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Empfehlung von der triathlon Trainer Bennie Lindberg

Erfolgsfaktoren

Sieben wichtige Faktoren führen zum Erfolg in Triathlon!

Empfehlung von der triathlon Trainer Bennie Lindberg

Wenn ein neuer Athlet zu mir kommt müssen wir in der Regel erst durch die „Basics“ gehen. Es ist ziemlich egal von welcher Sportart (Triathlon; Laufen, Radfahren, Schwimmen, Biken…) der Athlet kommt. Als Trainer muss ich immer erst schauen das die wichtigen Faktoren stimmen. Hier meine Liste von den sieben wichtigsten Punkten:

Ziel

Diese Punkt ist in der Regel den meisten Athleten klar! Ohne ein Ziel gibt es keine Reise. Wenn du nicht weißt wohin du gehen möchtest kannst du nie ankommen!

Plan

Ein Ziel nützt wenig wenn du nicht ein Plan hast, wie du dieses Ziel erreichen kannst. Ich bin oft erschüttert wie wenig Planung die meisten Athleten haben. Sehr viele Athleten lassen sich ähnlich wie die Quallen von Strömungen und Trends sich leiten lassen ohne wirklich bewusst in eine bestimmte Richtung zu schwimmen. Der Plan muss nicht kompliziert sein aber ein bisschen mehr als nach Wetter sowie Lust und Laune zu trainieren sollte es schon sein.

Struktur

Das schwierigste in Training ist ganz klar die Erholung zu planen. Training ist sehr einfach! Wenn du „nur“ viel trainieren musst um gut zu werden würden sehr viele Athleten um den Sieg kämpfen. Aber nur Training ohne Erholung macht dich Schwach. Training ohne genug Erholung macht dich nicht so stark wie du eventuell sein könntest. Nur wenn Training und Erholung als Mischung stimmt erreichst du dein Leistungspotential. Natürlich ist zu viel Erholung etwa gleich schlecht wie zu viel Training. Um alles zu planen brauchst du eine Struktur. Harte Tage, ruhige Tage, harte Wochen und ruhigere Wochen und am Ende des Jahres sogar ein oder zwei ruhigere Monate.

Disziplin

Ausdauer ist ein Eigenschaft der sich langsam entwickelt, aber gleichzeitig ist Ausdauer ein Eigenschaft der sich sehr gut trainieren lässt. Wenn wir am Anfang zu viel möchten werden wir unser Leistungspotential nie erreichen. Wir trainieren uns einfach „langsam“ oder werden von Verletzungen ausgebremst. Langsam „step by step“ aber immer vorwärts, immer mehr, und immer im Einklang mit der Körper, und das über mehrere Jahre macht Ausdauersport hart. Erst geht es darum Geduld zu haben. Den Körper Zeit zu geben sich anzupassen. Jahre später geht es darum den inneren Schweinehund immer wieder zu überlisten. Egal was für Wetter, egal was passiert, das Training wird durchgezogen. Das erfordert Disziplin, und wenn jemand sagt das habe ich nicht sage ich: Disziplin ist nicht etwas was man hat oder nicht! Disziplin ist etwas was man macht!

Umfeld optimieren

Ausdauertraining erfordert viel Zeit! Auf Top Niveau irgendwo zwischen 15 und 40 Std. pro Woche, etwas davon abhängig welche Sportart man macht. Auch in Hobbybereich sind wir schnell bei 5-15 Std. pro Woche angekommen. Das erfordert viel Organisationstalent und Kompromissbereitschaft. Auch wenn Ausdauersport fast immer Individualsport ist, ohne eine gut geschmierte Supportmaschine wird es früher oder später Schwierigkeiten geben. Jeder ist hier anders, aber jeder der es möchte und auch bereit ist Kompromisse einzugehen kann ein für sich funktionierende Umfeld aufbauen.

Investiere in Training

Viele Athleten schätzen den Aufwand für ein bestimmtes Ziel zu trainieren richtig ein und haben auch dafür ein Budget auf die Seite gestellt. In Grunde wird in erster Linie an den Wettkampf gedacht. Anreise, Unterkunft und Wettkampfausrüstung sind so die ersten Sachen die einfällt. In Wettkampfausrüstung zu investieren ist während den ersten Anfangsjahren in Ausdauersport fast immer verschwendetes Geld. Klar es macht Spaß und so gesehen kann es ja gerechtfertigt sein, aber deutlich schneller macht es dich nicht. Um Triathlon als Beispiel zu nehmen: Wenn du Top ausgestattet an der Start gehen möchtest kannst du locker mit € 10-15.000 rechnen. Insgesamt etwa € 1000 für Schwimmen und Neopren, € 300 für WK Laufschuhe, € 500 für WK Klamotten, etwa € 500-1000 für Pulsmesser und andere Messinstrumente,  etwa € 8.000 für Fahrrad und Fahrradausrüstung (Fahrrad, Aerohelm, Radschuhe, WK-Laufräder, Wattsystem). Wenn du an 5-10 Jahre altes Material zurückgreifst, nicht den teuersten Neo kaufst und preiswerte Laufschuhe und Klamotten kaufst, kann es sein das du nicht Mal € 3.000,- ausgeben musst ohne im Wettkampf ein nennenswerten Nachteil zu haben.
Das gesparte Geld kannst du dann in Trainingsausrüstung und Training investieren. Wenn du dann 364 Tage im Jahr besser und cleverer trainieren kannst, machst es dich mit Sicherheit besser als das beste Material.
Wenn du dann irgendwann gut genug bist macht auch gutes Material Sinn. Aber gutes Material alleine hat noch nie jemand schnell gemacht!

