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In Gedanken von Dr. Ulrich Strunz und Vera F. Birkenbihl

Zwei Ikonen, so unterschiedlich — und beide so wertvoll

Erinnerungen…

In Gedanken von Dr. Ulrich Strunz und Vera F. Birkenbihl

Oft trifft man im Leben Menschen, die einen berühren. Menschen, die bleiben. In Gedanken, in Erinnerungen, in kleinen Sätzen, in gemeinsamen Momenten. Man könnte sagen: Sie hinterlassen Spuren.

Leider ist kürzlich wieder so ein Mensch gegangen: Dr. Ulrich Strunz. Für die Öffentlichkeit war er Dr. Strunz. Für mich war er einfach Uli.

Und bei Vera F. Birkenbihl war es ähnlich. Für viele war sie Frau Birkenbihl, Autorin, Trainerin, Denkerin, Fernsehgast. Für mich war sie Vera — obwohl wir uns gesiezt haben. Das war bei ihr so ein Zwischending, mit dem sie sich offenbar wohlfühlte. Nähe, aber mit Form. Persönlich, aber nicht vereinnahmend.

Uli und Vera waren für mich solche Menschen.

Beide waren auf ihre Weise Ikonen. Nicht, weil sie perfekt waren. Sondern weil sie etwas ausstrahlten, das selten ist: Energie, Eigenständigkeit, Präsenz und die Fähigkeit, andere Menschen zu inspirieren.

Sie hatten eine Botschaft. Sie hatten eine Bühne. Und vor allem hatten sie eine Wirkung, die weit über ihre Bücher, Seminare und Auftritte hinausging.

Heute würde man sagen: Sie waren Influencer.

Nur gab es dieses Wort damals noch nicht in dieser Form. Vor 25 Jahren gab es kein Instagram, keine täglichen Reels, keine algorithmisch verstärkten Kurzmeinungen. Und trotzdem hatten Menschen wie Uli und Vera genau das, was heutige Influencer oft mühsam aufzubauen versuchen: eine klare Stimme, eine erkennbare Haltung, eine persönliche Marke — und die Fähigkeit, Menschen innerlich und äußerlich in Bewegung zu bringen.

Bei Uli war es im wahrsten Sinne des Wortes Bewegung.

Viele verbinden ihn mit Laufen, Energie, Ernährung, Gesundheit und Eigenverantwortung. Auch ich habe ihn so erlebt: als jemanden, der Menschen motivieren konnte, aufzustehen, loszulaufen und wieder mehr Verantwortung für den eigenen Körper zu übernehmen.

Ich durfte bei seinen Seminaren helfen und bin mit ihm gemeinsam gelaufen. Dabei habe ich ihn nicht nur als öffentliche Figur erlebt, sondern auch als Menschen. Und genau diese persönlichen Begegnungen bleiben oft stärker in Erinnerung als jede große Bühne.

Der Respekt war immer da. Auf höchster Ebene.

Und ich möchte eines besonders hervorheben: Uli war sehr generös — jedenfalls mir gegenüber. Ob das für alle galt, kann ich nicht beurteilen. Aber in meiner persönlichen Erfahrung war es so.

Als ich Ende der 90er- und Anfang der 2000er-Jahre sportlicher Leiter beim TSV Roth war, hat er mein Trainerhonorar persönlich aus eigener Tasche bezahlt. Das war keine Selbstverständlichkeit. Es war eine Geste, die ich bis heute nicht vergessen habe.

Solche Dinge zeigen eine Seite eines Menschen, die man von außen oft nicht sieht. Öffentliche Persönlichkeiten werden schnell auf Thesen, Auftritte oder Schlagzeilen reduziert. Aber Menschen sind nie nur das, was sie auf der Bühne sagen. Sie bestehen auch aus Gesten, Begegnungen, Momenten und Entscheidungen, die im Stillen passieren.

Eine Szene ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Es war während eines unserer langen gemeinsamen Läufe, in einer Zeit, in der Uli das Vorfußlaufen stark propagierte. Irgendwann sagte ich zu ihm: „Aber du läufst ja nicht einmal selbst Vorfuß.“

Seine Antwort war sinngemäß: „Manche Dinge muss man übertrieben einfach sagen, damit die Menschen es glauben.“

Dieser Satz hat mich lange begleitet.

Nicht als Vorwurf, sondern als Einblick. Wer viele Menschen erreichen will, muss Botschaften verständlich machen. Wer Menschen bewegen will, braucht Klarheit, Bilder und manchmal auch starke Vereinfachungen. Genau darin lag ein Teil seiner Kraft: Er konnte komplexe Themen so formulieren, dass Menschen ins Handeln kamen.

Natürlich ist jede Vereinfachung auch eine Gratwanderung. Aber sie kann Menschen erreichen, die sonst vielleicht nie anfangen würden. Und das war eine seiner großen Fähigkeiten: Er brachte Menschen ins Tun.

Vera war anders. Auch sie war eine Ikone, aber auf einem anderen Feld: Lernen, Denken, Sprache, Kommunikation, Gehirn. Ich habe sie mehrere Jahre trainiert. Ihre Art zu denken war ungewöhnlich, lebendig, manchmal sprunghaft, aber fast immer anregend. Sie öffnete Türen im Kopf.

Sie schrieb unzählige Bücher, verkaufte sie massenhaft, füllte ganze Seminarreihen und war regelmäßig im Bayerischen Fernsehen zu sehen. Auch sie war eine Influencerin, lange bevor man dieses Wort benutzte. Sie beeinflusste nicht über Selfies oder kurze Clips, sondern über Gedanken, Sprache, Humor, Provokation und Wissen.

Manchmal spielte sie für mich Musik. Manchmal unterhielten wir uns über Backgammon. Und manchmal wurde es ganz praktisch: Ich habe sogar Kleidung für sie gekauft. Wenn ich heute alte Videos von ihr anschaue, erkenne ich oft Kleidungsstücke wieder, die ich damals für sie besorgt habe. Das ist jedes Mal irgendwie witzig.

Typisch Vera war auch: Wenn sie etwas Passendes gefunden hatte, wollte sie davon am liebsten gleich fünf Stück haben. Nicht aus Eitelkeit, sondern eher aus pragmatischer Konsequenz. Wenn etwas funktionierte, warum sollte man dann weiter suchen?

Sehr oft sprachen wir über Sprachen. Sie sagte, sie beschäftige sich mit 17 Sprachen und spreche angeblich 10 davon. Ob diese Zahlen am Ende exakt waren, war für mich gar nicht das Entscheidende. Entscheidend war, wie sie über Sprache dachte: als Zugang zur Welt, als Denkwerkzeug, als Spielraum für Intelligenz.

Und gerade das machte Begegnungen mit ihr so besonders. Gespräche mit Vera konnten in viele Richtungen laufen. Sprache, Lernen, Denken, Spiele, Alltagsbeobachtungen — alles konnte plötzlich zu einem Gedankenexperiment werden.

Gleichzeitig war sie sehr menschlich. Sie wusste, dass Bewegung wichtig war, und suchte trotzdem manchmal nach kreativen Wegen, den Alltag als Training zu betrachten. Sie fragte mich zum Beispiel, ob Einkaufen nicht auch als Training eingestuft werden könne. Selbst beim Wohnwagenfahren trug sie einen Pulsmesser, um zu kontrollieren, ob das vielleicht doch als Training zählen könnte.

Das war witzig, liebenswert und sehr menschlich.

Denn genau darin liegt eine Wahrheit, die für uns alle gilt: Der Kopf kann brillant sein, aber der Körper bleibt ehrlich. Man kann Argumente bauen, Theorien entwickeln, Seminare füllen, Bücher schreiben und andere Menschen inspirieren. Aber man kann den eigenen Körper nicht dauerhaft überlisten.

Was mich an beiden bis heute berührt, ist nicht die Frage, ob sie immer recht hatten. Das ist bei prägenden Menschen oft gar nicht der entscheidende Punkt.

Entscheidend ist etwas anderes: Sie haben etwas ausgelöst.

Sie haben Menschen bewegt. Zum Laufen. Zum Denken. Zum Lernen. Zum Fragen. Zum Ausprobieren.

