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Autor: Bennie Lindberg

Start Challenge Roth

Wassertemperatur?

Welche Temperatur hat das Wasser?

Die Beantwortung dieser Frage hat für die meisten Triathleten im Vorfeld eines Wettkampfes oberste Priorität. Unabhängig vom Trainings- und Leistungszustand der Teilnehmer. Verbieten die äußeren Witterungsbedingungen aus Fairness und gesundheitlichen Gründen (Überhitzung des Athleten) das Tragen eines Neoprenanzuges (Neo), ist das Geschrei gerade bei den vermeintlich schlechteren Schwimmern groß. Dieses Gejammer haben die Hersteller als Marktlücke erkannt und die Speedsuits auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um knielange ärmellose Bodys. Deren an sich schon relativ stabile Textiloberfläche wurde in den letzten Jahren zusätzlich mit einer dünnen, den Regeln entsprechenden Gummibeschichtung versehen. Aber der Reihe nach…

Grundregeln
Viele Triathleten pflügen wie ein Mississippi-Dampfer mit hoher Zugfrequenz und enorm ineffektivem Kraftaufwand durch das Wasser und ärgern sich trotz gesteigerter Trainingsumfänge über viel zu langsame Zeiten. Auch wenn die Multisportler dafür bekannt sind, neuartigenTechnologien und Entwicklungen positiv gegenüberzustehen, sollten sie trotz Neo und Speedsuit gewisse Grundregeln beim Schwimmtraining und im Wettkampf beachten. Bei der Auftaktdisziplin dreht sich, ähnlich wie beim Radfahren, fast alles um die Minimierung des (Wasser-)Widerstands, um mit einer ausgefeilten Schwimmtechnik die eingesetzte Energie in maximalen Vortrieb umzuwandeln. Da es sich beim Schwimmen um die technikintensivste der drei Triathlondisziplinen handelt, sollte aus diesem Grund gerade zu Beginn der Vorbereitungszeit der Schwerpunkt auf die Technik gelegt werden. Trockenübungen mit dem Trainingsseil außerhalb des Schwimmbeckens stellen sinnvolle und abwechslungsreiche Ergänzungen dar. Die bereits an anderer Stelle in diesem Magazin erwähnte Bedeutung der Rumpfmuskulatur trägt ihr Übriges dazu bei, mit einer guten Körperspannung die Schwimmleistung erheblich
zu verbessern. Ein zu hohes Tempo im Training kann dagegen die Technik negativ beeinflussen. Stagnierende Schwimmergebnisse sind trotz besserer Gesamtfitness und steigenden Trainingsumfängen die Folge. Die Orientierung(slosigkeit) im offenen Gewässer, die Einordnung beim Schwimmstart gehören dagegen eher zu den weicheren Ursachen einer unzufriedenen Leistung. Das Wasserschatten Schwimmen im Wettkampf hat allerdings einen nicht unbedeutenden Einfluss auf die Schwimmzeit und sollte in das Training integriert werden.

Eng anliegendes Korsett
Anstatt wie bei einem Tragflächenboot mit einer möglichst waagerechten und hohen Position den Wasserwiderstand auf ein Minimum zu reduzieren, hängen viele Schwimmer gerade bei längeren Distanzen mit eingeknicktem Rumpf im Wasser. Selbst ein Waschbrettbauch und eine dazu passende Rückenmuskulatur sind kein Garant für eine gute Wasserlage, wenn der Athlet die Körperspannung nicht halten kann. Und gerade da setzt der Speedsuit an. Er hilft dem Triathleten, körperliche und muskuläre Dysbalancen auszugleichen. Ein sehr eng anliegender Anzug stützt den Rumpf wie ein Korsett, beeinflusst die Schwimmlage günstig und führt zu besseren Schwimmzeiten.

Wasserschlüpfrig
Die Überlegung, ob die Badebekleidung durch eine Haifischhautstruktur oder speziellen Gummimischungen wasserschlüpfriger wird und somit den Wasserwiderstand zusätzlich reduziert, ist ähnlich schwierig zu beweisen, wie die These, dass eine rasierte Haut schneller ist als eine unrasierte. Im Segelsport zum Beispiel kommt bei den Schiffen des America’s Cup am Rumpf ein spezieller Lack zum Einsatz, der im Wasser „schleimig“ wird und die Boote, den Fischen
ähnlich, schnell durch das Wasser gleiten lässt.

Auftrieb
Im Gegensatz zu den Speedsuits bieten die für das Schwimmen im kalten Wasser zugelassenen Neoprenanzüge den Athleten neben dem Kälteschutz auch den (dringend) notwendigen Auftrieb. Der Auftrieb ist um so höher, je mehr Neoprenmaterial mit den isolierenden Luftbläschen verarbeitet wurde. Gleichzeitig verringert der Auftrieb auch den Wasserwiderstand. Ein kleines Beispiel verdeutlicht, dass zu viel Auftrieb nie schadet. Der weltbeste Schwimmer wird sich nie schneller fortbewegen als ein auf einem Surfbrett paddelnder durchschnittlich trainierter Triathlet.

Den kompletten Artikel kannst du herunterladen hier unten.

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Training in Italien ist für Triathleten ein Genuß

Trainingsregion Italien

Dolomiten, Toskana und der Nove Colli

Training in Italien ist für Triathleten ein Genuß

Pizza, Pasta und La Dolce Vita im Land des Radsports

Toskana

In der toskanischen Region Maremma, ist Massentourismus auf dem Fahrrad ein Fremdwort. Die Landschaft entlang der Etruskerküste bietet mit seinen feinen kleinen Straßen, wenig Verkehr, sanftem Licht und rollenden Hügeln all das, was der „kilometersuchende Triathlet“ sucht. Flache Etappen können mit kurzen knackigen, aber auch langen Anstiegen im Hinterland kombiniert werden. Nicht umsonst nutzen auch etliche GS1-Rennställe diese Gegend zum Trainieren. In kleinen familiären Unterkünften spürt der Athlet das italienische Lebensgefühl. Ausflüge nach Pisa, Siena und Florenz runden das sportliche Angebot auch auf kulturellem Gebiet ab. Der Küstennähe empfiehlt sich eher für traditionelles Triathlontraining wie z.B. Cecina mit ein gutes Hallenbad und gute Laufstrecken im Pinienwälder der Strand entlang, während das Hinterland eher für Radfahren sich eignet. Mit ein bisschen Mühe und Erfahrung findet man allerdings auch hier Hallenbäder und gute Laufstrecken in den oft sehr anspruchsvollen toskanischen Wäldern, ist dann allerdings oft mit eine kleine Autofahrt verbunden!

