem miserablen Finish beim Boston Marathon im April ist die Entscheidung final gefallen – und mein Orthopäde und Lauffreund Christoff hat mir nahegelegt, man könnte auch sagen befohlen, die nächste Zeit etwas weniger und weniger intensiv zu laufen. Maxi mal 3 Mal pro Woche und maximal 12 km pro Einheit. Das ist für den ambitionierten Freizeit-Wettkampfläufer fast wie ein Todesurteil. Marathon-Vorbereitung? Unmöglich. Strukturiertes Training? Kannste vergessen. Bahntraining, Steigerungsläufe, Intervall-Training? Alles was dem Läufer lieb und teuer ist, vorbei. Zumindest erst mal. Ich weiß, normale Menschen und Nichtläufer schütteln jetzt verwirrt den Kopf. Alle Läufer, und insbesondere die Gattung ambitionierte Freizeitläufer, verstehen was ich meine. Und so ein paar Monate später wundere ich mich selbst über das, was meine Psyche da mit mir gemacht hat. Das ist schon seltsam. Anstatt sich zu freuen, dass man ärztlich verordnet andere Sportarten ausprobieren kann oder gar sollte, ist man anfangs völlig planlos. Nein, sogar enttäuscht und verärgert. Natürlich auch auf sich selbst. Immer wieder die gleichen Fragen stellen sich mir. Warum habe ich nicht früher die Notbremse gezogen? Warum bin ich nicht früher zum Arzt? Warum laufe ich weiter, auch wenn ich Schmerzen habe? Klar, ich laufe halt gern. Ich bin ambitioniert und möchte meine Ziele erreichen. Und der Figur tut es auch gut. Außerdem ist man ja irgendwann mal in so Sportlerkreisen und überbietet sich gegenseitig mit Ergebnissen, Ambitionen, Erlebnissen. Auch hat man langfristig Marathon-Reisen geplant und letztlich auch gebucht. Und wer weiß, wie oft man sich noch für Boston qualifiziert? Alles nachvollziehbar, alles keine Gründe sich kaputt zu machen.

Nach ein paar Wochen des Suchens nach neuen Zielen ist klar, ein besonderer Wettkampf muss her. Aber es sollte schon im Ausdauersport bleiben und Triathlon hat mich schon immer fasziniert. Es ist klar, dass ich mich auf eine Distanz beschränken muss, die mit meinen ärztlichen Vorgaben zu erfüllen ist. Dabei gibt auch es noch ein entscheidendes Problem. Ich kann nicht kraulen. Mitte Juni melde ich mich für den Red Bull Tri-Islands auf den drei Nordseeinseln Amrum, Föhr und Sylt an. Der Termin passt gut, denn am 09.09. wollten wir sowieso an der Nordsee Urlaub machen. Meine Frau ist mäßig begeistert – Urlaub mit Wettkampf ist doch kein Urlaub. Aber ich bin Feuer und Flamme und „verlängere“ den Urlaub um zwei Tage wegen der notwendigen Wettkampfanreise und um die Wettkampftage zu kompensieren.

Neue Herausforderungen: Vorbereitung ist alles, daher frage ich meinen Coach Bennie, ob ich in knapp zwölf Wochen das Kraulen lernen kann – mir seiner Hilfe. Er hat zugestimmt es zu versuchen. Er wusste ja, vorauf er sich einlässt. Ein erster zaghafter Triathlon-Versuch vor zwei Jahren hat auch nur funktioniert, da er mir in vier Wochen die nötigen Basics mit auf den Weg gegeben hat. Das Schwimmen war zwar ein Desaster, aber ich konnte die 400m kraulen. Naja, oder sowas ähnliches. Kraulen würde ich es nicht unbedingt nennen. Es sah wohl eher nach einem Versuch aus, nicht zu ertrinken und dabei vorwärts zu kommen. Ich bin zwar motiviert, aber kein Naturtalent, um es mal vorsichtig zu formulieren. Nach der ersten Schwimmstunde war ich nicht nur emotional sondern auch körperlich total am Ende. Und unsicher, ob ich das bis zum Wettkampftag schaffe. Nein, unsicher trifft es nicht. Ich hatte Angst. Ganz ehrlich, es ist nicht leicht, sich seiner Angst zu stellen, neue Herausforderung anzunehmen und die Komfortzone zu verlassen. Das Neue ausprobieren mit dem Risiko zu scheitern. Das wird schon, sage ich mir in den folgenden Wochen immer wieder. Zweifle aber ob der ausbleibenden Trainingsfortschritte. Ich frage meinen Trainingspartner und Freund Swen, seinesgleichen ehemaliger Profitriathlet, Ironman-Gewinner und einer meiner Boston-Marathon Reisebegleiter, ob er mich begleiten möchte zum Triathlon an die Nordsee. Und er sagt spontan zu. Zum Glück, denke ich mir erleichtert. Wenigstens einer der mich begleitet und im Zweifel aus der Nordsee rettet?! Mein Training geht voran und neben zweimal Schwimmen pro Woche kommt noch Rad-, Kraft- und Stabitraining dazu. Furchtbar zu erleben wie grausam schlecht meine Form ist. Ich war echt schon mal fitter. Die Wochen ziehen dahin und langsam stellt sich sowas wie Wassergefühl ein. Mir wird bewusst, dass ich keine Ahnung von Triathlon habe und die Komplexität der drei zu trainierenden Sportarten völlig unterschätzt habe. Ebenso macht mich die Herausforderung des Wechsels zwischen den drei Disziplinen nervös. Man muss sich ja umziehen und die Zeit, die man dafür braucht, zählt schließlich zur Endzeit dazu. Ein Trainings-Wettkampf wäre genau richtig, um einen ersten Formtest zu absolvieren und das mit dem Wechsel wenigstens einmal in Live probiert zu haben.