Und vielleicht ist genau das die schönste Spur, die ein Mensch hinterlassen kann.

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Trainingsplanung im Triathlon: Talent, Ziel und Alltag

Trainingsplanung im Triathlon

Warum Talent, Ziel und Alltag zusammenpassen müssen.

Trainingsplanung im Triathlon: Talent, Ziel und Alltag

Im Triathlontraining gibt es viele Prinzipien, die funktionieren.

Struktur. Progression. Periodisierung. Belastung und Erholung. All das gehört zu einem guten Trainingsplan. Ohne diese Grundlagen wird Training schnell beliebig.

Und trotzdem wird ein entscheidender Faktor oft unterschätzt: das Talent des Athleten.

Damit meine ich nicht nur Talent im engen Sinn. Also nicht nur die Frage, wer von Natur aus schnell laufen kann, wer eine hohe VO₂max mitbringt oder wer auf dem Rad sofort viel Druck aufs Pedal bekommt.

Talent zeigt sich auf unterschiedliche Weise.

Es gibt Athleten, die körperlich unglaublich belastbar sind. Sie können hohe Umfänge trainieren, harte Einheiten verkraften und sich scheinbar schnell erholen. Auf dem Papier sieht das ideal aus. Doch manchmal liegt die Grenze nicht im Körper, sondern im Kopf. Die Motivation bricht ein. Das Training macht keinen Spaß mehr. Der Athlet hat keine Lust mehr, sich ständig zu quälen.

Dann gibt es das Gegenteil.

Athleten mit einem enorm starken Willen. Der Kopf will immer mehr. Härter trainieren. Mehr investieren. Schneller besser werden. Aber der Körper kommt nicht hinterher. Schon kleine Trainingssteigerungen führen zu Überlastung, Müdigkeit oder Verletzungen.

Genau hier beginnt gute Trainingsplanung.

Denn ein Trainingsplan ist nicht nur eine Ansammlung von Einheiten. Er ist eine Entscheidung darüber, welche Belastung zu welchem Menschen passt.

Natürlich ist klar: Zwei Anfänger kann man nicht gleich trainieren, wenn der eine aus dem Stand zehn Kilometer unter 40 Minuten laufen kann und der andere Mühe hat, überhaupt zehn Kilometer am Stück zu schaffen.

Trotzdem wird dieser Unterschied in der Praxis oft zu pauschal behandelt.

Der eine braucht vielleicht mehr Struktur und Geduld, obwohl er Talent hat. Der andere braucht vielleicht mehr Zeit, mehr technische Grundlagen und kleinere Schritte, obwohl seine Motivation riesig ist. Beide können sich entwickeln. Aber nicht auf demselben Weg.

Ein weiterer Punkt ist die physiologische Ausgangslage.

Manche Athleten bringen von Natur aus sehr hohe Werte mit. Eine hohe Sauerstoffaufnahme. Eine gute Laufökonomie. Eine starke muskuläre Belastbarkeit. Andere können sehr konsequent trainieren und werden trotzdem nie in diese Bereiche kommen.

Das bedeutet nicht, dass sie nicht erfolgreich sein können.

Es bedeutet nur, dass ihr Weg ein anderer sein muss.

Auch Bewegungstalent spielt eine große Rolle. Besonders im Schwimmen sieht man das deutlich. Manche Athleten entwickeln schnell ein gutes Wassergefühl. Sie verstehen Bewegungen, setzen Korrekturen um und verbessern ihre Technik in kurzer Zeit.

Aber Bewegungstalent zeigt sich nicht nur im Wasser.

Auch Radfahren ist mehr als einfach nur Druck aufs Pedal bringen. Viele unterschätzen, wie viel Koordination, Rhythmus und neuromuskuläres Zusammenspiel dahinterstecken. Man könnte meinen, dass ein sehr guter Läufer automatisch auch ein starker Radfahrer sein müsste. In der Praxis sieht man aber oft, dass das nicht so einfach übertragbar ist.

Die Muskulatur muss im richtigen Moment Spannung aufbauen und wieder lösen. Linkes und rechtes Bein müssen sauber zusammenarbeiten. Bewegungen dürfen sich nicht gegenseitig abbremsen.

Für manche Athleten entwickelt sich diese Fähigkeit relativ schnell. Andere brauchen viele Kilometer, viele Wiederholungen und oft auch Jahre, bis sich eine wirklich ökonomische Bewegung auf dem Rad entwickelt. Talent bedeutet hier nicht, dass man nichts tun muss. Es bedeutet nur, dass manche für denselben Fortschritt weniger Zeit oder weniger Trainingskilometer benötigen.

Körperliche Belastbarkeit, mentale Stärke, physiologische Voraussetzungen und Bewegungstalent gehören zusammen. Sie bilden das individuelle Profil eines Athleten.

Und genau dieses Profil sollte die Grundlage jeder Trainingsplanung sein.

Doch damit hört es nicht auf.

Bevor man überhaupt einen Trainingsplan schreibt, sollte man eine noch wichtigere Frage stellen:

Was bedeutet für dich Erfolg?

Für den einen ist Erfolg die Qualifikation für Kona.

Für den anderen ist es der erste Triathlon im Ziel.

Ein dritter möchte gesund bleiben, sich verbessern und langfristig Freude am Training haben.

Alle drei Ziele sind legitim. Aber sie brauchen nicht denselben Plan.

Dazu kommen oft noch Bedingungen, die ein Athlet mitbringt.

Möglichst wenig schwimmen. Nicht mehr als zehn Stunden pro Woche trainieren. Kein Training draußen bei schlechtem Wetter. Keine langen Einheiten am Wochenende. Mehr Flexibilität. Weniger Druck. Mehr Spaß.

Auch das gehört zur Realität.

Ein Ziel steht nie allein im Raum. Es hängt immer mit dem Alltag, der Motivation, den Möglichkeiten und den persönlichen Grenzen zusammen.

Ohne eine klare Definition von Erfolg bleibt Trainingsplanung unscharf. Dann wird trainiert, aber nicht wirklich gesteuert. Dann werden Einheiten abgearbeitet, ohne zu wissen, ob sie zum Ziel, zum Alltag und zum Menschen passen.

Ein guter Trainingsplan ist deshalb nicht einfach richtig oder falsch.

Er ist passend.

Passend zum Athleten.
Passend zum Ziel.
Passend zum echten Leben.

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Erfolgreiches Triathlon Coaching

KI-Trainingsplan oder persönlicher Triathlon Coach

KI-Trainingsplan oder persönlicher Triathlon Coach:
Wo liegt der größte Unterschied?

Erfolgreiches Triathlon Coaching

KI kann heute beeindruckend gute Trainingspläne erstellen. Sie kann Daten analysieren, Belastung berechnen, Einheiten strukturieren und Trainingswochen logisch aufbauen. Für viele Athletinnen und Athleten ist das hilfreich, besonders wenn sie Orientierung suchen oder einen ersten Rahmen brauchen.

Aber genau hier beginnt auch der Unterschied zwischen einem KI-basierten Triathlonplan und einem persönlichen Coach. Denn ein Trainingsplan ist nicht automatisch gutes Coaching. Und gute Leistung entsteht nicht nur durch Mathematik, sondern durch Verständnis, Erfahrung und Vertrauen.

Ein Coach liest zwischen den Zeilen

Eine KI sieht vor allem Daten: Pace, Watt, Herzfrequenz, Schlaf, Trainingshistorie oder Erholungswerte. Ein persönlicher Coach sieht den Menschen dahinter.

Manchmal sagt ein Athlet: „Alles gut.“
Aber der Ton, die Wortwahl oder die Art der Rückmeldung erzählen etwas anderes. Vielleicht ist die Einheit erfüllt worden, aber sie hat mental zu viel gekostet. Vielleicht stimmen die Zahlen, aber die Energie fehlt. Vielleicht trainiert jemand nicht zu wenig, sondern versucht gerade, über Training Kontrolle oder Sicherheit zu bekommen.

Genau dort beginnt Coaching.

Ein guter Coach erkennt Muster, bevor sie offensichtlich werden. Er merkt, wenn lockere Einheiten regelmäßig zu hart gefahren werden. Er spürt, wenn Müdigkeit nicht nur körperlich ist. Er versteht, wann ein Athlet Druck braucht und wann er vor allem Vertrauen braucht.

