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Autor: Bennie Lindberg

Langtest Werbung Roth von Triathlon Coach Bennie Lindberg

The longest Day in Roth

Datum für Langtest steht fest!

Langtest Werbung Roth

und zwar am 25.5.2019 ab 7.00 Uhr. Distanzen je nach Ziele und Niveau, in der „Königsklasse“:

Schwimmen 3000 m mit Neoprenanzug in Freibad Roth (Friedrich Wambsganz Str. 2)
+ Rad bis zu 120 km an der Teststrecke am Kanal (9 Runden: Kanal-Schleuse Leerstetten – Schwanstetten – Harrlach – Kanal)
+ Laufen bis zu 30 km durch den Wald bis zum Weiher (1 km) und zurück 

Jeder macht sein EIGENES Ding, sollte KEIN Wettkampf , es ist „nur“ Training. Auf der längste Strecke Max. tempo = Geplante IM/Challenge Tempo, alle die kürzer machen: Besprechen wir dann vorher wie die kürzeren Distanzen anzugehen sind.

Modus:

Wir tregffen uns bei Freibad Roth um SPÄTESTENS 7.30 Uhr.

Autos in der Nähe parken, Fahrräder im Auto lassen (Wir fahren mit Autos zum Radstart) aber Radklamotten mitnehmen zum anziehen NACH Schwimmen.

Schwimmen machen wir dann nach dem jeder ein Nummer (auf der Hand) bekommen hat mit Neoprenanzüge – GENAU der Distanz was wir vorher besprochen haben. Nach jede 1000m versuche ich nach Möglichkeit die Zwischenzeiten zu stoppen, oder selber mit Sportuhr die Zeiten speichern!

Nach Schwimmen fahren wir gemeinsam zum Kanal (Harrlach im Navi eingeben und nach dem du UNTER den Kanal gefahren bist sofort links abbiegen und nach knapp 2 km hast du den Start-Ziel erreicht)

Versuche SCHNELL die Fahrräder fertig zu machen. Wir fahren bis zu 9 Runden (Dabei ist die erste Runde eine Einführungsrunde). Gerade aus durch Schwanstetten und dann immer rechts abbiegen.

Bitte genug ESSEN/TRINKEN mitnehmen ich stelle ein paar Bänke raus aus den ihr eure Verpflegung hinstellen können. Jetzt solltest du an dein Ernährungskonzept für den Wettkampf arbeiten, also genau das selbe und genau so viel wie du planst in Wettkampf zu essen und trinken.

Nach Radfahren geht es ab zum Laufen immer 1 km hin und 1 km zurück. Ich habe Wasser und Cola dabei eigene Getränke/Gels/Salz etc. nicht vergessen…

Anmeldungen direkt an mich (info@ad-extremum.com) so dass ich genug zum Trinken und etwas kleines zum Essen hinterher einplanen kann!

Bei Fragen einfach -> nachfragen 😉

CU by the longest day!!!

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Trinkflasche hannes hawaii Tours

Trainingscamp wann und wie?

Trainingscamp- wann und wie?

Als Coach und Trainer werde ich ständig gefragt brauche ich ein Trainingslager und wenn ja wie und wann soll ich es angehen?

Vorne Weg: Was ganz klar ist: Es ist natürlich auch möglich in Deutschland auf der Saison 2018 sich vorzubereiten. Der Winter ist selten so kalt das es Radfahren außen unmöglich macht und wenn ja dann gibt es immer noch Rollen und Laufbänder.

Wir alle aber wissen wie es tatsächlich ist. Jetzt spätestens nach 4-6 Wochen Erholung müsste der Training langsam wieder anfangen, wenn du deine Leistung von letztes Jahr verbessern möchtest. Das bedeutet auch Training im Dunkelheit, Training im Kälte das oft viel Überwindung und Kraft erfordert. Du brauchst viel Motivation um dich von Woche zu Woche und von Monat zu Monat durch die kalte Jahreszeit zu kämpfen.

Gute Strategien um durch die kalte Jahreszeit zu kommen sind verschiedene Schwerpunkte zu setzen. In die ersten Monate empfiehlt es sich das Schwimmen und das Laufen zu verbessern. Das Radtraining wird auf ein Minimum heruntergefahren aber gezielte Kraftübungen bereitet schon die Muskulatur an die kommende Saison vor.

Profis und Spitzenathleten tauchen spätestens in Januar in das „Traininglagerleben“ ein. Hier ist es einfach wichtig gute Trainingsbedingungen zu haben und sich voll an der Training (und Erholung) sich konzentrieren zu können. Nach eine gute Start wird dann einfach zuhause und/oder im nächsten Trainingslager effektiv weiter trainiert.

Auch für normal Triathleten gibt es verschiedene Ansätze wie man ein Trainingslager einsetzen kann.

Hier eine kleine Zusammenfassung:

Das frühe Trainingslager (Jan-Feb)

Anfänger

Hier geht es sicher in erster Linie um Wissensvermittlung, Motivation und darum einfach den langen Winter zu unterbrechen und Sonne zu tanken.

Die meisten Anfänger fehlen zwei wichtige Faktoren: Wissen und Erfahrung. Beide Sachen werden in ein Trainingslager mit guten Trainern vermittelt. Es ist unnötig alle Fehler selbst zu machen, es gibt kein besserer Platz als ein Trainingslager um beides zu lernen!

Auch wenn Anfänger die Folgemonate nicht auf gleichen Niveau weiter trainieren können profitieren die trotz dem von dem Training. Man spricht hier von ein Memory Effekt. Speziell in Schwimmen und Radfahren die nicht so verletzungsanfällig sind kann man in Trainingslager deutlich mehr trainieren als vorher zuhause. Hinterher weißt dann das Hirn wie die Muskeln und Nerven effektiver einzusetzen sind und der Leistungsverbesserung geht dann schneller.

Anekdote:
Letzte September war ich mit „der Legende“ Hannes Blaschke auf Trainingslager in Mallorca, Hannes ist natürlich ein Tier mit viel Talent aber er trainiert praktisch nur wenn er in Trainingslager oder auf Wettkampfreisen ist. Das ist heutzutage nicht mehr so oft. Am Anfang von das Trainingslager (Gesamtdauer eine Woche) hat man so richtig gesehen wie Hannes gekämpft hat. Am dritten Tag habe ich ihn liegend (Powerbar) Recovery Drink trinkend im Bett gefunden, und ohne das ich etwas gesagt habe hat er gesagt: „Ich bin so was im Arsc*“. Dann aber ist er von Tag zu Tag stärker geworden und wollte am Ende uns allen noch zum „Schweineberg Sprint“ herausfordern. So schnell wird der Kondition natürlich nicht besser aber das Hirn erinnert sich daran wie es funktioniert und gibt so Reserven frei und das wichtigste: So wird der Leistung schnell besser.

Diese Funktion können sich auch Anfänger zugute machen wenn die ein frühes Trainingslager buchen. Das Training kann danach nicht sofort 1:1 umgesetzt werden, aber es hilft später enorm.

Anfänger reisen oft zu das erste Trainingslager praktisch ohne Radkilometer in den Beinen, das ist ohne weiteres möglich noch mehr würde das Trainingslager bringen wenn ein „Trainingslager Vorbereitung“ vorher gemacht wird.

Der Grundlagen wird dann mittels Laufen aufgebaut (2-3 Mal in der Woche), in Schwimmen konzentriert man sich auf erlernen von die richtige Technik (1-2 Mal in der Woche) und in der Muckibude werden die Muskeln gestärkt (1-2 Mal in der Woche). Wenn einmal in der Muckibude warum dann nicht zum Abschuss noch kurz auf den Ergometer oder aufs Spinning Rad. Der Restleiche Training: Laufen und Schwimmen sollte dann locker sein!! Ein Trainingsplan für ein Anfänger könnte dann so aussehen:

Montag: Ruhetag
Dienstag: Laufen 30´ locker ein + Stabi + Krafttraining + Ergometer/Spinningrad locker ausfahren (10-30´) mit hohe TF (90-95)+ gut dehnen
Mittwoch: Ruhetag
Donnerstag: Laufen 1 Std. locker
Freitag: Ruhetag
Samstag: Laufen 30´ locker ein + Stabi + Krafttraining + Ergometer/Spinningrad locker ausfahren (10-30´) mit hohe TF (90-95)+ gut dehnen
Sonntag: Schwimmen (Technik) Wenn du noch nicht Kraulschwimmen kannst -> Empfehlung: Mache ein Kraulschwimmkurs!

