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Beispiel für Zirkeltraining, Bennie Lindberg

HIIT CrossFit Zirkeltraining

HIIT ODER CROSSFIT – WIR NANNTEN ES ZIRKELTRAINING

Hier ein Übung das wir (meine finnische Triathlon Profi-Team) früher das ganze Jahr gemacht haben. Sicher haben wir hier etwas richtig gemacht da wir alle mit etwas über 20 Std. Training in der Woche sehr schnell auf der Langdistanz waren.

Natürlich habe ich es auch hier in mein Coaching eingebunden und viele von euch haben es auch zu spühren bekommen! In der Gruppe – einfach eine geile Einheit!

Diesem Training empfehle ich für Athleten die über 35 Jahre alt sind, nicht Vollgas zu machen, dafür ist es einfach zu brutal aber wenn du jünger bist und es verkraftest -> try it!

Heutzutage nennt man so was HIIT Training oder Crossfit aber wir haben es damals einfach Zirkeltraining genannt.

Während den Wintermonaten war es unsere einzige anaerobe Einheit, während den Sommermonaten hat es uns die nötige muskuläre Ausdauer gegeben um den Ironman Marathon noch deutlich unter 3 Std. zu laufen!

Einsatzzweck heutzutage: Überall machbar, sogar in ein Hotelzimmer und nach 30 bis 50 Minuten bist zu garantiert durch!

Somit ist effektives Training überall und jederzeit machbar!

Merk: Es ist kein Krafttraining und kann Krafttraining nicht ersetzen… aber optimal ergänzen!

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Laufintervalle auf Las Playitas Strandboulevard

Erste Langdistanz (Teil 7.)

Fit für die erste Langdistanz (Teil 7.)

Trainingsplan März

Nachdem Sie im Februar die ersten Grundlagenkilometer gesammelt haben, beginnt mit dem meteorologischen Frühlingsanfang endlich das richtige Training. 

 März: Erhöhung der Umfänge auf 9–10 Trainingsstunden pro Woche. Mit Beginn des Frühlings startet endlich das richtige Triathlontraining. 

 Laufen

1 x 2 Stunden locker nach Gefühl; nach der Hälfte und am Ende 3 x 100 m Steigerungsläufe mit 60 s gehen, um der Monotonie entgegenzuwirken
1 x 1 Stunde progressiv: Tempo im Viertelstunden-Rhythmus von ruhig bis zügig steigern
1 x 0,5 Stunden zügig bis schnell (nach dem Radtraining) 

Krafttraining
Einmal wöchentlich

Schwimmen
Einmal wöchentlich:
200 m beliebig einschwimmen
10 x 50 m kr : 25 m technische Übungen + 25 m kr beschleunigen + 30 s Pause
Pyramide: 400-300-200-100m kr locker + Pullbuoy + 15 s Pause
100 beliebig (kein Kraul)
5 x 100 m kr schnell + 30 s Pause
Beliebig ausschwimmen 

MTB/Crossrad/Spinning/Ergometer
1 x 3 Stunden ruhig mit hoher Trittfrequenz, nach der Hälfte und am Ende 3 x 1 km (Kilometer) schnell + 1 km locker Kurbeln
1 x 1 Stunde kraftintensiv (Trittfrequenz 80-85), jedoch ohne zu drücken + 0,5 Stunden Laufen 

Bauch- und Rückengymnastik (Stabi)
2–3 x nach einer Trainingseinheit 5–10 Minuten 

Beispiel März: Trainingswoche 1–3
Montag         Krafttraining
Dientag         Laufen: 1 Stunde progressiv
Mittwoch       Schwimmen und Bauch- und Rückengymnastik
Donnerstag    Radfahren: 1 Stunde zügig + Laufen: 0,5 Stunden zügig
Freitag          Ruhetag (Bauch- und Rückengymnastik)
Samstag        Radfahren: 3 Stunden
Sonntag        Laufen: 2 Stunden

Beispiel März: Trainingswoche 4
60–70 Prozent der Umfänge der Belastungswochen 1–3

TEIL 6. <- -> TEIL 8.

Text: Bennie Lindberg, Triathlon Trainer, Triathlon Coach
Erschienen im:  Tritime Magazin

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Bennie Lindberg beim radfahren in Ironman Roth 1992

Konsequenz als Erfolgsfaktor

Konsequenz im Triathlon: Kleine Schritte, große Wirkung

Erfolg entsteht selten durch eine einzelne große Entscheidung – sondern durch viele kleine Dinge, die über Jahre richtig gemacht werden.

Triathlon Bennie Lindberg im Jahr 1986

Vor einiger Zeit diskutierte ich über die Aerodynamik im Triathlon der 1980er- und 1990er-Jahre.

Dabei wurde mir wieder bewusst, dass viele Ideen, die heute als modern gelten, bereits damals bekannt waren:

  • enge Triathlonanzüge
  • Aerohelme
  • Überschuhe
  • Trinksysteme
  • aerodynamische Lenker
  • Scheibenräder
  • Tri-Spokes
  • hohe Felgenprofile
  • leichte Bauteile
  • leistungsorientierte Sitzpositionen

Auch Leistungsmessung, Laktatdiagnostik, Spiroergometrie und Windkanaltests existierten bereits. Sie waren allerdings deutlich weniger verbreitet und für viele Athleten kaum zugänglich.

Der große Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte liegt deshalb nicht nur in einzelnen Erfindungen.

Er liegt vor allem darin, dass Wissen, Material und Messmöglichkeiten heute konsequenter miteinander verbunden werden.

Genau darin steckt eine wichtige Trainingslektion:

Eine gute Idee wirkt erst dann, wenn sie dauerhaft und konsequent umgesetzt wird.

Mehr über mein Triathlon Coaching

Gute Ausrüstung allein macht noch nicht schnell

Eine aerodynamische Rennmaschine hilft wenig, wenn der Athlet aufrecht im Wind sitzt.

Ein Scheibenrad kann keine ungeeignete Position ausgleichen.

Der schnellste Helm bringt nur wenig, wenn Kleidung, Haltung und Bewegungsablauf nicht zusammenpassen.

Im modernen Triathlon werden Aerodynamik und Kraftübertragung deshalb als Gesamtsystem betrachtet:

  • Radposition
  • Bekleidung
  • Helm
  • Laufräder
  • Trinksystem
  • Beweglichkeit
  • Stabilität
  • Komfort
  • Fähigkeit, die Position lange zu halten

Nicht ein einzelnes Produkt macht den großen Unterschied.