Keep it simple

Ich bekomme oft fantastische Grafiken zu sehen. Pulskurven hier, Wattkurven dort, Geschwindigkeiten, prozentuelle Verteilungen, Wochen Zusammenfassungen, grüne Linien, blaue gepunktete Linien, Balken hier Balken dort.
Wenn alles zu kompliziert ist verlieren wir sehr schnell einfach den Überblick und wissen nicht mehr was wir machen sollen.
Wenn du diese Woche so trainierst, nächste Woche ein bisschen lockerer aber mehr und in der dritten Woche wieder anders weißt du sehr schnell nicht mehr was du wirklich trainierst und was du für Reizte dein Körper gibt. Es dauert immer 3-6 Wochen vor der Körper sich an einen neuen Reitz sich anpassen kann. Je einfacher das Training aufgebaut ist je einfacher ist es zu kontrollieren. Je komplizierter dein Training ist je größer ist die Gefahr dass du nur „Etwas“ trainierst aber nicht genau weißt was das ist!
Schließlich musst du immer wissen: Wenn ich eine Stunde zusätzlich in Training investiere, was bringt mir am meisten? Darum ist es sinnvoll es so einfach zu halten das du es selber auch vergleichen und messen kannst

Der wichtigste Regel aber heißt aber immer noch: Kein Fleiß, kein Preis – ganz einfach!

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Triathlon-Training und Triathlon Trainingspläne

Krafttraining für Langdistanz?

Viel Trainieren oder Clever Trainieren?

Kommentar: Diesen Blogeintrag habe ich in 2018 geschrieben! Es war also genau wenn „der norwegische Speed-Train“ angefangen hat zu beschleunigen! Mittlerweile weiß man ja schon einiges über das Training von Ideen und Blummenfelt,  es gehört ja so zu sagen zum skandinavischen Tradition ziemlich offen darüber zu sprechen wie man trainiert und wie viel. Sie trainieren viel (Jahresdurchschnitt inkl. Ruhe- und Übergangs-Perioden knapp 30 Stunden) und sie machen (außer es gibt definierte muskuläre Defizite) kein Krafttraining! Zwischen Kurz und Langdistanz haben die beiden den letzten zwei Jahren praktisch alles abgeräumt.


Mitte der 90er Jahre hatte ich die große Ehre und das Vergnügen Peter Snell bei einem Coaching-Seminar in Finnland zu erleben. Damals war Snell schon ein älterer Gentleman mit grauem Haar und ein paar zusätzlichen Kilo auf den Rippen, als noch zu Zeiten seiner aktiven Karriere. Augenscheinlich also nicht sofort als Olympia-Goldmedaillen-Gewinner zu erkennen (1960 auf 800m in 1.46!!!!!).

Aber bei genauerem Hinsehen erkannte man sofort, dass dieser Herr Herausragendes geleistet hatte. Es ist schwer zu schildern was genau es war, aber er besaß eine Aura von „ich weiß was ich kann und ich weiß was ich erreicht habe und dementsprechend muss ich auch keinem mehr etwas beweisen“. Eine Ausstrahlung und Selbstsicherheit die alle herausragenden Sportler gemeinsam haben.

In seiner Vorlesung schilderte er, wie er unter Arthur Lydiard trainierte und wie er später als Mediziner herauszufinden versuchte, warum diese Trainingsmethodik bei ihm und den anderen so gut funktioniert hatte. Was war es also?

Wie Sie vielleicht schon wissen, gibt es verschiedene Arten von Muskelfasern. Es gibt schnell kontrahierende Muskelfasern die auch als weiße Muskelfasern bezeichnet werden, und es gibt langsam kontrahierende Muskelfasern die als rote Muskelfasern bezeichnet werden. Des Weiteren gibt es noch einen Rest von Muskelfasern, die sich durch entsprechendes Training anpassen, entweder zu langsame oder schnell kontrahierende Muskelfasern werden.

Die Verteilung der verschiedenen Muskelfasern ist individuell und kann nicht von uns beeinflusst werden. Das ist auch der Grund warum einige das Talent besitzen schnell zu laufen, da sie zu einem größeren Teil auf schnell kontrahierende Muskelfasern zurückgreifen, aber andere dafür das Talent besitzen lang und etwas langsamer zu laufen. Diesbezüglich ist der 800 Meter Lauf eine sehr interessante Laufstrecke, da hierbei eine hohe Anforderung an die Geschwindigkeit, aber auch an die Ausdauer des Läufers gestellt wird. Man sagt das der 800m Lauf der Distanz ist wo der Energiebereitstellung zu 50% anaerob ist und zu 50% aerob. Dementsprechend gibt es im Training verschiedene Möglichkeiten sich dieser 800 Meter Distanz anzunähern. Entweder über Geschwindigkeit, wo selten Umfänge über 60-70 km in der Woche gelaufen werden, oder dann über Ausdauer, wie Lydiard und Peter Snell es getan haben, mit sehr hohen Umfängen. Peter Snell hat damals zusammen mit den Marathonläufern von Lydiard trainiert und regelmäßig Wochen Umfänge von über 160 km absolviert.  Bei einem solchen Training, fand Snell damals in seinen Untersuchungen heraus, in dem der Athlet so viel läuft, trainiert er effektiv sämtliche Muskelfasern, sowohl die langsamen als erstaunlicherweise auch die schnellen.