Wer nicht ein Fitnesscenter zu Verfügung hat könnte auch eine Art von Zirkeltraining machen. Jede Übung 10-20 Mal machen mit kaum Pause zwischen den Übungen. Insgesamt zwei bis drei Runden

  1. Bauchmuskelübung
  2. Einbeinige Wadenübung (wenn es zu hart ist mit beide Waden gleichzeitig)
  3. Rückenmuskelübung
  4. Einbeinige Kniebeugen (wenn es zu hart ist mit beide Beine gleichzeitig)
  5. Liegestütze (wenn „normale“ zu hart sind mit Knie am Boden)
  6. Stuhlsteigen (nicht ein zu hohen Stuhl nehmen)
  7. Dipp von ein Stuhl mit der Rücken gegen der Sitzfläche und Beine Ausgestreckt mit Fersen am Boden

Jede dritte bis vierte Woche wird dann eine Entlastungswoche eingelegt mit 4 Ruhetage in der Woche statt 3.

Die letzte Woche vor das Trainingslager sollte locker sein und insgesamt wäre 6-8 Wochen Vorbereitungszeit als Minimum zu empfehlen.

Natürlich ist es auch möglich mit deutlich weniger Vorbereitungstraining ein Trainingslager mitzumachen, nur… sollte dann der Umfang und Intensität in Trainingslager angepasst werden.

Fortgeschrittene

Suchen oft in das frühe Trainingslager einen guten Anfang in der Trainingssaison. Dieses erste Trainingslager kann dann mit weitere Trainingslager fortgesetzt werden oder zuhause wird weiter trainiert auf ein deutlich höheres Niveau als vor das Trainingslager.

Natürlich spielt auch hier der Motivation eine große Rolle. Ein bis zwei Wochen nur das zu machen was man liebt, schön essen, fachsimpeln und vor allem sich gut Erholen, ohne an das Arbeit zuhause denken zu müssen.

Die fortgeschrittenen Athleten wissen relativ gut was denen im Trainingslager erwartet und reisen in der Regel genügend vorbereitet an. Aber auch hier eine kleine Hinweis: Das größte Fehler was ein fortgeschrittene Athlet in Trainingslager machen kann ist zu schnell zu viel zu wollen. Die erste Woche oder die ersten 3-5 Tage in Trainingslager mit leicht angezogene Handbremse hat noch niemanden geschadet.

 

Das spätere Trainingslager (März-April)

Anfänger

Der Vorteil mit ein späteres Trainingslager ist das du wenn du zuhause kommst oft ohne größere Probleme deiner Form weiter aufbauen kannst. Wenn das Wetter nicht mitspielt ist es eine übersichtliche kurze Zeit der Man ohne weiteres überbrücken kann mit richtige Ausrüstung für außen oder sogar Indoor Training.

Vor diese Trainingslager ist es auch in der Regel möglich ein paar Mal vorher zuhause Rad zu fahren.

Sonst gelten für Anfänger auch in das späte Trainingslager die gleichen „Weisheiten“ wie für das „frühe Trainingslager“

Fortgeschrittene

Mit eine spätere Trainingslager können fortgeschrittene Athleten sich direkt auf einen bevorstehenden Wettkampf sich vorbereiten oder sich mit gleichgesinnten die nötige Härte holen für die bald anfangende Wettkampfsaison.

Oft haben die Athleten schon in den Monaten vorher eine gute Grundlage aufgebaut und können jetzt ohne Probleme längere Koppeleinheiten und höheres Tempo verarbeiten

Egal wann du dein Trainingslager planst, am wichtigsten ist es die richtige Dosis im Trainingslager zu finden.

In die Hannes Hawaii Tours Trainingslager wird in fünf verschiedene Leistungsklassen trainiert. Hier findet sowohl der Anfänge wie der Semiprofi passende Trainingsgruppen. Auch wenn du ein oder zwei Mal mit deutlich schnelleren Athleten mithalten könntest macht es nicht immer Sinn das zu machen.

Eine alte Trainingsweisheit lautet: Lieber 10% zu wenig als 1% zu viel.

Wenn das Trainingslager zu Ende ist und du das Gefühl hast: Ein paar Tage hätte ich noch so weiter trainieren können dann hast du alles richtig gemacht!

Viel Spaß im Trainingslager und vielleicht sehen wir uns Mal in Frühjahr auf der eine oder andere Trainingslager.

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Willsika Bekleidung von Bennie Lindberg und Ad Extremum

Rene Rosa Team Bekleidung

Vorfreude ist die schönste Freude

Willsika Bekleidung von Bennie Lindberg

Jetzt kurz vor Weihnachten habe ich die schöne Botschaft zu verkünden dass die Designs für die neuen Teambekleidungen fertig sind. Seit 6 Jahren produziert schon Rene Rosa für uns und ich muss sagen¨ Rene Rosa hat sich zu ein Premium Marke entwickelt speziell im Bereich „Individuelles Design“.

Bei Interesse werden natürlich auch Wettkampbekleidung geordert!

Produziert werden die Teile im Frühjahr.

Schau gerne rein unter: https://www.renerosa-teamwear.de/

Einige Seiten über Schwimmen, Radfahren und Laufen

Hier eine kleine Auswahl von mein Gigathlon-Buch, Seiten: 59-61

Jahreszyklus

Zur groben Planung teilt man das Jahr in vier gleich große Teile. Vereinfacht nennen wir die entstandenen Abschnitte erste, zweite, dritte und vierte Periode.

Periode 1: Die Übergangsperiode

Unser Hauptwettkampf, der Gigathlon, liegt gerade hinter uns. Das Wichtigste ist jetzt Erholung! Wie lange sie dauert, ist eine indi-viduelle Entscheidung und auch abhängig von der Härte des absolvierten Wettkampfs. Alles zwischen zwei bis drei Ruhetagen oder Ruhewochen ist normal. Die Team of Five-Gigathleten können eher in Tagen rechnen, Single- und Couple-Teilnehmer in Wochen.
Während dieser Erholungsperiode sollten wir uns leicht bewegen, aber nicht wirklich trainieren. Wenn der Körper signalisiert, dass er sich erholt hat, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Jede dient der athletischen Entwicklung.
Bei der endgültigen Entscheidung kommt es auf die persönliche Lebensphilosophie, die familiäre Situation oder die zur Verfü-gung stehende Zeit an.
Trainingsratgeber

Signale Deines Körpers vor der Aufnahme des gezielten Trainings auf den nächsten Wettkampf

  • Mein Ruhe- und Belastungspuls ist wieder normal.
  • Mein Körpergewicht ist wieder normal.
  • Mein Appetit ist wieder normal.
  • Ich schlafe wieder wie gewohnt.
  • Während der Trainings schmerzen die Muskeln nicht mehr.
  • Ich habe Lust auf Leistung.
  • Ich kann im Training wieder längere und intensivere Einheiten machen und erhole mich schnell davon.

Im Folgenden zeigen wir drei Alternativen der Periodisierung.

Alternative 1:

Die Sommergeniesser
Das sind alle Gigathleten, die nach dem Wettkampf sagen: «Jetzt ist Schluss mit dem Gigathlontraining!» Sie pausieren erst einmal und nehmen sich Zeit für Freunde, Familie und natürlich Urlaub.
In den kommenden zwei bis drei Monaten absolvieren sie kaum ein Training, liegen die restliche Zeit aber auch nicht nur faul auf der Couch. Grundsätzlich gilt: Ein bisschen Gesundheitssport sollte immer betrieben werden. Sich zwei- bis viermal wöchentlich 30 bis 60 Minuten vielseitig und nach Lust und Laune zu bewegen, ist eine gute Dosis, wenn man gesund bleiben will, aber trotz-dem noch Zeit für andere schöne Dinge haben möchte.