Das kann keine Tabelle vollständig abbilden.

Nicht jeder richtige Plan ist der richtige Plan

Ein KI-Plan kann auf dem Papier sinnvoll sein. Die Belastung passt, die Progression stimmt, die Intensitätsverteilung sieht logisch aus. Und trotzdem kann der Plan für diesen Athleten in diesem Moment falsch sein.

Denn Training muss nicht nur mathematisch stimmen. Es muss menschlich passen.

Ein Coach folgt oft einer roten Linie, die nicht immer perfekt in Zahlen erklärbar ist. Manchmal heißt gutes Coaching, eine geplante harte Einheit zu streichen. Manchmal heißt es, trotz mittelmäßiger Daten ruhig zu bleiben. Manchmal ist der beste Reiz nicht mehr Intensität, sondern Kontinuität. Und manchmal braucht ein Athlet keine neue Einheit, sondern das Gefühl: „Ich bin auf dem richtigen Weg.“

Das ist persönliche Erfahrung. Erfahrung aus vielen Athleten, vielen Trainingsphasen, vielen Fehlern, vielen Rennen und vielen Situationen, in denen Theorie und Realität nicht zusammenpassen.

KI optimiert oft den Plan. Ein Coach optimiert die Entwicklung.

Coaching ist Beziehung, Führung und Erfahrung

Triathlon ist nicht nur Schwimmen, Radfahren und Laufen. Es ist auch Alltag, Stress, Zweifel, Familie, Beruf, Motivation, Verletzungsangst und Geduld. Ein Coach versteht diese Realität.

Er weiß, dass ein Age-Grouper mit Job und Familie anders trainiert als ein Profi. Er weiß, dass manche Athleten Struktur brauchen, andere Freiheit. Er weiß, dass zwei Menschen denselben Trainingsreiz komplett unterschiedlich verarbeiten können.

Ein persönlicher Coach gibt nicht nur Einheiten vor. Er führt. Er bremst, wenn jemand zu viel will. Er motiviert, wenn jemand zweifelt. Er vereinfacht, wenn alles zu kompliziert wird. Er setzt Druck, wenn es nötig ist, und nimmt Druck raus, wenn es wichtiger ist.

Vor allem aber entsteht Vertrauen. Und dieses Vertrauen verändert, wie ein Athlet trainiert. Wer weiß, dass jemand den Überblick behält, kann ruhiger bleiben. Wer sich verstanden fühlt, bleibt eher geduldig. Wer nicht allein mit seinen Fragen ist, trifft bessere Entscheidungen.

KI kann Trainingsdaten interpretieren. Ein Coach interpretiert den Menschen, der diese Daten produziert.

Und vielleicht ist genau das der wichtigste Unterschied:
Ein KI-Plan kann mathematisch richtig sein. Ein guter Coach entscheidet, ob er auch menschlich richtig ist.

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Mentale Stärke in Triathlon. The nordic Edge

Coaching-Philosophie Zusammenfassung

Was bleibt, wenn eine KI meine Coaching-Philosophie zusammenfasst?

Mentale Stärke in Triathlon. The nordic Edge

Ich habe DeepSeek gebeten, meine Coaching-Philosophie zusammenzufassen. Bei drei Webseiten, vier geschriebenen Büchern, 47 Fachartikel für Zeitschriften und unzähligen Blogartikeln war ich wirklich gespannt, welche Quintessenz dabei herauskommen würde.

Das Ergebnis hat mich positiv überrascht. Denn trotz der großen Materialmenge hat DeepSeek etwas sehr Treffendes herausgearbeitet:

Im Kern geht es in meinem Coaching immer um den Menschen — nicht um starre Tabellen.

Gutes Coaching lebt für mich von Kommunikation, ehrlichem Feedback und einem Training, das zum Leben des Athleten passt. Ich verbinde dabei Erfahrung und Körpergefühl mit objektiven Daten wie Puls, Watt, Tempo, Laktat oder HRV. Nicht entweder Gefühl oder Zahlen — sondern beides in sinnvoller Verbindung.

Mein Ansatz ist dabei bewusst nachhaltig.

Es geht nicht darum, möglichst viel zu trainieren, sondern möglichst wirksam. Also: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Belastung und Erholung müssen in einem sinnvollen Verhältnis stehen. Fortschritt entsteht nicht durch Dauer-Vollgas, sondern durch kluge Steuerung, passende Reize und genügend Regeneration.

Ebenso wichtig sind realistische Ziele und die Vereinbarkeit mit dem Alltag.

Beruf, Familie, Gesundheit und persönliche Lebenssituation gehören für mich immer zum Coaching dazu. Ein Trainingsplan ist nur dann gut, wenn er nicht nur auf dem Papier funktioniert, sondern im echten Leben.

Beruf, Familie, Gesundheit und persönliche Lebenssituation gehören für mich immer zum Coaching dazu. Ein Trainingsplan ist nur dann gut, wenn er nicht nur auf dem Papier funktioniert, sondern im echten Leben.

Kurz gesagt:

Meine Coaching-Philosophie ist individuell, datenbewusst, menschlich und langfristig ausgerichtet. Nicht Coaching von der Stange, sondern handgemachte Begleitung mit Verstand, Erfahrung und echter Kommunikation.

Originaltext von DeepSeek:

Triathlon-Coaching-Philosophie von Bennie Lindberg

Executive Summary

Bennie Lindbergs öffentlich dokumentierte Coaching-Philosophie lässt sich als menschenzentriertes, aber datenbewusstes System rekonstruieren: Er betont Kommunikation als Kern des Coachings, kombiniert subjektives Erleben („Feeling“) mit objektiven Messgrößen (u. a. Puls, Watt, Geschwindigkeit, Laktat, HRV) und grenzt sich zugleich von einem rein plattform- oder tabellengetriebenen „Coaching von der Stange“ ab. 

Methodisch zeigt sich ein konsistentes Muster: Minimal wirksam starten (ökonomischer Einstieg), dann schrittweise steigern (Progressivität), periodisiert in Belastungs- und Entlastungsrhythmen (z. B. 3:1‑Wochen oder in späteren Phasen 2:1), ergänzt durch Technik‑Analysen und Diagnostik. Die periodisierte Logik ist sowohl in seinen Angeboten (Training‑Planstruktur) als auch in Buchmaterial und Blogtexten explizit dokumentiert. 

Inhaltlich ist seine Philosophie stark auf Vereinbarkeit (Job/Familie/Umfeld), realistische Zielsetzung (Erfolgs‑ vs. Leistungsziele; „Traumziel“ vs. umsetzbares Handlungsziel) und langfristige Entwicklung ausgerichtet: Er argumentiert wiederholt gegen kurzfristige „Vollgas“-Phasen ohne Einbettung in Lebensrealität und Regeneration. 

Bei Recovery und Ernährung positioniert er sich „pragmatisch‑sportwissenschaftlich“: Regeneration wird als Ergebnis vor allem von Planung/Periodisierung, Ernährung und Schlaf beschrieben; Unterversorgung (Energie/Flüssigkeit) wird als häufiger Leistungs‑ und Gesundheitskiller thematisiert, während Gewichtsfixierung kritisch gesehen wird (z. B. positive Bezugnahme auf ausreichende Energiezufuhr als Schutzfaktor). 

Als „Unique Selling Points“ gegenüber dem von ihm beschriebenen Marktumfeld kristallisieren sich heraus: handgefertigte Individualpläne, begrenzte Athletenzahl pro Saison, hohe Erreichbarkeit/Kommunikation, plattformagnostische Datennutzung sowie eine nordisch geprägte Leitidee („The Nordic Edge“, u. a. „Weniger ist mehr“, Vielseitigkeit, Naturbezug). 

Methodik und Quellenbasis

Diese Analyse stützt sich priorisiert auf Primärquellen: Inhalte von bennie-lindberg.com (Blog, Press-/Tritime‑Reprints, Autoren-/Infoseiten) und ad-extremum.com (Coaching‑, Diagnostik‑ und Pricing‑Seiten) sowie auf vier Bücher bzw. deren zugängliche Bestandteile. 