Snell erzählte: „Damals, wenn ich in einer Trainingseinheit  32 km gelaufen bin, „locker“ mit 3:20-3.40 min/km, ließ mein Körper erst die langsamen Muskelfasern arbeiten, da sie für eine solches Training ausgelegt sind. Nach einer Weile aber, etwa nach 20-25 km, begannen die langsamen Muskelfasern zu erschöpfen  und der gespeicherte Energie war verwendet, die schnellen Muskelfasern aber, die bis dahin vom Körper geschont und nicht zur Arbeit hinzugezogen wurden, waren dementsprechend noch einsatzbereit und wurden vom Körper nun zusätzlich aktiviert.“ (Die letzten 8 Wochen vor den Hauptwettkampf stand dann zwei Mal wöchentlich harte 200 Meter Intervalle im Plan, und der Vorbereitung für diese letzten harten 8 Wochen geschah mit verschiedene Formen von Berg oder Sanddünen Training)

Fazit: Wenn ein Athlet nun also sehr umfangreich trainiert, kann er letztendlich sowohl die langsamen als auch die schnell kontrahierende Muskelfasern trainieren.

Meiner Erfahrung nach funktioniert diese Methodik bei Triathleten ab einem Umfang von etwa 30 Stunden Training pro Woche. Und dann können auch diese Athleten erstaunliche Leistungen auf sowohl kürzere Strecken wie auch am langen Strecken vollbringen. Wenn du also sehr viel trainieren kannst brauchst du nicht unbedingt Krafttraining!

Es gibt aber eine andere Seite. Wer von uns kann regelmäßig über 30 Std. in der Woche trainieren? Und sich davon noch regenerieren

Die weltbesten Marathonläufer trainieren selten oder nie mehr als 15 maximal 20 Std. in der Woche (200-230 km/Woche) und niemand würde sagen sie haben eine schlechte Ausdauer.

Also auch für Triathleten kann diese, relativ gesehen „niedrige“ Menge Training sehr, sehr weit führen (=in der Nähe von 8 Stunden auf der Langdistanz). Es erfordert nur Talent, Krafttraining und die richtige Mischung aus verschiedene Intensitäten. In meiner Meinung gehört dazu also ganz essenziell: Clever eingesetzte Krafttraining! Dadurch bekommen die Muskeln auch den benötigen Reitz da „nur“ 15-20 Std. VERTEILT auf Schwimmen, Radfahren und Laufen nicht ausreicht um muskulär ein Langdistanz im schnellen Tempo durchzustehen. Speziell hilfreich ist Krafttraining dann für den letzten Drittel im jeden Disziplin und speziell gilt das für laufen!

Das geile ist: Je weniger du trainierst also in Bereich von 5-15 Std. / Woche umso mehr profitierst du von der Krafttraining!

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Sandbild von Ironman Kona in Hawaii

Ironman Kona 3.0

Neustart!

Mit sehr viel Freude aber auch mit ein bisschen Wehmut habe ich den Ironman Show in Kona verfolgt!

Ich sehe 3 große Entwicklungsstufen beim Ironman

  • der Geburt von Ironman in Hawaii
  • wenn Triathlon Olympisch geworden ist
  • Heute

Sandbild von Kona

Jetzt Siegt eine Generation die mit Triathlon aufgewachsen sind. Mit etwa 25 Jahren sind sie schon voll ausgebildete Triathleten und wagen den Schritt auf den Langdistanz. In dieser Alter stehen wir Menschen noch voll im Saft, und der Regenerationsfähigkeit ist immer noch so hoch wie es nur sein kann.  Das macht vieles einfacher sogar wie wir jetzt sehen, mit richtigen Training den Wechsel hin und her zwischen Sprint, Kurz und Langdistanz.

Wir sehen wie Wissenschaft (Höhentraining, Aerodynamik, Material, Tests, Tracking…) klug als Hilfsmittel genützt wird ohne dabei die Basics zu vergessen, also einfach gutes ehrliches hartes Training.

Wir sehen die Kraft von der Gruppendynamik! Alleine bist du auf langer Sicht in der Vorbereitung immer schwächer als eine gut funktionierende Gruppe. (Über diesem Thema habe ich sogar mein Coaching Abschlussarbeit in Finnland geschrieben). Die Gruppe (auch wenn es nur 2 Personen sind) finden mehr Information, sind im Training stabiler – immer gibt es jemand der für Tempo sorgt, motivieren sich, haben Spaß und natürlich hart zu trainieren fällt leichter.

Was man natürlich auch nicht ganz vergessen darf: Man muss auch die Chance, Möglichkeit, Mut oder Wille haben die nächsten 10 Jahre nach den Pubertät Alles für den Sport zu geben! Wenn das dann auch mit die nötige Portion Talent kombiniert wird,  dann entstehen Höchstleistungen.

Warum Wehmut?

Na ja ich bin „alte Schule“ und ein Vater von ein kleines Mädchen. Selber habe ich den Schritt ins „Profistatus“ erst mit 27 Jahren gewagt nach abgeschlossene Studium.

Ich habe ein Traum erfüllt und wurde kein Tag ändern!

Wenn jetzt aber tausende von kleine Jungs und Mädchen von einen Profi Triathlon Karriere träumen und den Weg versuchen zu gehen, oder gehen muss um Erfolg zu haben, dann bin ich etwas besorgt. Wie viele werden dann diesen Traum erfüllen können. Ich bin mir wirklich nicht sicher ob ich diesen Weg unterstützen würde.

Aber erst muss du ja wirklich die Möglichkeiten haben sowas zu machen. Leider sind wir Alle nicht Norweger oder haben gut verdienende Eltern die unsere Traum unterstützen können. Es trotz dem zu machen und alles auf eine Karte zu setzen, na ja, da würde ich wohl Bauchweh bekommen. Ich finde es aber Bewundernswert wie die Norweger das jetzt machen.

Wenn jemand mit 20 oder jünger zu mir kommt und sagt er möchte Triathlet werden frage ich immer erst nach der Schule oder Ausbildung. Wenn das nicht stimmt oder da ist Nichts,  dann hätte ich als Coach ein moralisches Problem mit mich selbst.

Mit unsere 4 Jährige Tochter bin ich übrigens ein ganz schlechter Trainer. Wenn wir „Sport“ machen blödeln wir nur rum, und ich liebe es!