Alternative 2:

Die Leistungsfähigkeits-Optimierer
Diese Sportler erholen sich vom Gigathlon ebenso wie alle anderen auch, haben aber noch Lust auf Leistung. «Leistungs-fähigkeits-Optimierer» sollten wissen, dass sie ihre Topform nach dem Erreichen ihres Leistungshöhepunkts noch vier bis acht Wochen halten können – mit einem Trainingsumfang, der etwa der Hälfte bis einem Drittel des vorherigen Programms entspricht. Das Training wird also auf ein Minimum heruntergefahren, aber regelmässige Wettkämpfe über kürzere Distanzen halten die Leistungsfähigkeit auf einem hohen Niveau. Den Gigathlon gibt es nur einmal, doch es lohnt sich, auch andere Multisport-Veranstaltungen auszuprobieren. Wie wäre es mit einem Bike-Marathon, einem Orientierungslauf oder vielleicht sogar einem Adventure-Race?
Je grösser der zeitliche Abstand zum absolvierten Gigathlon ist, desto schwächer wird unsere Ausdauer. Durch die Teilnahme an Wettkämpfen und einen geringen Trainingsumfang wird man aber als Sportler «spritziger». Es ist daher zu empfehlen, immer kürzere Wettkämpfe zu bestreiten, je mehr wir uns vom Höhepunkt entfernen. Der letzte Monat (Oktober) sollte unbedingt zur Erholung genutzt werden.

Alternative 3:

Die Leistungssportler
Zu dieser Gruppe gehören Sportler, denen eine einzige Herausforderung nicht genug ist und die einen zweiten Höhepunkt nach dem Gigathlon in ihr Wettkampfjahr ein-bauen wollen. Auch für sie ist zunächst ein-mal Ausruhen angesagt. Erst dann beginnt eine zweite Aufbauphase, die prinzipiell der zurückliegenden gleicht, und lediglich auf zwei bis drei Monate komprimiert wird. Am Ende dieser Periode wartet der zweite Höhepunkt, der dann auch zeitlich weit genug vom Gigathlon entfernt ist, sodass wieder persönliche Höchstleistungen möglich sind.
Ob es sich beim zweiten Wettkampf um einen kürzeren, längeren oder gleich-langen Event handelt, ein Single-Sport-oder ein Multisport-Race, spielt nach einem ausreichend grossen zeitlichen Abstand zum Gigathlon keine Rolle mehr, denn mit der passenden Trainingstechnik ist alles machbar.

Bücher / Artikel

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Was macht Triathlontraining mental mit uns

Disziplin, Problemlösung

Was macht Triathlon Training mental mit uns?

Nein! Ich werde jetzt sicher nicht hier schreiben das Alle die Triathlon machen ein Knacks haben, eher umgekehrt!
Das Training gut für unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit ist, steht außer Frage. Wie aber ändert Ausdauertraining uns mental?

Jetzt spreche ich nicht von Training das 2-3 Mal pro Woche stattfindet. Nein eher von Training für z.B. ein Ironman.
Das erfordert dann oft schon auf Amateurniveau eine Zeitinvestition was vergleichbar mit Profitraining in andere Sportarten ist. Das geschieht neben Familie, Beruf, soziale Verpflichtungen und den ganz normalen Alltagssachen die ja auch irgendwann gemacht werden müssen.
Die Athleten die wirklich für ihr Ziel brennen möchten alles machen um diese Ziel auch zu erreichen.

Was macht Triathlontraining mental mit uns

Das erste was du lernst ist Disziplin. Ohne Disziplin gehst du nicht in der Früh vor der Sonnenaufgang trainieren! Ohne Disziplin gehst du abends wenn andere vor Fernseher liegen nicht ins Fitnesscenter oder zum Spinning Stunde. Das prägt! Du weißt wenn ich das nicht mache komme ich mein Ziel kein Stück näher.
Eine Sportart zu trainieren kann hart sein, aber wenn du drei Disziplinen trainieren musst oder eher darfst dann musst du auch dein Tag gut strukturieren, sonst schaffst du gar nichts. Wenn du das nicht kannst, lernst du es sehr schnell.
Auch wenn du dein Tag schon gut strukturiert hast, ist es sehr wahrscheinlich dass etwas trotz dem schief geht. Automatisch werden die Triathleten so auch zum Problemlöser.
Wenn wir schon bei der ersten Schwierigkeit aufgeben würden, könnten die meisten den Traum von Ironman vergessen. Der Zeit ist knapp und auch die Mitmenschen wollen etwas von den Triathleten haben, wir trainieren drei Sportarten, haben drei Ausrüstungen auch spezielle Sachen für Herbst, Winter, Frühling und Sommer. Dann gibt es die Öffnungszeiten von Schwimmstätten und Fitnesscenter, auch noch Krankheiten und Verletzungen. Das da etwas schief geht ist sehr, sehr wahrscheinlich – aber kein Problem ist für ein Triathlet zu groß!
Was wir schnell lernen ist: Kümmere und perfektioniere die Sachen die du selber beeinflussen kannst, und was du nicht steuern kannst suche die bestmögliche Alternative.
Es ist ein bisschen so wie wenn du schnell Auto fährst und du merkst dass die Bremsen nicht funktionieren. Dann fragst du auch erst: Kann ich auf die Straße bleiben und einfach warten bis die Geschwindigkeit von sich selbst, oder durch runter schalten, sich verringert. Wenn das nicht geht suchst du die nächst bestmögliche Alternative. In ein anderes Auto zu fahren ist gar nicht gut auch nicht gegen ein Baum, seitlich gegen eine Leitplanke abbremsen könnte eine Alternative sein oder einfach auf ein Feld ausweichen.
Das gleiche „sich auf die Sachen zu konzentrieren die man verändern kann“ kommt einen ja auch zugute in ein Ironman. Schon vor der Start zu denken: Bald soll ich 226 Kilometer schwimmen, radfahren und laufen – schon mit Auto ist es lang, oder ich möchte so oder so schnell sein, oder eine bestimmte Platzierung erreichen. Das macht einen nur zittrig, nervös, unsicher und bringt Null Komma Nichts für die Leistung. Das überträgt sich dann natürlich auch in Alltag! Wenn es schwierig wird werden die Triathleten nicht apathisch von Schreck erschlagen. Man sucht einen Hebel den man umlegen kann, wovon man anfangen kann.
Immer gibt es etwas das man machen kann. In Ironman ist es der erste Armzug. Dann folgt eine weitere usw.
Und vielleicht das schönste ist: Wir wissen das wir nicht Batman sind (glaube ich jedenfalls…). Als Triathlet lernst du das Ruhepause wichtig sind – das muss sein! Ohne geht es einfach nicht!

Nur, die Ruhepausen muss man sich erst verdienen, und dann werden sie doppelt so wertvoll und schön!

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Möglichkeiten für Indoortraining im Fitnesscenter

Nach der Saison ist vor der Saison

Nach der Saison ist vor der Saison

Die meisten Athleten befinden sich noch im Off Season Modus. Langsam wird es aber auch Zeit den Körper von Herbstschlaf aufzuwecken und was gibt es besseres dafür als Stabi-Übungen! Jetzt vor eine neue Saison, können/sollen wir Kleinigkeiten ändern so dass der Körper immer einen neuen Reitz bekommt. Dabei ist es jetzt noch ziemlich egal ob du Läufer, Triathlet, Schwimmer oder Radfahrer bist. Ein stabilen und Kräftigen Rumpf ist A & O in jeden Sportart!

 Hier ein paar einfache und GUTE Übungen als Inspiration!

Ziel wäre 2 Mal in der Woche die Übungen zu machen. Immer 2-3 Sätze bis zur Erschöpfung.

 Wenn du kein Pezziball hast kannst du natürlich ein TRX oder Slingtrainer verwenden!

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Triathlon Trainingslager in Playitas mit Bennie Lindberg

Triathlon Camps 2019

Termine für Trainingslager 2019

Trainingslager Triathlon mit Bennie Lindberg

Für das Jahr 2019 kann ich zusammen mit Hannes Hawaii Tours sogar DREI unterschiedliche Trainingscamps anbieten.

Trainingscamp „Classic“ findet von 30.03-13.04.2019 auf FUERTEVENTURA in Playitas statt! Infos dazu findest du HIER

NEU für 2019 ist ein ROOKIE CAMP für Triathlon Anfänger 11.05-18.05.2019 das ich zusammen mit der Legende Hannes Blaschke mache! Auch dieses Camp findet unter perfekten Bedingungen in Playitas auf Fuerteventura statt Infos dazu findest du HIER

UND was mich sehr erfreut ist die Weiterführung von das „Endless Summer Camp“ in Bach Club Font de sa Cala auf MALLORCA.  Auch dieses Camp mache ich zusammen mit Hannes und es findet von 15-22.09.2019 Statt. Dieses Camp ist perfekt wenn du kein Bock auf Wettkämpfe hast ABER dein Triathlon Saison noch etwas verlängern möchtest. Sicher dient es aber auch den Athleten die noch später etwas „Sportliches“ vorhaben.