Die Wirkung entsteht aus vielen kleinen Optimierungen, die konsequent aufeinander abgestimmt werden.

Konsequenz ist mehr als Disziplin

Konsequenz wird häufig mit Härte verwechselt.

Viele denken dabei an:

  • niemals eine Einheit auslassen
  • jeden Plan exakt erfüllen
  • trotz Müdigkeit weitermachen
  • immer noch etwas mehr tun

Das ist nicht automatisch konsequent.

Konsequenz bedeutet vielmehr, über längere Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Dazu kann gehören:

  • regelmäßig zu trainieren
  • lockere Einheiten wirklich locker zu absolvieren
  • harte Einheiten konzentriert umzusetzen
  • rechtzeitig zu regenerieren
  • technische Übungen nicht ständig wegzulassen
  • Beschwerden früh ernst zu nehmen
  • Verpflegung und Schlaf zu beachten
  • einen Plan nicht nach jeder schlechten Woche zu wechseln

Konsequenz ist keine blinde Sturheit.

Sie ist die Fähigkeit, einer sinnvollen Linie treu zu bleiben.

Genau dabei sehe ich eine meiner wichtigsten Aufgaben als Triathlontrainer: Athletinnen und Athleten nicht nur zu fordern, sondern ihnen zu helfen, über Monate und Jahre hinweg konsequent die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Kleine Abweichungen summieren sich

Eine einzelne verkürzte Einheit entscheidet keine Saison.

Auch eine ausgelassene Stabilisationseinheit oder ein ungeplanter Ruhetag sind normalerweise kein Problem.

Wenn aus kleinen Abweichungen jedoch eine dauerhafte Gewohnheit wird, entsteht über Monate und Jahre ein großer Unterschied.

Beispiele:

  • fünf Minuten weniger Aufwärmen bei fast jeder Einheit
  • regelmäßiges Weglassen des Auslaufens
  • Krafttraining nur dann, wenn gerade Zeit übrig ist
  • jede lockere Einheit etwas zu schnell absolvieren
  • Verpflegung bei langen Einheiten nie gezielt üben
  • Beweglichkeits- und Stabilitätsarbeit ständig verschieben
  • Schlaf dauerhaft dem Training unterordnen

Jede einzelne Entscheidung wirkt unbedeutend.

In der Summe prägt sie jedoch die sportliche Entwicklung.

Beständigkeit ist wichtiger als perfekte Einzelwochen

Viele Athleten trainieren in einzelnen Wochen hervorragend.

Sie schaffen hohe Umfänge, absolvieren harte Intervalle und sind vollkommen motiviert.

Danach folgen jedoch:

  • Erschöpfung
  • Beschwerden
  • beruflicher Stress
  • Trainingsausfälle
  • Motivationsprobleme

Eine außergewöhnliche Woche ist weniger wertvoll als viele solide Wochen hintereinander.

Langfristige Entwicklung entsteht durch:

  • Regelmäßigkeit
  • vernünftige Belastungssteigerung
  • passende Erholung
  • stabile Routinen
  • Geduld

Ein guter Trainingsplan muss deshalb nicht nur für eine Woche funktionieren.

Er muss über Monate in das echte Leben passen.

persönlicher Trainingsplan

Konsequenz bedeutet, den Zweck der Einheit einzuhalten

Eine Einheit ist nicht allein deshalb gut, weil sie vollständig absolviert wurde.

Entscheidend ist, ob sie ihren Zweck erfüllt hat.

Eine lockere Einheit soll Erholung ermöglichen und die aerobe Grundlage entwickeln. Wird sie jedes Mal zu schnell, fehlt möglicherweise die Frische für das nächste Qualitätstraining.

Eine harte Einheit soll einen klaren Reiz setzen. Wird sie aus Bequemlichkeit regelmäßig zu locker absolviert, bleibt der gewünschte Effekt aus.

Konsequenz bedeutet daher:

  • locker zu trainieren, wenn locker vorgesehen ist
  • hart zu trainieren, wenn ein harter Reiz geplant ist
  • aufzuhören, wenn der Körper deutliche Warnzeichen sendet
  • die Einheit nicht spontan nach Stimmung umzuschreiben
  • den Gesamtplan wichtiger zu nehmen als den Erfolg einer einzelnen Einheit

Nicht jede Einheit muss beeindruckend sein.

Sie muss zum gesamten Trainingsprozess passen.

Bennie Lindberg beim radfahren in Ironman Roth 1992

Auch Technik braucht Konsequenz

Viele Athleten wissen, dass ihre Technik verbessert werden könnte.

Trotzdem beschäftigen sie sich nur unregelmäßig damit.

Im Schwimmen wird lieber eine weitere lange Serie absolviert, statt grundlegende Bewegungen zu korrigieren.

Auf dem Rad wird neues Material gekauft, obwohl die Sitzposition nicht stabil gehalten werden kann.

Beim Laufen werden Umfänge erhöht, obwohl Kraft, Beweglichkeit oder Lauftechnik klare Schwächen zeigen.

Technische Verbesserungen entstehen selten durch eine einzelne Korrektur.

Sie brauchen:

  • Verständnis
  • langsame Wiederholungen
  • regelmäßige Rückmeldung
  • Geduld
  • viele saubere Bewegungen

Auch hier entscheidet nicht die spektakuläre Einzelmaßnahme.

Es entscheidet die konsequente Wiederholung.

Ernährung und Körpergewicht: Gewohnheiten zählen

Auch beim Körpergewicht bestimmen häufig kleine tägliche Gewohnheiten die langfristige Entwicklung.

Eine einzelne Praline macht niemanden übergewichtig.

Problematisch kann es werden, wenn kleine zusätzliche Mengen dauerhaft gegessen werden, ohne dass Hunger, Training oder Energiebedarf sie rechtfertigen.

Gleichzeitig ist auch eine kurzfristige radikale Diät selten die beste Lösung.

Sinnvoller sind konsequente Grundgewohnheiten:

  • überwiegend ausgewogene Lebensmittel
  • passende Portionsgrößen
  • ausreichend Eiweiß
  • Kohlenhydrate passend zur Trainingsbelastung
  • bewusster Umgang mit Snacks und Alkohol
  • regelmäßiges Essen statt ständiges Naschen
  • keine dauerhafte Unterversorgung

Körpergewicht verändert sich nicht immer mathematisch linear. Trotzdem gilt: Kleine Gewohnheiten können über lange Zeit eine große Wirkung entfalten.