Trainingswettkampf: Der Erlangen Triathlon läuft in eineinhalb Wochen und ich beschließe für diesen ausgebuchten Traditions-Triathlon noch einen Startplatz zu bekommen. Ich stelle mal wieder fest, ich bin ein Anfänger und weiß nichts von Triathlon. 800 Starter und seit Monaten ausgebucht. Für die Mitteldistanz (also 2 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 21 km Laufen) könnte ich noch einen bekommen. Aber das gibt weder mein Trainingszustand noch meine ärztlich Vorgabe her. Jetzt heißt es Kontakte zu nutzen und ich bekomme mit Glück noch den Startplatz für die Kurzdistanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 11 km Laufen) eines Athleten, der nicht antreten kann. Zwei Tage vor dem Wettkampf bekomme ich die Zusage. Wow, jetzt muss ich wohl. Ich brauche gefühlte drei Stunden meine Sachen zu packen, das Rad zu putzen und spüre eine deutliche Anspannung. Aber nun darf ich nicht mehr kneifen. Bei der sogenannten Rennbesprechung am Abend vor dem Wettkampf fühle ich mich unwohl. Das hier ist noch nicht meine Welt und ich treffe einige bekannte (Lauf-)Gesichter, die sich wundern und offen fragen was ich hier mache. Wenn ich das wüsste … Sonntag, Renntag. Der Start ist um 9:00 h, also treffe ich mich mit Bennie um 7:00 h. Er hat meine Nervosität gespürt und kommt als Betreuer mit. Quasi Händchen halten. Wie tief kann man sinken? Ich war mal erfahrener Wettkampfläufer. Und heute? Rookie! Anfänger! Nervös und zittrig. Ich checke mein Rad ein in der Wechselzone und treffe meinen alten Schulfreund Stefan. Er hat schon etwas Triathlon-Erfahrung, aber er ist auch nervös. Die Wettkampfbesprechung gibt Neo (Neoprenanzug) frei, da die Wassertemperatur unter 24° C beträgt. Zum Glück, ohne hätte ich noch weniger Chancen einigermaßen passabel ins Ziel zu kommen. Wir wackeln nach der Beutelabgabe gemeinsam zum Schwimmstart. Es kribbelt gewaltig im Bauch und ich bin schon ziemlich auf das Schwimmen im Kanal gespannt. Neo anziehen (hinein quetschen trifft es eher), Schwimmmütze und -brille auf, langsam gehen wir zum Einstieg und schwimmen uns ein. Das Wasser riecht und schmeckt besser als ich erwartet hätte und ist auch nicht trüber als im Rothsee, mein derzeitiges Freiwasser-Übungsgewässer. Ich Reihe mich hinten ein, um möglichst wenig Tritte abzubekommen und nicht von allzu vielen Schnelleren überholt zu werden. Der Startschuss fällt und wir kraulen los. Er läuft gefühlt besser als erwartet. Allerdings werde ich nach der Kehre müde und langsamer. Und tatsächlich von zwei Frauen überholt – brustschwimmend und von rechts. Frechheit. Sie hätten sich wenigstens an die Verkehrsregeln halten können und von links überholen können. Die nächsten Athleten von hinten überfliegen mich förmlich, es sind die Athleten der Mitteldistanz, die nicht nur 5 Minuten später als wir, sondern auch 500 m weiter hinten gestartet sind. Aber auch für mich kommt der Schwimmausstieg langsam (wirklich ziemlich langsam) näher und ich bin guter Hoffnung bei der nächsten Disziplin wieder Boden gut zu machen. Die Beine sind etwas weich, als mir die Freiwilligen aus dem Wasser helfen. Stefan sehe ich nicht mehr, der ist wohl (erwartungsgemäß) vor mir. Aber ich bin fokussiert und renne in die Wechselzone. Jetzt heißt es Beutel finden, aus dem Neo schälen und ab zum Rad. Schuhe an, Helm auf, Brille nicht vergessen und los. Schnell ein Energie-Gel und in Radschuhen eher gemächlich rennen als sprinten Richtung offiziellem Radaufstieg. Da war noch was. Startnummer – verdammt, wo ist die Startnummer? Noch am Lenker. Jetzt nur locker bleiben und nicht gleich am Anfang stürzen. Es geht um eine enge 180° Kurve und gleich bergauf über die Kanalbrücke. Zum Glück habe ich einen kleinen Gang drin. Eigentlich soll ich die ersten Kilometer locker kurbeln, aber es läuft gut und ich schalte hoch. Nach 3 km sehe ich Stefan wieder und gehe in die Zeitfahrposition und kann ihn überholen. Die Radstrecke liegt mir und ich kann einige Plätze gut machen, insbesondere bergauf. Kurz vor der Wechselzone schalte ich runter, nur nicht mit dicken Beinen in die Laufschuhe. Das Rad wird mir gleich nach dem Abstieg abgenommen und schon heißt es nächsten Beutel schnappen und ab in die Laufschuhe. Ich laufe zum ersten Mal barfuß, um nicht unnötig Zeit für das Socken anziehen zu verplempern. Fühlt sich besser an, als erwartet. Die Laufstrecke ist erschreckend schwer mit Schotter, Brücken, über den Sportplatz, mit Stufen, Ecken und Kurven. Aber dafür abwechslungsreich. Es wird langsam ziemlich heiß, über 30° C sind heute Mittag angesagt. Ich trinke an jeder Verpflegungsstation und komme gut voran. Ein Schnitt von 4:03 min./km sind es am Ende und damit eine der schnellsten Laufzeiten – der Titan ist in seinem Element. Inklusive aller Wechsel und trotz einer Schwimmzeit von 37 Minuten komme ich in 2:31 Stunden als 56. ins Ziel. Damit bin ich zwar weit weg von gewohnten Platzierungen im Laufen, aber immerhin.