Dolomiten

Auch wenn der sehr gut ausgebaute Etsch-Radweg zwischen Meran und Verona die Möglichkeit bietet, etliche Kilometer im überwiegend flachen Terrain zu absolvieren, verbinden die meisten von Ihnen die Dolomiten sicherlich mit anspruchsvollen Anstiegen, die das Herz eines jeden Radfahrers höher schlagen lassen. Sella Ronde, Mendelpass, Stilfser Joch oder hinauf zum Kronplatz, um nur einige bekannte Strecken aufzuführen. Ein Trainingslager in der Heimat von Luis Trenker eignet sich bestimmt nicht zur Verbesserung der Grundlagenausdauer. Hier heißt es bereits, bei harten Kraftausdauereinheiten, Zähne zu zeigen. Die Landschaft und der deutsch-italienische Flair versüßen den Athleten die Anstrengungen. In Verbindung mit dem Mitte Mai in der Nähe von Tramin stattfindenden Kalterer See Triathlon (www.kalterersee-triathlon.com), eignen sich die Dolomiten knapp zwei Monate vor den großen Langdistanzrennen in Deutschland, Österreich und der Schweiz als zweites Trainingslager ideal zur Formverbesserung. Aber auch Teilnahmen an Jedermannrennen, wie dem Drei Länder Giro oder dem Marathon dles Dolomiti bieten interessante Alternativen.

Adria

Zwischen Ravenna, Cesenatico, Rimini und Cattolica nutzen zahlreiche Radsportgruppen und Vereine die milden Temperaturen der Frühjahrsmonate, um auf verkehrsarmen Straßen die Grundlage für die anstehende Saison zu legen. Zahlreiche Hotels und Reiseanbieter haben Rennrad- und Triathlonangebote in ihrem Programm. Individual- und Gruppenreisende kommen gleichermaßen auf ihre Kosten. Auf den Spuren von Marco Pantani bewegen sich diejenigen, die neben den flachen Küstenabschnitten auch das zum Teil sehr anspruchsvolle Hinterland erkunden und in ihre Trainingsfahrten einbeziehen. Die Anstiege zum Ciola, Barbotto oder Passo delle Siepi, drei der neun Berge des Frühjahrsklassikers Nove Colli (www.novecolli.it), einer Radtouristikfahrt über 130 beziehungsweise 200 Kilometern, haben schon manchen Radfahrer zum Absteigen gezwungen.

Tipp: Riccione (zwischen Rimin und Cattolica) ist fast perfekt! Gut eingestimmte Hotels, einen 50m öffentliches Hallenbad, 400m Laufbahn, Sandstrand und Beachpromenade zum Laufen. Weiterhin findet man hier flache so wie bergige Radtouren. Nur das etwas „touristische“ Erscheinungsbild stört, aber gleich in Hinterland findet man kulturelle Geheimtipps wie z.B. der Altstadt von Urbino mit seine Museen, Geschäfte und Kneipen!

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Titelbild Erholung

Tritime: Erholung einmal anders

Folgende Text habe ich für Tritime in Eigenschaft als Triathlon Trainer geschrieben:

Das Geheimnis eines erfolgreichen Ausdauersportlers

liegt weniger im Training, sondern vielmehr darin, wie der Organismus sich von den harten und langen Einheiten erholt. Unser Körper hat dabei Mechanismen eingebaut und etabliert, die uns signalisieren, wann wir uns in welchem Maße erholen müssen. Das funktioniert wie im „normalen Leben“, in dem der Körper versucht, unsere Aktionen so zu steuern: Wir werden müde und gehen schlafen. Wir empfinden ein Durstgefühl und stillen dieses Bedürfnis mit einem kühlen oder warmen Getränk. Wir sind hungrig und gehen essen oder an den Kühlschrank. Manchmal empfinden wir sogar Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel. Ein sicheres Zeichen, dass uns etwas fehlt. Personen, die im Einklang mit ihrem Körper leben, haben durch einen aktiven und gesunden Lebensstil ein sehr gutes Körpergefühl entwickelt. Diese „Naturburschen“ können jederzeit sagen, wann ihr Körper was braucht. Leider versteht der moderne Mensch in der heutigen Zeit unter „normalem Essen“ häufig etwas völlig anderes: Tiefkühlprodukte. Cola. Kartoffel-Chips. Für viele ist ein Nintendo-Spiel bereits eine sportliche Höchstleistung, und wer sich bewegt, ist schlichtweg „doof“.

Körpergefühl

Kein Wunder also, dass dieses besondere Körpergefühl verloren geht und nicht in der Lage ist, zu kommunizieren, was der Körper dringend benötigt. Aber nicht nur „Schlappis“ haben dieses Problem. Selbst bei manch „hochgezüchteten Multisportlern“ kann dies der Fall sein. Wer ohne auf seinen Körper zu hören enorme Trainingsumfänge oder Intensitäten absolviert, läuft früher oder später Gefahr, dieses Körpergefühl zu verlieren. Triathleten sind in aller Regel Menschen mit einem starken Willen. Da der Körper „schwach“ ist, wird dieser entsprechend trainiert. Das Problem dabei ist, dass viele Warnsignale so fein sind und meistens so langsam auftreten, dass diese vom (schnellen) Lebensrhythmus der Athleten gar nicht wahrgenommen werden (können).