Verletzungsprävention funktioniert nur regelmäßig

Viele Athleten beginnen mit Stabilisation, Mobilität oder Krafttraining erst dann, wenn bereits Beschwerden entstanden sind.

Dann wird einige Wochen intensiv gearbeitet. Sobald die Schmerzen verschwinden, verschwinden häufig auch die vorbeugenden Übungen.

Langfristige Verletzungsprävention funktioniert anders.

Sie besteht aus kleinen, regelmäßigen Maßnahmen:

  • Krafttraining
  • Stabilisation
  • Beweglichkeit
  • technischer Arbeit
  • sinnvoller Belastungssteigerung
  • ausreichender Erholung
  • frühzeitigem Reagieren auf Beschwerden

Unser Körper ist nur so belastbar wie sein schwächstes Glied.

Wir wissen nicht immer im Voraus, ob zuerst eine Sehne, ein Muskel, das Immunsystem oder die Motivation Probleme bereitet.

Deshalb sollte Prävention nicht nur an einer Stelle erfolgen. Sie muss Teil des normalen Trainings sein.

Interner Link: Die goldenen Coaching-Regeln im Triathlon

Konsequenz braucht Flexibilität

Ein konsequenter Athlet hält nicht zwanghaft an jedem Detail fest.

Er bleibt dem langfristigen Ziel treu und verändert den kurzfristigen Weg, wenn es notwendig ist.

Beispiele:

  • bei Krankheit pausieren
  • nach schlechtem Schlaf die Intensität reduzieren
  • bei Hitze Tempo und Leistung anpassen
  • nach einer Verletzung den Aufbau verlängern
  • bei beruflichem Stress den Umfang vorübergehend senken
  • ein unrealistisches Ziel neu definieren

Sturheit sagt:

Der Plan steht, also muss ich ihn um jeden Preis erfüllen.

Konsequenz sagt:

Ich halte an meinem langfristigen Ziel fest und treffe heute die Entscheidung, die mich gesund weiterbringt.

Das ist ein großer Unterschied.

Konsequenz heißt nicht Perfektion

Niemand trainiert über Jahre vollkommen fehlerfrei.

Es gibt:

  • Krankheiten
  • Familienpflichten
  • beruflichen Stress
  • schlechte Tage
  • Reisen
  • Verletzungen
  • Motivationsprobleme

Konsequenz bedeutet nicht, dass niemals etwas ausfällt.

Sie bedeutet, nach einer Unterbrechung wieder in den sinnvollen Rhythmus zurückzufinden.

Ein Athlet muss nicht perfekt sein.

Er muss über lange Zeit oft genug die richtigen Dinge tun.

Fazit: Viele kleine richtige Entscheidungen

Erfolg im Triathlon entsteht selten durch ein einzelnes Trainingslager, ein neues Fahrrad oder eine perfekte Woche.

Er entsteht durch viele kleine Entscheidungen:

  • regelmäßig trainieren
  • Belastung und Erholung abstimmen
  • technische Schwächen bearbeiten
  • Gesundheit ernst nehmen
  • Ernährung sinnvoll gestalten
  • den Alltag berücksichtigen
  • bei Rückschlägen weitermachen
  • langfristig geduldig bleiben

Konsequenz bedeutet nicht, immer mehr zu tun.

Sie bedeutet, das Richtige immer wieder zu tun.

Nicht Perfektion entscheidet.

Entscheidend ist, ob deine täglichen Entscheidungen über Monate und Jahre in die richtige Richtung führen.

Hau rein – aber mit System.

Der nächste Schritt

Du möchtest dein Training konsequent strukturieren, ohne Gesundheit, Alltag und Erholung aus den Augen zu verlieren?

Auf Ad Extremum findest du weitere Informationen zu meinem individuellen Triathlon Coaching und zur langfristigen Trainingsplanung.

Zum persönlichen Triathlon Coaching

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Was ist besser in Training? Rennrad oder Zeitfahrmaschine?

Rennrad oder Zeitfahrrad

Rennrad und oder Zeitfahrrad in Triathlon Training?

Es gibt viele Sachen die Profis machen und Amateure denken dann die müssen 1:1 dasselbe machen.  Jetzt sehe ich es oft (in sozial Media) bei Thema Rennrad oder Zeitfahrrad.

Eine Profi fährt etwa 15-20.000 km / Jahr und da kommt genug Kilometer auf der Zeitfahrhobel zusammen, das er oder sie sich einige entspannte Kilometer auf der Rennrad leisten kann.

In Training geht es nicht nur um Stoffwechsel, Sauerstoffaufnahme oder Muskelausdauer/Kraft. Ein sehr wichtiger Faktor ist Effizienz, oder Ökonomie.

Eine einzige Kurbelumdrehung muss von unserem Hirn erst optimiert werden! Welche Reinfolge ziehen sich die Muskelfasern zusammen wie viele Muskelfasern sind beteiligt? Wie ist der Übergang zu den nächsten Muskeln. Bremsen die sich gegenseitig oder entspannt sich der andere Muskel rechtzeitig. Wenn es NICHT der Fall ist kostet es uns unnötige Sauerstoff und Kalorien. Übung macht den Meister und erst wenn genug Wiederholungen (= Rad Kilometer) absolviert sind, kann unsere Hirn das optimieren!

Wenn jetzt z.B.- bei der Rennrad die Sattel 0,5-0,75 cm niedriger ist und senkrecht gemessen von der Sattelspitze in Relation zum Tretlager der 3-5 cm weiter nach hinten ist als bei der Zeitfahrmaschine, „feuern“ unsere Muskeln ganz anders!

Unökonomisches arbeiten ist übrigens auch der Grund warum eine Weltklasse Läufer NICHT  in einen Jahr einen Weltklasse Radfahrer werden kann! Die Zeit würde nicht ausreichen für unsere Hirn das zu optimieren, obwohl vielleicht die Ausdauer stimmt. Alle Golfspieler die später mit der Sport angefangen haben können das bestätigen! In einen Jahr ist zwar die Lernkurve steil, aber nach ein Jahr bist du noch meilenweit entfernt von jemand das es gut kann.

Also was tun?