Erlangen Collage 2

Die Vorbereitung: Mein Training geht nun in die nächste Stufe. Ab jetzt heißt es dreimal die Woche Schwimmen und einmal davon im Freiwasser. Ich finde mich damit ab und so langsam genieße ich es sogar die Schwimmeinheiten zu absolvieren. Mittwoch früh um 7:00 Uhr im Freibad zu stehen und mit den anderen Schwimmern, Triathleten und Rentnern in die Fluten zu stürzen macht mir irgendwie sogar Spaß. Einmal in der Woche habe ich mit Bennie Schwimm-Coaching. Fast jedes Mal denke ich danach „das lerne ich nie“. Bennie ist jedoch zuversichtlich, dass ich es schaffen kann. Neben dem Schwimmen, muss ich nun auch regelmäßig und intensiver Radfahren. Nach dem Triathlon-Versuch vor zwei Jahren hatte ich mir fest vorgenommen, mehr Rad zu fahren. Naja, bei dem Vornehmen ist es auch geblieben. Dennoch, eine Zeitfahrmaschine, also ein speziell aerodynamisch optimiertes Rennrad mit Unterarm-Liegeposition habe ich mir vorsichtshalber zwischenzeitlich zugelegt. Immerhin wurde ich mit so einem Rad von einer Frau überholt. Und das hat schon sehr an meinem Ego gekratzt. Aber das Ding fährt sich noch unbequemer als es aussieht. Nach einer halben Stunde schlafen mir die Arme ein, es kribbelt überall, die Schultern, der Nacken und der untere Rücken schmerzen und länger als eine Stunde halte ich es nicht aus. Dann quälen mich zwei drei Tage Schmerzen an Stellen, wo ich gar nicht wusste Muskeln zu haben. Angela, meine Physiotherapeutin (und Profi-Triathletin) sagt, das sind die Rhomboiden. Naja, egal was da weh tut, es tut verdammt weh und zwar jedes Mal. Also wechsle ich zwischen meinem klassischen Rennrad (auf dem ich die längeren Einheiten fahre) und der Zeitfahrmaschine. Mit den Wochen geht auch das langsam besser und die Schmerzen reduzieren sich soweit, dass ich nach eineinhalb Stunden Zeitfahrmaschine nur einen Tag Schmerzen habe. Auch im Spiegel stelle ich Veränderungen an meinem Körper fest: Schultern werden breiter, die Brustmuskulatur ist deutlich zu sehen und der Latissimus zeichnet sich auch leicht ab. Das Bauchfett reduziert sich und man kann mit viel gutem Willen und etwas Fantasie sogar Bauchmuskeln erkennen, meine ich. Oder sind das die Abdrücke vom Neo? Egal, es fühlt sich auf jeden Fall gut an, wenn man sieht, dass sich der Aufwand wenigstens figürlich lohnt. 

Tri-Islands: Es wird Zeit sich mit dem eigentlichen Wettkampf zu beschäftigen, nicht nur mit mir selbst. Mir wird immer bewusster, das wird eine echte Herausforderung. Also nicht nur für mich. Die erste Zeit dachte ich, es ist eine normale olympische Distanz mit 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen. Das hätte mir eigentlich angesichts der Tatsache, dass alles in und an der Nordsee stattfindet schon gereicht. Aber für ein Red Bull Event (warum realisiere ich das mit Red Bull als Titelsponsor eigentlich erst jetzt) ist das natürlich zu wenig. Wo bleibt da der Spaß? Es sind ca. 2,5 bis 3 km Schwimmen in der Nordsee. Also im offenen Meer. Von einer Insel zur nächsten, also von Amrum nach Föhr. Wassertemperatur je nach Witterung und Verlauf des Sommers zwischen 16 und 18 ° C. Das an sich hört sich ja eigentlich schon ziemlich abschreckend an. Von den Strömungen und Prielen möchte ich noch gar nicht reden. Wenn dann noch Wellen dazu kommen, wird das sicher kein Spaß. Die 40 km-Radstrecke auf Föhr hat zwar null Höhenmeter, dafür aber mit Windgarantie und der kann an der Nordsee ordentlich ausfallen. Zumindest ausgeglichen, mal Gegen-, mal Rückwind. Normalerweise. Manchmal hat man auch Pech und der Wind dreht. Danach geht es ca. 30 Minuten mit einem 12-Mann-Speedboot zur Laufstrecke nach Sylt. In Hörnum erwartet uns eine ca. 11 km-Laufstrecke: über Dünen und ca. 3 km durch knöcheltiefen, feinen Sandstrand. So langsam wird mir bewußt, dass dieser Wettkampf nur aus Circa-Angaben besteht, sogar in der offiziellen Ausschreibung. Dieser Sache muss ich mal auf den Grund gehen.

Nachdem ich regelmäßig mit Swen trainiere wird mir klar, der kann und wird nicht auf mich warten. Ich brauche eine Plan B für die Schwimmbegleitung, denn er ist so viel schneller, dass er vermutlich schon fast mit dem Radfahren fertig ist, bis ich an Land gespült werde. Er wird mich also nicht retten können. Ich weiß, klingt ziemlich nach Schisser, ich würde es eher realistisch nennen. Meine Orientierung im trüben Wasser ist schlecht und meine Schwimmtechnik tendenziell eher untergalagtisch. Bei einem guten Schwimmer machen die Rahmenbedingungen nicht so viel aus, bei einem schwachen Schwimmer jedoch enorm viel. Also wäre es für mich gut, einen Begleiter zu haben, dem ich einfach nur hinterher schwimmen muss. Ich frage Angela, ob sie nicht noch einen Wettkampf im September machen möchte. Wir teilen uns seit Jahren als Team den Fränkische-Schweiz-Marathon und haben auch schon drei, vier Mal gewonnen, also hoffe ich sie an der Ehre packen zu können. Angela wird beim Schwimmen auch nicht auf mich warten, das ist klar. Aber ich weiß, wenn Angela mitkommt, könnte ich Chancen haben, dass auch Bennie mitkommt. Und den könnte ich vielleicht dazu überreden. Und was soll ich sagen, ich kann einfach besser Menschen überzeugen als Schwimmen. Irgendwann haben beide zugesagt und Bennie schwimmt sogar mit mir. Ich kann mein Glück kaum fassen und bin deutlich erleichtert. Nicht dass hier ein falscher Eindruck entsteht, schwimmen muss und werde ich schon ganz alleine. Aber ich habe mit Bennie jemanden, dem ich erstens vertraue und zweitens jemanden, der mir bei dem trüben Nordseewasser, den Strömung und Wellen den Weg zeigt. Da wir nun ein richtiges Team sind, brauchen wir auch adäquate Team-Kleidung und damit beauftrage ich Angela. Sie lässt uns einen Triathlon-Einteiler (also Hose und Shirt in einem mit speziellem Sitzpolster zum besseren Ablaufen des Wassers) designen und drucken. Liefertag ist Mittwoch vor dem Tri-Islands – perfekt. 