Im Folgenden möchte ich Ihnen gerne ein paar Anregungen und Tipps zum Thema Regeneration mit auf den Weg geben. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass die folgenden drei Bereiche 95 Prozent einer guten und schnellen Erholung ausmachen:

  • Trainingsplanung/Periodisierung
  • Ernährung
  • Schlaf

Trainingsplanung

Jeder vernünftig strukturierte Trainingsplan enthält zwei bis drei leichtere Trainingstage pro Woche und je nach Trainingszustand in jeder dritten oder vierten Woche eine Entlastungswoche. Am Jahresende folgt dann eine längere Erholungsperiode von bis zu drei Monaten. Grund für diese Periodisierung ist, dass die verschiedenen „Bausteine unseres Organismus“ je nach Belastung unterschiedlich lange für die Regeneration benötigen. Bei einem Intervalltraining im Schwimmbad können 30 Sekunden Pause ausreichen, um die nächsten 100 Meter mit der gleichen Geschwindigkeit zu absolvieren. Nach einem Wettkampf dagegen kann es sein, dass dieser auch nach einer Woche noch zu spüren ist und jede Trainingseinheit zur Qual wird. Von den Faktoren, die wir aktiv beeinflussen können, ist es der Flüssigkeitshaushalt, der sich innerhalb weniger Stunden ausgleicht. Auch die Glykogenspeicher haben sich spätestens nach zwei Tagen wieder
normalisiert. Während die Muskulatur sich nach drei bis sieben Tagen wieder einigermaßen erholt hat, benötigen Sehnen und Bänder bis zu drei Wochen, im Falle einer eingefangenen Stressfraktur dann schon eher ein bis zwei Monate. In dieser Zeitperspektive ist auch die neuromuskuläre Erholung zu sehen. Bestes Beispiel hierfür ist, dass vier bis sechs Wochen nach einem Marathon oder einer Langdistanz nur sehr selten ein zweites schnelles Rennen möglich ist. Nicht zu unterschätzen ist die mentale Erholung. Zu welchem Zeitpunkt habe ich wieder genügend Motivation und mentale Kraft aufgebaut, mich im Training erneut für ein gutes Rennen zu schinden.

Weiterlesen kannst du im Link unten!

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Titelbild Coaching

Tritime: Coaching einmal anders

Coaching – einmal anders

Abseits von Grundlagenausdauer und Pulsfrequenzen

Coaching verbinden die meistenAthleten sofort mit Zeitvorgaben,Herzfrequenzen,Laktatwerten,Wattzahlen,
Intervallen und so weiter.Auch wenn diese Daten für ein individuellesTraining von großer Bedeutung
sind, vergessen viele Sportler, dass das Gebilde Trainingslehre sehr komplex ist und aus einer Vielzahl
von Bausteinen besteht.

Laufen in den Bergen von Playitas, Hannes Hawaii Tours

Was verstehen wir unter Coaching? Ganz einfach: Wie erreiche ich am besten meine Ziele? Aber: Was ist mein Ziel? Möchte ich schneller werden oder einfach nur meinen allgemeinen Gesundheitszustand verbessern? Steht der Spaß an der Bewegung an erster Stelle oder möchte ich mein persönliches Leistungspotential unter Berücksichtigung meines Lebenswandels, soweit es geht, voll ausschöpfen? Jeder Athlet definiert seine ganz persönlichen Ziele. Darüber hinaus
unterscheiden sich die Sportler auch durch die Bereitschaft, bisherige Grenzen zu durchbrechen, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Neben dem täglichen Training sollten die Ausdauersportler bei ihren Planungen die folgenden Faktoren berücksichtigen:

  • Zeitbudget
  • finanzielle Möglichkeiten
  • Wissen
  • Erfahrung
  • Umgebung
  • Umsetzung

Zeitbudget
Eine Woche besteht aus sieben Kalendertagen mit jeweils 24 Stunden. Dieses ist gleichzusetzen mit 168 Stunden für das individuelle Lebensmanagement. In aller Regel müssen davon drei große Zeit Blöcke abgezogen werden. Circa 50 Stunden für die Arbeit. 14 Stunden für Zubereitung und zum Einnehmen der Mahlzeiten sowie mindestens 49 Stunden Schlaf. Verbleiben 55 Stunden für die Familie, Freunde, Hobbies, Sport, Einkaufen, Körperpflege, kulturelle Aktivitäten oder auch einfach nur nichts tun. Das entspricht acht Stunden. Täglich. Urlaub und Feiertage nicht inbegriffen. Auf den ersten Blick erscheint diese Zahl sehr hoch. Verschieben sich jedoch ein oder mehrere der oben aufgeführten großen Zeit Blöcke, ändern sich auch die restlichen Zeit Budgets. Aus der rein sportlichen Brille ist das Hauptziel des Coachings ziemlich einfach. Wie kann der Athlet die zur Verfügung stehende Zeit optimal nutzen beziehungsweise welche Möglichkeiten existieren, an der einen oder anderen Stelle des Alltages mehr Zeit für den Sport herauszuholen? Da das Leben aber nicht nur aus Arbeit, Sport und Schlafen besteht, sollten diese in einem gesunden Verhältnis zu den persönlichen Lebenszielen stehen. Dies kann insbesondere dann, wenn das Training vor einem wichtigen Wettkampf nicht leiden soll, erhebliche Auswirkungen auf das Seelenleben haben. Aus einem 90-minütigen Schwimmtraining werden inklusive Wegezeiten und Small-Talk häufig drei Stunden. Regeneration und Lustlosigkeit für weitere anschließende Aktivitäten nicht inbegriffen. Verzichtet der Athlet auf die notwendige Regeneration, bedeutet dies Stress für den Körper und macht uns schwächer statt stärker. Viele von uns erinnern sich bestimmt daran, wie wir uns mit dem Einstieg ins Berufsleben nach einem Acht-Stunden-Tag ausgelaugt gefühlt haben. Und das (in aller Regel) ohne körperliche Schwerstarbeit. Kommt am Arbeitsplatz oder in der Beziehung noch mentaler Stress hinzu, so verändert sich das Verhältnis von Training und Regeneration zusätzlich noch zu Lasten des Athleten. Glücklich können sich diejenigen schätzen, die den Weg zur Arbeit oder längere Pausen in das tägliche Training einbinden. Sie nutzen die klassischen unproduktiven Verteilzeiten für ihre Wettkampfvorbereitung. Eine weitere Form der Zeit Optimierung ist das ganz frühe oder späte trainieren. Gerade am Morgen ist der Sportler noch Herr der Lage…

Hier unten kannst du den kompletten Artikel weiterlesen.