Unbedingt anfangen mit einen klassischen Rennrad! So lernst du das Radfahren am besten und nach einen oder zwei Jahren kannst du dein Rennrad zu dein Winterrad/Rollenrad machen, mit oder ohne Aeroaufsatz.

Danach solltest du versuchen möglichst viele Kilometer in der Zeitfahrposition zu sammeln. Irgendwann hast du dann genug Kilometer und dein Hirn hat seine „Optimierungs“ Aufgabe gemacht und DANACH  es ist praktisch egal wie viele Kilometer oder wie du deine Kilometer sammelst du wirst wahrscheinlich relativ gesehen sehr schnell sein, nur du musst so viel in der Aeroposition fahren das dein Rücken es aushält und da dein Kraft in den Pedalen transportieren kannst!

Was man AUCH immer denken muss ist: Zeitfahrradfahren sollte man alleine! Wenn du mit andere Leute z.B. in eine Gruppe fahren möchtest dann solltest du ein Rennrad benützen oder auf Zeitfahrrad immer die Hände an den Bremsgriffe halten.

Und zum Letzt: Motivation ist ja auch eine Thema, wenn du einfach kein Lust hast Zeitfahrrad zu fahren ist es besser Rennrad zu fahren als nichts zu machen. Gilt auch für MTB, Gravelbike, Touringrad…usw.

Von alles diese Faktoren muss dann jeder für sich die passende Lösung finden, egal on nur Zeitfahrrad oder eine Mischung Zeitfahrrad und Rennrad oder Zeitfahrrad/MTB/RR oder Zeitzfahrrad/MTB/RR/Gravelbike oder Zeitzfahrrad/MTB/RR/Gravelbike/Crossrad oder Zeitzfahrrad/MTB/RR/Gravelbike/Crossrad/Spinning…tourenrad/Arbeitswegpendeln… oder, oder…

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Bennie Lindberg Wintertriathlon Inzell

Erste Langdistanz (Teil 6.)

Fit für die erste Langdistanz (Teil 6.)

Trainingsplan Februar

Nachdem Sie im Januar mit dem eigentlichen Training begonnen haben, sollten sich insbesondere beim Schwimmen die vielen Technikmeter der vergangenen Wochen mit einer verbesserten Wasserlage bemerkbar machen.

 Dank des mittlerweile wieder milden Winters können Sie die ersten längeren Radeinheiten auch auf ihrem Rennrad, Crosser oder Mountainbike absolvieren.

 Februar: Erhöhung der Umfänge auf sieben bis acht Trainingsstunden pro Woche

Laufen
1 x 1,75 Stunden locker nach Gefühl; nach der Hälfte 3 x 100 m Steigerungsläufe mit 60 s gehen, um der Monotonie entgegenzuwirken
1 x 1 Stunde progressiv: Tempo im Viertelstunden-Rhythmus von ruhig bis zügig steigern
1 x 0,5 Stunden zügig (nach dem Radtraining)

Krafttraining
Einmal wöchentlich: Wärmen Sie sich 10–15 Minuten mit verschiedenen Bauch- und Rückenübungen auf. Führen Sie die beschriebenen Krafttrainingsübungen dreimal mit jeweils zehn Wiederholungen bei 70 Prozent des Maximalgewichts aus. Halten Sie zwischen den Sätzen und Übungen eine Pause von mindestens 90 Sekunden ein.
Übungsübersicht

Schwimmen Einmal wöchentlich:
200 m beliebig einschwimmen
10 x 50 m kr : 25 m technische Übungen + 25 m kr locker + 30 s Pause
6 x 100 m kr + Pullbuoy + 30 s Pause
4 x 100 m kr zügig + 30 s Pause
100 beliebig (kein Kraul)
4 x 100 m kr beschleunigen (25 m ganz locker, 25 m locker, 25 m zügig, 25 m schnell) + 30 s Pause
Beliebig ausschwimmen

Skilanglauf oder MTB/Crossrad/Ergometer/Spinning
1 x 2–3 Stunden Skilanglauf
1 x 2–3 Stunden Radfahren ruhig mit hoher Trittfrequenz, gegen Ende 3 x 5 Minuten kraftintensiv (Trittfrequenz 80-85) + 3 Minuten locker Kurbeln
1 x 1 Stunde Spinning (wenn Zeit und Kraft vorhanden ist)

Bauch- und Rückengymnastik (Stabi)
2–3 x nach einer Trainingseinheit 5–10 Minuten

TEIL 5. <- -> TEIL 7.

Text: Bennie Lindberg, Triathlon Trainer, Triathlon Coach
Erschienen im:  Tritime Magazin

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Langlaufen in finnischen Lappland

Erste Langdistanz (Teil 5.)

Fit für die erste Langdistanz (Teil 5.)

Trainingsplan januar

Endlich, das disziplinspezifische Training kann beginnen. Neben den Empfehlungen für die kommenden drei Monate beantwortet Trainer Bennie Lindberg Fragen zu den Rahmenbedingungen und Veränderungen im Tagesablauf, die es in den kommenden Monaten zu berücksichtigen gilt.

 Dabei geht es weniger um Trainingsmethoden, Distanzen, Umfänge und Herzfrequenzen, sondern vielmehr um Ihre persönliche Work-Sport-Life-Balance, Zeitmanagement und optimale Vorgehensweisen.

Herr Lindberg, in der heutigen schnelllebigen Zeit bestimmen lange Arbeitstage, volle Terminkalender, Dienstreisen, E-Mails, die jederzeitige Erreichbarkeit über Smartphones sowie die Informationsflut des Internets und der Medien das Leben beruflich engagierter Menschen. Wie passt da die Planung einer Langdistanz hinein und welche Fehler dürfen Neueinsteiger auf der Langdistanz gar keinen Fall begehen?

Auch wenn ich davon überzeugt bin, dass erfahrene und gesunde Ausdauersportler, die ihrem Hobby bereits über mehrere Jahre nachgehen, bei ihrem ersten Triathlon-Wettkampf eine Langdistanz erfolgreich finishen werden, empfehle ich niemandem, ein Training von „0 auf 226“ zu planen. Insbesondere nach den emotionalen Berichten über Hawaii, Frankfurt oder Roth ist die Gefahr, das Projekt „Langdistanz“ übermotiviert und viel zu blauäugig anzugehen, sehr groß. Der Wettkampftag selbst ist die Belohnung für monatelanges Training und all seine Entbehrungen. Damit Sie Ihren Zieleinlauf auch richtig genießen können, ist es ratsam, eine Vorbereitungszeit von mindestens zwei Jahren einzuplanen. Der gesamte Organismus, das Herz-Kreislauf-System, Muskeln, Gelenke und Sehnen müssen sich langsam und kontinuierlich an die höheren Belastungen gewöhnen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Sie sich im Vorfeld gründlich von einem Sportarzt und Kardiologen untersuchen lassen. Schließlich geht es um die Königsdisziplin des Ausdauersports.