Für die Buchbasis gilt eine gemischte Verfügbarkeit: „Gigathlon changes your view“ ist über Lindbergs Website kapitel-/seitenweise als PDF frei zugänglich (inkl. Inhaltsverzeichnis und Trainingskapitel). 
„Nordic Walking – pur“ ist nicht als Volltext, aber der DNB‑Inhaltsverzeichnis-Scan ist verfügbar (u. a. Kapitel „Weniger ist mehr“/„Vielfalt ist Trumpf“/Training nach Herzfrequenz/Ernährung). 
„Triathlon für Berufstätige“ und „Bis zum Äussersten“ liegen in dieser Recherche primär über Lindbergs eigene Beschreibungen und externe Klappentexte/Verlagsseiten vor (Volltexte nicht gesichert zugänglich); entsprechend werden Details als „nicht spezifiziert“ markiert, wenn sie nicht explizit belegt sind. 

Analytisch wurde aus den Quellen ein Merkmalsraster extrahiert: Kernprinzipien, Methodik (Periodisierung/Intensitätslogik/Sessions), Zielgruppen, Services/Preise, Psychologie/Mindset, Recovery/Ernährung, Technologie/Metriken, Outcomes sowie Differenzierung. Wo Quellen widersprechen oder nur allgemein bleiben, wird dies kenntlich gemacht.

Kernaussagen der Coaching-Philosophie

Lindberg definiert Coaching in erster Linie als Beziehungs‑ und Kommunikationsprozess. In seiner englischen Darstellung heißt es sinngemäß: Coaching sei „all about communication“; Individualisierung entstehe im Rahmen allgemeiner physiologischer Prinzipien durch das, was er „Feeling“ nennt (Rückmeldung/Erleben des Athleten). 

Damit koppelt er zwei Leitideen: Erstens die Einzigartigkeit von Körpern (Stärken/Schwächen, Reaktion auf Training), zweitens die Notwendigkeit, dass Pläne ohne ehrliche Rückmeldung und Anpassung nicht funktionieren. Gleichzeitig warnt er vor einem reinen „Gefühlstraining“: Regelmäßige objektive Tests und Steuerung über Puls/Watt/Geschwindigkeit werden auf ad-extremum.com explizit als fester Bestandteil seines Coachings genannt. 

Als übergeordnete Prinzipien tauchen in mehreren Varianten drei wiederkehrende „Axiome“ auf:

Maximale Leistung bei minimalem Aufwand / minimal wirksames Training: Er formuliert explizit, das Ziel sei Leistungsmaximierung ohne „übermäßiges Training“, und im Zweifel könne man später immer noch Stunden erhöhen. 
Kontrollierte Realität statt Scheinpräzision: Seine Formulierung „meter remains a meter and a second remains a second“ (sinngemäß: Fortschritt ist messbar, sonst muss angepasst werden) steht neben einer Kritik an zu kleinteiliger Prozent‑Zerlegung von Einheiten (GA1/GA2‑Anteile), die den Menschen zur Excel‑Kurve mache. 
Leistung als Produkt aus Wissen, Erfahrung, Arbeitsethos – plus mentaler Stärke: Auf ad-extremum.com werden theoretisches Wissen und mentale Stärke als Basis genannt; in Blogtexten wird der langfristige Aufbau („Jahre – oft Jahrzehnte“) betont. 

Auffällig ist zudem seine Erfolgsdefinition: Er misst Coaching-Erfolg nicht primär an Titeln, sondern daran, ob Athleten realistische Ziele erreichen – vom ersten 10 km‑Lauf bis zum Ironman‑Champion. 

Trainingsmethodik und Steuerungslogik

Periodisierung als Architektur

Mehrere Quellen belegen, dass Lindberg Periodisierung nicht als optionalen „Feinschliff“, sondern als Tragstruktur versteht: In einem Tritime‑Reprint („Trainingsmanagement“) werden „Prioritäten setzen“ und „Periodisierung“ als „Zauberwörter“ für die Harmonie mit beruflichem/privatem Umfeld genannt. Dort beschreibt er nach dem Saisonhöhepunkt eine bewusste Auszeit, die bis zu drei Monate dauern kann, bevor das Training wieder intensiviert wird; zudem gelten Entlastungswochen typischerweise in jeder dritten/vierten Woche. 

Im Buch „Gigathlon changes your view“ wird Periodisierung konkret operationalisiert: ein Jahreszyklus in vier Perioden (Übergangs‑/allgemeine Vorbereitung/Grundlagen‑/spezifische Gigathlon‑Periode) inklusive Monatszuordnung und Zweck, plus Wochenrhythmen (u. a. 3:1; später ggf. 2:1 oder mit Wettkampf 1:1). 
Bemerkenswert ist die konsistente Spiegelung in den Angeboten: Das „Training Plans for 3 months“-Paket ist explizit als 3 Wochen hart + 1 Woche Rest beschrieben. 

Progressivität und Belastungsdosierung

Progressivität wird als Kunst der richtigen Dosis beschrieben: Zu schnelle Umfangssteigerung erhöhe Verletzungs-/Krankheitsrisiko; zu langsame Steigerung führe nicht ans Potenzial. Zugleich wird betont, dass verschiedene Systeme unterschiedlich schnell adaptieren (Herz‑Kreislauf schneller; Muskeln/Bänder/Sehnen/Knochen langsamer). 
Diese Logik ist zentral, weil sie die Brücke zu seiner Recovery‑Philosophie bildet: Training ist Reiz, Anpassung passiert in der Erholung (Superkompensation) – in seinem Gigathlon‑Trainingskapitel wird das anschaulich erklärt („stärker werden wir in der Erholungsperiode danach“). 

Intensitätslogik, Einheitenformate und „Spezifik“

Einen vollständigen, zahlenbasierten Jahres‑Intensitätsmix (z. B. „polarisiert 80/20“) legt er in den Kernquellen nicht als Standardregel dar (→ nicht spezifiziert). Stattdessen finden sich mehrere kontextabhängige Regeln und Beispiele:

Für die olympische Distanz nennt er in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung: nicht mehr als zwei hochintensive Trainingstage pro Woche; zugleich skizziert er konkrete Sessiontypen (z. B. sehr harte Schwimmabschlüsse 200/100/50 m mit langen Pausen; wöchentliches 10‑km‑Zeitfahren als Rad‑Benchmark). 
Im „Taschenrechner-/pulsgesteuertes Training“-Abschnitt des Gigathlon‑Buchs werden Herzfrequenz‑Zonen über Pulsreserve beschrieben und mit exemplarischen Prozenten verknüpft (z. B. grobe Kategorien wie „70 % normales Ausdauertraining (GA1)“, „80 % … GA2/aerobe Schwelle“, „95 % intensive Intervalle“). 

Die „Spezifik“ wird als saisonaler Prozess verstanden: In der Vorbereitung soll Training zunächst allgemeiner sein und dann spezifischer werden; wer wenig Zeit habe, könne auch mit relativ konstantem Ablauf und -umfang starten und später in gigathlon‑spezifische Formen wechseln und Intensität erhöhen. 

Diagnostik und Metriken als Instrument, nicht Selbstzweck

Auf ad-extremum.com wird Diagnostik als „unverzichtbares Werkzeug“ zur objektiven Standortbestimmung beschrieben; zugleich wird darauf hingewiesen, dass App‑Metriken (u. a. VO2max‑Schätzwerte) oft nur grobe Richtlinien liefern. 
In einem Blogbeitrag zur Norwegen‑Analyse betont Lindberg „Messen, messen und messen“, relativiert aber viele Uhr‑Kennzahlen als Marketing/Junk und nennt als „reine“ Daten u. a. Geschwindigkeit, Watt, Puls, Atemfrequenz, HRV, Laktat, Blutzucker, Körpertemperatur, Schweiß‑Analysen und Blutwerte. 

Der praktische Diagnostik‑Baukasten auf ad-extremum.com ist detailliert beschrieben (inkl. Stufen‑Laktat‑Feldtest-Logik, Stufenlänge 800–2000 m, Messung von Puls/Zeit/Laktat je Stufe und Steuerung der Folge-Stufen z. B. in 10‑Puls‑Schritten). 