Die Wettkampfwoche: Die Nervosität erreicht in der Woche davor ihren Höhepunkt – angeblich habe ich alleine zehn E-Mails innerhalb von drei Tagen an meine drei Begleiter geschrieben. Nachdem ich scheinbar der einzige bin, der sich mit der Organisation (Anreise, Unterkunft, Packliste, Wattwanderung etc.) beschäftigt hat, geht es ja nicht anders. Okay, zugegeben, das hätte man auch ein paar Wochen früher machen können oder koordiniert und alles in einer Nachricht zusammen fassen. Aber besser so, als gar nicht. Und Nervosität ist ja bekanntlich auch ein Zeichen dafür, dass man sich mit einer Sache beschäftigt. Apropos beschäftigt, eigentlich war geplant, dass wir alle auf Sylt schlafen und nur zum Wettkampf nach Föhr fahren, denn der Start ist ja erst nachmittags um 14:15 Uhr. Was ich nicht wusste, man muss verpflichtend vorher eine Wattwanderung machen die startet um 8:50 Uhr und zwar auf Föhr. Das wäre zwar machbar von Sylt aus, ist aber ein, wie mir scheint, viel zu großer zeitlicher Aufwand. Also versuche ich eine Woche vor dem Tri-Islands noch eine Ferienwohnung auf Föhr, natürlich in Nähe zum Start/Wechselzone, zu bekommen. Diese Idee hatten scheinbar ein paar Athleten ausser mir auch. Ich prüfe alle Portale und schreibe wie wild verschiedene Vermittler an. Die einen wollen uns für drei Nächte nichts geben, die anderen haben nichts frei. Hotels sind ausgebucht. Ich erzähle das meiner Assistentin und die schafft es innerhalb von wenigen Stunden eine Ferienwohnung für uns vier in unmittelbarer Nähe zum Start zu bekommen. Wie auch immer sie das gemacht hat, für mich ist sie die Beste. Damit wäre Problem eins gelöst. Problem zwei stellt sich erst vier Tage vor dem Wettkampf als Problem heraus. Die Wattwanderung. Ich habe zwar schon ein paar mitgemacht, aber noch nie in Zusammenhang mit einem Wettkampf. Bei einer Patientenveranstaltung am Dienstag Abend unterhalte ich mich mit Kunden beim Essen über diese Wattwanderung und sie raten mir von meinem ursprünglichen Plan ab – entweder barfuß oder in Turnschuhen zu gehen. Barfuß wäre zu gefährlich wegen der scharfkantigen Muscheln und Turnschuhe sind nicht geeignet, da sie sich mit Wasser, Sand und Schlamm vollsaugen und im Schlick stecken bleiben können. Surfschuhe oder spezielle Neoprensocken mit Sohle wären laut einer KiKa-Sendung optimal. Na toll. Wo soll ich bitte so kurzfristig Surfschuhe herbekommen? In Mittelfranken? Online-Bestellung? Dafür reicht die Zeit nicht mehr, denn wir fahren Donnerstag früh um 7:00 Uhr los. Ich informiere nachts in einer hektischen E-Mail meine Mitstreiter. Am Mittwoch früh gehe ich um 7:00 Uhr zum letzten Schwimmtraining und treffen Swen. Er rät mir, bei unserem Radhändler und Triathlon-Spezialisten Bodo vorbei zu fahren, der könnte vielleicht solche Socken haben. Bodo macht erst um 9:00 Uhr sein Geschäft auf, also fahre ich erst heim und ziehe meine für abends geplante Radtraining vor, verschiebe ein paar Termine und mache mich mit der Zeitfahrmaschine auf den Weg zu Bodo. Er ist gut sortiert und zieht tatsächlich aus irgendeiner Schublade die gewünschten Neoprensocken. Ich kaufe vier Paar für uns alle und sende gleich noch eine E-Mail an die anderen drei. Geschafft! Ich fühle mich jetzt schon fast so, als hätte ich den Triathlon gewonnen. Dabei ist nicht mal die Vorbereitung richtig abgeschlossen. 