Geduld ist also angesagt!

Richtig. Auch wenn uns in den Medien häufig eine etwas zu heile Welt mit schlanken, immer gut aussehenden und erfolgreichen Menschen vorgegaukelt wird, die Softgetränke, fettes Essen und Süßigkeiten zuhauf verzehren, so wird doch schnell vergessen, dass dahinter jahrelanges Training und eine eiserne Disziplin steht. Gleiches gilt auch für die durchtrainierten Körper zahlreicher Triathleten. Viele Neueinsteiger wollen auch so aussehen und eifern diesem Ideal nach, indem sie in kürzester Zeit alles auf einmal wollen: Schnell abnehmen, einen muskulösen Körper mit Waschbrettbauch und passable Trainingsergebnisse. Es wird – nach dem Motto „viel hilft viel“ – auf Teufel komm raus trainiert und am Ende wundern sich viele, dass sie bereits nach wenigen Wochen in ein Loch fallen, sich im Übertraining befinden und die Motivation sich auf dem Nullpunkt befindet. Erschwerend hinzu kommt auch, dass viele die Auswirkungen auf das private Umfeld häufig außer Acht lassen.

Und die wären?

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass das Training, je nach Ambition, in den letzten beiden Monaten vor dem Wettkampf bis zu 15 Stunden wöchentlich oder auch mehr betragen kann. Jemand, der einen anspruchsvollen Job mit zehn Arbeitsstunden täglich innehat und bei dem außerdem noch Dienstreisen und Seminare im Terminkalender stehen, erreicht schnell seine zeitlichen und körperlichen Grenzen. Insbesondere dann, wenn der Athlet Vater oder Mutter einer Familie ist, die Pflege von Freundschaften oder weiteren Hobbys einmal außen vor gelassen. Nur wenn das ganze Umfeld hinter dem Projekt steht und über die möglichen Auswirkungen des vielfach unterschätzten Trainingsaufwandes informiert ist, wird es von dieser Seite aus auch keine Probleme geben. Ansonsten ist zusätzlicher Stress vorprogrammiert, der sich auf das Training, die Arbeit und die Beziehung auswirken kann.

Für viele Triathleten stellt das Schwimmen die größte Herausforderung dar. Sehen Sie das ebenso?

Eine gute Technik ist das A und O für eine stressfreie und erfolgreiche Auftaktdisziplin. Leider verwenden gerade die älteren Einsteiger viel zu wenig Zeit darauf, die Schwimmtechnik richtig zu erlernen oder zu verbessern. Die wenigsten Triathleten können genau erklären, wie ein perfekter Kraulstiel aussieht. In vielen Köpfen schwirren häufig illusorische Umfänge herum. Gepaart mit dem Irrglauben, durch harte Einheiten auch schneller zu werden, beginnt der Weg in die falsche Richtung. Die Gefahr, dass neben dem Angewöhnen einer falschen Technik auch langwierige Verletzungen im Schulter- und Oberkörperbereich auftreten können, wird ignoriert. Ähnlich ist es beim Laufen. Auch dort wird viel zu wenig Wert auf Abwechslung im Training gelegt. Lauf-ABC und Bahntraining ist häufig ein Fremdwort. Stattdessen laufen die Athleten im Einheitstrott lieber zwei Stunden lang durch den Wald.

Und was kann man Ihrer Meinung nach dagegen tun?

Bei der Vorbereitung auf eine Langdistanz treffen viele Dinge aufeinander: theoretisches Wissen, Erfahrungen und die persönliche Einstellung. Auch hängt einiges davon ab, ob jemand einfach nur das Ziel erreichen möchte oder eine bestimmte Zeit beziehungsweise Platzierung anstrebt. Man kann die im Ausdauersport so wichtigen Trainingserfahrungen selber sammeln, auswerten und in neue Strategien umsetzen oder einen externen Berater, sei es einen Personal Coach oder die erfahrenen Mitglieder eines Triathlonvereins, zurate ziehen. Voraussetzung ist jedoch, dass der Sportler hinsichtlich seines Trainings oder seiner grundsätzlichen Einstellung und Lebensweise nicht beratungsresistent ist und Vertrauen in die ihm vorgeschlagene Vorbereitungsphilosophie hat. Denn Vertrauen bedeutet auch Sicherheit für eine erfolgreiche Premiere.

Herr Lindberg, ich danke Ihnen für Ihre Ausführungen.

Trainingsplan

Nachdem durch die regelmäßigen Einheiten der letzten Wochen der erste Grundstein gelegt wurde, beginnt im Januar das eigentliche Training: Dabei bleibt das Krafttraining unverändert im Programm. Auch sollten sich die Schwimmtechnikübungen der vergangenen Monate mit einer verbesserten Wasserlage bemerkbar machen. Bewahren Sie jedoch Geduld, die richtige Technik erlernen Sie nicht von jetzt auf gleich. Neben dem Laufen, bei dem nicht nur die Umfänge erhöht werden, sondern auch eine deutlich längere Einheit zu absolvieren ist, beginnt auch das Radtraining. Triathleten, die aus Sorge vor Erkältungen lieber drinnen auf dem Ergometer trainieren, sollten allerspätestens im März auf ihrem Rennrad, Crosser oder Mountainbike die frische Frühlingsluft genießen.

Januar: Gemäßigte Erhöhung der Umfänge auf sechs bis sieben Trainingsstunden pro Woche

Laufen
1 x 1,5 Stunden locker nach Gefühl
1 x 1 Stunde progressiv: Tempo im Viertelstunden-Rhythmus von ruhig bis zügig steigern
1 x 0,5 Stunden locker (nach dem Radtraining)

Krafttraining
Einmal wöchentlich: Wärmen Sie sich 10–15 Minuten mit verschiedenen Bauch- und Rückenübungen auf (siehe TRITIME 2/2011, Seite 110 f.). Führen Sie die beschriebenen Krafttrainingsübungen (siehe TRITIME 4/2011, Seite 97) dreimal mit jeweils zehn Wiederholungen bei 70 Prozent des Maximalgewichts aus. Halten Sie zwischen den Sätzen und Übungen eine Pause von mindestens 90 Sekunden ein.