Zielgruppen, Angebote und Preise

Zielgruppenprofil

Explizit adressiert Lindberg mehrere Zielgruppen gleichzeitig: „triathletes of all levels“ bzw. „normal people“ ebenso wie (nach eigener Darstellung) Ironman‑ und nationale Champions. 
Seine Texte legen aber einen Schwerpunkt auf Berufstätige/Alltagsathleten nahe: Das Trainingsmanagement‑Narrativ beginnt bei Schule/Studium und beschreibt die Engpässe von Berufseintritt, Familie und sozialer Verpflichtung als zentrale Planungsrealität. 
Für Einsteiger wird ein Seminar explizit als Einstieg „ohne Vorkenntnisse“ beworben. 

Aus Buchsicht wird „Nordic Walking – pur“ über Kapitel wie „Oma trainiert mit Stöcken!“ oder „Nordic Walking … zur Stabilisierung der Gesundheit und zur … seelischen Entspannung“ klar als breitensportlich‑gesundheitsorientiert positioniert (ein weiterer Hinweis darauf, dass sein Coaching‑Selbstbild über Wettkampfleistung hinausgeht). 

Angebots- und Servicemodell

Sein öffentliches Angebotsportfolio umfasst mindestens:

Individuelles Coaching mit Trainingsplan (keine Standardprogramme), plus Beratungsstunde, Gratis‑Trainingspläne und ein kostenloser Einsteiger‑Kurs (Koyawa) als Funnel/Support für Rookies. 
Personal Coaching/Trainerstunden (adaptiv an Zeit und Bedürfnisse) sowie Angebot an Firmen/Vereine (Events, Kurse, Vorträge). 
Diagnostik‑Produkte: Laktat‑Tests (Feld/Indoor), Technik‑Analysen (Schwimmen/Laufen) und Kraulanalyse. 
Der Kommunikations‑Stack ist breit: E‑Mail, Teams, Google Meet, Zoom, Skype, WhatsApp, Telefon und – wenn regional möglich – persönliche Treffen. 

Preisangaben

Die Website nennt konkrete Preise (soweit öffentlich verfügbar):

  • Coaching (monatlich): 195 €/Monat, inkl. Erstgespräch, maßgeschneiderter Pläne, Analyse der Vorgeschichte, zeiteffizientem Training und „unlimited communication“. 
  • Trainingsplan‑Paket (3 Monate): 400 €/3 Monate, inkl. Analyse + Plan; als Struktur wird explizit genannt: 3 Wochen harte Belastung + 1 Erholungswoche, optional Taper‑Woche vor Rennen. 
  • Personal Coaching/Trainerstunde: 120 €/Stunde
  • Laktat‑Stufen‑Feldtest: Schwimmen 150 €, Rad 125 €, Laufen 125 €, Doppeltest (3× Rad + 3× Laufen) 200 €; Indoor‑Ergometer 150 €, Laufband 125 €; Technik‑Analyse Schwimmen 150 €, Laufen 125 €

Mentaltraining, Recovery und Ernährung

Zielpsychologie und Mindset

Lindbergs Mentaltraining‑Rahmen unterscheidet zwischen Erfolgszielen (Platz/Zeit) und Leistungsdenken („maximale Leistung gegeben“/„Spaß haben und sich gut fühlen“) und argumentiert, dass viele Athleten mit Erfolgszielen psychologisch schlecht umgehen. 
Er ergänzt dies um eine zweistufige Zielarchitektur: „Traumziel“ als Motivation/Vision, aber nicht als Fokus im Wettkampf; daneben realistische Möglichkeiten/Bedingungen (Alter, Familie, Finanzen, Arbeit, Bereitschaft zu frühen Einheiten etc.) und konsequente Umsetzung. 

Eine Kernbotschaft lautet „Das Beste geben“ – als Abkehr von Perfektionismus und als Betonung von Hingabe, Geduld, Beharrlichkeit sowie Prioritätensetzung („nicht alles muss gemacht werden“). 
In praktischen Tipps wird Visualisierung (inkl. „Drehbuch“ mit Sinnesdetails und Vorbereitung auf Probleme wie schlechtes Wetter) systematisch beschrieben. 

Regeneration als Systemfrage

Die regenerationsbezogenen Aussagen sind ungewöhnlich klar: In „Erholung einmal anders“ werden drei Bereiche als „95 %“ einer guten/schnellen Erholung benannt: Trainingsplanung/Periodisierung, Ernährung, Schlaf
Dort wird auch eine differenzierte Regenerationszeit-Logik beschrieben (Flüssigkeit Stunden, Glykogen ~Tage, Muskulatur ~3–7 Tage, Sehnen/Bänder bis Wochen; Stressfraktur Monate; mentale Erholung als zusätzlicher Faktor). 

Im Gigathlon‑Buch finden sich ergänzende Heuristiken, wann der Körper „bereit“ ist (z. B. Ruhe-/Belastungspuls normal, Schlaf/Appetit normal, „Lust auf Leistung“, schnelleres Erholen von intensiveren Einheiten). 

Ernährung: pragmatisch, leistungsorientiert, anti-dogmatisch

Ernährung wird bei Lindberg primär als Funktionsvariable gesehen (Leistungsfähigkeit/Immunsystem/Regeneration), weniger als dogmatisches System. Im Wintertraining warnt er vor „ausgepowert“ nach Hause kommen und beschreibt Unterzucker/Unterkühlung als Stressor, der Infektanfälligkeit erhöht; seine Empfehlung ist, lange Einheiten so zu gestalten, dass man nicht in den letzten Stunden „leer“ läuft/fährt. 
Zum Umgang mit Alkohol formuliert er leistungspraktische Regeln („erst regenerieren, dann genießen“, nicht spät/nicht direkt nach Training; nüchtern schlafen als zentral). 

In der Norwegen‑Analyse wird zudem ein explizit anti‑gewichtsfixierter Blick zitiert/gelobt: Kalorienverbrauch solle ersetzt werden; ausreichend Energie sei besser für Erholung und reduziere Risiken wie Übertraining/Stressfraktur/Infekte – „lieber ein, zwei, drei Kilo mehr“. 
Makro-/Mikronährstoffsysteme, Supplement‑Protokolle oder konkrete Ernährungsperiodisierung werden in den priorisierten Quellen nicht durchgängig spezifiziert (Ausnahmen: einzelne Ernährungs-/Wettkampftipps; Herzfrequenz‑/Trainingsbezug in Buchkapiteln). 

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Coaching und Trainingspläne für tRIATHLON

Coaching im Ausdauersport

Coaching mit Klarheit, Erfahrung und dem Nordic Edge

Coaching und Trainingspläne für tRIATHLON

Im Ausdauersport und im Triathlon sind Fortschritte selten Zufall. Leistung entsteht dort, wo Erfahrung, Struktur und Individualität zusammenkommen. Genau das ist für mich Coaching: nicht nur Trainingspläne zu schreiben, sondern Menschen auf ihrem ganz eigenen Weg gezielt zu begleiten.

Coaching bedeutet für mich, den Menschen hinter der Leistung zu verstehen. Seine Voraussetzungen, seine Ziele, seine Belastbarkeit und seine Entwicklungsmöglichkeiten. Denn jeder Athlet ist anders. Jeder Alltag ist anders. Und deshalb muss auch jedes Coaching individuell sein.

Meine Sicht auf Coaching ist stark durch meine Herkunft geprägt. Ich komme aus Finnland, und in Skandinavien ist Coaching im Profi- und Leistungssport seit vielen Jahren fest verankert. Dort spielen Klarheit, langfristige Entwicklung, Vertrauen und individuelle Betreuung eine zentrale Rolle. Diese Haltung begleitet auch meine Arbeit als Coach.

Es geht nicht um laute Versprechen.
Es geht nicht um Standardlösungen.
Es geht um Präzision, Erfahrung und den Blick für das Wesentliche.

Als ehemaliger Triathlonprofi und Coach mit jahrzehntelanger Erfahrung weiß ich: Fortschritt entsteht nicht allein durch mehr Training. Sehr oft entsteht er durch bessere Entscheidungen. Wann ist Belastung sinnvoll? Wann braucht es Erholung? Wo liegt Potenzial? Und was ist im richtigen Moment wirklich entscheidend?

Genau hier beginnt gutes Coaching.