Der Tag vor dem Wettkampf: Angela, Bennie und Swen reisen direkt nach Föhr an über Dagebüll mit der Autofähre. Da meine Frau und ich nach Sylt gefahren sind, wo wir auch unseren Urlaub machen, muss ich mit der Fähre von Hörnum nach Föhr nachkommen. Mein Fahrrad haben die drei dabei. Mein Gepäck habe ich bereits daheim für den Wettkampf vorbereitet und extra gepackt. Früh noch schnell mit meiner und Frau und den Hunden an den Strand in Rantum zum Gassi gehen und von dort direkt weiter um 10:00 Uhr mit der Fähre Adler IV von Hörnum nach Föhr – so der Plan. Leider ist das Wetter schlecht, es regnet und stürmt – Böen bis 75 km/h, die Wellen brechen ungewöhnlich früh und sind verdammt hoch. Wir gehen trotzdem Gassi, verkürzen aber die Strecke etwas. Während der ganzen Strecke fragt mich meine Frau, warum ich mir das antue, wem ich was beweisen muss und dass sie auf keinen Fall zulässt, dass ich bei so einem Wetter starte. Ich liebe diese Zuversicht. Zurück am Auto ruft die Reederei an: die Fähre kann aufgrund des Wellengangs nicht fahren. Sie könnten mir anbieten mit der Adler Express Fähre nach Amrum zu fahren und dann darauf hoffen, dass ich dort mit einer Fähre weiterkomme nach Föhr. Das können sie mir aber nicht garantieren. Ich lehne dankend ab, denn ich muss heute noch die Startunterlagen auf Föhr abholen – egal wie. Das ist mir zu unsicher. Meine Frau nutz die Steilvorlage und redet auf mich ein, das ganze doch einfach abzusagen. Nein, nicht meine Art. Außerdem kann morgen schon wieder die Sonne scheinen, sage ich trotzig mit einem Rest Zweifel. Ich kann die drei doch jetzt nicht alleine lassen und rufe sie kurz an und berichte von der ausgefallenen Fähre. Ein Plan B muss schnell entwickelt werden und Bennie schlägt vor, aufs Festland zu kommen und von dort mit der Fähre nach Föhr – die ist größer und fährt laut Ferienwohnungsvermieterin bei fast jedem Wetter. Ich checke die Bahn- und Fährverbindungen und setze mich um 10:30 Uhr in den Zug nach Niebüll. Der ist brechend voll, da sowohl Schulklassen als auch Handwerkertrupps, die auf der Insel arbeiten und auf dem Festland leben wegen des schlechten Wetters früher Feierabend gemacht haben und heim fahren, den Zug bevölkern. Aber ich bin glücklich, überhaupt eine Alternative gefunden zu haben und freue mich über meinen Stehplatz im Gang. Der Anschlusszug zur Fähre geht zwar pünktlich, aber wir müssen ungeplant halten um einen anderen Zug vorbei zu lassen. Um 11:25 Uhr geht die Fähre nach Föhr. Das wird knapp. Ich schaffe es als letzter Gast geradeso drauf zu kommen nach kurzer Diskussion mit dem Kartenkontrolleur. An Bord gönne ich mir ein Fischbrötchen und einen Cappuccino. Und langsam lässt auch der Wind etwas nach, meine ich. Fast Perfekt also. Angela und Bennie holen mich in Wyk ab und wir fahren direkt zur Startnummernausgabe zur Standkorbhalle Utersum. Alles ist viel kleiner, familiärer als bei großen Marathons und wirkt ziemlich improvisiert. Meine Erwartungen waren irgendwie größer, bombastischer und kommerzieller. Es gibt nichts außer Startnummern und ein paar Softgetränke vom Hauptsponsor. Das wars. Kaum Leute da, kein Merchandising, keine Verkaufsstände oder Triathlon-Messe, auch fast keine Athleten. Die kommen scheinbar erst später. Die zum Campingplatz umfunktionierte Wiese ist auch noch fast leer. Die Strecke ist noch nicht markiert oder abgesperrt. Findet der überhaupt statt? Doch, der findet statt, wird mir versichert. Wir fahren zur Unterkunft und treffen Swen. Er musste noch eine Telefonkonferenz führen und heute Abend noch mal eine. Für sowas hätte ich heute keine Nerven. Wir gehen nach dem Auspacken und Räder ausladen zum Testschwimmen. Ich wäre ja niemals auf so eine Idee gekommen. Also Neo einpacken und bei 17° C Luft- und 16° C Wassertemperatur zum ‚Anwassern‘. Ich habe nur den Triathlon-Einteiler dabei, ziehe daher nur ein Unterhose unter den Neo. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie seltsam einen die Leute ansehen, wenn man sich bei leichtem Regenschauer unterstellt und dann auszieht um Schwimmen zu gehen. Bis vor kurzem hätte ich solche Typen auch etwas verständnislos oder bewundernd angesehen. Schnell noch ein Beweisfoto machen und ab ins Wasser. Zielsicher erwischen wir natürlich eine Buhne, trotz Kennzeichnung. Vielleicht liegt es an der Temperatur die unsere Hirnfunktionen verlangsamt? Nein, dafür sind wir eigentlich zu kurz im Meer. Zum Glück hat der Wind nachgelassen, sodass nur mäßig Wellengang ist. Wir kraulen los und beim zweiten Atemzug ziehe ich bestes Nordseewasser tief in die Lungen – und erinnere mich auch wieder schlagartig an Bennies Worte wenn die Welle kommt, kurz mit dem Atmen warten. Komisch, es brennt gar nicht so schlimm wie erwartet, schmeckt nur recht salzig. Zwei mal husten und weiter geht es. Im Schwimmschatten von Angela kann ich sogar ein paar richtig gute Züge machen und komme schnell voran, so schnell war ich noch nie. Wir treffen andere Teilnehmer im Wasser. Sie erklären uns, wo die Strömung am stärksten ist und dass wir keinesfalls dagegen anschwimmen sollen, das wäre zwecklos. Na das kann ja heiter werden, denke ich mir. Das Gefühl für die Wellen wird besser und nach nur 10 Minuten gehen wir schon wieder an Land. Bin verwirrt. War das unser Anwassern schon? Ja, erklären mir die Profis, es geht nur darum ein erstes Gefühl für das Meer, die Wellen und die Strömung zu bekommen. Bei uns meldet sich der Hunger und wir beschließen Kuchen essen zu gehen. Nach der Anstrengung gönne ich mir gleich noch ein Stück Hawaii-Pizza beim Bäcker zum Kuchen dazu. Da jeder Triathlet von der WM in Hawaii träumt, erscheint mir das passender als ein Stück Speziale. Das ist das schönste am Wettkampf, man darf Essen worauf man Lust hat. Und ich habe Lust auf Zwetschenkuchen. Kuchen soll in Norddeutschland viel besser sein als im Süden – ein Grund mehre zu probieren. Also noch ein Stück Apfelkuchen. Und es stimmt, der Kuchen ist wirklich sehr lecker. Aber einem hungrigen Wolf schmeckt bekanntlich alles. Im Anschluss schlendern wir noch durch Nieblum. Nett ist es hier, typisch friesisch, fast so schick wie Sylt. Bei einem Immobilienmakler stellen wir fest, dass auch die Preise nicht weit entfernt sind von denen auf Sylt. Wir fahren zurück nach Utersum in unser Ferienhaus und packen unsere Beutel für die Wechsel. Es gibt so vieles einzupacken und zu bedenken. Jetzt nur nichts verkehrt machen, sonst muss ich beim Schwimmen die Sonnenbrille tragen und auf dem Rad die Bademütze statt den Helm. Ich fühle mich überfordert – drei Aufkleber für zwei Beutel. Was ist in Gottes Namen der Zusatzbeutel? Wo kommt der hin? Was kommt da rein? In den Unterlagen findet sich dazu mal wieder nichts. Die Frage muss bis zur Wettkampfbesprechung warten. Ab 18:00 Uhr beginnt in der Strandkorbhalle das Wettkampf-Barbecaue und um 20:00 Uhr die Wettkampfbesprechung – Pflicht für alle Athleten. Das Buffet ist wirklich reichlich und wir versuchen nochmal viele Kalorien zu uns zu nehmen, da sind wir auf jeden Fall unter den Top Ten. Es gibt nur alkoholfreies Weißbier, was zwar vernünftig ist, aber zu unserer Stimmung würde richtiges Bier besser passen. Wir beschließen nach dem Essen noch in eine Kneipe zu gehen, vielleicht ist das ja mein letztes Bier? In Anbetracht der Informationen heute Abend, muss ich das als nicht unwahrscheinlich betrachten. Der Sprecher des Orga-Teams, er sieht eher aus wie ein Maskottchen, vorsorgt uns mit den wesentlichen Informationen: Nach einer ca. dreistündigen Wattwanderung durch zum Teil hüfttiefe Priele und Gräben vom sogenannten Basecamp auf Föhr (Strandkorbhalle/Wechselzone) warten wir ca. zwei Stunden im Lager auf Amrum auf die Flut. Da ist es wieder, hier ist alles Circa. Aber vielleicht klärt sich das ja noch auf. Hierfür sollten wir einen Rucksack mitnehmen, der dann in den weißen Beutel gepackt werden kann, wenn man auf Amrum ist. Sonst schneiden sich die Schnüre vom Beutel zu sehr in die Schultern, denn darin wird der Neoprenanzug und die restliche Ausrüstung transportiert. In den blauen Beutel kommen alle Wechselsa
chen für das Ziel und natürlich der Verzehrgutschein für das Sansibar-Catering. In den ominösen Zusatzbeutel, der nicht dabei ist, kann man die Sachen reinpacken, die man für die Bootsüberfahrt nach Sylt braucht (es wird eine warme Jacke und Mütze empfohlen), die bekommt man dann abends wieder auf der Fähre zurück nach Föhr. Überhaupt die Bootsfahrt. Vorher Schuhe anziehen, denn am Boot kann es sehr ruppig sein und man sollte sich besser festhalten, da man mit 16 Knoten und schneller über die Wellen bügelt. Je zwei 250 PS-Außenboardmotoren liefern dafür die nötige Leistung. Das Schwimmen sollen wir keinesfalls unterschätzen, denn die Strömungen und Priele können uns 500 m und mehr abtreiben – daher auch die Circa-Angaben. Wer die ideale Schwimmlinie erwischt, schwimmt 2,5 km, aber das schafft meist keiner. Zum Glück ist es für morgen windstill gemeldet, sodass wir mit wenig Wellengang rechnen können. Sonnencreme werden wir aber nicht brauchen, erst auf Sylt soll es gegen abends etwas aufreißen. Zur Wattwanderung soll es regnen und erst beim Schwimmen nachlassen. Das ganze bei Höchsttemperaturen von 13-15° C und Wassertemperatur 16° C. Na wenigstens ist das Wasser wärmer. Eine Windjacke könnte also auch am Rad sinnvoll sein und vielleicht sogar Armlinge. Mittlerweile ist auch die Radstrecke markiert und wir werden auf die besonderen Gefahren hingewiesen: Schafe. Die Strecke führt am Deich entlang – Hauptaufenthaltsgebiet und Arbeitsplatz der Deichschafe. Der größte Spaß wartete auf Sylt, neben zwei Dünen die es zu überwinden gilt, geht es die 3 km am Weststrand von Hörnum im feinstem Sand am Strand Richtung Ziel. Und das bei Hochwasser. Das heißt wir können der Anstrengungen nicht entgehen indem wir taktisch clever am Flutsaum entlang laufen, wo der Sand fester wäre. Und dazu noch die Info bezüglich des Knockout Modus: nach einer Stunde zehn Minuten ist der erste Knockout beim Schwimmen. Wer danach aus dem Wasser kommt, darf gleich zum Duschen. Nach einer weiteren Stunde zwanzig Minuten der zweite Knockout nach dem Radfahren. Ab dann darf man nicht mehr mit auf ein Boot in Richtung Sylt. Die Zeiten werden gnadenlos eingehalten, zur Sicherheit der Athleten, denn die Tide verhindert spätere Fahrten. Bennie ist begeistert. Jetzt brauche ich wirklich ein echtes Bier.