Wenn du aber als Erwachsener zu mir kommst und sagst du hast diese Möglichkeiten und möchtest das und das erreichen dann weiß ich das du es dir überlegt hast, die Ressourcen hast und ich werde dich dementsprechend fordern, modernster Wissenschaft einsetzen und auch dich an dein Training erinnern auch wenn der innere Schweinehund in der Nähe kommt. Knall hart!

Das ist immer noch praktisch gesehen „Old School Hard Core Triathlon Training“

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Bennie Lindberg beim Ironman Hawaii 1994

Genieße die Schmerzen

Wir haben wieder Hawaii Woche 

Priskas Team im Ziel bei Inferno Triathlon

und alte Erinnerungen kommen hoch!

Meine beste Trainingskumpel und Partner von den schon weit zurück liegenden Profijahren Pauli Kiuru sagte immer vor Hawaii: Genieße die Schmerzen!

In Hawaii sind die Bedingungen hart, es sind die tatsächliche Weltmeisterschaften, und wenn du Erfolg haben möchtest musst du an deinen Grenzen gehen.

Das tut weh und manchmal sogar mehr weh als was wir erwartet haben. Jetzt passiert etwas spannendes und das hat nichts damit zu tun wie schnell der Athlet am Ende ist sondern damit zu tun wie nahe an sein Grenze der Athlet gehen kann.

Siehst du dich selber als Opfer, wo die bösen Schmerzen dein „perfekten“ Plan zerstören möchten und du fängst an dagegen zu kämpfen, ja dann hast du schon verloren. Diesen Satz liebe ich:

Schmerzen sind nur Schmerzen! Erst wenn du gegen die Schmerzen kämpfst, statt die einfach nur wahr zu nehmen (oder sogar zu genießen), fängt das Leiden an!

Schmerzen ist hier nur eine Metapher für viele verschiedene Arten von unangenehme Gefühle während den Triathlon.

 Auch in unseren alltäglichen Leben können wir „Schmerzen“ mit viele andere Faktoren ersetzen, dann verstehen wir wie viel Kraft in diese Satz vorhanden ist!

Im diesen Sinne wünsche ich alle meine Athleten in Hawaii starke Arme, gute Beine und Gelassenheit einfach „nur“ sein Bestes zu geben!

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Priskas Team im Ziel beim Inferno Triathlon

Inferno Triathlon Bericht

Ich habe es geschafft

Priskas Team im Ziel bei Inferno Triathlon

Wie ich zum Inferno Triathlon kam 

Vor ca. 5 Jahren hatte ich ein Burnout wegen der Arbeit. Nachdem ich das Burn Out einigermassen überwunden hatte, kam der Wunsch auf, etwas für mich zu tun, wie eine Selbstbestätigung, dass ich auch jemand bin. Ich bin jemand der gerne Abwechslung hat, da kam mir die Idee eine Triathlon zu machen. Ich habe zuerst einfach für mich etwas trainiert. Irgendwann dachte ich, es wäre besser, mal ein Gesundheits- oder Leistungstest beim Arzt zu machen, weil ich keine normale Triathlon Figur habe. Durch ein Gespräch mit einer Ärztin, kam ich zu Bennie Lindberg. Mit Ihm an meiner Seite, habe ich den ersten Volkstriathlon erfolgreich absolviert. 

Ich arbeite in Lauterbrunnental, da wo der Inferno Triathlon durch geht, und da kam der Wunsch in mir auf, irgendwann möchte ich den im Team auch einmal bestreiten. Ich wandte mich an Bennie mit dem Wunsch und er sagte mir, kein Problem, er kenne Leute, die das mit mir in der Staffel machen würden. So weit so gut, also habe ich uns als Team Willisika angemeldet. Dann stand trainieren auf dem Plan. Der innere Schweinehund war manchmal so stark, dass ich das ganze Projekt absagen wollte. Aber Bennie hat mich immer wieder aufgefangen und mir einen Tritt in den Allerwertesten gegeben, den ich auch dringend gebraucht habe. 

Einen Tag vor dem Wettkampf habe ich die verschiedenen Teamkollegen kennengelernt bei einem feinen Pasta-Abend. Nach einigen Gesprächen mit Ihnen wurde klar, dass jeder einzelne einfach nur Spass haben möchte und es keinem auf Leistung ankommt. Jeder macht in seiner Disziplin das Beste, aber der Spass und das Team steht im Vordergrund. Diese Gespräche nahmen mir enormen Druck weg. 

Nun kam der grosse Tag. Der Tag war nicht so schön, es war windig und es wurde auch Regen gemeldet. Geschlafen habe ich aber gut, auch auf dem Weg zum Wettkampfort ging es mir noch gut aber wo ich da angekommen bin wurde ich nervös. Ich dachte mir nur «boah all diese Topathleten». Als ich auf dem Weg war, den Chip zu holen und das wellige Wasser sah, dachte ich mir «ohhh das wird nichts». Als es dann an den Start ging, habe ich darauf geachtet das ich mich zuhinterst einreihe. Dann kam der Startschuss. Am Anfang versuchte ich zu crawlen aber die Wellen brachten mich total aus dem Konzept, also war Brustschwimmen angesagt. Ich wusste das ich mit Brustschwimmen nicht in der Zeit auf die andere See Seite kommen werde. Ich war die best bewachteste Schwimmerin von allen, weil ich zuhinterst war. Der Gedanke aufzugeben ging mir mehrmals durch den Kopf. Ich sagte mir aber immer wieder «Nein, aufgeben ist keine Option, ich möchte einfach ins Ziel kommen». Gegen den Schluss meiner Schwimmstrecke fuhr ein Schiff an mir vorbei mit den Athleten die den Schwimmteil schon erledigt hatten, und die Applaudierten mir zu und das gab mir nochmals Kraft. Als ich dann aus dem Wasser stieg, standen zwei Herren da, die mir aus dem Wasser halfen und ebenfalls noch verbleibende Zuschauer, die mir auch applaudiert und zugejubelt haben. Dies gab mir ein super Gefühl, alle Emotionen kamen hoch. Ich war super stolz auf mich dies geschafft zu haben. 