TIPP: Falls du dir überlegst irgendwann als Guide bei einen Trainingscamp zu arbeiten HIER findest du Informationen dazu! Schau rein – es lohnt sich!!

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Trainingscamp Beispielbild

Zwölf Gründe

Zwölf Gründe um Triathlon als Sport zu betreiben

Hier einige sehr, sehr gute Gründe warum Du im nächsten Jahr bei einem von meinen Triathloncamps dabei sein solltest:

  1. Ausdauertraining (wie locker schwimmen, Rad fahren und laufen ohne aus der Puste zu kommen) stärkt Dein Immunsystem. So bist Du besser geschützt z.B. gegen Grippe und andere Krankheiten.
  2. Triathlontraining schützt gegen Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck !
  3. Ausdauertraining trainiert auch die grauen Zellen im Gehirn und beugt so aktiv gegen Demenz und Alzheimerkrankheit vor
  4. Den Schweinhund zu überwinden, fühlt sich großartig an. Klar, manchmal ist es schwierig zu trainieren wegen Stress in der Arbeit uvm. , aber glaube mir, Du fühlst dich hinterher immer wie ein Sieger.
  5. Menschen die sich viel bewegen sind deutlich resistenter gehen Stress, als Menschen die sich wenig bewegen!
  6. Ausdauertraining beeinflusst direkt und messbar die Bildung von neuen Synapsen im Hirn und deine Kreativität wird gesteigert!
  7. Forscher haben herausgefunden, dass je härter du trainierst, desto besser hilft das Training gegen Depressionen.
  8. Regelmäßiges Training verbessert deine Schlafqualität!
  9. Die Knochen werden stärker und Bewegung schützt gegen Arthrose!
  10. Das Hirn schrumpft im Alter bei körperlich aktiven Menschen deutlich weniger als bei Menschen die sich nicht bewegen. Studien zufolge ist körperliche Aktivität der wichtigste Faktor, um lebenslang vor allem mental jung, aktiv und dynamisch zu bleiben.
  11. Mit drei Sportarten zur Auswahl bleibt das Training immer abwechslungsreich.
  12. Habe ich es schon erwähnt ? Auch wenn Du es mir jetzt noch nicht glauben magst: Triathlon macht einfach sehr viel Spaß und gibt mehr Energie zurück als Du Dir aktuell vorstellen kannst!

Glaubst Du nicht? Dann sei beim Triathlon Einsteigercamp von Hannes Hawaii Tours auf Fuerteventura dabei!

Sehen wir uns beim einer von meinen Camps? 

Ich freue mich auf Dich

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Collage über das triathlon Wochenende in Roth und Lahti, Finnland

Was für eine Wochenende

Das letzte Wochenende war sehr speziell!

Collage über das triathlon Wochenende roth, Lahti

Nicht nur ist unsere Tochter Ida gerade zum Welt gekommen, es war ein Wochenende mit viele große Veranstaltungen!

In Roth rock Alexander Bechtel seiner ersten Langdistanz hier ein kleine Bericht von ihn:

Erste Langdistanz geschafft (3.8km Schwimmen – 180km Rad – 42.2km Laufen)

Vielen Dank an alle, die mich am Sonntag virtuell oder an der Strecke der Challenge Roth angefeuert haben!!!

Habe meine erste Langdistanz in Roth in 9:05:45h absolviert und damit den 46. Gesamtplatz belegt (6. Platz in der Altersklasse). Bin sehr zufrieden, auch wenn ich mit den SUB 9h geliebäugelt hatte. Es ging allerdings keine Sekunde schneller, das haben mir auch die Sanitäter im Zielbereich bestätigt!

Bis auf die letzten 10-15km ist alles nach Plan gelaufen: War nach 55.30min aus dem Wasser, wo ich die meiste Zeit in meiner Komfortzone geschwommen bin. Auf dem Rad wurde es so ab Kilometer 140 schwer und die Wattzahlen sind etwas gesunken. Ich war dann nach 4.51h auf dem Rad eigentlich schon ziemlich bedient, War inklusive der beiden Wechsel wie geplant bei 5.50h Rennzeit auf der Laufstrecke und wollte einen 3:10h Marathon laufen. Das wäre eine 4:30min/km Pace und so bin ich auch los gelaufen. Ab Kilometer 30 konnte ich das Tempo allerdings nicht mehr halten und der Anstieg nach Büchenbach hat mir dann endgültig den Stecker gezogen.

So bin ich also mit gut 5min Verspätung ins Ziel getaumelt. Spaß hat es trotzdem gemacht, zumindest bis zur Hälfte des Marathons!

Gemeinsam mit meinen beiden schnellen Teamkollegen Alex Schmitt und Bernd Hagen konnte ich ausserdem den ersten Platz in der Teamwertung für für unser Team twenty.six e.V. Roth sichern!

Last but not least: Danke Bennie!

Und noch von meine Seite GLÜCKWUNSCH an alle Finisher und auch an alle die es versucht haben zu finishen! 

Premiere Ironman 70.3 Lahti, Finnland 

In Lahti waren Birgit und Kai Fügel sowie Oliver Brehm am Start!

Ein Bericht über das Rennen hat Kai schon für Tritime geschrieben und den Bericht findest du hier!

Und hier den Bericht von Oli:

Eigentlich sollte es Spaß machen

– Ein Wettkampfbericht von Oliver Brehm

Es ist erstaunlich wie schnell man unangenehme Dinge als Mensch verdrängen kann, einfach vergisst, als wären sie nie wirklich geschehen. Ist vielleicht auch gut so. Ich meine all der Ballast aus der Pubertät, die Hänseleien aus der Schule und die Unterdrückung durch größere Geschwister etc. Achso, habe ich ja gar nicht. Nur jüngere Brüder. War jetzt doch zu pathetisch irgendwie. Weiß auch nicht warum ich manchmal so abschweife. Egal.

Ich jedoch erinnere mich noch sehr genau an meinen Triathlon auf und zwischen den drei Nordsee-Inseln Amrum, Föhr und Sylt im letzten September – vor allem daran, dass ich ziemlich suboptimal vorbereitet war und den ganzen Wettkampftag gefroren habe. Nun ja, irgendwie scheine ich sowas anzuziehen. Und dabei sollte es diesmal ganz anders werden …

Ein See (nicht die Nordsee), Sommer (sogar Mittsommer), eine einfache Radstrecke (ohne Kurven, nicht windanfällig) und eine superflache, schnelle Laufstrecke. Dafür mit Ausland und die Strecke als echter Halb-Ironman, also 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen. Und dazu noch in Finnland. Okay, ich hatte nur drei Wochen Vorbereitung – meine Frau hat mich mit dem Startplatz als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk überrascht. Und die Überraschung ist ihr echt gelungen. Es hätte ein schöner ruhiger Sommer werden können, die nächsten Wochen noch locker trainieren und dann langsam bis zum Saisonhöhepunkt am 2. September zum BerlinMan die Form aufbauen. Aber gut, dann halt schon ein echter Wettkampf vorgezogen am 30. Juni. In Lahti, Finnland. Letztes Qualifikationsrennen für die Halb-Ironman WM in Südafrika – und ganz ehrlich, wenn ich schon mal einen echten (halben) Ironman mache, dann möchte ich mich doch auch für die WM qualifizieren. Ist ja immerhin mein dritter Triathlon überhaupt. Ich gebe es offen zu die Zeiten meiner Potentiellen Gegner in der Altersklasse überprüft zu haben und war mir sicher mit einer Endzeit von 4:45 h eine kleine aber reelle Chance für die Qualifikation zu haben. Und mit dem Ziel im Auge, ohne spezifisches Training und eigentlich zu wenig Zeit bin ich also am Freitag vor dem Wettkampf nach Finnland geflogen. Mein Rad, die Ausrüstung und den Neo ordentlich verpackt und noch schnell Unterkunft und Leihwagen gebucht – mein über ein Reisebüro gebuchter Shuttle wurde kurzfristig am Donnerstag Mittag per Anruf abgesagt – ein Radkoffer passt nicht in den Minivan! Dafür müsste der Fahrer die Sitze ausbauen und das kann er nicht. Alles klar, oder? Als häufig Reisender hat man Erfahrung mit solchen kleineren Widrigkeiten und nimmt das sportliche Herausforderung an.