Ein guter Coach beobachtet, analysiert, ordnet ein und gibt Orientierung. Er hilft dabei, Training sinnvoll zu steuern, Entwicklungen realistisch zu bewerten und den Weg so zu gestalten, dass er nicht nur ambitioniert, sondern auch nachhaltig ist.

Für mich steht deshalb nie ein starres System im Mittelpunkt, sondern immer der Mensch selbst. Kein Coaching von der Stange, sondern eine enge, individuelle Zusammenarbeit mit klarer Linie und hohem Anspruch.

The Nordic Edge bedeutet genau das:
eine klare Haltung, tiefes Verständnis für Leistung und eine Coaching-Philosophie, die auf Erfahrung, Vertrauen und Präzision beruht.

Wer seine Leistung im Ausdauersport oder Triathlon gezielt entwickeln möchte, braucht mehr als Motivation. Er braucht einen Weg, der wirklich zu ihm passt.

Und genau das ist Coaching.

Coaching im Triathlon und Ausdauersport: Meine Haltung

  • individuelles Coaching statt Standardpläne
  • langjährige Erfahrung aus Profisport und Coaching
  • strukturierte Trainingssteuerung mit Blick auf den Menschen
  • Klarheit, Ehrlichkeit und nachhaltige Leistungsentwicklung
  • nordische Coaching-Mentalität mit Fokus auf Präzision

Für wen ist dieses Coaching gedacht?

Mein Coaching richtet sich an ambitionierte Athletinnen und Athleten, Agegrouper, Ausdauersportler und Triathleten, die ihre Leistung gezielt weiterentwickeln möchten — mit Struktur, Erfahrung und einem Coaching-Ansatz, der wirklich individuell ist.

Wer nicht einfach nur trainieren, sondern sich gezielt entwickeln möchte, findet im individuellen Coaching den entscheidenden Unterschied.

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Der Längste Tag mit Tri Coach Bennie

Der Langtest 2026

DER LANGTEST 2026

Der Längste Tag mit Tri Coach Bennie

ES WIRD ERNST

Der längste Trainingstag des Jahres rückt näher: Der Langtest steht an. An diesem Tag simulieren wir die Belastungen einer Langdistanz so realistisch wie möglich – mit bis zu 3 km Schwimmen, 120 km Radfahren und 30 km Laufen. Ziel ist es, die individuelle Wettkampfgeschwindigkeit zu finden und unangenehme Überraschungen am großen Tag zu vermeiden.

Zu Beginn erfassen wir den aktuellen Leistungsstand. Die Einschätzung basiert auf bisherigen Trainingsdaten, Erfahrungswerten oder Leistungstests und wird im Verlauf des Tages überprüft und feinjustiert. Denn je länger die Distanz, desto wichtiger wird eine realistische Prognose für den Wettkampf.

Am 2. Mai 2026 stellen wir uns dieser Herausforderung.

Die Kombination aus drei Disziplinen verlangt mehr als reine Ausdauer. Entscheidend sind Effizienz, Energiereserven, Energieaufnahme und mentale Stabilität. Wir beobachten und steuern den Tag über verschiedene Parameter: Rundenzeiten, Wattwerte, Puls, Körpergefühl – und gerne auch den Laktatwert.

Ein zu hoher Laktatwert zeigt an, dass das Tempo nicht nachhaltig ist. Ein zu niedriger Wert kann hingegen auf ein zu defensives Tempo oder – gerade auf der Langdistanz entscheidend – auf eine unzureichende Kohlenhydratzufuhr hinweisen. In beiden Fällen passen wir Strategie und Ernährung an, um die optimale Balance zu finden.

Beim abschließenden Lauf zeigt sich, wie gut Intensität, Energiehaushalt und mentale Stärke zusammenspielen. Hier entscheidet sich, ob die geplante Wettkampfgeschwindigkeit wirklich tragfähig ist.

Der Langtest startet am 2. Mai 2026 um 8:00 Uhr in Büchenbach.
Alle interessierten Athletinnen und Athleten sind herzlich eingeladen, sich anzumelden und diese besondere Erfahrung mitzuerleben.

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Bennie Lindberg und Pauli Kiuru

Sport Verbindet

The Power of Sport

Bennie Lindberg und Pauli Kiuru

SPORT VERBINDET

Sport verbindet. Vielleicht ist das eine der einfachsten Wahrheiten überhaupt — und gleichzeitig eine der wichtigsten. Denn im Sport verlieren viele der Dinge an Bedeutung, an denen sich die Welt sonst so gern aufreibt: Herkunft, Sprache, Religion, Beruf, Status, politische Überzeugung. Was bleibt, ist der Mensch. Der atmende, kämpfende, zweifelnde, hoffende Mensch.

Oft denke ich dabei an meinen guten Freund Pauli Kiuru. Pauli hat als Athlet große IRONMAN-Erfolge gefeiert und ist heute politisch aktiv im finnischen Parlament. In Interviews sagt er, wenn es um sportliche Themen geht, immer denselben Satz: „Sportti yhdistää“ – Sport verbindet. In diesen drei Worten steckt eine erstaunliche Tiefe. Denn wenn jemand wie Pauli, der Leistung, Wettkampf und das Leben außerhalb des Sports kennt, so etwas sagt, dann spürt man: Das ist kein Spruch. Das ist gelebte Erfahrung.

Wer trainiert, kennt dieselben Gefühle — egal, ob er aus Deutschland, Finnland, den USA, Russland, der Ukraine, Persien oder Israel kommt. Der frühe Morgen fühlt sich überall ähnlich an. Müdigkeit ist überall Müdigkeit. Der innere Widerstand, der erste Schritt nach draußen, die Disziplin, trotzdem loszugehen — all das ist universell. Vielleicht liegt genau darin die Kraft des Sports: Er schafft gemeinsame Erfahrung, wo Worte oft nicht mehr reichen.

Training bringt Ordnung in eine unruhige Welt. Es schenkt dem Tag Struktur, dem Kopf Klarheit und dem Leben eine stille Form von Halt. Während draußen vieles laut, widersprüchlich und überladen wirkt, ist körperliche Anstrengung erstaunlich ehrlich. Sie kennt keine Ausreden, keine Ideologien, keine Masken. Sie verlangt nur Präsenz, Einsatz und die Bereitschaft, durch schwierige Momente hindurchzugehen.

Gerade darin liegt etwas zutiefst Beruhigendes. Wer trainiert, erlebt, dass Fortschritt nicht plötzlich entsteht, sondern durch Wiederholung. Durch Rhythmus. Durch Geduld. Durch das immer gleiche Beginnen. Vielleicht ist Sport deshalb weit mehr als Bewegung. Vielleicht ist er für viele ein stilles Ritual, ein Gegengewicht zur Zerrissenheit der Zeit — eine tägliche Erinnerung daran, dass Stabilität nicht von außen kommt, sondern in kleinen, konsequenten Handlungen entsteht.

Besonders im Ausdauersport zeigt sich diese Wahrheit mit großer Klarheit. Vor einer langen Distanz werden Unterschiede kleiner. Die Strecke fragt nicht nach Titeln. Das Wasser interessiert sich nicht für Nationalität. Der Wind unterscheidet nicht zwischen arm und reich. Die Hitze prüft nicht, woran jemand glaubt. Sie alle begegnen uns ohne Urteil. Und genau deshalb liegt in ihnen etwas Verbindendes: Jeder muss sich derselben Herausforderung stellen. Jeder muss seinen eigenen Weg durch Schmerz, Zweifel und Erschöpfung finden.

Wer am Start steht, spürt sofort: Hier sind Menschen unterschiedlichster Lebenswege versammelt — und doch teilen sie denselben Respekt vor der Aufgabe. Man erkennt sich nicht an Herkunft oder Haltung, sondern an Blicken, Gesten, Körperhaltung. An der stillen Konzentration. An der Aufregung. An der Mischung aus Angst und Vorfreude. Worte braucht es kaum, um sich in diesem Moment zu verstehen.

Vielleicht ist das eine der schönsten Seiten des Sports: dass er Gemeinschaft stiften kann, ohne große Parolen. Ein kurzes Nicken. Ein ehrliches Lächeln. Ein aufmunternder Satz im richtigen Moment. Eine gereichte Hand. All das ist oft stärker als jede theoretische Debatte über Zusammenhalt. Denn hier wird Verbundenheit nicht behauptet, sondern gelebt.