Als wir als Team ins Ziel gelaufen sind, hätte ich die ganze Welt umarmen können. Es kamen alle Gefühle zusammen, stolz, Glück, Zufriedenheit das ich es auch durchgezogen habe, dass ich mich nicht aufgegeben habe. Ein super stolzes Gefühl, dass ich diesen Wettkampf mit mir selber und auch mit einem super tollen Team geschafft habe. Ein Dauer grinsen habe ich heute noch, wenn ich an den Tag denke. Und einfach auch das Gefühl «Ich habe es geschafft»

  • Matrin Wittmal läuft in Inferno Triathlon

  • Markus Fuchs velo beim Inferno triathlon

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Treppentraining als Trendsport in Finnland

Treppentraining

Aus Alt mach Neu!

Kürzlich waren wir wieder in Finnland zur Familienbesuch,  das ich auch mit ein Arbeitsauftrag für mein Heimatverein (Helsinki Triathlon) kombinieren könnte. Seit ein paar Jahren gibt es einen neuen Outdoor-Sport-Trend: TREPPENTRAINING.

Überall wo es eine kleine Hügel gibt werden von den Kommunen Konditionstreppen gebaut.

Dabei ist ja Treppentraining nichts Neues. Schon als Heranwachsender haben wir Treppentraining in der Eishockey-Sommertraining  gemacht. Praktisch so lange wenn es Leichtathletik-Stadien gibt, trainieren die Leichtathleten (egal welche Disziplin) an den Treppen. Skispringer, Langläufer, Alpinskifahrer, Fußballer, Handballer, Radfahrer…Alle kennen Treppentraining.

Eigentlich war es ja nur eine Zeitfrage wann diese Trainingsform auch Otto-Normal-Athleten erreicht.

Hier in Deutschland ist Treppentraining noch relativ unbekannt aber ich schätze das könnte auch bald hier kommen und zum neuen Mode-Sportart werden.

Der Treppe als „Trainingsgerät“ ist super vielfältig.

Du kannst unterschiedliche Gang/Lauf-Arten wählen wie du die Treppen hoch gehst, du kannst sogar Übungen wie Ausfallschritte, Liegestütze, auf allen Vier hoch gehen, Burpies ja, fast alles einbauen. Du kannst Intensitäten variieren, die Erholung,  die Wiederholungen. Im Video oben siehst du ein paar Beispiele.

So kannst du Ausdauer, Schnelligkeit, Rhythmus, Gleichgewicht, Koordination, Kraft und vor Allen auch Elastizität trainieren.

Alles kostengünstig und außen in die frische Luft. Einmal die Treppe bauen und die Nutzung ist kostenlos (jedenfalls in Finnland) und verbessert der Gesundheit und der Zufriedenheit der Bevölkerung.

Das Treppentraining wirklich für jeder geeignet ist und Spaß macht, zeigt meine Onkel und Tante hier auf diese Bilder (Tack Marja-Leena och Håkan!).

Treppensteigen in Finnland

Sicher gibt es schon irgendwo extra für Training gebaute Treppen in Deutschland, ich habe aber bis jetzt keine gesehen. Wäre toll wenn diese Trend auch hier kommt!

Warum Elastizität für uns Triathleten wichtig ist kannst du HIER lesen!

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Ist Ironman elitär geworden?

Woche € 15.000,- 

Eine Woche Ironman in Kona für € 15.000,- 

Ist Ironman elitär geworden?

Ist Triathlon als Sportart elitär geworden?

Triathlon besteht aus Schwimmen, Radfahren und Laufen. Einfache ehrliche Sportarten.

Ist Triathlon jetzt plötzlich elitär geworden?

Vor  44 Jahren haben sich ein paar „Verrückte“ zusammengetan und ein Wettkampf erfunden und es Ironman genannt. Es ist einfach so aus den damaligen Zeitgeist entstanden, ohne viel Tamtam. Nur Schwimmen, Radfahren und Laufen insgesamt 226 Kilometer.

Ironman als Begriff, war und ist, ja nichts Neues. Es gab Ironman in Australien (Ein Wettkampf bei den Life Guards) und es gab Ironman als Begriff bei den Body Buildern. (Darum kann man auch Ironman als Begriff nicht schützen nur in Kombination mit das rote „M-Dot“ und den Schriftstil).

Für mich sind alle die den Langdistanz machen oder schaffen einfach Ironmänner.

Was der Sport Industrie und die Veranstalter mit den Sport machen ist in sich gut! Das bringt der Sport vorwärts – KEINE WENN UND ABER!

Ohne Industrie und Veranstalter hätten wir einfach keine Sportart „Triathlon“.

Wie weit jede einzelne Person mitgehen möchte ist ja letztendlich ihn überlassen.

Das Viele tausende von Dollar oder Euros für etwas zahlt, das du auch gratis haben kannst, das ist nichts Elitäres – das ist eher dumm.

Schwimmen, Radfahren und Laufen kann man überall und jederzeit und das ist kostenlos. Ich bin nicht mehr oder weniger Ironman nur weil ich eine bestimmte Veranstaltung unter ein bestimmtes Label gemacht habe. Hier zahle ich für den Image, ich zahle um ein Teil von diese Show zu sein! Viele möchten und brauchen das, und das ist ja auch völlig OK!