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Resilienz ist schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.

Extremsport und Resilienz

Extremsport und Resilienz: Was Ausdauer uns lehrt

Resilienz entsteht nicht dadurch, dass alles leicht ist – sondern indem wir lernen, mit schwierigen Situationen umzugehen.

Resilienz ist schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.

Resilienz beschreibt die Fähigkeit, Belastungen, Rückschläge und schwierige Situationen zu bewältigen und danach wieder handlungsfähig zu werden.

Ausdauersport kann dafür ein interessantes Trainingsfeld sein.

Nicht weil Triathlon oder Extremsport automatisch psychisch stärker machen. Sondern weil wir immer wieder Situationen erleben, die nicht perfekt laufen – und lernen müssen, damit umzugehen.

Mehr über mein Triathlon Coaching

Training bedeutet nicht immer Komfort

Du läufst im Regen. Du springst morgens ins kalte Wasser. Beim Radfahren kommt plötzlich Gegenwind. Eine Trainingseinheit läuft schlechter als erwartet.

Das sind keine dramatischen Ereignisse.

Aber genau solche kleinen Herausforderungen geben uns die Möglichkeit zu lernen:

Ich kann mit einer unangenehmen Situation umgehen.

Je häufiger wir solche Erfahrungen machen, desto vertrauter wird der Umgang mit Unbequemlichkeit, Unsicherheit und Belastung.

Im Extremsport wird das deutlicher

Bei langen Triathlons, Ultramarathons oder mehrtägigen Ausdauerwettkämpfen kommen weitere Herausforderungen hinzu:

  • Müdigkeit und Schmerzen
  • Wetter und ungeplante Situationen
  • Zweifel und Leistungstiefs
  • die Notwendigkeit, trotzdem vernünftige Entscheidungen zu treffen

Du lernst, dass ein schlechter Moment nicht automatisch bedeutet, dass alles vorbei ist.

Manchmal reicht es, Tempo herauszunehmen, zu essen, sich neu zu sammeln und weiterzumachen.

Diese Erfahrung kann wertvoll sein – auch außerhalb des Sports.

Resilienz bedeutet nicht, alles auszuhalten

Hier liegt für mich ein wichtiger Unterschied.

Resilienz bedeutet nicht:

Augen zu und durch.

Manchmal besteht die richtige Entscheidung darin, eine Einheit abzubrechen, einen Wettkampf aufzugeben oder eine Trainingsphase zu verändern.

Auch damit umgehen zu können, gehört zur mentalen Widerstandskraft.

Eine Verletzung zwingt dich vielleicht zu sechs Wochen Pause. Ein Wettkampfziel fällt weg. Beruf oder Familie lassen den geplanten Trainingsumfang nicht zu.

Dann besteht die Herausforderung nicht darin, den ursprünglichen Plan um jeden Preis durchzusetzen.

Sie besteht darin, die Situation zu akzeptieren und einen neuen Weg zu finden.

Die richtige Einstellung

Du musst keinen Extremwettkampf machen

Niemand braucht einen Ironman, Doppel-Ironman oder Ultramarathon, um solche Erfahrungen zu sammeln.

Schon normales Training bietet genügend Gelegenheiten.

Das Entscheidende ist nicht, wie extrem eine Belastung aussieht.

Entscheidend ist, dass du dich regelmäßig Herausforderungen stellst, sie bewältigst und daraus Erfahrung gewinnst.

Mit der Zeit entsteht Vertrauen:

Ich habe schon schwierige Situationen erlebt – und ich weiß, dass ich damit umgehen kann.

Fazit: Stärke entsteht aus ErfahrungFazit: Stärke entsteht aus Erfahrung

Ausdauersport kann Resilienz fördern, aber nicht automatisch und nicht unbegrenzt.

Zu viel Belastung kann einen Menschen genauso überfordern wie zu wenig Herausforderung ihn unterfordern kann.

Die Kunst liegt auch hier in der richtigen Dosierung.

Training gibt uns immer wieder kleine Möglichkeiten, mit Müdigkeit, Rückschlägen, Unsicherheit und unbequemen Bedingungen umzugehen.

Und vielleicht ist genau das eine der wertvollsten Seiten des Ausdauersports:

Wir trainieren nicht nur unsere Fähigkeit, schneller oder länger zu werden. Wir sammeln Erfahrungen darin, mit schwierigen Situationen umzugehen.

Mentaltraining im Triathlon

Der nächste Schritt

Du möchtest dein Training langfristig entwickeln und dabei körperliche und mentale Belastbarkeit gemeinsam berücksichtigen?

Auf Ad Extremum findest du weitere Informationen zu meinem individuellen Triathlon Coaching.

Zum persönlichen Triathlon Coaching

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Triathlon Camp Hannes Hawaii Tours und Triathlon Trainer Bennie Lindberg

Triathlon Training Camps 2020

Mit Hannes Hawaii Tours

Triathlon Camp Hannes Hawaii Tours und bennie Lindberg

 Einsteigercamp 11.01-18.01.2020, Playitas, Fuerteventura LINK

TriCamp 07.03-21.03.2020, Playitas Fuertebventura LINK

Einsteigercamp 16-23.05, Font De Sa Cala, Mallorca LINK

Einige Seiten über Schwimmen, Radfahren und Laufen

Hier eine kleine Auswahl von mein Gigathlon-Buch, Seiten: 61-62

Die allgemeine Vorbereitungsperiode

This is it! Jetzt hast Du Dir ein Ziel gesetzt und solltest im Idealfall mit der Vorbereitung beginnen. Aber auch, wenn Du darauf brennst, mit dem Training zu beginnen und gut ausgeruht bist, lohnt es sich, das Ganze ein wenig zu planen. Erinnern wir uns an ein paar grundlegende Prinzipen: Das Training sollte progressiv sein, ist zunächst allgemein und wird dann immer spezifischer. Ideal ist eine Kombination von allgemeinem und speziell auf die Erfordernisse des Gigathlon ausgerichtetem Training. Wer aber nur maximal sechs Stunden Zeit pro Woche hat, kann sich auch mit einem weitgehend gleichbleibenden Trainingsablauf und -umfang sinnvoll vorbereiten, indem er von allgemeinen Trainingsformen zu Gigathlon spezifischen Formen wechselt und darüber hinaus auch die Intensität erhöht.