Schwimmen
Einmal wöchentlich:
200 m beliebig einschwimmen
10 x 50 m kr (Kraulen): 25 m technische Übungen + 25 m kr locker + 30 s (Sekunden) Pause
4 x 100 m kr + Pullbuoy + 45 s Pause
2 x 3 x 100 m kr (2 x (100 locker, 100 zügig, 100 schnell) + 45 s Pause (nach 100 m)
Beliebig ausschwimmen

Skilanglauf oder MTB/Crossrad/Ergometer/Spinning
1 x 1–2 Stunden Skilanglauf
1 x 1–2 Stunden Radfahren ruhig mit hoher Trittfrequenz

Bauch- und Rückengymnastik (Stabi)
2–3 x nach einer Trainingseinheit 5–10 Minuten

TEIL 4. <- -> TEIL 6.

Text: Bennie Lindberg, Triathlon Trainer, Triathlon Coach
Erschienen im:  Tritime Magazin

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Ist Laufbandtraining immer Sinnvoll?

Laufband

Sinnvoll oder überflüssig?

Trainingspartner Laufband

Laufen ist denkbar einfach: Schuhe, Hose, Shirt, und los geht’s! Laufen ist überall und zu jeder Uhrzeit möglich, egal bei welchem Wetter! Warum um Himmels Willen sollten Outdoorsportler auf einem Laufband trainieren? 

Laufbandtraining ist praktisch: Wenn Sie beispielsweise in einer fremden, laufunfreundlichen Gegend unterwegs sind und wenig Zeit für die Erkundung einer geeigneten Laufstrecke haben, können Sie schnell und effektiv auf einem Laufband trainieren. Vorausgesetzt, das Hotel hat ein entsprechend ausgestattetes Fitnesscenter oder in der Nähe befindet sich ein Studio. 

Laufbandtraining ist leicht zu kontrollieren: Sie alle kennen das, fünf Minuten pro Kilometer bei 18 Grad Celsius Sonnenschein laufen sich einfach anders als bei Schneeregen und Null Grad Celsius. Wenn Sie zwölf Kilometer pro Stunden laufen sollen, stellen Sie das Laufband auf 12 km/h ein und müssen sich nicht um die Einhaltung der Geschwindigkeit kümmern. Stattdessen können Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren, das Laufen! Ob Laufbandtraining jetzt langweilig ist oder nicht, das ist eine sehr individuelle Geschmacksache, wenn es jedoch abwechslungsreich gestaltet ist, kann es – Kollege Brett Sutton ist ein gutes Beispiel – aber auch sehr erfolgreich als Trainingsmittel in das tagtägliche Training integriert werden. 

Einige Mathematiker und Ingenieure unter den Triathleten fachsimpeln sogar darüber, wie das Laufband bei einem 5er-Schnitt idealerweise einzustellen ist, um nicht nur den fehlenden Luftwiderstand, sondern auch den Unterschied zwischen „vom Boden nach vorne abstoßen“ und „das Laufband läuft unter einem weg“ zu kompensieren.

Ist Laufbandtraining immer Sinnvoll?

Vor- und Nachteile
Laufbandtraining ist eher etwas für Athleten, die wissen, wie ihr Training aufgebaut ist. Für intuitiv trainierende Athleten ist es meiner Meinung nach eher schlechter geeignet. Das Training ist jedoch definitiv schonender: Der Untergrund ist gefedert, es gibt keine Unebenheiten, Tempo und Neigung sind auf Knopfdruck regulierbar, sodass ein sehr gezieltes und effektives Training bei gleichbleibenden „Außenbedingungen“ möglich ist. Ein guter Ventilator sorgt dafür, dass der Körper nicht überhitzt und der Puls nicht unnötig ansteigt. Allerdings kann man sich dieses Phänomen aber auch zum Vorteil machen, um Wettkämpfe im heißen Klima zu simulieren. Darüber hinaus bieten moderne Laufbänder auch schon technische Hilfestellungen hinsichtlich Schrittlänge, Schrittfrequenz und Bodenkontaktzeiten an.

Das Laufen auf dem Band ist allerdings nicht mit dem Training in der freien Natur vergleichbar. Laufbandtraining kann – ebenso wie 2.000 Meter Dauerschwimmen im Hallenbad oder eine halbe Stunde auf der Rolle/Ergometer – sehr monoton sein. Trittsicherheit, Kurvenlaufen, abbremsen und beschleunigen auf unterschiedlichem Untergrund wie beim Waldlauf gibt es nicht. Und trotzdem lauert auf dem Laufband auch die Verletzungsgefahr, wenn die persönlichen Grenzen übereifrig überschritten werden. Unterschätzt wird häufig auch das Risiko einer schnelleren Dehydrierung.

Regenerativer Lauf | Langer Dauerlauf
Ein langer Lauf mit wenig Tempowechseln ist mit dem regenerativen Lauf die langweiligste Trainingseinheit, die man auf einem Laufband absolvieren kann. Beide Laufvarianten sollten Spaß machen, Körper und Geist Energie verleihen: das geschieht – aus meiner ganz persönlichen Sicht – definitiv nicht auf dem Laufband, sondern am besten draußen in einer schönen Umgebung. Viele nutzen jedoch diese Einheiten – insbesondere bei schlechtem Wetter – zum meditieren und abschalten. Schließlich können für ein zielgerichtetes Training Länge, Dauer und Tempo sehr einfach eingestellt werden.