VOR Redbull collage 3

Der Wettkampf: Beinahe wäre ich zu spät gekommen. Nicht zum Start, sondern auf die Toilette. Ich habe nervösen Durchfall. Scheinbar weiß mein Körper, dass er heute allen unnötigen Ballast früh morgens loswerden muss. Es ist 5:38 Uhr und Swen’s Wecker klingt erbarmungslos. Ich fühle mich als hätte ich heute Nacht nur 2 Stunden geschlafen. Was vermutlich auch stimmt, ich war nervös und Swen hat eine verstopfte Nase, was ihn die ganze Nacht hat röcheln lassen. Ein schlechte Kombination. Zum Glück erinnere ich mich an einen Artikel aus der Runner’s World, wo es mal hieß, dass die Nacht vor dem Wettkampf nicht relevant sei, sondern die Woche davor. Was soll ich sagen, die war jetzt auch nicht grad von tiefer Erholung geprägt. Wird das mein Schicksal bei Tri-Islands besiegeln? Bin zum Glück zu müde, um den Gedanken weiter zu verfolgen. Ich funktioniere wie automatisch. Zähne putzen, Duschen, anziehen. Um zwanzig nach sechs treffen wir uns zum Frühstück beim Bäcker, der um 6:30 Uhr öffnet. Großer Kaffee, Brötchen, Gebäck und noch was für unterwegs einpacken lassen (wir warten ja ein paar Stunden auf die Flut). Um halb acht checken wir die Räder ein und bereiten uns vor. Leider sind die Tische und Bänke in der Strandkorbhalle schon abgebaut. Es gibt nur eine überdachte Bank vor den öffentlichen Toiletten die uns vier als Wartebereich dient. In knapp einer Stunde geht es los und mir ist jetzt schon kalt – hätte mehr anziehen sollen. Um 8:50 Uhr treffen sich alle Athleten zur Wattwanderung. Erst müssen wir knapp 2 km am Deich entlang – hier ist es doch sinnvoll noch die Schuhe dabei zu haben. Dann geht es mit den Wattführern durch das Weltnaturerbe Wattenmeer, ca. 7 km, und wir freuen uns über die Neoprensocken mit Sohle. Schon komisch, wo doch der direkte Weg nur 2,5 km wären. Wir müssen wegen der tiefen Priele einen kleinen Umweg nehmen. Und sinken hier schon teilweise hüfttief in die Gräben ein. Normalerweise reicht das schon für ein ordentliches Mittagessen. Nach zweieinhalb Stunden erwartet uns erst noch ein Fußmarsch von ca. einem Kilometer zum Wartebereich – ausgestattet mit Sonnenschirmen und Kühlschränken voller Energie-Getränken der Marke Red Bull. Das ganze wirkt irgendwie bizarr bei 14° C und Regen.