Auf den Punkt gebracht: Ganz gleich, in welcher Kategorie Du an den Start gehst und zu welcher Leistungsklasse Du gehörst – eine Basis solltest Du Dir auf jeden Fall erarbeiten, bevor das intensivere Training beginnt. In der Vorbereitungszeit brauchen alle Athleten auch Kraft- und Stabilisations-training. Mit diesem Thema werden wir uns ausführlicher im nächsten Kapitel befassen. Besonders Team of Five Gigathleten bietet die allgemeine Vorbereitungsperiode ausgezeichnete Möglichkeiten, Ausflüge zu anderen Gigathlon-Disziplinen zu unternehmen und neue Sportarten für sich zu entdecken. Wenn wir gleich fünf Diziplinen für den Gigathlon trainieren, kann das unsere Ausdauer nur verbessern. Nach dem Aufbau der Grundlagenausdauer folgt das spezifischere Training. Die Zeit des Grundlagenausdauertrainings fällt allerdings oft genau auf jene Monate, in denen es vor der Haustür wirklich ungemütlich ist. Die Tage sind kurz, Wintersport ist kaum noch möglich, und draussen wird man beim Training fast immer nass. Was bleibt uns übrig?

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Bilder von Fuerteventura, Thumsee und Kona

Tritime: Trainingsmanagement

Trainingsmanagement: In Harmonie mit dem persönlichen Umfeld

Text: Bennie Lindberg, Triathlon Trainer, Triathlon Coach
Erschienen in: Tritime Magazin

Schule. Ausbildung. Studium. Arbeit. Eigene Wohnung. Feste Beziehung. Familie. Mit jeder „Lebensstufe“ ändern sich neben der zum Training verfügbaren freien Zeit auch die finanziellen Mittel für die Ausübung der geliebten Sportart. Dabei entwickeln sich allerdings Zeit und Budget meistens in diametrale Richtungen. Während sich bei den jungen, sich noch in der Ausbildung befindlichen Athleten fast alles um den Triathlonsport dreht und jede freie Minute für das Training verwendet wird, ändert sich dies spätestens gegen Ende des Studiums beziehungsweise mit dem Eintritt in das Berufsleben.

Regelmäßige Arbeitszeiten zwischen 7.30 und 18 Uhr, Überstunden, Seminare und Dienstreisen schränken den Bewegungsdrang erheblich ein. Auch wenn mit dem ersten „richtigen“ Gehalt der Traum vom edlen Carbonrenner in greifbare Nähe rückt, erhalten andere Dinge plötzlich einen weitaus höheren Stellenwert. Die erfolgreich absolvierte Ausbildung soll sich auch sichtbar auf den persönlichen Lebensstandard auswirken. Insbesondere die Befriedigung der ersten drei Stufen der „Maslowschen Bedürfnispyramide“ wie Grundbedürfnisse, Sicherheit und soziale Beziehungen stehen für viele gerade in den ersten Berufsjahren an oberster Stelle. Die Einrichtung der eigenen Wohnung, das neue Auto, trendige Kleidung und Urlaube in ferne Länder haben für viele junge Menschen Vorrang. Bezieht der junge Athlet die eigenen vier Wände mit seiner Partnerin oder gründet er sogar eine Familie, so wirken sich diese veränderten Rahmenbedingungen erneut auf den Sport aus. Das neue Equipment, aber auch das Training „leiden“ darunter. Wie schaffen es also trotzdem so viele Sportler, jahrein jahraus in absoluter Harmonie mit ihrem beruflichen und privaten Umfeld einen so anspruchsvollen Sport wie Triathlon zu betreiben? Die Zauberwörter in diesem Zusammenhang heißen Prioritäten setzen und Periodisierung.

Prioritäten
Triathlon ist eine Ausdauersportart par excellence, die es nicht zu unterschätzen gilt. Aus diesem Grund sollten Sie alles in Ruhe und wohl überlegt angehen. Berücksichtigt man, dass ein Mensch circa 8–10 Jahre optimales Training benötigt, um sein maximales Potenzial abzurufen, bringen Gewaltaktionen mit 2–3 Jahren Vollgas auf allen Kanälen trotz allem relativ wenig. Aber Triathleten sind ja geduldig. Und im Hinblick auf diesen langen Zeitraum, ist es auch kein Beinbruch, wenn Sie in dem einen oder anderen Jahr auch mal einen Schwerpunkt außerhalb des Triathlontrainings setzen. Außerdem können nach einer überschaubaren Pause die meisten Triathleten wieder stärker ins Geschehen eingreifen als vorher. Pause bedeutet in diesen Fall, das Training auf ein persönliches Minimum herunterzufahren und keine Wettkämpfe mehr zu bestreiten. Typische Anlässe sind Babypausen, Hausbau, Arbeitsplatzwechsel, Ausbildungsmaßnahmen und vieles mehr. Dies sind alles ganz normale Ereignisse und es besteht wirklich kein Grund zur Sorge. Wichtig dabei ist nur, nach der Pause wieder die Kurve zu kriegen, also das Training wieder aufzunehmen.