Nun, die Anreise hat super geklappt und das mit dem Mietwagen auch. Vom Flughafen zum Ironman-Check in fahre ich eine Stunde nach Lahti – der Wintersportort schlechthin in Finnland (zumindest weithin bekannt vom Skispringen). Dort treffe ich mich bei der Sibelius Hall (Konzerthalle), die auch gleichzeitig für die Rennbesprechung, Ausgabe der Startunterlagen und Wettkampfzentrale genutzt wird, mit meinem Trainingspartner und Triathlon-Freund Alex. Er ist seit einer Woche in Finnland und hatte schönstes Sommerwetter mit bis zu 26° C. Er verbindet den Wettkampf mit Urlaub und ist deshalb mit dem Auto angereist, auf drei Etappen mit zwei Übernachtungen in Polen und Estland. Das  Wetter heute ist durchwachsen bis schlecht – immer wieder Regenschauer, Wind mit Böen und 12° C – nicht gerade optimal für einen Triathlon, aber die Bedingungen sind ja für alle gleich. Als eher schlechter Schwimmer beunruhigen mich die relativ hohen Wellen im See Vesijärvi, der sich direkt an der Sibelius Hall befindet. Ich komme gerade rechtzeitig zur Wettkampfbesprechung in Englischer Sprache, kann vorher noch recht entspannt meine Startunterlagen abholen. Der Radkurs führt uns Athleten über eine sehr flache Strecke durch die typische nordische Landschaft mit kleinen Dörfern und mehreren Seen, denen Finnland auch seinen Ruf als “Land der tausend Seen” zu verdanken hat. Die Laufstrecke ist ebenfalls flach und führt vorbei am Vesijärvi See und Skisprung-Zentrum. Mit 1.800 Startern ist es kein großes Teilnehmerfeld, aber auch kein ganz kleines. Der Rest scheint ziemlich entspannt zu werden, da das Rennen erst um 16:00 Uhr startet kann man am Wettkampftag bis drei Uhr nachmittags sein Rad und die Wechselkleidung einchecken. Der Organisations-Chefin Tiina Boman habe ich ein paar fränkische Spezialitäten mitgebracht – Wurst, Bier, Bocksbeutel – die ich ihr nach der Wettkampfbesprechung übergebe. Sie kennt meinen Coach und hat mir/meiner Frau kurzfristig den Start ermöglicht.

Wir haben eineinhalb Stunden Anreise von Alex‘ Blockhütte die er gemietet hat, die sehr idyllisch an einem der tausend Seen liegt und sich diesen nur mit einer weiteren Blockhütte mitten im Wald teilt, aber nicht 100 %ig ideal für den Wettkampf liegt. Dort fahren wir nach Besichtigung der Wechselzonen, Schwimmein-/Ausstieg und Laufstrecke hin. Um 23:00 Uhr kommen wir an, noch schnell das Rad aufbauen, Spaghetti-Essen (Carbo-Loading im Athleten-Deutsch), ein Dessert-Bier und ab ins Bett.

Der Wettkampftag: um 8:30 Uhr stehen wir auf – wach bin ich seit 5:00 Uhr, hell ist es seit 3:00 Uhr, dunkel wurde es um 1:00 Uhr. Also fast, so richtig dunkel war es gar nicht. Ich habe also kaum geschlafen, denn es gibt weder eine Jalousie noch Vorhänge in der Hütte. Aber kontrollierter Schlafentzug soll ja wie Doping wirken, steigert die Aggressivität. Mal sehen ob das auch bei mir wirkt. Ich öffne die Tür nach draußen auf die Terrasse und es kommt mir ziemlich kalte Luft entgegen. Der Sommer scheint nicht spontan über Nacht zurück gekommen zu sein. Aber vielleicht liegt es ja auch nur am Schlafmangel. Unser Gewinner-Frühstück besteht vor allem aus Kohlenhydraten – Carbo-Loading Part 2: Brötchen, Porridge, Croissants mit richtig viel Nutella (bekomme ich sonst nie).

Der nördlichste Ironman-Wettkampf der Welt macht quasi die Nacht zum Tag – für die letzten wird der Zieleinlauf um ca. Null Uhr sein – acht Stunden nach dem Start. Also immer noch taghell. Wir bereiten unsere Räder und Beutel für die Wechselzone gemeinsam vor, um uns gegenseitig zu kontrollieren, so vergisst man nicht so leicht die wesentlichen Sachen. Noch schnell die Reifen am Fahrrad aufpumpen und es kann los gehen. Aber irgendwie wollen mein Ventil und Alex‘ Luftpumpe nicht kooperieren und es geht keine Luft in den Reifen. Nicht gut. Nach ein paar Minuten zeigt mir Alex wie das geht – ich soll erst ein bisschen Luft rauslassen und dann pumpen. Das macht er auch immer so. Geht nicht. Probiert es wieder. Geht nicht. Probiert es weiter. Geht nicht. Nach gefühlten zehn Versuchen ist der Reifen komplett leer. Toll gemacht. Da sind zwei echte Profis am Werk. Zum Glück gibt es beim Fahrrad Check-in einen Werkstattservice.

Um elf Uhr fahren wir los nach Lahti und kommen dort um 12:30 Uhr an, Bike Check-in und Abgabe der Beutel in der Wechselzone. Alles schön kompakt hier, nur der Weg vom Schwimmausstieg ist recht lang. Wir schauen noch den Zieleinlauf an. Hier gilt es nach ca. 5 Stunden eine gute Figur zu machen, denn da werden die wichtigen Fotos gemacht. Ich liebe diese Anspannung vor dem Rennen, alles funktioniert mechanisch, im Kopf bin ich alles schon die Nacht zuvor durchgegangen – okay, hatte ja auch genug Zeit dafür, schlafen konnte ich ja sowieso nicht. Nein, das war nicht die Aufregung. Ich bin die Ruhe selbst. Zumindest im Vergleich zu Alex. Der hat schon deutlich mehr Triathlonerfahrung und hüpft hier sowas von nervös rum, dass könnte einen fast kirre werden könnte. Aber nicht ich. Ich werde eher ruhiger. Das habe ich mir über die Jahre als Wettkampfläufer für große Marathons antrainiert: Coolness. Zumindest äußerlich.

Danach heißt es ein ruhiges Plätzchen suchen und einfach etwas ausruhen und noch was Essen – Carbo-Loading Part 3: Bananen, Brötchen, Zimtschnecken und Iso-Getränke. Ab jetzt finde ich es irgendwie seltsam ständig dieses Zeug in mich reinstopfen zu müssen. Ja, müssen. Ich werden ca. 4.000 kcal verbrennen und darf auf keinen Fall zu wegen mangelhafter Energieversorgung Probleme im Rennen bekommen. Daher habe ich mir auch 2 Energieriegel auf das Oberrohr des Fahrrades geklebt, eine ganze Trinkflasche mit Energie-Gels gefüllt und in jeden Beutel ein Zusatz-Engergiegel gelegt. Vor dem Schwimmstart gibt es auch noch eines. Realistisch betrachtet bin ich damit immer noch im Minus, deshalb muss ich vorher ordentlich einbunkern und hoffen, dass im Wettkampf das Umschalten des Körpers von Kohlenhydrat- auf Fettverbrennung gut funktioniert.

15:00 Uhr: Wir machen uns langsam warm. 10 Minuten locker traben mit kurzen Steigerungsläufen und Dehnen.

15:30 Uhr: Wir ziehen den Neoprenanzug, geben die Wechselkleidung ab und schwimmen uns ein. Ich weiß zwar nicht genau warum, aber unser Coach hat es gesagt, also machen wir das. 17° C Wassertemperatur, es regnet und der Wind wird immer böiger. Und wir fluten den Neoprenanzug und schwimmen uns paar hundert Meter ein. Trotz zwei Bademützen sticht die Kälte am Kopf. Es wären auch Neoprensocken erlaubt gewesen (da unter 18,1° C Wassertemperatur), aber die liegen natürlich daheim in Weisendorf im Schrank.

15:45 Uhr: Startaufstellung zum Schwimmen. Wir reihen uns nach unseren Schwimmzeiten ein – Alex bei unter 35 Minuten (Ziel 33 Minuten) und ich bei unter 40 Minuten (Ziel 38 Minuten) – man muss ja realistisch bleiben. Jetzt kommt sogar kurz die Sonne raus. Vielleicht haben wir Glück und das Wetter bessert sich doch noch.

16:00 Uhr: Start der Profis und wir dürfen langsam aufrücken. Leider sehen wir von dem Spektakel nichts, es sind einfach zu viele Starter vor uns. Jetzt werde ich auch langsam nervös. Mein erster Ironman-Wettkampf und es gibt kein zurück mehr.