Ein Mindestmaß an Ausrüstung ist natürlich erforderlich aber egal was du machst alles kostet heutzutage etwas. Ob du dann für wirkliche Funktion zahlst oder für Image das ist wiederum eine andere Frage. Hip zu sein, und Up to Date zu sein, hat immer einiges gekostet.

Wenn du Wert darauf legst das gleiche Material zu haben wie der Ironman Hawaii Sieger, spricht ja nichts dagegen. Du kannst aber auch mit 10-20 Jahre alte Ausrüstung (praktisch) genauso schnell sein, der kostet aber nur ein Zehntel davon was ein modernes Ausrüstung kosten würde, also auch nichts Elitäres!

Du kannst auch für dich ein Ironman machen. Einfach nur die Strecken machen, vielleicht sogar mit ähnliche Material und Selbstverpflegung wie vor 44 Jahren.

Das ist sicher auch nicht elitär, das ist ganz sicher nicht weniger Wert als eine Veranstaltung mit „Brand“, das ist sogar deutlich schwieriger zu machen aber gleichzeitig umso (aus meiner Sicht) cooler!

Wie geil wäre es nicht mit ein paar Kumpels nach Kona zu fliegen und dort in der Eigenregie den Ironman zu machen! WOW! Eben eine richtige IRONMAN!

Wenn du deine Endzeit  in ein Ironman/Langdistanz vergleichen und in Relation zu tausende von Anderen betrachten möchtest, vielleicht sogar in Kona ist es natürlich völlig in Ordnung!

Nur, das möchten viele, dieses Jahr sogar sehr viele, darum kostet es eben!

Und zum Schluss: Ein bisschen elitär war Triathlon schon immer (auch wenn es anders geht)  Ausrüstung, Trainingslager, Wettkampfreisen und man brauch viel Freizeit für Training.

Das muss man sich erst irgendwie leisten können!

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Elastisch wie eine Känguru

Elastizität im Triathlon

im Ausdauersport geht es um Ökonomie

Elastizität verknüpfen vielleicht die meisten mit Kängurus die Dank einen genialen Körper „Konstruktion“ gigantische Sprünge mit wenig Energieeinsatz wiederholt über einen längeren Zeit machen können. Je weniger Energie umso weniger Wärme produziert der Känguru was natürlich auch wichtig in der Wüste ist!

Neulich bin ich zurückgekommen von eine kleine Runde joggen und habe verflucht wie es sein kann das ich mich jetzt trotz Anstrengung nicht mal ansatzweise so schnell laufen kann wie vor 25 Jahre. Wenn ich ein bisschen Rad fahre oder schwimme BÄÄM, der Form kommt schnell. Der Körper kennt noch alles und kann sich relativ schnell anpassen!

Beim Laufen, NO CHANCE!

Warum?

Kennst du diese Pogo Stick. Praktisch ein Stab mit ein Feder mit zwei Fußstapfen für die Füße und zwei Griffe für die Hände. Je stärker der Feder ist je leichter, schneller und länger kannst du springen.

Wenn der Feder aber mit der Zeit schwächer wird dann geht das Springen immer schwerer und schwerer.

Je älter wir werden je schwächer wird unsere „Feder“, und da beim Schwimmen und Radfahren kaum Elastizität gebraucht wird merken wir es hauptsächlich beim Laufen.

Der Elastizität ist ein wichtiger Faktor wenn es um Höchstleistung geht!

Bei Sprinter wird Elastizität gebraucht um Top Speed zu erreichen im Ausdauersport geht es um Ökonomie.

Um es noch deutlicher zu machen lass uns z.B. den Ironman Marathon als Beispiel nehmen. Nach mehrere Stunden Wettkampf können viele Faktoren am Ende entscheiden! Dazu gehört auch Elastizität. Wenn der Elastizität geringer wird durch Ermüdung kann physiologisch folgendes passieren:

Mit gleichen Energieverbraucht werden wir einfach langsamer!

Wenn wir mit gleichen Tempo weiterlaufen, ist der Energieverbrauch höher und auch der Wärmeproduktion höher, beides kann ein schnelles Ende bedeuten.

Was ist dann Elastizität und wie kann man es trainieren?

Elastizität sieht man z.B. im Gesicht! Wenn wir jung sind ist alles stramm und elastisch. Wenn wir älter werden kommen die Falten und der schlappe Haut. Genauso verhält es sich mit den Faszien und Sehnen, nur wir sehen es (normalerweise) nicht.

In erster Linie ist das Hormon Testosteron für Elastizität zuständig. Je älter wir werden je weniger Testosteron produzieren wir und der Elastizität nimmt ab. Beim Laufen verschärft es sich noch dadurch das der Muskelmasse auch mit sinkenden Testosteronspiegel abnimmt. Auch wenn du dein Gewicht hältst wächst dein Fettprozent. Alles zusammen: Ein Teufelskreis!

Wir sind aber nicht ohne Gegenmittel:

Um unsere Elastizität zu verbessern haben wir in erster Linie zwei Waffen.

Sprungtraining und Krafttraining.

Sprungtraining beinhaltet wie der Name sagt verschiedene Arten von Sprünge. Dazu gehört auch Lauf ABC richtig gemacht. Bei Sprung Training muss man EXTREM vorsichtig sein da das Verletzungsrisiko enorm ist und ein längerer Gewöhnungszeitraum erforderlich ist.

Eine sicher Variante bietet das Krafttraining an! Krafttraining erhöht die Testosteronproduktion im Körper und verbessert dadurch auch die Elastizität.

HIER noch ein paar Anmerkungen zum Definition von Krafttraining aus mein Blog.

Was ist hier der Quintessenz?