Periodisierung
Auf ein Jahr gesehen, bedeutet Periodisierung, dass Sie nicht zwölf Monate in ähnlicher Art und Weise trainieren sollen! Nach dem Erreichen Ihres Saisonhöhepunktes ist es Zeit für eine Auszeit. In diesen Wochen sollten Sie sich bewusst primär auf Dinge außerhalb des Sports konzentrieren: Partner, Familie, Freunde und persönliche Hobbys. Oder auf die Arbeit, sollten Sie diese vernachlässigt haben. Nach dieser Erholungsperiode, die bis zu drei Monate andauern kann und in der das Training nur eine unbedeutende Rolle spielt, wird es Zeit, je nach Zielsetzungen für die neue Saison, das Training zu intensivieren. Allerdings herrschen genau zu diesem Zeitpunkt in unseren Breitengraden aufgrund schlechter Witterung eher bescheidene Trainingsbedingungen, sodass sich bis Ende März der Aufwand noch in Grenzen hält. Somit steht Ihnen ein knappes halbes Jahr zur Verfügung, die eine oder andere Verletzung auszukurieren und Ihre sozialen Kontakte zu pflegen. Und trotzdem konnten Sie mit einem durchschnittlichen Zeitaufwand von 6–8 Stunden etwas für Ihre Grundlage tun. Und gerade hierin liegt auch der Schlüssel zum langfristigen Erfolg im langjährigen Triathlontraining. Es ist so wie beim Geben und Nehmen, Give and Take, Jing und Jang, alles sollte im Gleichgewicht sein. Wenn Sie dies schaffen, werden Sie kein Problem haben, sich in den kommenden sechs Monaten verstärkt auf das Triathlontraining zu konzentrieren. Und letztendlich sind hiervon wiederum eigentlich nur die letzten drei Monate vor unserem Hauptwettkampf die „sozial problematischsten Monate“. Sie trainieren bis zum äußersten und können kaum Energie für andere Aktivitäten aufbringen. Aber auch diese Zeit bietet zahlreiche Möglichkeiten, kurzfristige Schwerpunkte außerhalb des Sports zu setzen. Denn jede dritte bis vierte Woche eines gut strukturierten Trainingsplanes sollte normalerweise eine Erholungswoche enthalten. Diese sieben Tage bieten sich somit ideal für Verabredungen, Termine und Tätigkeiten an, die während der Belastungswochen verschoben wurden oder liegen geblieben sind. Nach dem Saisonhöhepunkt ist es umso wichtiger, sich erneut um die vernachlässigten Dinge des Lebens zu kümmern. Verfallen Sie unter keinen Umständen gleich wieder in alte Trainingsroutinen im Sinne des „nach dem Rennen ist vor dem Rennen“.

Fazit
Wenn Sie die oben beschriebenen Empfehlungen als Eckpfeiler in Ihrer Jahresplanung berücksichtigen, haben Sie eine Grundlage geschaffen, in der Sie ein effektives Training absolvieren können, bei dem Sport, Arbeit, Familie, Freunde und Hobbys in einer weitgehend ausgeglichenen Balance stehen. Sollten Sie jedoch danach streben, bei wichtigen Wettkämpfen in Ihrer Altersklasse immer ganz oben auf dem Stockerl zu stehen, sollten Sie Ihre Lebensplanung überdenken und diese auf eine leistungsorientierte Work-Life-Balance ausrichten.

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Halloweenschwimmen im kleinen Rothsee

Halloween am Kleiner Rothsee

Halloween-Schwimmen

Halloweenschwimmen im kleiner Rothsee

Am 31.10.2019 um 19 Uhr, Kleiner Rothsee, Parkplatz gegenüber von Birkach.

Wir sammeln wieder für Tierheim Roth! Bitte Kleingeld mitnehmen und gerne etwas (warmes) zu trinken und essen für hinterher!

Wir starten bei Dunkelheit um 19 Uhr. Schwimmen im Rothsee gescheit auf eigenen Gefahr! Wir empfehlen ein Neoprenanzug oder wenn du ohne Neo schwimmst ein Rescue Bouy. Erwartete Wassertemperatur 9-12 °C. Strecke ca. 400 Meter.

Bitte gib hier kurz Bescheid ob ihr cool genug seid um den Spaß mitzumachen und gerne auch wer mit was beitragen kann… wir freuen uns

die Willisikas

Einige Seiten über Schwimmen, Radfahren und Laufen

Hier eine kleine Auswahl von mein Gigathlon-Buch, Seite: 65

Velo:

Das Velofahren gestaltet sich bei Kälte, Schnee, Eis und Regen zweifellos etwas schwierig. Gut gelaunt und fit kommen wir durch den tristen Winter mit alternativen Ausdauerformen wie Langlaufen, Tourenge-hen, Joggen und auch Velofahren auf der Rolle oder auf dem Ergometer. Probiert doch auch einmal ein Kombinationstrainings aus und steigt nach drei Stunden auf Langlaufski noch für 30 Minuten aufs Velo auf der Rolle. Am Ende dieser dritten Trainingsperiode flüchten viele Athleten – und ganz speziell Velofahrer – auch Richtung Süden, um dort bei besseren Verhältnissen die ersten Grund-kilometer auf zwei Rädern zu machen.

Bike:

Auch fürs Biken gilt: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Ausrüstung. Natürlich macht es mehr Spass, bei milden Temperaturen und im Sonnenschein über wunderschöne Berge und auf Singletrails im Wald zu fahren, aber unsere Ausdauer können wir schon jetzt trainieren. Ausreden zwecklos: Das Bike lässt sich mit Winter-reifen, Spikes und Schutzblechen ausstatten und kann bei fast bei jeder Temperatur und auf allen Strassenbelägen gefahren werden.

Training im Winter

«Als ich noch Triathlonprofi war und in Finnland lebte, habe ich mein Bike für den Einsatz im Winter mit Reifen bestückt, die Spikes hatten. Mit winter-tauglicher Radbekleidung, speziellen Winter-Radschuhen und dicken Handschuhen war es möglich, dass ich drei bis vier Stunden bei minus zehn Grad unterwegs sein konnte. »

Alternatives Wintertraining

«Im Winter versuche ich, so oft es geht, Skitouren zu machen. Das trainiert meine Ausdauer und ähnliche Muskel-gruppen wie beim Radfahren. Am wichtigsten ist jedoch, dass es meine Motivation oben hält. Im Frühjahr, wenn der Schnee geschmolzen ist, bin ich richtig hibbelig und freue mich riesig, wieder Velo fahren zu können.»  –  Andrea Clavadetscher, RAAM-Sieger und 7-Day Gigathlon-Teilnehmer 2002

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Tittelbild aus Tritime

Tritime: Herzenssache

Training mit Herzfreqenz

Training nach Herfrequenz  liegt nache an mein Herzen! Schließliech wurde der drahtlose Herzefrequenz-Messer  in Finnland erfunden und weitgehend weiterentwickelt.