Wertung: *

Schwellentraining
Wenn Sie Ihre anaerobe Schwelle und diese weiter „verschieben“ möchten, bietet sich das Laufband dank seiner präzisen Steuerung des Tempos als idealer Trainingspartner an. Durch Variationen im Schwellenbereich können Sie die Einheit auch ziemlich kurzweilig gestalten. Ein typisches Programm für einen Langdistanzler mit einer beim Laufen „definierten“ anaeroben Schwelle von 12 km/h könnte wie folgt aussehen:

Laufbandgeschwindigkeit: 12 km/h
5 Minuten bei 1 % Steigung
5 Minuten bei 2 % Steigung
5 Minuten bei 3 % Steigung
5 Minuten bei 4 % Steigung
5 Minuten bei 3 % Steigung
5 Minuten bei 2 % Steigung
5 Minuten bei 1 % Steigung

Wertung **

Crescendo Läufe
Crescendo Läufe bieten sich an, sich vom aeroben Grundlagentempo „schrittweise“ bis zur anaeroben Schwelle hochzuarbeiten. Tempo und Dauer lassen sich perfekt einstellen und steuern:

10 Minuten bei 9 km/h
10 Minuten bei 10 km/h
10 Minuten bei 11 km/h
10 Minuten bei 12 km/h
10 Minuten bei 13 km/h
10 Minuten bei 14 km/h

Wertung: **

Intervalltraining | Fahrtspiel
Wie auf der 400-Meter-Bahn eignet sich das Laufband auch sehr gut für Intervalltraining, denn das Band stellt ein gleichmäßiges Tempo sicher und hilft somit dem (auf der Bahn) zu angespannt laufenden Athleten, das Tempo zu halten. Umgekehrt kann bei zu viel Laufbandtraining das Gefühl für die Geschwindigkeit verloren gehen. Wenn Sie jedoch viele Intervalle laufen möchten, beispielsweise 20 x 200 Meter mit jeweils 100 Meter Trabpause, so wird ewige das hoch und runter regulieren der Laufbandgeschwindigkeit nervig. Von daher eignen sich besser etwas längere Intervalle ab 400 Meter.

Wertung: **

Bergtraining
Da nicht alle Triathleten einen passenden Hausberg vor der Tür haben, kann das Laufband auch für ein effektives Bergtraining in der Ebene herhalten. Beim Bergtraining in der freien Natur werden Sportler häufig damit konfrontiert, dass sie bei gleichbleibendem Puls/ Anstrengung immer langsamer werden. Auf dem Laufband kann dieses Problem nicht auftreten, wenn Tempo und Neigung so eingestellt sind, dass Dauer und Intensität mit dem Trainingsziel übereinstimmen. Ob Sie letztendlich einen Berglauf mit konstantem Tempo und Neigung, ein Crescendo Lauf oder ein Intervalltraining mit Steigungen machen, alles ist möglich und sorgt für sehr viel Abwechslung und Spaß.

Wertung: ***

High Intensity Interval Training (HIIT)
HIIT eignet sich hervorragend für das Laufband, denn das auf der Bahn oder im Gelände „störende“ und auch verletzungsanfällige Abbremsen – insbesondere bei sehr kurzen Intervallen – entfällt durch das geschickte Hochspringen und Abstützen auf dem Laufbandgeländer. Das Laufband läuft weiter und Sie müssen lediglich beim wieder Draufspringen und Anlaufen aufpassen, nicht zu stolpern. Auch wenn einige Laufbänder nur Geschwindigkeiten bis 20 km/h unterstützen, kann durch eine höhere Neigung die Intensität erhöht werden. Abhängig vom persönlichem Leistungsniveau eignet sich folgende Intervall:

Laufbandgeschwindigkeit: 18 km/h
Steigung: 2 %
40 Sekunden | 20 Sekunden Pause
6-10 Wiederholungen

Wertung:***

Wechseltraining
Auch wenn es auf den ersten Blick irrsinnig klingt, die Kombinationsmöglichkeiten eines Wechseltrainings mit Einbindung eines Laufbands sind nahezu grenzenlos und sehr zeiteffektiv. Beispielsweise kann das Laufen als lockere Erholung zwischen harten Ergometer-Einheiten eingebaut, mit anderen Indoor-Aktivitäten gekoppelt oder als Haupteinheit genutzt werden, bei denen lockeres Kurbeln auf dem Ergometer Erholung bietet. Meine Lieblingseinheit im Frühjahr ist folgende:

3-4 x (10 Minuten locker auf dem Ergometer mit einer Trittfrequenz von 90-95, danach 10 mal 30 Sekunden schnelles Laufen auf dem Laufband und von Intervall zu Intervall schneller laufen – das erste Intervall dient dem Aufwärmen. Zwischen den Laufintervallen eine Stehpause von 30 Sekunden einbauen)

Wertung:***

Fazit
Ein sehr kluger Trainer hat mir einmal gesagt: „So lange ein Meter noch ein Meter ist und eine Sekunde noch eine Sekunde ist, bleibt Coaching einfach. Nirgendwo kann man das besser kontrollieren als auf dem Laufband!“

Bevor Sie mit das Laufband in Ihr Training einbauen, sollten Sie sich darüber im klaren sein, was Sie damit Einheit erreichen möchten. Eine 1:1-Übertragung des geplanten Outdoortrainings auf das Laufband ist sicherlich möglich, aber Sie sollten – auch gemeinsam mit Ihrem Trainer – darüber nachdenken, die Vorteile des Laufbandtrainings gezielt für Ihre Leistungsverbesserung einzusetzen. Denn nicht ohne Grund haben sehr viele Topläufer und Triathleten im Keller ein eigenes Laufband stehen.

Keep on Running!

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Bericht Tritime Übertraining

Immer schneller, höher …

Immer schneller, höher, weiter… in das Übertraining hinein!

Das wichtigste was ein  Triathlon Trainer  zu tun hat ist die Abstimmung von Belastung und Entlastung! Hier ein Text über Übertraining das ich für Tritime geschrieben habe! Viel vergnügen beim lesen:

Die größte Herausforderung eines Coaches im Triathlontraining ist nicht – wie viele vermuten werden – die Zusammenstellung eines Trainingsplans, sondern vielmehr die Planung und Ausrichtung der einzelnen Trainingseinheiten an das Leistungsniveau und die beruflichen, privaten und zeitlichen Rahmenbedingungen eines jeden einzelnen Athleten. Vieles hängt auch davon ab, ob der Sportler sich die Zeit nimmt, über einen Zeitraum von mehreren jahren seine Form langsam aufzubauen.

Motivation und Ehrgeitz sind im diesen Zusammenhang Fluch und Segen zugleich. denn sie sind einerseits die Basis für die „Fleißarbeit“ Training, anderseits der mögliche Beginn der Spirale Übertraining.

Übertraining bedeutet zu hohe Umfänge und/oder Intensitäten bei gleichzeitig vernachlässigte Regeneration. Kommt der (vor) belastete Körper nicht mehr zur Ruhe und kann sich vom training nicht mehr erholen, lässt der gewünschte Effekt nach und Leistungseinbrüche sind die Folge.