16:15 Uhr: der Rolling-Start macht es relativ angenehm – alle 5 Sekunden gehen 6 Starter zeitgleich ins Wasser. Das ist deutlich angenehmer, da es nicht zu einer Schlacht kommt um die beste Position und das schnelle Wegkommen. Ist das kalt. Ich brauche ein paar Minuten den eigenen Rhythmus zu finden und ruhig und gleichmäßig zu schwimmen. Die Orientierung fällt mir schwer, denn die Wellen, das trübe Wasser und die viel zu kleinen Bojen (zumindest in meinen Augen) führen bei mir als ungeübten Schwimmer dazu, dass ich ständig den Kopf ziemlich hoch aus dem Wasser heben muss. Das verschlechtert die Wasserlage und kostet wertvolle Minuten. Ich finde mich damit ab, dass ich heute keine Bestzeit schwimmen werde und hoffe nur gut wieder an Land zu kommen. Aber was soll’s, mittlerweile habe ich wenigstens keine Angst mehr von Brustschwimmern rechts überholt zu werden. Mit zunehmender Zeitspanne wird es auch immer kühler und ich fühle kaum noch was in den Fingern, aber der Schwimmausstieg kommt langsam näher. Ich von Anfang an eigentlich keine allzu großen Hoffnungen in diesen Triathlon gesetzt – zu wenig Vorbereitung, zu viele Unwägbarkeiten. Aber insgeheim hätte ich schon mehr erwartet als eine Schwimmzeit von 41 Minuten für 1,9 km. Ich quäle mich über die Stufen aus dem Wasser und merke dass ich leicht schwanke. Bin ich seekrank geworden? Nein, scheint doch nur an der Kälte und den klammen Füße zu liegen. Auf dem Weg in die Wechselzone versuche ich mich wie die anderen Starter bereits mit den Armen und dem Oberkörper aus dem Neoprenanzug zu schälen, aber irgendwie gelingt das denen besser als mir. In der Wechselzone schnappe ich mir meinen Radbeutel und zerre weiter am Neo, der sich beharrlich weigert über die Arme zu gehen – und so muskulös sind die auch nicht gerade. Also erst die Beine, aber irgendwie flutscht das heute nicht so wie sonst im Freibad. Ich bin einfach Klamm und durchgefroren, habe kein Gefühl und keine Kraft. Aber nach fast fünf Minuten ist das alles erledigt, der Helm auf dem Kopf, die Startnummer dran, Radschuhe an den Füßen. Dann noch schnell das Gel und auf die Toilette. Von jetzt an kann es nur noch besser werden, meine Disziplinen kommen. Im Watschel-Sprint zum Rad und auf geht es die 90 km zu bewältigen. Fast sieben Minuten in der Wechselzone sind ungefähr viereinhalb zu viel. Ab jetzt kann endlich überholen und gerade die ersten Strecke leicht bergauf Plätze gut machen. Der Wind und der immer wieder einsetzende Regen machen das aber nicht gerade zum Vergnügen und Temperaturen zwischen 13-15° C lassen mich weiter frieren. Auf der zweiten Hälfte der Strecke geht es langgezogen leicht bergab, ein Abschnitt der eigentlich 40-45 km/h hergeben sollte. Eigentlich. Denn ich habe ordentlich Gegenwind und immer wieder kommen leichte Böen dazu die mir die Hochkammer-Felgen blasen und das Handling schwierig machen. Immer wieder versetzt es mich leicht seitlich bei heftigen Windstößen. Und mehr als 30 km/h sind auch nicht drin. Meine angestrebte Zielzeit von 2:35 Stunden für das Radfahren schwindet auch langsam und mir wird bewusst, dass ein Triathlon in Finnland durchaus Wetterüberraschungen bereit halten kann. Nach 2:41 Stunden komme ich endlich wieder in den Wechselzone und kann meine Finger kaum mehr in Richtung Bremse bewegen, so steif gefroren bin ich mittlerweile. Rad aufhängen und ab schnell in Richtung Wechselbeutel für den abschließenden Halbmarathon. So schnell es halt geht. Radschuhe weg und Helm abnehmen – wenn es denn ginge. Ich bekomme den Verschluss vom Kinnriemen nicht auf, meine Finger bringen die Kraft dafür nicht auf. Also erst die Laufschuhe anziehen. Aber auch hier wird es schwierig, denn ich kann die Schnürsenkel nicht  binden. Also versuche ich wieder mit zunehmender Verzweiflung den Kinnriemen zu öffnen. Es geht nicht. Doch erst Schuhe binden. Ich rubble mir die Hände warm aber richtig elegant sieht das Ergebnis an den Füßen nicht aus. Jetzt aber den Helm ab. Immer noch verweigern die Finger den Dienst aber es kommt etwas Gefühl in die Fingerspitzen zurück und ich spüre dass es jetzt klappen kann. Endlich ist der Kinnriemen auf und ich habe über 5 Minuten in der Wechselzone verbracht, wieder viel zu lang. Aber jetzt kommt endlich meine Disziplin und ab jetzt überhole ich alle paar Meter andere Starter. Bis km 15 friere ich jedoch und kann meine volle Leistung nicht abrufen. Ab jetzt ist der Wettkampf nicht mehr zu gewinnen, ich kann nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Ab km 17 fange ich sogar leicht zu schwitzen an und es scheint doch auch langsam sonnig zu werden, so um kurz nach 21:00 Uhr. Ich laufe so schnell ich noch kann, leider ist das nicht mehr wirklich schnell sodass ich am Ende nur knapp unter 1:30 h die 21,1 km beenden kann und nach 5:04:21 Stunden ins Ziel komme – also kurz vor halb zehn abends. Alex ist kurz vor mir im Ziel und finisht in 5:00:13 Stunden. Ich fühle mich erstaunlich beschwingt und leicht, aber trotzdem irgendwie angeschlagen und glücklich endlich im Ziel zu sein und nicht mehr frieren zu müssen. Nach fast viereinhalb Stunden fieren und das bei einem Wettkampf freue ich mich auf meine warmen Sachen und eine heiße Dusche. Und ein Bier.

Resümee: Eigentlich sollte es Spaß machen, doch irgendwie war es dann doch härter als gedacht. Ein Ironman-Wettkampf dieser Dimension, auch wenn es „nur“ ein halber ist, ist ohne spezifische Vorbereitung tendenziell keine gute Idee. Außer man geht es locker an und erwartet nicht zu viel. Wieso es dann erstaunlicherweise bei uns beiden auch noch für die WM-Qualifikation gereicht hat und wir uns nun Anfang September in Südafrika mit den besten Triathleten der Welt messen dürfen? Keine Ahnung. Vielleicht weil man auch zur Startplatzvergabe anwesend sein muss und alle wirklich guten Athleten bereits qualifiziert waren. Aber wen kümmert das, diesmal werde ich mich vorbereiten und mein Ziel von unter fünf Stunden auch erreichen. Bestimmt. Und wenn nicht, trinke ich hinterher einfach zwei Bier mehr.

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Begeisterte Kinder

Kinder- und Jugendtraining

Triathlon Kinder- und Jugend-Training

Unterhaltungsmedien versus Ausdauersport

Beim Triathlon werden drei faszinierende Sportarten miteinander zu kombiniert. Dabei lernen die Athleten gleichzeitig auch vieles über sich selber. Durchsetzungsvermögen, Disziplin und die Zielstrebigkeit, nicht gleich aufzuhören, wenn es schwierig wird!

All dies sind Ideale, die wir nicht nur selber als Triathleten hoch schätzen, sondern auch gerne an unsere Kinder weitergeben möchten. Jedoch fehlt es den meisten Jugendlichen heutzutage an Bewegung. Während ich den Großteil meiner Kindheit beim Spielen mit Freunden in der freien Natur verbrachte, bestimmen heutzutage häufig moderne und zeitaufwendige Unterhaltungsmedien das Freizeitverhalten der unter Achtzehnjährigen. Die körperliche Fitness bleibt dabei häufig auf der Strecke. Warum also sollten wir nicht auch unseren Nachwuchs frühzeitig in die facettenreiche Sportart Triathlon einführen? Die auf dem ersten Blick einfach zu beantwortende Frage ist jedoch aus dem Blickwinkel eines Trainers nicht ganz so trivial.