Diesen Text habe ich für Tritime geschrieben:

Vergleicht man den menschlichen Organismus mit einem Automobil, stellt man sehr schnell fest, dass die Leistungsfähigkeit am meisten durch das Herz beziehungsweise den Motor beeinflusst wird. Ein größerer Motor mit mehr PS sorgt in aller Regel für eine schnellere Beschleunigung und höhere Geschwindigkeiten. Beim Menschen hingegen können nicht so ohne Weiteres „mehr PS“ eingebaut werden, um die Herzfrequenz unbegrenzt nach oben zu schrauben. Jedoch sind wir in der Lage, die Pumpkraft des Herzens zu optimieren, indem wir – unter Berücksichtigung einer ausgewogenen gesunden Ernährung und einem funktionierendem Stoffwechsel – unsere Leistungsfähigkeit durch zielgerichtetes Training verbessern.

Seit knapp 40 Jahren gibt es bereits tragbare Pulsmessgeräte. Stand zu Beginn der Entwicklung neben der Anzeige der aktuellen
Herzfrequenz und der Berechnung des Durchschnittspulses die Zeit- und Zwischenzeit- Messung im Fokus der Käufer, entwickelten
sich die Uhren in den letzten Jahren immer mehr zu kleinen Hochleistungscomputern. Die Möglichkeit, die wichtige Herzfrequenzvariabilität, die Aufschluss über die Regelmäßigkeit des Herzschlages hergibt, messen zu können, gerät für viele Sportler angesichts der Vielzahl an integrierten Rad-, Lauf-, Geschwindigkeits- und GPS-Funktionen fast schon in Vergessenheit.

Die ursprüngliche Eigenschaft, die Messung der Herzfrequenz, wird einfach vorausgesetzt. Auch hier ist ein Vergleich zum Automobil angebracht:

Heutzutage wird im Fernsehen fast kein einziges Auto mehr mit dem Argument verkauft, dass es den Käufer sicher von A nach B bringt. Im Vordergrund steht neben dem Design und der Leistung vielmehr der Lebensstil, den man mit diesem Auto verkörpern möchte. Wenn das Navigationsgerät dann dem Fahrer auch noch die eingehende SMS vorliest, fragt man sich, was das Auto oder, bezogen auf die Herzfrequenz, die Uhr nicht kann.

Im Link unten kannst du Alles in PDF Format lesen.

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Funktionelle- und Kraft-Training

Crossfit – Krafttraining

Core – Funktional – Crossfit – Zirkeltraining – Krafttraining?

Speziell in Triathlon aber auch mit Sportler von andere Extremausdauer Sportarten führe ich als Trainer oft folgende Diskussion:

BL: Machst du Krafttraining?

Athlet: Ja Coach, einmal in der Woche, dann mache ich Hot Iron!
(oder etwas anderes im Fitnessstudio: Core, Funktional Training etc.)

Dann wird es wieder Zeit die verschiedene Übungsformen zu definieren wie ich es sehe, was Lehrbücher oder Übungsleiter sagen ist egal, wichtig ist das wir die gleiche Sprache sprechen und hier gibt es immer sehr viel Aufklärungsbedarf.

Viele Athleten denken Krafttraining ist funktional Training, Core Training oder etwas anderes das du in Fitnessstudio oder was du zuhause machen kannst. Ganz falsch liegen die Athleten nicht, das bestätigt die goldene Regel der Sagt: „Use it or loose it“ ALSO locker für diese Zweck übersetzt: Alle Muskeln die du nicht benützt wirst du verlieren, na ja verlieren nicht aber die werden extrem schwach und kaum ansteuerbar!

Ich habe es selber auch nach viele Verletzungen und gebrochene Knochen erlebt. Nur den Arm heben zu können mit 1 kg Zusatzgewicht ist schon ein Krafttraining für diese Muskel. Wenn du 20 Jahre Stabi Übungen oder Core Training nicht gemacht hast, kann ein einzelner klassischer Situp für dich ein Kraftakt sein, wahrscheinlich schaffst du den nicht Mal.

ALSO um was geht es?

Core Training ist nichts anderes als Rumpf Training, oder Stabi! (also Übungen zu stabilisieren des Rumpfes). Hier baut man zur Stabilisierung, mit einfachen Übungen, ein Muskelkorsett um den Rumpf auf. Typische Übungen sind z.B. einen normalen Situp oder Plank. Ziel hier ist also Stärkung von den Muskeln die unseren Rumpf stabilisieren angesagt. Das ist wichtig um effektiv und ökonomisch vorwärts zu kommen und es ist wichtig um Verletzungen vorzubeugen.

JEDER Sportler der effektiv und verletzungsfrei länger als 3-5 Jahr Ausdauer Sport machen möchte sollte Core Training, Stabitraining, Rumpftraining oder Bauch- und Rücken-Gymnastik machen. Es gibt einfache Core Übungen die für Anfänger mit große Defizite zu empfehlen sind (z.B. Plank) aber auch schwierigere die dann in Richtung funktionelle Training gehen.

Der Ansatz für funktionelle Training ist wie der Name sagt eine Funktion in einer Übung einzubringen. Um es zu verdeutlichen: Eine normale Situp wird zu ein funktionelle Übung wenn du ein Ball zugeworfen bekommst und du wieder den Ball weg werft während du dein Situp machst. Bei funktionelle Training versucht man durch verschiedene Gewichte, Wiederstände oder Geräte zusätzliche Wiederstand zu erzeugen um ein vielfaltige Koordinative Reitz zu setzen. Liegestütze sind auch schöne Übungen aber wenn die z.B. auf ein Pezzi Ball gemacht wird oder mit die Füße in Schlingen hängend, verändert sich sofort der Anspruch.