Amrum Coallage 4

Wir sind vom Regen und den durchwateten Prielen nass bis auf die Haut. Jetzt heißt es noch 2,5 Stunden warten und frieren. Die ersten Athleten wärmen sich hinten an den Kühlrippen der Kühlschränke auf. Wir suchen Schutz vor Wind und Wetter in einer Infohütte der Schutzstation Wattenmeer und stehen eng gedrängt in dem Bretterverschlag mit ca. 15 anderen Startern. Wie Königspinguine schützen wir uns gegenseitig vor den Naturgewalten und der Kälte. Die ersten fangen an sich Ihre Neoprenanzüge anzuziehen und wir folgen diesem Vorbild. Und schon wird es deutlich besser. Die Fleecepulli’s und Regenjacken darüber und langsam ist es zwar immer noch weit weg von angenehm warm, aber wenigstens erträglich. Angela versorgt uns mit Kuchen und das Käsebrötchen vom Bäcker wird auch schnell verdrückt. Endlich geht es weiter, endlich rückt der Start näher. Letzte Instruktionen vom ‚Maskotchen‘, Beutel abgeben, schon laufen wir gemeinsam zum Schwimmstart. Langsam bewegt sich das ganze Teilnehmerfeld, fast andächtig wie bei einer Prozession. Aus der Ferne wird der große Red Bull Torbogen sichtbar und in mir steigt ein Gefühl der Demut auf. Soll das wirklich mein Event sein? Heute ist das Meer ruhig, es ist fast windstill und wir blicken zuversichtlich Richtung Föhr. Die ganze Strecke ist mit Booten gesäumt, Katamarane mit bunten Segeln weißen uns den Weg. ‚Beim letzten Katamaran rechts halten, dann kommt ihr ziemlich genau beim Zielbogen (der etwa 200 m links davon ist) raus‘ sagt der Orga-Leiter, das liegt an der starken Strömung dort. Wir versuchen uns daran zu erinnern, wenn wir in ca.45 Minuten soweit sind. Es herrscht eine angespannte Ruhe vor dem Start, Bennie reiht sich mit mir ganz hinten ein, wir müssen ja nicht von allen überholt werden. Die ersten Meter geht es sehr seicht los und wir können/müssen ca. 200-300 m ins Meer laufen oder rennen. Da wäre ich ja eigentlich vorne dabei – aber Bennie mahnt zur Zurückhaltung. Ich werde die Energie hinten raus beim Schwimmen brauchen. Der weiß auch, wie man mich motiviert. Fast alle schwimmen sich ein oder gehen zumindest obligatorisch vorher ins Meer. Wir auch, aber so richtig verstehen tue ich das nicht. Egal, wird schon sinnvoll sein, wenn es alle machen. Es ist mit 16° C auf jeden Fall kalt genug, dass ich nicht das dringende Gefühl verspüre länger als nötig darin zu verbringen. Wir warten hinter dem Startbogen und die Anspannung ist fast durch ein Knistern in der Luft spürbar. Mein Puls schwankt zwischen 92 und 100, was mir relativ hoch erscheint, dafür dass ich nur rumstehe. Vermutlich ist mein Körper noch im Warmhalte-Modus und heizt ein. Der Startschuss fällt und wir stürmen in die Nordsee. Bennie versucht schon bei 30 cm Wassertiefe zu schwimmen. Leider ziemlich erfolglos, vermutlich schleift der Bauch am Boden. Ein ziemliches Gewusel ist plötzlich im Wasser und wir suchen unseren Rhythmus zu finden. Dabei verliere ich fast Bennie, er hat mich aber stets im Blick und ich fühle mich sicher in seiner Obhut. Von der Kälte spüre ich nichts – vor Aufregung und Bewegung. Alles funktioniert jetzt irgendwie und wir machen gut Strecke, erst kurz vor dem letzten Katamaran spüre ich ein Gefühl der Erschöpfung und die niedrigen Wassertemperaturen. Wäre auch nicht schlecht, wenn es langsam vorbei wäre. Einer der Helfer ruft uns aus einem Boot zu, links zu bleiben und den Katamaran nicht wie in der Wettkampfbesprechung empfohlen, rechts. Wir sind kurzfristig verwirrt, folgen jedoch der Anweisung – ein Fehler wie sich herausstellt. Wir kommen voll in die Strömung, die uns ordentlich abtreiben lässt. Dennoch heißt es Ruhe bewahren, nicht dagegen anschwimmen und lieber die paar hundert Meter am Strand entlang laufen. Der Strand kommt immer näher und als das Wasser nur noch knietief ist, beginnen wir zu laufen. Der Sand ist tief und schwer vom Regen und wir verlieren wertvolle Sekunden. Eine Stunde und vier Minuten sind wir geschwommen – noch 6 Minuten Puffer hätten wir gehabt, ziemlich knapp. Ich stürze zweimal im Sand wo ich zum Glück weich falle. Endlich, beim Zielbogen haben wir wieder festen Boden unter den Füßen. Schnell sprinten wir in die Wechselzone, Bennie ruft mir noch zu den Neo gleich vom Oberkörper abzustreifen. In der Wechselzone angekommen geht alles schon viel routinierter als noch in Erlangen und diesmal vergesse ich auch die Startnummer nicht am Lenker. Die Temperatur sagt eindeutig Weste und ich ziehe die Medwork-Windweste über.
Auf dem Rad fühle ich mich die ersten Kilometer schwach und obwohl ich Bennie in der Wechselzone überholt habe, dauert es nicht lange bis er an mir förmlich vorbei fliegt. Wow, was eine Power und ich krieg hier nix gebacken. Umso länger ich fahre, umso besser fühle ich mich und spüre wie die Kraft Stück für Stück kommt – vermutlich war die Muskulatur vom Schwimmen noch zu kalt. Nach den ersten Kilometern kann ich endlich die ersten überholen, was mir wieder Selbstvertrauen gibt. Kaum fange ich an mich gut zu fühlen, zischt Swen an mir vorbei mit einem lauten „weg da“. Er ist bereits auf der zweiten Runde – ich wurde überrundet. Was eine Blamage. Versuche mich mit dem Gedanken zu trösten, dass er ja Ex-Profi ist, will aber nicht richtig klappen. Erst als ich eine ganze Reihe anderer Starter überhole, geht es mir emotional besser. Der Wind ist kaum zu spüren, aber bei Gegenwind tue ich mir trotzdem schwer eine Schnitt von 30 km/h zu halten. Als ich in die Wechselzone komme, sehe ich die Countdown -Uhr 8 Minuten 20 Sekunden anzeigen – hätte gehofft schneller zu sein. Das lange schwimmen in der kalten Nordsee hat seinen Tribut gefordert. Das Ziel, mit dem Boot nach Sylt zu kommen ist aber trotzdem nicht in Gefahr. Rad aufhängen, aus den Schuhen und Beutel schnappen und dann barfuß zum Bootssteg rennen. Nicht gerade bequem, aber ich habe jetzt keine Zeit zu verlieren. Kurz vor dem Steg sehe ich Nadja – ihr Freund ist auch gestartet und offensichtlich schon weg. Ich versuche motiviert zu wirken.