Grundsätzlich kann (fast) niemand verleugnen, dass der Triathlonsport Kindern und Jugendlichen sehr viel Spaß bringen kann. Denn schließlich werden die Einzeldisziplinen mit Ausnahme vom Schwimmen nahezu tagtäglich ausgeübt. Zu Fuß zur Schule und mit dem Fahrrad zum Spielplatz und zu den Freunden. Und gerade im Sommer ist kein Schwimmbad oder Natursee vor den „Kleinen“ sicher. Bezogen auf die (ambitionierte) Kombination der Sportarten ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Distanzen relativ kurz sind und die Kinder ein gesundes Minimum an Können und Ausdauer mit sich bringen sollten. Der Erfolg und die ständig steigenden Teilnehmerzahlen bei Kinder- und Schülertriathlons sind ein eindeutiger Beweis, dass auch die junge Zielgruppe diesen Sport liebt und mit sehr viel Freude bei der Sache ist. In diesem Zusammenhang stellt sich dann den Eltern die Frage, ob und in welcher Form die Kinder gefördert werden sollen und wem sie ihre Sprösslinge anvertrauen können. Aber bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich ein wenig über den Kindersport philosophieren.

8–12 Jahre

Viele wissenschaftliche Studien zeigen auf, dass eine Sportlerkarriere durchschnittlich acht bis zwölf Jahre dauert – gemessen vom Beginn des systematischen Trainings bis zu dem Punkt, an dem der Athlet keine Lust mehr hat beziehungsweise sogar völlig ausgebrannt ist. Diese „Sportlerlebensdauer“ hängt aber auch von der Sportart und dem Lebensalter bei der Trainingsaufnahme ab. Koordinativ sehr anspruchsvolle Disziplinen wie Geräteturnen und Schwimmen setzen einen sehr frühen Beginn an, um die Technik perfekt zu erlernen. Ein jeder von Ihnen, der im Erwachsenenalter versucht hat, das Kraulen zu erlernen oder einen Bocksprung mit Überschlag hinzulegen, weiß, wie schwierig dies ist. Ein Kind, das mit sieben Jahren einen Michael Phelps schwimmen sieht oder einen Thomas Müller durch des Gegners Abwehr dribbeln sieht, macht rein intuitiv bereits einen Großteil der Bewegungen richtig nach!

Wunschgedanken

Ich kenne keinen Schwimmer in der absoluten Weltspitze, dessen Potenzial erst nach der Pubertät erkannt wurde und der durch gezielte Förderung und intensives Training den Sprung nach ganz vorne geschafft hat. Es gibt kaum aktive Wettkampfschwimmer, die älter als 30 Jahre alt sind. Das Masterschwimmen fängt übrigens schon mit 25 Jahren an! Dagegen gibt es viele Radfahrer oder Läufer, die vergleichsweise spät mit einem systematischen Training begonnen und trotzdem die Weltspitze erreicht haben. Wenn wir jetzt den Blickwinkel zurück auf das Kindertriathlontraining richten,sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

Möchten Sie Ihre Kinder nur ein bisschen zu mehr Bewegung animieren, um einen aktiveren Lebensstil zu erlernen?

Möchten Sie, dass Ihre Kinder so schnell wie möglich Erfolg haben und bereits in jungen Jahren zu Stars werden?

Möchten Sie Ihre Kinder langfristig aufbauen, sodass sie später im Erwachsenenalter möglichst gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere haben?

Möchte Ihr Kind von sich aus unbedingt Triathlon betreiben?

Aktiver Lebensstil

Die Frage hinsichtlich der Animation zu mehr Bewegung ist relativ schnell und einfach zu beantworten. Wie in vielen anderen Bereichen des Lebens, passt auch hier die Redewendung „der Mix macht’s“. Leichtathletik. Schwimmen. Ballspiele. Freizeitradfahren. Auf dem Spielplatz austoben. Wintersport. Ermöglichen Sie einfach ein vielfältiges und abwechslungsreiches Bewegungsprogramm. Ein systematisches Training, egal ob Leichtathletik (am besten unterschiedliche Disziplinen), Fußball oder Geräteturnen, schult die Technik und schützt vor Verletzungen. Aber auch der erzieherische Aspekt hinsichtlich Disziplin, Pünktlichkeit und Vertrauen auf den Teamkameraden dürfen hierbei nicht unterschätzt werden. Ihr Kind lernt früh, was es bedeutet, zu trainieren. Vor diesem Hintergrund ist die Teilnahme an einem Schülertriathlon kein Hexenwerk. Und mit etwas Glück, findet Ihr Jüngster ja auch Spaß am Ausdauersport, um mit diesen positiven Erfahrungen dann später eine erfolgreiche Karriere als Triathlet nachzugehen!

Bei Kinderstars denke ich zunächst an Sänger und Schauspieler, die mit den frühen Erfolgen und dem Rummel um ihre Person nicht zurechtgekommen sind und als Erwachsene eher durch Drogenkonflikte und negative Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht haben. Aus diesem Grund sollten Sie mit Bedacht die Ambitionen Ihres Nachwuchses fördern und sie nicht überfordern. Denn wenn der Sport nur Ihnen zuliebe gemacht wird, ist das Interesse am Sport spätestens in der Pubertät schon zu Ende. Natürlich schult ein systematisches Training im jungen Alter positive Charaktereigenschaften und baut eine solide Grundfitness auf, die auch nach ein paar Jahren Pause wieder schnell abgerufen werden kann. Natürlich möchten Jugendliche auch möglichst schnell Erfolg haben und trainieren dementsprechend hart darauf hin. Die Erfahrung hat aber in vielen Fällen gezeigt, dass ein zu früh angefangenes leistungsorientiertes Triathlontraining nicht das Beste für eine erfolgreiche Karriere als Erwachsener ist. Gerade in der Pubertät und spätestens mit dem Beginn der Ausbildung trennt sich die Spreu vom Weizen. Gerade dann, wenn noch zwei bis drei Jahre hartes Training notwendig wären, um erste Erfolge einzufahren, ist die Lust weiterzumachen (häufig auch bei den Eltern), in vielen Fällen verflogen. Ganz selten sind auch die erfolgreichsten Kinder später die schnellsten Erwachsenen.

Die perfekte Karriereplanung?

Und wie sieht dann eine perfekte Vorbereitung für eine erfolgreiche Karriere als Triathlonprofi aus? Aus meiner ganz persönlichen Sichtweise kann auf eine vielfältige sportliche Ausbildung nicht zu viel Wert gelegt werden. Von den drei triathlonspezifischen Disziplinen ist das Schwimmen am schwierigsten zu erlernen, was ohne einen erfahrenen Schwimmtrainer praktisch unmöglich ist. Jeder Erwachsene kann dies bestätigen. Nicht umsonst boomen gerade Schwimmkurse für Triathleten. Die Kunst in allen Altersklassen ist jedoch, die Motivation nicht zu verlieren. Zu hartes oder umfangreiches Training vor oder während der Pubertät kann einen Motivationsverlust mit sich bringen. Die Gestaltung der Umfänge und Intensitäten erfordert viel Fingerspitzengefühl und ist sehr individuell. Aus diesem Grund empfehle ich gerade vor der Pubertät mehrere Sportarten miteinander zu kombinieren. Schwimmen und Leichtathletik, Schwimmen und Fußball oder Schwimmen und Turnen vertragen und ergänzen sich hervorragend. Während der Pubertät oder kurz danach, wenn es immer schwieriger wird, die erreichten Schwimmzeiten zu verbessern, kann neue Motivation zum Beispiel beim Laufen gesucht werden. Denn mit ein bisschen Lauftalent werden auch auf der Bahn und beim Volkslauf sehr schnell sehr gute Ergebnisse erzielt. Muskulöse Schwimmer finden dagegen schnell beim Radfahren Anschluss. So wird ohne große Probleme der Übergang zum Triathlon geschafft.

Zusammenfassung

Ein zu früh begonnenes triathlonspezifisches Training ist erfahrungsgemäß sicher nicht förderlich für die spätere Entwicklung als erfolgreicher Triathlet. Ein vielfältiges sportliches Bewegungsprogramm mit dem Schwerpunkt Schwimmen bietet bis zur Pubertät optimale Voraussetzungen für eine spätere erfolgreiche Triathlonkarriere. Trotzdem schadet ein systematisches Training mit Bedacht und Ausrichtung auf eine Teilnahme an Kinder- und Jugendwettbewerben niemanden, denn es schult auch in jungen Jahren viele körperliche und gruppendynamische Eigenschaften, die im späteren Leben von unschätzbarem Wert sein können. Wenn Ihr Kind allerdings von alleine heiß auf Triathlon ist, gibt es prinzipiell keinen Grund, der gegen die Ausübung dieses Sports spricht. Bedenken Sie bei aller Freude und Enthusiasmus, dass Kinder nicht kleine Erwachsene sind. Aus diesem Grund sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihre Kinder in die Hand von erfahrenen und ausgebildeten Trainern geben, die sie langfristig und mit viel Abwechslung und Spaß aufbauen.