Das funktionelle Training ist sehr gut und sehr abwechslungsreich. Normalerweise werden stabilisierende Muskulatur stark trainiert, und neue ungewohnte Bewegungsmuster gemacht. Für eine langfristige Ausdauerplanung kann funktionelles Training eine große Rolle haben wenn man die Übungen langsam aufbauen. Wenn man mit zu viel Kraft und eine schlechte Koordination ungewohnte Übungen macht ist die Verletzungsgefahr enorm. Darum gilt: erst möglich einfache Übungen wählen, wenn die beherrscht werden etwas schwierigere Übungen nehmen und als letztes Gewicht steigern. Auch für Funktionelle Training gilt der Regel: Ausdauer entwickelt sich relativ schnell, Muskeln brauchen doppelt so lang und Knochen, Sehnen, Bänder dreimal so lang! Oft ist es in funktionelles Training aber so dass die kleine untrainierte Muskeln und der Koordination den Gewicht der man stemmen kann so stark reduziert das ich es immer noch nicht als Krafttraining einstufen kann. Wenn du einen optimalen Gesundheitssport suchst würde ich hier bei funktionelle Training ansetzen.

Dann gibt es natürlich Variationen wie Crossfit wo verschiedene Übungen von Core, Funktionelle Training und Krafttraining zusammengesetzt werden in Serien so das ein HIIT (Hoch Intensives Intervall Training) entsteht und auch von der Dauer kommt es in Ausdauer Bereich rein. Früher hat man das Zirkeltraining genannt, jetzt werden nur die Übungen Intensiver und spektakulärer gestaltet und zusammengesetzt. Wenn du z.B. 20 x Strecksprünge + 20 x Liegestütze machst dann 20s Pause + 10 x Klimmzüge + 20 x Bankhüpfen und das wiederholst du dann 5 Mal, kannst du es Crossfit, HIIT oder Zirkeltraining nennen, mir eigentlich egal. Wenn wir dazu eine Langhantel nehmen und die Wiederholungen und Pausen anpassen können wir es auch z.B. Hot Iron nennen, und wenn wir dazwischen, da nach oder davor an den Box Sack schlagen „Boxtraining. Die Variationsmöglichkeiten hier sind enorm und fast jedes Jahr entsteht hier ein neuen Trend.

Diese Art von Training passt in einen Trainingsmix gut in Winter rein. Auch in Winter muss regelmäßig intensiv Trainiert werden und wenn es außen eisig und kalt ist passt sowas dann optimal als Indoor Training rein. Der Vorteil mit diese Art von Training ist, es macht das Training vielseitiger und es verbessert richtig gemacht den Lacktattoleranz, und den Abbaugeschwindigkeit von den entstandenen Laktat. Wenn zweckmässige Sprünge eingearbeitet werden, verbessert es auch die Elastizität und der Ökonomie beim z.B. Laufen.

KEINE von den oben genannten Trainingsformen würde ICH als Krafttraining bezeichnen. In Alle obengenannten Trainingsformen werden die Muskeln gestärkt, keine Frage aber mit Krafttraining verstehe ich etwas anderes: Du musst ran an den schweren SCHROTT!!

Du musst genug Wiederstand erzeugen. Wenn du den Muskel zum Erschöpfung bringst durch mehr Wiederholungen ist es intensives Ausdauertraining nicht Krafttraining. Wo setze ich die Grenze? Mehr als 20 Wiederholungen ist definitiv kein Krafttraining. Ich würde sogar runter auf 15 oder sogar 10 Wiederholungen gehen.

Ein typisches Krafttraining bei mir hat 6-10 Übungen für den größten Muskelgruppen, 1-3 Sätze mit 3 bis 10 Wiederholungen mit ein Gewicht das etwa 70-90% davon ist, was du einmal maximal stemmen kannst. Dazwischen ist eine Pause von 1-2 Minuten. Es ist also ein ganz gechillter Workout, viele Pausen und definitiv nicht etwas was du zuhause machen kannst, außer du hast Hanteln, Bänke etc. mit etwa 80-120 kg Gewicht zuhause!

Mit diese Form von Krafttraining kannst du dann die Nerven im Muskel aktivieren so dass die Muskeln besser funktionieren, du kannst günstige Hormonelle Veränderungen beisteuern (Testosteron Ausschüttung) und du kannst die Elastizität von der Muskel (oder eher Faszie, aber das wird jetzt zu lang zu erklären) verbessern und dadurch auch die Ökonomie wie der Muskel arbeitet.

Selten ist reines Kraftdefizit der Grund warum es sich lohnt Krafttraining zu machen. Untersuchungen haben ergeben dass in Ausdauersport, je länger die Distanzen sind (ultralauf, Ironman), je mehr profitiert der Athlet von Krafttraining. Einmal oder in Ausnahmefälle zweimal in der Woche gemacht entstehen auch bei ein Ausdauersportler keine befürchtete Muskelberge.

Quintessenz:

Niemand, Sportler oder nicht Sportler kann sich auf Dauer leisten auf Stabi oder Core Übungen zu verzichten.

Funktionelle Training bietet für viele Athleten neue Reizte und sollte nicht außer Acht gelassen werden. Vorsicht ist hier aber wichtig!

Crossfit, Zirkeltraining, Hot Iron, Boxtraining usw. können gute Intensive abwechslungsreiche Trainingseinheiten im Winter sein, ist aber klassisch gesehen kein Krafttraining da der Wirkung an die Nerven und Hormonen anders ausfällt. Auch hier langsam einsteigen sonst ist die Verletzungsgefahr enorm.

Wenn du Langdistanz oder Ultraläufe machst kannst du kaum auf Krafttraining verzichten (außer du trainierst 40 Std. in der Woche, das aber ist wieder ein anderes Thema.)

Mein Tipp: Mach dein Krafttraining an dein „Ruhetag“ und du hast doppelter „Erholung“!

Und zum Schluss noch: Bleib auch was diese Art von Training angeht flexibel. Wir gewöhnen uns an alles und irgendwann werden die Reize klein und uneffektiv. Wenn du ein großes Buffet bezüglich Übungen, Geräte und Trainingsformen vor dir hast findest du immer was Schönes, Spanendes und effektives zu machen!

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