Vielleicht weist genau das über den Sport hinaus. Es zeigt, dass Menschen sehr wohl friedlich nebeneinander bestehen, sich respektieren und sogar gegenseitig tragen können, obwohl sie verschieden sind. Dass gemeinsame Anstrengung Brücken bauen kann, wo Meinungen trennen. Dass Disziplin, Fairness, Demut und Ausdauer nicht nur sportliche Tugenden sind, sondern menschliche.

Sport löst nicht die Probleme der Welt. Aber er erinnert uns an etwas, das in ihr oft verloren geht: dass wir einander ähnlicher sind, als wir glauben. Dass wir alle müde werden, alle zweifeln, alle kämpfen, alle hoffen. Und dass gerade im gemeinsamen Bemühen etwas entsteht, das größer ist als Leistung: Verbundenheit.

Am Ende ist es vielleicht genau das, was uns immer wieder zurückkehren lässt — nicht nur die Jagd nach Zeiten, Ergebnissen oder dem perfekten Rennen. Sondern das Gefühl, Teil von etwas zu sein, das leise, aber kraftvoll ist. Einer Gemeinschaft, die nicht fragt, woher du kommst, sondern nur, ob du bereit bist, weiterzugehen.

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Leistungsdiagnostik im Triathlon

Leistungsdiagnostik

Was Leistungstests wirklich aussagen

Leistungsdiagnostik im Triathlon

Viele Athletinnen und Athleten haben großen Respekt vor Leistungstests. Als triathlon Trainer und Triathlon-Experte erlebe ich häufig, dass weniger Angst vor der Belastung besteht – sondern vielmehr Unsicherheit davor, was das Ergebnis bedeutet. Dabei ist eine Leistungsdiagnostik kein Urteil über deine Leistungsfähigkeit, sondern ein Werkzeug zur Trainingssteuerung.

Die entscheidende Frage lautet daher: Was misst eine Leistungsdiagnostik wirklich – und was eben nicht?

Warum ein triathlon Trainer auf Leistungsdiagnostik setzt

Eine gut durchgeführte Leistungsdiagnostik liefert objektive Daten, mit denen ein triathlon Trainer das Training gezielt planen und steuern kann. Sie hilft dabei, Trainingszonen individuell festzulegen und Fortschritte messbar zu machen.

Typischerweise werden im Ausdauerbereich folgende Parameter bestimmt:

  • VO₂max – die maximale Sauerstoffaufnahme als Maß für die aerobe Leistungsobergrenze
  • Aerobe Schwelle (LT1 / VT1) – der Übergang vom sehr lockeren in den moderaten Belastungsbereich
  • Anaerobe Schwelle (LT2 / MLSS / VT2) – die höchste Intensität, die über längere Zeit stabil gehalten werden kann
  • Herzfrequenz-, Watt- und Laktatwerte zur Ableitung individueller Trainingsbereiche

Zur Einordnung der Begriffe:

LT1 (Lactate Threshold 1) beschreibt den Punkt, an dem das Laktat im Blut erstmals systematisch ansteigt. VT1 (Ventilatory Threshold 1) ist das entsprechende ventilatorische Pendant – hier beginnt die Atmung messbar stärker zu reagieren.

LT2 (Lactate Threshold 2) bezeichnet die zweite Laktatschwelle. MLSS (Maximal Lactate Steady State) gilt als Goldstandard und beschreibt die höchste Intensität, bei der sich Laktat noch im Gleichgewicht befindet. VT2 ist die zweite ventilatorische Schwelle, bei der die Atmung überproportional stark ansteigt.

Diese Werte sind für die Trainingssteuerung äußerst hilfreich – sie sind jedoch kein direkter Wettkampf-Prädiktor.

Was Leistungsdiagnostik im Triathlon nicht vorhersagen kann

Ein klassischer Stufentest dauert meist 20–30 Minuten. Der für eine Langdistanz relevante Intensitätsbereich wird dabei oft nur wenige Minuten durchlaufen.

Das bedeutet: Der Test zeigt sehr genau, wie dein Körper auf steigende Belastung reagiert – aber nicht, wie gut du über 4, 8 oder 10 Stunden Leistung stabil halten kannst.

Gerade im Langdistanz-Triathlon bewegt man sich typischerweise bei etwa 60–75 % der VO₂max – also deutlich unterhalb der anaeroben Schwelle. Top-Athleten können sich teilweise sogar leicht oberhalb dieses Bereichs bewegen. Das ist in erster Linie durch moderne Sporternährung möglich, die es erlaubt, sehr große Mengen an Kohlenhydraten während der Belastung aufzunehmen (teilweise 90–120 g pro Stunde oder mehr) und effizient zu oxidieren.

Durch diese hohe exogene Kohlenhydratverfügbarkeit können Elite-Athleten höhere Intensitäten länger stabilisieren, da die muskulären Glykogenspeicher geschont und zentrale Ermüdungsmechanismen hinausgezögert werden.

Entscheidend ist jedoch – unabhängig vom Leistungsniveau – nicht dein Maximalwert, sondern wie effizient du im moderaten Bereich arbeitest.

Ein triathlon Trainer und Leistungsdiagnostik können deshalb zwar deine physiologischen Grenzen bestimmen, aber nicht direkt messen:

  • muskuläre Ermüdungsresistenz über mehrere Stunden
  • metabolische Effizienz bei Wettkampftempo
  •  Verpflegungsstrategie unter Belastung
  • mentale Stabilität und Pacing-Kompetenz

Deshalb gibt es immer wieder „Testweltmeister“, die im Wettkampf hinter den Erwartungen bleiben – und umgekehrt.

FTP, VO₂max und die Realität auf der Langdistanz

Der bekannte FTP-Test im Radsport versucht, die Schwellenleistung praxisnah zu bestimmen. Dabei handelt es sich jedoch um eine modellbasierte Abschätzung – nicht um eine direkte Messung der MLSS. Auch Uhren und Radcomputer berechnen Schwellenwerte über Algorithmen.

VO₂max und FTP definieren deine physiologische Obergrenze. Für die Langdistanz ist jedoch entscheidend, wie hoch der Prozentsatz dieser Maximalleistung ist, den du ökonomisch über Stunden aufrechterhalten kannst.

Zwei Athleten können identische Maximalwerte haben – und dennoch ist derjenige stärker, der:

  • ökonomischer arbeitet
  • mehr Fette bei Wettkampftempo oxidiert
  • hohe Kohlenhydratzufuhr verträgt und effizient nutzt
  • weniger muskuläre Ermüdung entwickelt
  • sein Tempo konstant steuern kann

Die besten 5.000-Meter-Läufer sind schließlich auch nicht automatisch die besten 100-Kilometer-Läufer.

Was für Langdistanz-Athleten wirklich zählt

Für die Langdistanz sind vor allem folgende Faktoren entscheidend:

  • eine stabile aerobe Basis nahe der aeroben Schwelle
  • hohe metabolische Flexibilität (Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel)
  • gute Bewegungsökonomie
  • langfristige Ermüdungsresistenz

Ein triathlon Trainer und Leistungsdiagnostik helfen dabei, diese Bereiche gezielt zu entwickeln – vorausgesetzt, die Tests werden richtig interpretiert und sinnvoll ins Training integriert.

Ein Trainingsprogramm, das ausschließlich darauf abzielt, kurzfristig FTP oder VO₂max zu maximieren, greift für Langdistanz-Athleten meist zu kurz. Die Kunst liegt in der Periodisierung und in der Entwicklung nachhaltiger Ausdauerleistungsfähigkeit.

Leistungsdiagnostik ist ein Werkzeug – kein Urteil

Leistungsdiagnostik im Triathlon liefert wertvolle objektive Daten. Sie ermöglicht eine präzise Trainingssteuerung und hilft, Fortschritte sichtbar zu machen.

Aber: Sie ersetzt weder Erfahrung, intelligente Trainingsplanung noch spezifische Wettkampfvorbereitung.