Weiterlesen kannst du den Artikel im PDF Format wenn Du den Link unten folgst!

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kURZFLOSSEN UND pULLBUOY ALS tRAININGSHILFMITTEL

Spaß und Abwechslung

Hier für die Teildisziplinen jeweils eine kurzweilige Trainingseinheiten die im Winter Sinn machen!

Die Tage werden wieder länger und vor wir es denken können fahren wir wieder kurz-kurz Rad! Im Januar lässt aber langsam der erste Begeisterung und Motivationsschub was der Jahrespause uns beschert hat nach und die ersten wärmenden Sonnenstrahlen lassen noch auf sich warten!

Hier für die Teildisziplinen jeweils eine kurzweilige Trainingseinheiten die JETZT Sinn machen!

Schwimmen

Unbedingt jetzt Lagen mit Flossen schwimmen! Ob du jetzt kurze oder lange Flossen verwendest ->WURSCHT. Lerne erst Delfin Beinschlag, das kannst du optimal mit Brust-Armzug kombinieren. Dann Delfin schwimmen und denk daran dein Kopf steuert die Bewegung von dein Körper also gleich nach atmen Kinn wieder Richtung Brust drücken und diese schöne Delfin Bewegung entsteht fast von alleine. Pro Armzug immer zwei Mal Delfin-Beine machen. Im Lagen ist die Reinfolge (Del-Rü-Br-Kr) aber du kannst genauso gut „Negal“ schwimmen (Kr-Br-Rü-Del) beim Brustschwimmen machst du mit Flossen am besten Delfin Beinschlag auch hier 2 Mal Beine pro ein Mal Arme. Durch die Flossen gelingen Lagen zu schwimmen nach etwas Übung relativ schnell da die Flossen einiges auf Speed und dadurch Sicherheit im Wasser geben. Versuche dann ein bisschen zu fühlen wie kann ich alles schmeidiger machen, oder wie kann ich das Wasserwiederstand minimieren? Vielleicht „schleift“ noch ein Körperteil im Wasser? Mit 10 x 100 lagen oder 10 x 200 Lagen als (Teil?) Inhalt in ein Training entsteht ein SUPER Workout! Nicht nur Kondition und Kraft wird geübt du entwickelst auch Koordinative Fähigkeiten und lernst das Wasser anders wahrzunehmen!

Radfahren

Die meisten Triathleten haben noch im Garage oder Keller alte Laufradsätze stehen. Was wir jetzt brauchen ist nur das Hinterrad. Durch ein gezielte Schweiß Punkt am Freilaufkörper können wir diese Laufrad „starr“ machen, wie bei ein Singlespeed Fahrrad! (Leider können wir diese Laufrad dann nicht mehr „normal“ nützen aber in Ebay habe ich jetzt viele Laufräder inkl. Kassette für unter 50 € gesehen also die Investition hält sich im Grenzen!).

Wähle dann eine relativ kleine Übersetzung (im Relation zum Fitness) und benütze die Schaltung während das ganze Training NICHT. Trittfrequenzen zwischen 100 und 130 sind durchaus erwünscht und bei allen Jugendlichen und Anfänger meine heißeste Empfehlung!

Mit leicht Profilierten Reifen, Schutzbleche und gute Winterklamotten – DER KLASSIKER unter den Radfahrern!

 

Laufen:

Immer nur Grundlagen im Winter zu laufen macht nicht immer Spaß und ist auch nicht immer die Beste Training wenn es nur „Lang und Locker“ ist! Um das Ganze auf-zu-pimpen, um an den Lauftechnik zu arbeiten und um gezielt die Laufmuskulatur zu stärken könntest du Laktatfreie Bergsprints in dein Programm einbauen.

Wichtig wäre hier das die Sprints unter 10 Sek. lang sind und das der Berg nicht so steil ist das du dein Lauftechnik ändern musst! Nach jeder Sprint solltest du dich vollständig erholen z.B. erst 30s gehen dann 5-10 Min. ganz locker traben vor die nächste Wiederholung. Gesamtlänge bis zu 90´ wäre OK wenn es zu lang wird werden die Muskeln so müde das ein maximales laufen nicht mehr möglich ist! Es hört sich nicht so hart an aber es belastet die Muskulatur ordentlich.

JETZT in Januar und Februar passen diese Einheiten in jeder Leistungsklasse rein und bereitet den Körper gut an das umfangreiche und harte Frühjahrstraining vor!

Hau rein!!!

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Stimmungsbilder Triathlon Langdistanz

Erste Langdistanz (Teil 4.)

Fit für die erste Langdistanz (Teil 4.)

In der Ruhe liegt die Kraft, Trainingsplan: Dezember

Noch können Sie Ihr Training relativ gelassen und ohne einen detaillierten Plan angehen. Wichtig ist allerdings, ein Trainingstagebuch zu führen, um am Ende zu kontrollieren, ob Sie auch alle geplanten Umfänge absolviert haben.

Nachdem Sie in den vergangenen Wochen nach der Saisonpause gut regeneriert und mit neuer Motivation ganz langsam wieder ins Training eingestiegen sind, können Sie bis zum Jahreswechsel Ihre Umfänge auf fünf Trainingsstunden pro Woche erhöhen, sodass Sie sogar eine erste Entlastungswoche von drei Stunden einplanen können.

Laufen
zwei- bis dreimal wöchentlich: 45–60 Minuten locker nach Tagesform.

Krafttraining (Teil 2)
einmal wöchentlich: Wärmen Sie sich 10–15 Minuten auf dem Laufband, Ergometer oder Rudergerät auf. Führen Sie die danach die Krafttrainingsübungen dreimal mit jeweils zehn Wiederholungen bei 70 Prozent des Maximalgewichts aus. Halten Sie zwischen den Sätzen und Übungen eine Pause von mindestens 90 Sekunden ein.

Schwimmen (Teil 3)
ein- bis zweimal wöchentlich: Legen Sie weiterhin den Schwerpunkt auf die Verbesserung Ihrer Schwimmtechnik.

Das Ausdauertraining selbst beginnt im Januar.

Teil 3 <-> Teil 5

Text: Bennie Lindberg, Triathlon Trainer, Triathlon Coach
Erschienen im. Tritime Magazin

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