Triathlon erfordert ein vielseitiges „Können“. Nicht nur sind Umfänge und Intensitäten wichtig, auch unterschiedliche Arten von Sprünge (Lauf ABC, Zirkeltraining, Bergsprünge…), Krafttraining und Faszien Pflege gehören zum Trainingsplan.

Schließlich gilt auch für Triathlon: „Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied!“

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Schwimmen ist der Grundstein für Triathlontraining

Die schnellsten Triathleten

Wie entstehen die schnellsten Triathleten?

Das Niveau in Triathlon ist in den letzten 20 Jahren extrem gestiegen. Wissenschaftliche Prinzipien, viel Erfahrung und professionelles Training haben es ermöglicht.

Momentan haben wir zwei absolute Überflieger in der Sport. Der „Altmeister“ Jan Frodeno (ich denke das „Altmeister“ kann man schon benutzen) und der Shooting Star Kristian Blummenfelt.

Schwimmen ist der Grundstein für Triathlontraining

Beide kommen aus „Schwimmen“ dabei hat Frodeno wenn ich es richtig verstanden habe nur eine kurze Schwimmkarriere hinter sich und hat damit zu spät angefangen um als Schwimmer sich behaupten zu können,  während Blummenfelt  ambitioniert bis 16 Jahren mit den besten norwegischen Schwimmern versucht hat mitzuhalten, erfolglos.

Kurze Anmerkung noch zu Blummenfelt: Es freut mich ENORM zu sehen das auch gesund aussehende  und relativ kräftige Athleten Erfolg auf sowohl Olympischen wie Ironman Distanz immer noch haben kann.

2016 habe ich einen Blogeintrag „Durch Kinder Triathlon Training zum Olympiasieger?“ geschrieben wo ich in kurze schreibe das ich Triathlon Training vor einen Alter von etwa 16 Jahren für falsch halte. Meine Meinung hat sich nicht geändert.

Bis diesem Alter sollte man versuchen von den Kindern und Jugendlichen möglichst gute Schwimmer zu machen.

Ich möchte jetzt nicht wiederholen was ich schon geschrieben habe aber warum könnte man nicht die Wettkampfdistanzen und Formate für Kinder und Jugendliche ändern?

Schwimmen sollte im Idealfall etwa 50% von der Wettkampfdauer ausmachen!

Radfahren und Laufen sollte wenn möglich als Cross-Format angeboten werden wo die technische Ansprüche und auch der Spaßfaktor hoch wäre.

Mit 12 Jahren könnte es also z.B. 400m Schwimmen + 2 km Radfahren + 1 km Laufen sein.

Mit 14 Jahren schon 1000m Schwimmen + 5 km Radfahren + 2 km Laufen und

mit 16 Jahren 1500m Schwimmen + 10 km Radfahren + 3 km Laufen.

Begründung:

Talentierte Athleten die bis jetzt nur Schwimmen gemacht haben könnten leicht und wahrscheinlich sehr erfolgreich Triathlon ausprobieren. Um erfolgreich auf Olympianiveau in Schwimmen zu sein musst du bestimmte mentale und physische Eigenschaften haben. Wenn du mit 15 Jahren und nach 6-8 Jahren guten Schwimmtraining die 400m nicht schneller als 4.20 schwimmen kannst ist es unwahrscheinlich dass du noch einen erfolgreichen Schwimmer werden kannst. Für Triathlon wäre es eine gute Ausgangslage.

Triathlon Vereine sollten bei Kinder und Jugendarbeit sich auf Schwimmen konzentrieren. Kinder und Jugendliche sollten viel mehr als die Erwachsene schwimmen, erfahrungsgemäß mindestens zwei bis drei Mal so viel. Dann entsteht natürlich ein Kampf um die Schwimmzeiten zwischen den ehrgeizigen AK Triathleten und den Jugendabteilungen was sicher schwierig zu lösen ist.

Hier sind natürlich die DTU Triathlon Stützpunkte eine schöne Lösung und natürlich müsste dann auch die Triathleten fleißig bei verschiedenen Schwimmwettkämpfen mitmachen und in erster Linie sich mit Schwimmer vergleichen. Wenn dann z.B. eine 15 Jährige „Triathlet“ die 400m in 4 Minuten schwimmen kann, dann könnte er wählen: Mache ich jetzt Vollgas Schwimmen oder weiter Triathlon?

Ab das Alter 15/16 hat man dann in Triathlon etwa 10 Jahre Zeit um aus diesen „Material“ den nächsten Olympiasieger oder Ironman Sieger zu machen.

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Aufgusseimer im Holz für Sauna

Saunieren wie ein Finne

Saunieren wie ein Finne

Es gibt wenige Sachen die so leidenschaftlich diskutiert werden wie Sauna in Finnland. Ich als Trainer und Coach möchte ja mein Natur treu bleiben und hier meine Empfehlungen und Erfahrungen weiter geben. Viele Athleten egal ob von Radfahren, Triathlon, Leichtathletik oder von Kraftsport fragen mir:

Was bringt saunieren?

Jetzt könnte ich natürlich anfangen zu suchen nach Studien die belegen was Saunieren für positive Effekte hat, interessiert mich nicht und das ist mir auch ziemlich egal.

Ich gehe in die Sauna da ich hinterher total entspannt bin. Für mich ist das ist der einzige Grund.

Es ist ein Wohlfühlfaktor der ich nicht vermissen möchte wann ich es genießen kann. Es ist wie Kaffee am Morgen. Ja ich kann ohne es leben, möchte aber nicht! Es kommt nicht oft vor aber fast immer wenn ich selber nicht trainieren kann versuche ich mindestens in die Sauna zu gehen. In Finnland sagen wir du kannst aktiv oder passiv schwitzen hinterher bist du auf jeden Fall entspannt!