Text: Bennie Lindberg, Triathlon Trainer, Triathlon Coach
Erschienen im: Tritime Magazin

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Bennie Lindberg im Ziel 1992 in Kona

Essen und trinken im Wettkampf

Was soll ich im Wettkampf essen?

Jetzt geht der Wettkampfsaison hier in Deutschland wieder richtig los. Eine Frage was mich immer gestellt wird ist: Was soll ich im Wettkampf essen? Die Frage ist einfach, und auch das Antwort ist einfach, es gibt aber sehr viele verschiedene Alternativen!

Um die Frage richtig beantworteten zu können gehe ich jetzt davon aus das es eine wichtige Wettkampf ist und der Athlet 3-4 Tage vorher wenig trainiert hat aber trotz dem normal weiter gegessen hat!

Also die Energiespeicher sollte voll sein. Ob die dann „übervoll“ sind wie nach eine Carboloading ist wieder einen neuen Bericht wert!

Langdistanz:

Für Langdistanz ist die Ausgangslage pro Stunde und pro Kilogramm Körpergewicht 1 Gram Kohlenhydrate und etwa 300 mg Natrium (Salz) pro Stunde. Damit fahren die allermeisten schon sehr gut. (Hinweis: 600 mg Salz pro Liter Wasser ist so wenig das du es nicht richtig schmecken kannst. Wenn es salzig schmeckt ist es schon zu viel. Entspricht etwa knapp 1/8 TL Salz pro Liter Wasser)

Der ideale und schnellste Form sowohl Energie wie Flüssigkeit zu sich zu nehmen ist in der Form von ein Sportgetränk. Hier sind die Mischungsverhältnisse schon optimal zu ein Ander zusammengemischt. Die Frage lautet nur: Wie viele Gramm Kohlenhydrate hat das Getränk pro Liter und hat es genug Natrium in sich. Wenn du auf einen Liter etwa 60-80g Kohlenhydrate hast und 250-300 mg Natrium bist du für ein Langdistanz schon gut aufgestellt, angenommen du trinkst etwa 1 Liter pro Stunde und wiegst etwa  60-80 kg.

Um diese Menge Sportgetränk zu dich nehmen zu können bist du dann abhängig von ein Selbstversorgung am Rad,  oder du mischt dich ein Sport-Getränk- Konzentrat und mixt diese mit Wasser was du ja überall in Wettkampf reichlich bekommst. Aufpassen hier das das Verhältnis stimmt, sonst gibt es schnell neue Probleme.

Bei genug Selbstversorgungsmöglichkeiten beim Laufen ist auch diese Strategie gut verwendbar! Sicherheitselber aber mit eine kleine Flasche laufen so dass die Trinkintervalle nicht zu lang werden.

Wenn Selbstversorgung nicht möglich ist oder es für dich zu kompliziert ist müssen wir auf Langdistanz Plan B machen. Wichtig ist hier zu wissen, was möchte ich von den Sachen zu mich nehmen, was die Veranstalter im Rennen anbieten?

Wenn es ein Sportgetränk gibt, wie ist die Zusammensetzung (speziell: Geschmack, Kohlenhydrate und Natrium)? Ist diese Sportgetränk 1:1 so zusammengemischt  wie auf der Produktverpackung zu lesen ist (Das ist leider oft nicht der Fall)? Habe ich mit diesen Produkt trainiert? Vertrage ich es?

Wenn du die Antworten weißt  kannst du anfangen zu planen. Es KÖNNTE z.B. so aussehen: Pro Stunde 1/2 Liter „Veranstalter-Sportgetränk“, und dazu z.B. ein Gel und 1/2 Liter Wasser, je nachdem wie schwer du bist. Wenn du lieber etwas essen möchtest spricht nichts dagegen so lange wenn du es auch runter bekommst und im Wettkampftempo verdauen kannst.

Wichtig ist zu wissen das ALLE Riegel und Gels mit Wasser verdünnt werden sollen, sonst bleiben die nur im Magen liegen und es dauert zu lang vor die verdaut werden können. Du brauchst deine Kohlenhydtrate und dazu etwa 0,5-1,25 Liter Flüssigkeit / Stunde je nach Temperatur und Körpergröße.

Erfahrungsgemäß sind feste Nahrung wie z.B. Riegel während den ersten 3 Std. auf Rad OK, da nach empfehle ich „flüssige“ Nahrung (Gels) so dass der Magen möglichst unbelastet ist wenn du zum Laufen gehst.

Bei laufen ist es am einfachsten mit Wasser und Gels sich zu ernähren. Vorher nur genau ausrechnen wie viele Gels muss ich pro Stunde essen und die Gels dann immer kurz vor der Versorgungsstation nehmen und mit reichlich WASSER runterspülen.

Alle Gels haben nicht genug Natrium in sich, darum wieder rechnen und wenn Natrium zu kurz kommt der eine oder andere Tablette mit Salz noch einwerfen. Wenn du zusätzlich da zwischen anfängst Sportgetränke und Cola zu trinken kommst du schnell durch ein Ander und weißt am Ende nicht mehr ob du Flüssigkeit brauchst oder Energie.

Wenn du Cola trinken möchtest rechne aus wie viel du davon brauchst um auf deine Kohlenhydratmenge zu kommen! Das ist sehr viel Cola! Viel Platz für Wasser ist da also nicht mehr, bedeutet du musst den Cola fast „pur“ trinken und nur mit ganz wenig Wasser runterspülen. Unbedingt also  vorher im Training testen! Wenn du längere Zeit (also nicht nur den letzten 10 Kilometer) auf Cola unterwegs bist, wäre es kein Problem, nur Natrium könnte zu kurz kommen, darum ein paar Salztabletten einstecken.

Der Mythos das du nicht zu früh mit Cola anfangen soll ist Quatsch! Problem ist eher das wenn du kaputt bist meinst du das Cola helfen kann, aber auch Cola ist kein Wunderwaffe und nur in großen Dosen effektiv. Das Größte Problem mit Cola  ist allerdings das „durcheinander“ kommen. Gels, Sportgetränk und Cola im Magen, alles gleichzeitig war noch NIE eine gute Idee und funktioniert nur mit Athleten die ein Saumagen haben und zusätzlich die Intuition haben das richtige Menge Wasser dazu zu trinken.

Halbdistanz:

hier ist nicht nur der Distanz kürzer auch die aufgefüllte Kohlenhydrat Speicher im Körper reichen im Relation länger. Viele können problemlos einen Halbdistanz nur mit Sportgetränk auf Fahrrad und ausschließlich Wasser beim Laufen machen.

Ich sehe das Athleten oft einfach ZU VIEL essen statt zu wenig. Wenn auf Ironman Distanz 1 Gramm Kohlehydrate / Kilogramm/Stunde Ausgangspunkt ist , sollte auf Halbdistanz nicht mehr als 0,5 Gr /Kg/Std.  genommen werden, eher sogar 0,3 Gr./Kg/Std.  Auf Halbdistanz ist das Tempo deutlich schneller, Verdauung ist fast unmöglich, also am besten nur Sportgetränk trinken, sogar auf Gels kannst du weitgehend verzichten, viele Athleten nehmen Gels zu sich, sicher eher für den Kopf als für den Körper. Andere schwören auf Cola – why not!

Auf Halbdistanz dürfte nicht mal Natrium Mangel zum Problem werden, wenn alle Speicher vorher gut aufgefüllt sind.

Kurzdistanz:

Tempo ist auch hier ähnlich wie beim Halbdistanz nur ein Tick schneller und der Wettkampfdauer ist kurz. Was du brauchst ist ein bisschen Sportgetränk auf Rad und beim Laufen ein paar Mal den Mund feucht machen. Auf Gels, Riegel etc. sollte man auf Kurzdistanz in der Regel verzichten, die hindern mehr als was die helfen.

Langsame Athleten können sich an die Empfehlungen von Halbdistanz  sich orientieren aber eigentlich reicht auch diese Athleten ab und zu ein kleinen Schluck süßer Getränk.

Viel Spaß beim Ausprobieren und wie immer: Auch das essen muss im Training speziell für den Langdistanz geübt werden!!

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