Ein guter triathlon Trainer nutzt Leistungsdiagnostik nicht als Selbstzweck, sondern als strategisches Instrument. Am Ende gewinnt auf der Langdistanz nicht der Athlet mit dem höchsten Maximalwert – sondern derjenige, der moderates Tempo über viele Stunden ökonomisch und kontrolliert halten kann.

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Das Triathlon Seminar mit Bennie Lindberg in Playitas war ein voller Erfolg

Seminar Feedback

Eine fantastische Triathlon Seminar Woche liegt hinter uns.

Das Triathlon Seminar mit Bennie Lindberg in Playitas war ein voller Erfolg

Unser Triathlon Einsteigerseminar im Playitas auf Fuerteventura war auf allen Ebenen ein voller Erfolg.

Die äußeren Bedingungen hätten kaum besser sein können: strahlendes Wetter, angenehme Wärme durch den Calima – und das alles ohne den sonst typischen Staub. Playitas gehört ohne Zweifel zu den schönsten Sportresorts Europas.

Ein großes Dankeschön geht an das Organisationsteam von Hannes Hawaii Tours. Dank Nina und Elisa lief alles reibungslos und mit einer Professionalität, die man einfach spürt.

Wenn ich von den „inneren Bedingungen“ spreche, meine ich vor allem unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie meine Guides. Der Teamgeist war außergewöhnlich: Einer für alle und alle für einen – und das auf eine unglaublich sympathische, motivierende und respektvolle Art. Wissen rund um Triathlon und angrenzende Themen wurde nicht nur interessiert aufgenommen, sondern mit echter Begeisterung umgesetzt.

Auch abseits des Trainings war die Gruppe voller Energie. Aktives Erwachen, Tapasabend, Tanzen, Musizieren, Tischtennis, Volleyball oder sogar Aquagymnastik – alle waren mit Freude dabei.

Der Großteil der Gruppe ist bereits am Samstag abgereist. Und es spricht Bände, dass das Seminar offiziell schon vorbei war, die Coaches aber trotzdem mit Freude und Kompetenz die verbliebenen Teilnehmer am Beckenrand weiter betreut haben – und später sogar gemeinsam zum „Spinning tainment“ mit Playitas Superstar Andrew gegangen sind.

Leute, ihr seid wirklich großartig. Danke für diese wunderbare Woche.

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Krafttraining für Triathleten

Triathlon und Hormone

Triathlon Training und Hormon-ausschüttung: Wie Krafttraining die Regeneration beeinflussen kann

Krafttraining für Triathleten

Warum Hormone im Triathlon Training eine zentrale Rolle spielen

Im Triathlon Training entscheidet nicht nur die Trainingsbelastung über Fortschritt, sondern vor allem die hormonelle Reaktion des Körpers. Zwei Hormone stehen dabei im Mittelpunkt: Testosteron und Wachstumshormon (GH= Growth Hormone). Beide steuern Reparaturprozesse, Muskelaufbau und Anpassung an Trainingsreize. Während Testosteron vor allem die Muskelregeneration unterstützt, fördert Wachstumshormon die Gewebeerneuerung und spielt eine wichtige Rolle im Fettstoffwechsel.

Was im Körper nach intensivem Ausdauertraining passiert

Längere oder harte Ausdauereinheiten – wie sie im Triathlon Training üblich sind – führen häufig zu einer vorübergehenden Absenkung anaboler Hormone. Besonders Testosteron sinkt nach langen Läufen oder Radausfahrten spürbar ab. Das ist ein normaler Teil der Trainingsanpassung, bedeutet aber auch, dass die Regeneration hormonell zunächst gedämpft ist.

Krafttraining als hormoneller Gegenpol

Mehrere Studien zeigen, dass intensives Krafttraining die Ausschüttung von Testosteron und Wachstumshormon deutlich stärker anregt als ein Ruhetag. Besonders Hypertrophie‑orientiertes Training mit hohen Lasten und moderatem Volumen erzeugt eine messbare hormonelle Reaktion. Wachstumshormon steigt dabei besonders stark an, abhängig von Intensität, Satzpausen und der eingesetzten Muskelmasse. Diese hormonelle Umgebung kann die Regeneration nach Ausdauerbelastungen unterstützen und beschleunigen.

Warum die Studienlage zur Hormon-
ausschüttung so schwierig ist

Die Hormonausschüttung ist extrem sensibel und schwankt über den Tag in Wellen. Schlaf, Ernährung, Stress, Tageszeit und die Belastung des Vortags beeinflussen die Werte stark. Deshalb ist es wissenschaftlich enorm schwer, eindeutige Aussagen zu treffen. In der Praxis zeigt sich jedoch: Athletinnen und Athleten profitieren häufig von gezielt eingesetztem Krafttraining an Tagen, die eigentlich als Ruhetage geplant wären – vorausgesetzt, die Gesamtbelastung bleibt im Gleichgewicht.

Anpassung ist entscheidend: Warum Timing und Trainingsstand eine Rolle spielen

Damit Krafttraining die Regeneration unterstützt, muss der Körper bereits an Kraftreize gewöhnt sein. Wer zum ersten Mal schwere Gewichte bewegt, bekommt Muskelkater – und das hilft der Erholung natürlich nicht. Auch direkt nach einem Ironman ist schweres Krafttraining nicht sinnvoll. Interessanterweise gab es jedoch schon in den 90ern Trainer, die Athleten am Tag nach einem Ironman ins Fitnessstudio schickten – ohne negative Effekte (ich war eins davon). Entscheidend ist der Trainingsstand und die individuelle Belastbarkeit.

Triathlon Training und Hormonausschüttung bei Frauen: Ein eigener Mechanismus

Viele Studien basieren auf männlichen Probanden, doch Frauen reagieren hormonell anders. Testosteron spielt bei ihnen eine kleinere Rolle, da die Werte nur etwa 5–10 % der männlichen Werte betragen. Trotzdem steigt Testosteron auch bei Frauen nach Krafttraining an – nur weniger stark. Dafür ist Wachstumshormon bei Frauen ein wesentlich wichtigerer Regenerationsfaktor, und hier reagieren sie oft sogar stärker als Männer. Grund dafür ist Östrogen, das die GH‑Antwort verstärkt und gleichzeitig zellschützend, entzündungshemmend und reparaturfördernd wirkt.

Östrogen als unterschätzter Regenerationsfaktor

Östrogen beeinflusst im Triathlon Training mehrere entscheidende Prozesse:

  •  es schützt Muskelzellen vor Schäden
  • es reduziert Entzündungen
  • es unterstützt die Kollagensynthese in Sehnen und Bindegewebe
  • es verstärkt die Wachstumshormon‑Ausschüttung

Frauen regenerieren dadurch teilweise effizienter – allerdings stark abhängig von der Zyklusphase.

Zyklusabhängige Hormonausschüttung im Triathlon Training

Die hormonelle Reaktion auf Training variiert über den Zyklus:

  • Hohe Östrogenphase (späte Follikelphase): stärkere GH‑Antwort, bessere Regeneration, höhere Kraft
  • Lutealphase (hohes Progesteron): höhere Ermüdung, schlechtere Thermoregulation

Das macht Forschung an Frauen komplex – und erklärt, warum viele Studienergebnisse nicht 1:1 übertragbar sind.

Praktische Bedeutung für Triathletinnen und Triathleten

Ein Ruhetag nach einem Ausdauerblock führt hormonell zu einer eher passiven Phase. Ein gezieltes Krafttraining kann dagegen die Ausschüttung anaboler Hormone anregen und so Reparaturprozesse beschleunigen. Das gilt für Männer und Frauen – aber über unterschiedliche hormonelle Wege. Wichtig bleibt: Die Gesamtbelastung muss stimmen, sonst droht Übertraining.

Summa sumarum: Krafttraining als strategisches Werkzeug im Triathlon Training

Die aktuelle Datenlage deutet darauf hin, dass ein Hypertrophie‑Krafttraining anstelle eines klassischen Ruhetags die hormonelle Regeneration unterstützen kann. Ruhetage bleiben wichtig, aber Krafttraining kann eine strategisch wertvolle Option sein, um Anpassungen zu maximieren und die Hormonausschüttung gezielt zu beeinflussen – sowohl bei Männern als auch bei Frauen.

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