Jetzt ist aber die Hürde in der Sauna zu gehen hier in Deutschland ziemlich hoch. In Finnland gibt es mehr Saunas als Autos. Siebzig Prozent von alle Menschen haben die Möglichkeit in eine eigene Sauna zu saunieren. Weiterhin findest du auch Saunas überall.

Ein große Unterschied gibt es noch zu Deutschland: Alle öffentliche Saunas sind immer getrennt Männer/Frauen. Auch bei privaten Feiern ist es auch immer so (wenn es nur eine Sauna gibt): Erst gehen die Frauen in der Sauna, dann die Männer.

In eine öffentliche Sauna siehst du auch niemanden in Finnland der während saunieren in der Sauna liegt. Das finde ich auch ziemlich doof in den deutschen Saunas. Es braucht viel Platz und na ja es schaut ja in 99 von 100 Fälle so was von unästhetisch aus!

Es gibt erstaunlich wenige Regeln wie man saunieren soll, im Grunde gibt es keine! Das ist das was mich immer wurmt wenn ich hier in Deutschland alle diese Regeln lese „wie“ man saunieren soll.

Alles muss nicht reglementiert werden in diese Welt, am wenigsten Saunieren!

Darum ist es ja auch OK wie „die Deutschen“ saunieren, aber mit finnische Saunakultur hat das wenig zu tun!

Gerade habe ich schnell auf Finnisch gegoogelt nach „wie saunieren“ (miten saunoa), aber Ich habe nichts gefunden! Nur Anleitungen wie man Saunas selber bauen kann!! Ist das nicht GEIL!! Keine oder kaum Anleitungen wie man saunieren soll!!

Hier ein paar Ideen / Anregungen und Tipps falls du in Finnland saunieren darfst/musst:

  1. Sauna ist immer Entspannung, bedeutet aber auch nicht dass es immer mehrere Stunden dauern muss.
  2. Die Saunatemperatur beträgt zwischen 70 und 130 °C.
  3. Eine „trockene“ Sauna ist ein No Go für eine Finne. Falls nicht jede 2-3 Minuten ein kleiner Aufguss (100-300 ml reines Wasser) gemacht wird wirst du schnell als „Schwede“ beschimpft. Je heißer die Sauna ist je weniger Wasser wird für den Aufguss verwendet.
  4. Nur Wasser kommt auf den Steinen! Die Sauna ist mehr oder weniger ein heiliger Ort die immer sauber gehalten werden muss. Dementsprechend gehören nie Honig, Salz oder andere Sachen in eine finnische Sauna.
  5. Das einzige was traditionell erlaubt ist, ist junge Birken Zweigen, wird aber sehr, sehr selten verwendet.
  6. Wenn es nicht deine eigene Sauna ist, solltest du aus hygienischen Gründen eine Sitzunterlage benützen. Normalerweise sind die aus Papier und werden nach jede Saunagang weg geworfen. Ein kleines Handtuch, traditionell aus Leinen, wäre auch möglich. Große Handtücher wie in Deutschland wären total unpraktisch da die sofort total nass werden. Die öffentlichen Saunas werden auch mehrmals pro Tag einfach mit ein Schlauch sauber gespült und die hohe Temperatur deifiziert dann wieder alles, also kein Grund zum Hygiene-Panik.
  7. In der Sauna sollte immer ein Eimer mit Wasser stehen, im greifweite, von einer der Badegäste. Wenn es jemand zu kalt ist sagt man: „Lisää löylyä kiitos“ (bitte mehr Aufguss). Wenn jemand schreit: „Lisää Löylyä – Perkele“ (mehr Aufguss – verdammt noch Mal) solltest du den ganzen Inhalt von den Wassereimer auf den Steinen schmeißen. Und sofort selber ganz nach unten gehen.
  8. Der der Aufguss macht sitzt immer auf die höchste Stufe. Wenn es dir zu warm wird, gehst du in der Sauna eine Stufe weiter nach unten. Wenn es dir immer noch zu warm ist einen weiteren Stufe nach unten. Wenn auch das nicht reicht gehst du raus aus der Sauna, kühlst dich ab, und versuchst das nächste Mal ob du nicht länger aushalten kannst.
  9. Wenn du das Aufgusswasser leer gemacht hast, bitte auffüllen. Eine trockene Sauna ist eine Horrorvorstellung für ein Finne!
  10. Du bleibst genauso lange in der Sauna wie du dich wohlfühlst. Normal ist 5-7 Minuten, sehr selten sitz jemand länger als 10 Minuten in der Sauna. Wenn du das Gefühl hast das es dir zu warm wird ->RAUS und abkühlen. Kein Tag ist den anderen gleich, manchmal brauchst du viel Wärme manchmal reicht auch wenig.
  11. Abkühlen: Erstmals den Schweiß abzuduschen ist immer eine gute Idee nach Saunieren. Schnelle Extreme Temperatur Unterschiede sind nicht nur unangenehm sind auch ungesund. Erst eine kurze kühle (nicht eisige) dusche ist immer eine gute Idee…dann ausdampfen, ab ins Eisbad, Eisloch, Kühlbecken, See, Meer, Pool oder was auch immer. Wenn es dir dann wieder langsam kühl wird kannst du schon zuhause gehen (aktive Sportler, mitten in Training reicht es oft mit einen Saunagang) oder du machst noch einen Saunagang.
  12. Wiederholen so oft du Lust hast und nicht vergessen zu trinken.
  13. EGAL was alle „offiziell“ sagen: Wenn der Situation und der Zeitpunkt passt schmeckt ein kühles Bier nach einen Saunagang besonders gut!
  14. Saunieren kann anstrengend sein wenn du mehrere Saunagänge machst, also solltest du das nur dann machen wenn dein Training nicht zu hart ist. Kurze Saunagänge kannst du täglich machen!

Viel Spaß bei saunieren, wo auch immer!

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