Fhr Collage

Leider ist gerade ein Boot abgefahren, sodass ich etwas warten muss. Die Zeit nutze ich zum Socken und Schuhe anziehen. Noch schnell eine Softshell-Jacke für die Bootsfahrt überziehen, und andere 11 Athleten kommen an Board und schon rauschen wir ab. In 22 Minuten nach Sylt, das Wasser spritzt hoch und wir sind alle erleichtert und glücklich das Boot bekommen zu haben. Yeah, zu ersten Mal an diesem Tag bin ich richtig entspannt. Jetzt die Jacke und Radweste ausziehen in den Beutel und dann kommt meine Disziplin. Hier kann ich hoffentlich noch ein paar Plätze gut machen. In Hörnum legen wir direkt an der Adler IV an, werden von Helfern hochgezerrt, laufe durch das Schiff durch und werfen den Zusatzbeutel in die aufgestellten Wannen. Irgendwie sind die Beine noch nicht auf der Laufstrecke angekommen. Die Pause auf dem Boot, der Wind und das kühle Naß haben die Muskulatur wieder kalt werden lassen. Also locker los und selbst da kann ich einige überholen. Dass die Strecke anstrengend wird, wurde uns allen eindringlich gesagt, doch so schlimm habe ich es mir nicht vorgestellt. Am Luxus Hotel Budersand vorbei halten uns die Gäste auf der Terrasse für ziemlich verrückt, genießen Ihren Wein und scheinbar vorzügliches Essen. Über die erste Düne führen langgezogene Treppen, hier spüre ich meine Kräfte zurück kommen. Jetzt fühlt es sich an wie Laufen. Als wir auf den Radweg Richtung Rantum einbiegen entdecke ich Kati, die sich richtig freut, dass ich es tatsächlich geschafft habe. Kurz darauf überhole ich Nadjas Freund Michael. Er wirkt schon ziemlich angeschlagen, obwohl das härteste Stück noch auf uns wartet. Ab jetzt werde ich nicht mehr nachlassen und kämpfe mich Läufer für Läufer und Platzierung für Platzierung weiter nach vorne. Alleine bei der Dünenüberquerung zum Strand kann ich fünf andre überholen. Es fühlt sich gut an. Nur Bennie hätte ich doch längst einholen müssen. Wo ist er? Habe ich ihn etwa überholt und gar nicht erkannt? Nein, das kann nicht sein. Ab jetzt wird es schwer – der tiefe Sand setzt mir ganz schön zu und ich tue mich richtig schwer vorwärts zu kommen. Die ersten Athleten fangen an zu gehen. Der Puls geht immer höher, das Tempo wird immer langsamer. Und weit vorne entdecke ich ein Brehm-Trikot. Bennie? Wenn er es tatsächlich ist, kann ich nur meinen Hut ziehen, hatte er doch noch Bedenken den Knockout beim Laufen nicht zu schaffen und jetzt ist er vor mir. Ob ich es bis zum Ziel noch schaffe ihn einzuholen? Alleine diese Frage gibt mir neue Energie und ich setze alles ein, was noch im Akku ist. Leider ist da nicht mehr viel. Der letzte Kilometer verläuft auf befestigten Wegen durch das teuerste Wohngebiet von Hörnum durch die Dünen. Und kurz vor dem Ziel wartet Bennie auf mich – er will auf den letzten wenigen hundert Metern nicht überholt werden und wir nutzen die Chance Hand in Hand gemeinsam ins Ziel zu laufen.

Ende Collage 6

Ein sehr intensives Erlebnis geht zu Ende. Wir sind erfüllt von Glück und Freude, gönnen uns nach dem Duschen ein paar Bier, Sansibar-Catering mit Curry-Wurst und Burger und verarbeiten die Strapazen an Board der Alder Express Fähre, die uns um 20:00 Uhr zurück nach Föhr bringt. Im Wissen, dass wir am nächsten Morgen mit der Fähre um 6:00 Uhr die Insel schon wieder verlassen müssen, nehmen wir den Shuttle-Bus zur Wechselzone statt zur Red Bull Tri-Islands Party. Dort packen wir unsere Sachen wie Neo und Rad und laufen zurück in unsere Ferienwohnung., beladen den VW-Bus und suchen noch eine Kneipe für ein Abschlussbier. Wir feiern einen 5. Platz bei den Frauen (Angela), einen 5. Platz bei den Männern (Swen), sowie Bennie’s grandiosen Lauf (104. Platz) mein Überleben (103. Platz). Um 1:30 Uhr sind wir endlich im Bett, um 4:48 Uhr klingelt Swen’s Wecker schon wieder und um 5:20 Uhr fahren wir zur Fähre nach Wyk. Gemütliches Frühstück auf der Fähre mit einem groooßen Kaffee und in Niebüll trennen sich unsere Wege – mich setzen sie am Bahnhof ab und ich fahre zurück nach Sylt und die drei wieder nach Mittelfranken.
Fazit: Zwei lange Tage sind zu Ende, ein weiterer Wettkampf auf dem Kerbholz und nun kann der Urlaub beginnen. Der Tri-Islands wird uns als ein wahnsinnig intensives Erlebnis eines sehr speziellen Wettkampfes mit genau der richtigen Portion Abenteuer, das teilweise etwas improvisiert wirkt, aber dennoch als gut organisiert in Erinnerung bleiben wird. Aufwändig ist dieser Wettkampf in jeder Hinsicht. Speziell auch. Jedoch mit Spaß statt übertriebenen Ehrgeiz angegangen, unbedingt empfehlenswert.

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